Blick auf die Dächer von Potsdam (Bild: dpa/Nestor Bachmann)
Bild: dpa/Nestor Bachmann

Bundesanstalt Bima - 87 Bundesimmobilien in Brandenburg an privat verkauft

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) hat im ersten Halbjahr 2019 in Brandenburg 87 Objekte an Privatleute verkauft. Das geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordnete Caren Lay hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Nur neun der verkauften märkischen Areale erwarben Gebietskörperschaften. 

Die Bima gehört dem Bund und ist mit 466.000 Hektar und etwa 36.000 Wohnungen eine der größten Immobilieneigentümerinnen Deutschlands. 

Forderung: Bima soll selbst bauen

Bundesweit gingen rund 80 Prozent der verkauften 613 Liegenschaften an privat.

Ein anderes Bild ergibt sich indes beim Blick auf die bundesweit verkauften Wohneinheiten. Hier gingen fünf von sechs Einheiten (400 von 480) an Gebietskörperschaften. Laut Bundesfinanzministerium handelt es sich in der Regel um Ein- und Zweifamilienhäuser. Die Zahlen stehen nur scheinbar im Widerspruch zu den verkauften Liegenschaften, da eine einzelne Liegenschaft mehrere Wohneinheiten umfassen kann. Das entspricht dem längerfristigen Trend: Seit 2013 verkaufte die Bima ihre Wohnungen vorwiegend an öffentliche Träger.

"Die Privatisierung öffentlichen Bodens und öffentlicher Gebäude muss endlich beendet werden", verlangte dennoch Lay, die auch stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken ist. "Bundeseigene Grundstücke und Gebäude sollten zukünftig nur noch an Kommunen und Genossenschaften und in Erbpacht abgegeben werden. Außerdem muss die Bima endlich selber bauen!"

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3 Kommentare

  1. 3.

    Fakt ist, dass sich ein grosser Teil der Menschen die Mieten auf dem Markt nicht mehr leisten kann, weil die Mieten extrem steigen. Also muss der Staat was machen. Durch privaten Neubau z.B. entstehen auch nicht mal besonders tolle Wohnungen. Es sind meist weisse, hässliche Kästen mit hässlichen Fenstern und hässlichen uneinladenden Eingangstüren.

    Durch die hohen Quadratmeterpreise sind diese neuen Wohnungen auch nicht mal besonders gross. Im Vergleich zum Altbau eher beengend und durch die niedrige Decke bedrückend.

    Diese neuen Wohnungen sind also schlechter als die Wohnungen, die vor 1919 gebaut wurden. Das ist schon eine Leistung.

  2. 2.

    "Die Herrschaften der SED Erben sollten bei der Frage Wohnraumbewirtschaftung durch den Staat mal die Füße still halten. "

    mir ist es völlig egal, wer Wahrheiten ausspricht

  3. 1.

    Die Herrschaften der SED Erben sollten bei der Frage Wohnraumbewirtschaftung durch den Staat mal die Füße still halten. Nicht nur das marode Erbe des SED-Staats bei den Wohngebäuden, fast alle Innenstädte sahen aus, als wäre der Bombenkrieg gerade vorüber, auch die Sozen lassen grüßen. Etwa bei der "Neuen Heimat" in Bremen kann man vorzüglich das Resultat von staatlichem Gewirtschafte auf dem Wohnungsmarkt sich ansehen.

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