Symbolbild: Ein streikender Stahlarbeiter trägt am 07.03.2017 in Duisburg (Nordrhein-Westfalen) während einer Kundgebung vor dem ThyssenKrupp Stahlwerk einen Helm. (Quelle: Caroline Seidel / dpa)
Video: rbb|24 | 15.07.2019 | Bild: dpa

Brandenburg an der Havel - Stahlwerker der Riva-Gruppe treten in Warnstreik

Rund 300 Beschäftigte des Riva-Konzerns sind am Montag in einen Warnstreik getreten. Sie fordern die Übernahme des Tarifvertrages der ostdeutschen Stahlindustrie in den Elektrostahlwerken Brandenburg/Havel.

"Wir wollen eine Lösung des Tarifkonfliktes", sagte Stefanie Jahn, Bevollmächtigte der IG Metall in Potsdam und Oranienburg. Die uneingeschränkte Übernahme des Ost-Stahltarifes für das Werk in Brandenburg müsse sofort zugesagt und rückwirkend gezahlt werden. Der Warnstreik werde bis Mitternacht laufen, kündigte sie an.

Die Einigung für die Branche vom Frühjahr sieht eine Entgelterhöhung von 3,7 Prozent ab März und für Januar und Februar eine Einmalzahlung von 100 Euro vor. Zudem wurde eine zusätzliche dauerhafte Zahlung von jährlich 1.000 Euro ab 2020 vereinbart. Diese Summe kann auch in freie Tage umgewandelt werden. Bei den Auszubildenden wird die Vergütung in zwei Stufen je nach Ausbildungsjahr von 88 bis 188 Euro aufgestockt.

Höhere Löhne bereits in Hennigsdorf

Riva betreibt in Brandenburg zwei Standorte in Brandenburg an der Havel und in Hennigsdorf. An beiden Standorten zusammen arbeiten rund 1.500 Menschen. Am Standort Hennigsdorf gelten die Lohnerhöhungen bereits. Dort wurde 2008 vereinbart, dass Branchen-Tarifabschlüsse automatisch übernommen werden.

In der Stahlbranche in Brandenburg sind rund 4.500 Menschen beschäftigt. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums werden jährlich etwa 3,7 Millionen Tonnen Rohstahl erzeugt.

Sendung: Inforadio, 15.07.2019, 6:30

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