e-Golf von WeShare in Berlin (Quelle: rbb)
Bild: Video: rbb24 | 05.07.2019

VW-Campus eröffnet - Berlin ist jetzt Volkswagen-Standort

Der Autobauer Volkswagen hat am Freitag einen Standort für Digitales in Berlin-Mitte eröffnet. Dort werden nicht die Produktionsbänder anrollen. Die Mitarbeiter des Konzerns sollen an der Zukunft des vernetzten Fahrens arbeiten. Von Martin Polansky

Volkswagen hat am Freitag einen Campus in Berlin-Mitte eröffnet. Damit ist die Hauptstadt zum neuen Standort des Autokonzerns geworden. 900 Mitarbeiter ziehen nun in die Mollstraße Ecke Karl-Liebknecht-Straße, an eine vielbefahrene Kreuzung nahe des Alexanderplatzes in einen Bürokomplex der 1970er Jahre, in dem einst die DDR-Nachrichtenredaktion ADN residierte.

Weiterentwicklung von Mobilität

Auf dem "We Campus" von VW sollen Experten für Digitales, darunter Ingenieure sowie Software- und Produktentwickler, langfristig zusammenarbeiten, die Mobilitätskonzepte weiterentwickeln, wie zum Beispiel Carsharing oder Parkplatzsuchsysteme.

Die Mitarbeiter sollen nicht neu eingestellt werden, sondern kommen aus verschiedenen Standorten nach Berlin. Einen ähnlichen Campus gibt es bereits mit dem Data Lab in München, wo Konzepte der künstlichen Intelligenz entwickelt wurden.

Attraktiver Standort für Mitarbeiter

Bei der Standortwahl hat Berlin zum einen von seinem Ruf profitiert, dass es hier bereits eine große Entwicklerszene gibt - und gegebenenfalls gut ausgebildete Leute für neue Jobs bereitstünden.

Auch ist Berlin wohl für viele Mitarbeiter attraktiver als beispielsweise der VW-Hauptsitz Wolfsburg – und der Konzern will seine guten Leute gerne halten.

Und dass die Berliner Mobilität verbesserungsfähig ist, können sich die Entwickler zukünftig direkt aus dem Bürofenster ansehen. Beim Blick auf die Kreuzung der Moll- und Karl-Liebknecht-Straße.
 

Sendung: Inforadio, 05.07.2019, 6.00 Uhr

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6 Kommentare

  1. 6.

    Bei den Exposé-Suchportalen gibt es mindestens 10.000 Suchergebnisse in Berlin samt Umland zum Mieten. Ggf. kauft man sich auch etwas passendes. Und keine Sorge Sozialwohnungen brauchen VW-Mitarbeiter nicht.

  2. 5.

    Wohnungen gibt es doch in Berlin genug. Sonst würden die Menschen sich stärker für den Wohnungsbau einsetzen und nicht ihre privaten Interessen höher wichten.

  3. 4.

    Und wie sieht es mit den 900 Wohnungen für die zuziehenden VW-Mitarbeiter aus?

  4. 3.

    Gleich nebenan kann man aber auch positive und abschreckende Beispiele finden: Auf dem Wege zur Regional-, S- oder U-Bahn wird man viele Radfahrer erleben können, die aus Bequemlichkeit quer über den Alexanderplatz zwischen den Fußgängern Slalom fahren statt aussenrum auf den Radwegen.

  5. 2.

    „Und dass die Berliner Mobilität verbesserungsfähig ist, können sich die Entwickler zukünftig direkt aus dem Bürofenster ansehen. Beim Blick auf die Kreuzung der Moll- und Karl-Liebknecht-Straße.“ – Daran werden vernetzte Elektroautos bestimmt gaanz viel ändern. :-P
    Tausend autonome Elektroautos verstopfen eine Straße genauso gut wie tausend Benziner und Diesel.

  6. 1.

    "Beim Blick auf die Kreuzung der Moll- und Karl-Liebknecht-Straße" sieht zwei sich kreuzende Straßenbahnstrecken. Wer aus Wolfsburg kommt und schon mal in Hannover war, wird die Berliner Straßenbahnen putzig kurz finden. In der Niedersächsischen Landeshauptstadt schöpft man oft die zulässige Zuglänge aus und hat entsprechend lange Bahnsteige. Hier sind sogar viele Bushaltestellenbereiche zu kurz für Schlenkies.

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