Passagieransturm an Ostern im Flughafen Tegel (Bild: imago images/Andreas Friedrichs)
Video: Abendschau | 02.08.2019 | Jana Wochnik-Sachtleben | Bild: imago images/Andreas Friedrichs

Über fünf Millionen Passagiere - Berliner Flughäfen verbuchen Rekordsommer

In der aktuellen Sommerurlaubssaison sind so viele Menschen über die Berliner Flughäfen gereist wie noch nie zuvor. Erstmals wurden in den sechs Ferienwochen mehr als fünf Millionen Fluggäste gezählt, wie der Chef der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (FBB), Engelbert Lütke Daldrup, am Freitag mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Zuwachs von zwei Prozent. Im Schnitt reisten demnach rund 110.000 Menschen pro Tag über die beiden Hauptstadt-Standorte.

Am Wochenende wird's wieder eng

An diesem Wochenende erwarten die Berliner Flughäfen erneut einen besonders hohen Andrang. Für Freitag rechneten die Betreiber mit rund 117.000 Fluggästen, für Samstag mit etwas weniger und für Sonntag erneut mit 110.000 Menschen. "Am meisten Verkehr haben wir aber nach dem Sommer", sagte Daldrup, wenn in manchen  Bundesländern noch Ferien sind, während in Berlin der Geschäftsverkehr wieder angefangen hat.

Wegen schwerer Unwetter war die Pünktlichkeitsquote im Juni deutlich abgesackt, auf rund 65 Prozent in Schönefeld und deutlich unter 60 Prozent in Tegel. Der bundesweite Schnitt lag im ersten Halbjahr bei 73 Prozent. Im Juli hätten sich die Werte aber wieder verbessert, sagte Daldrup.

Innerdeutsche Flüge stagnieren

Insgesamt zählten die Berliner Flughäfen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 20,71 Millionen Passagiere und damit rund zwölf Prozent mehr als noch im Vorjahreszeitraum. "Die Umweltdebatte hat sich jedenfalls nicht auf den Wunsch der Menschen ausgewirkt, zu fliegen", sagte Daldrup. "Wir sehen allerdings im innerdeutschen Verkehr schon länger, dass die Fluggastzahlen stagnieren." Die Zahlen könnten sogar zurückgehen, wenn die Deutsche Bahn sich weiter verbessere.

Sendung: rbb24, 02.08.2019, 17.00 Uhr 

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18 Kommentare

  1. 18.

    Gut, das es aber auch noch Menschen gibt, die nicht alles verdammen und das Leben, ihren Lebensverhältnissen angepasst, noch ein bisschen genießen.

  2. 17.

    Wenn ich „Die Zeit“ lese, fallen mir insbesonders gerne die Anzeigen zu deren Studienreisen auf. Doch oh Schreck, die sind jedesmal sowas von kostspielig. Und als Rucksackreisender alleine bin ich nun doch zu alt. Aber solche Veranstaltungen sind sicherlich sehr schön. Besonders in kleinen Gruppen ausgeführt.

  3. 15.

    Wer? Außerdem bildet Reisen und dient auch der Völkerverständigung. Und fliegen ist dafür notwendig. Wer hat schon die Zeit, mit dem Schiff nach Neuseeland etc. zu fahren. Oder über den Atlantik.

  4. 13.

    Haben Sie mal eine dieser „Studienreisen“ gebucht? Sicher nicht. Denn die sind nicht billig zu haben. Sehr gerne würde ich mal solch tolle Angebote in Betracht ziehen, doch dafür reicht das Geld nicht. Soviel zu Ihrer Aussage“ Reisen bildet“.

  5. 12.

    Man sieht: Klimaschutz liegt voll im Trend und treibt die Menschen um. Jeder überlegt, was er selbst zur Rettung der Welt beitragen kann. Zum Beispiel statt Plastik- künftig nur noch total umweltfreundliche Papiertüten benutzen. Oder sogar eines dieser Autos mit Akkus, die bekanntlich auf Bäumen wachsen (der Strom kommt aus der Steckdose). Da darf man dann auch schon zwei, dreimal im Jahr fliegen. Oder öfter. Schließlich ist das, wie wir in den letzten Wochen auch von Politikern gehört haben, ein Menschenrecht, und bspw. der Vorschlag, statt ans Mittelmeer an die Ostsee (deutsche oder polnische Küste) zu reisen, ein Angriff auf die Menschenwürde.

  6. 11.

    Danke für den Hinweis.
    Und natürlich ist der, der Ökostrom verwendet, auch hier und propagiert eine Zweiklassengesellschaft.
    Fliegen, Autofahren, Heizen nur noch für Besserverdienende. Heute die Kerosinsteuer, morgen Benzin und Heizöl? Am Ende die Verteuerung der Artikel des täglichen Bedarfs?
    Ich persönlich fliege im Monat ca. vier bis fünf mal. Auch um es meinen Kindern und meiner Familie ihr Leben zu ermöglichen, was sie führen. Soll ich mich dafür schämen? Das es einige gibt, die 20 Jahre nicht geflogen sind und statt dessen auf Demos herum springen - ja, auch die muss es geben. Wir trennen Müll, beheizen das Haus mit Erdwärme, bewässern das Grundstück aus einer Zisterne, fahren neben dem Diesel ein Elektroauto und fliegen gemeinsam nur noch einmal im Jahr auf die Malediven oder in die USA. Ziele, die man nicht mit dem, ach so "umweltfreundlichen", Zug erreicht.
    Und, wie schon geschrieben, schämen (ohne 'r' ;-)) wir uns nicht.

  7. 10.

    Nicht jeder kann sich einen Segeltörn über den Atlantik leisten.
    Jeder hat seinen Urlaub verdient und sollte ihn so gestalten wie es ihm gefällt.
    Außerdem, heisst es nicht reisen bildet?

  8. 9.

    Was ist denn Flugscharm? Meinen Sie Flugscham?
    Also ich schäme mich nicht, ein Flugzeug zu benutzen. Für Strecken, die nicht mit dem Zug oder Auto erreichbar sind.

  9. 8.

    Ein erster Schritt wäre die Kerosinsteuer. Die muss offenbar drakonisch sein, damit weniger Leute fliegen. Alternativen (z.B. Bahn) billiger zu machen, wie von einzelnen Politikern angedacht, würde nicht reichen.

    @Matthias: Nicht nur Greta "schimpft", es sind Millionen weltweit. Auch zehntausende Wissenschaftler.

    @Lucky: wollen Sie wirklich eine Antwort auf diese Frage oder reicht Ihnen Ihr implizit vorgetragener Verdacht? Die wenigsten FFF-Aktivisten fliegen, denn sie sind umweltbewusst. Ich gehe auch auf die Demos und fliege seit ca. 20 Jahren aus Umweltgründen nicht.

    @Klaus Hilpert: der Begriff "Flugscham" macht durchaus Sinn. Jeder sollte sich schämen, der auf Kosten anderer zum puren Vergnügen die Umwelt derart schädigt.

  10. 7.

    Sich vor dem Reisebüro zu platzieren ist eine sehr gute Idee. Denn niemand wird aufgrund einer solchen Agitation am Flughafen auf seinen Flug verzichten.

    Es heißt übrigens Flugscham, nicht Flugscharm. Kommt von Schämen und nicht von Charme. ;-)

  11. 6.

    "Der vergangene Juli könnte der weltweit heißeste Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gewesen sein." https://www.rtl.de/cms/laut-wmo-juli-womoeglich-heissester-monat-weltweit-4381488.html

  12. 5.

    Wann fangt ihr endlich an, etwas gegen diesen Reisewahnsinn zu unternehmen!

  13. 4.

    Grün wählen und schwarz-gelb in den Urlaub starten:
    Zugestaute Autobahnen, neue Passagierrekorde an den Flughäfen, aber die übrige Zeit des Jahres immer die sogenannte Verkehrswende von RRG, die noch mehr Stau produzieren wird, unterstützen (immer noch fast 60 Prozent in den Wahl-Umfragen): Wirklich sehr überzeugend!

  14. 3.

    Dafür wird jetzt der Befriff "Flugscharm" erfunden, mit dem organisierte Jugendlich auf den Flughäfen die Fluggäste behelligen, um sie vom Fliegen abzuhalten.
    Als ich von so Einem in TXL behelligt wurde, faste ich ihn, ob das hier nicht der falsche Platz wäre, denn die die ein Ticket hätten, würden auch fliegen. Oder, ob er mein, dass Familien, die mit ihren Kindern in den Urlaub fliegen wollten, aus "Flugscharm" nicht in den Urlaub fliegen würden. Er solle sich doch besser mit seiner organisieren Truppe vor einem Reisebüro platzieren, da könnte er die Menschen noch bequatschen.

  15. 2.

    Und wie viele Schüler-/innen und Studierende von "Fridays for Future" haben aufs Fliegen verzichtet?
    Nur so 'ne Frage am Rande ;-)

  16. 1.

    Oh .... :-D
    Da hat wohl Greta nicht doll genug geschimpft :-D

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