Fahnen der Deutschen Wohnen hängen in Berlin Wilmersdorf (Bild: imago-images/Stefan Zeitz)
Bild: imago-images/Stefan Zeitz

Rund 110.000 Wohnungen in Berlin - Deutsche Wohnen verdient gut an steigenden Mieten

Höhere Mieten vor allem in Berlin bescheren dem Immobilienkonzern Deutsche Wohnen steigende Umsätze. In den ersten sechs Monaten stieg der operative Gewinn im Jahresvergleich um 13,1 Prozent auf 283,4 Millionen Euro, wie das MDax-Unternehmen am Dienstag in Berlin mitteilte. Den Ausblick für 2019 bestätigte der Konkurrent von Vonovia, LEG Immobilien und TAG Immobilien.

Die Vertragsmieten stiegen im ersten Halbjahr auf vergleichbarer Basis um 6,1 Prozent auf 411,1 Millionen Euro. Im Durchschnitt betrug die Miete pro Quadratmeter 6,75 Euro.

Deutsche Wohnen in der Kritik

Wegen steigender Mieten in Metropolen stehen große Wohnimmobilienkonzerne unter Dauerbeschuss. Erst kürzlich hatte sich der Berliner Senat auf Eckpunkte für einen Mietendeckel geeinigt, mit dem die Mieten in der Hauptstadt in den kommenden fünf Jahren eingefroren werden sollen. Zudem kaufte das Land 670 Wohnungen in der Karl-Marx-Allee von einem privaten Eigentümer zurück, um sie an eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft zu übergeben. Eine Berliner Bürgerinitiative will zudem die Enteignung großer Immobilienfirmen durchsetzen.

Unter dem Strich blieben in den ersten sechs Monaten 603,1 Millionen Euro als Gewinn nach 652,7 Millionen Euro im Vorjahr. Grund hierfür waren geringere Aufwertungen des Immobilienportfolios. Deutsche Wohnen vermietet bundesweit rund 165.000 Wohnungen und Gewerbeeinheiten, wovon mit rund 110.000 Wohnungen ein Großteil in Berlin liegt. Zum Portfolio gehören auch Pflegeheime.

Sendung: Inforadio, 13.08.2019, 07.40 Uhr

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3 Kommentare

  1. 3.

    Ja, Wir wollen alle in eine subventionierte total billige Platte. Hatten Wir ja schon mal. Und wer dann noch Wohneigentum besitzt, ist sowieso der Dumme. Genossenschaft für alle. Der Staat wird es schon machen. Neue Wohnungen, entstehen auch deshalb viel zu wenige, weil bald niemand mehr Lust hat, den Vermieter zu spielen. Aber der Staat selbst, will auch kein Geld für den Wohnungsbau ausgeben. Ja, so ein Dilemma ! So wird das wohl Nix mit der billigen Miete, wenn jeder Vermieter, am besten enteignet werden soll. Da wird bald niemand mehr, für einen anderen Menschen, Wohnraum schaffen wollen.

  2. 2.

    Ziehen Sie doch in eine durch Steuergelder runtersubventionierte und dadurch preisgünstigere, wirtschaftlich kaum darstellbare, staatliche Wohnung. Vielleicht auch hilfreich, wenn die ganzen Gutverdiener aus diesen Wohnungen ausziehen.
    Eine bekannte, "staatliche" Kindergärtnerin, ergo Gehalt um die 2000 auf die Hand (voll der Geringverdiener), zahlt nur ca. 350 Warm ! in einer städtischen 50 qm Wohnung. Wo ist euer Problem ?
    Mieten um 6,1% gestiegen.. im Schnitt 6,75 kalt.. Was haben Sie für ein Problem ???

    Der Staat hat sich das Bauen gespart, weil es sich nicht rentiert und nun wollen sich deswegen alle bei den Privaten bedienen, weil die sich mit Risiko und Entbehrungen etwas aufgebaut und für die Rente vorgesorgt haben.
    Klasse, ich verjubel mein Geld und verlange dafür vom Nachbarn die Hälfte seines Hauses.
    Ich war gestern interessehalber in einem Unverpacktladen, 6 EUR ein Brot, das sagt mir alles.

  3. 1.

    Der Bund soll uns was Mietpreise angeht die Gesetzeskompetenz per öffnungsklausel geben. Und was die Umwandlung in Eigentumswohnungen angeht auch, der Bund soll uns eine öffnungsklausel geben. Der Bund hat ja keine Lust. Lässt Preistreiber, Spekulanten und Monopoly-Spieler gewähren. Mit Absicht!

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