Ein Kunde hält vor der Fleischtheke einer mobilen Fleischerei in Berlin ein Portemonnaie in der Hand (Bild: dpa/
Video: Brandenburg aktuell | 07.08.2019 | Statement Wendorff | Bild: dpa/Robert Schlesinger

Brandenburg - Bauernpräsident will keine höhere Mehrwertsteuer auf Fleisch

Der Präsident des Brandenburger Landesbauernverbandes, Henrik Wendorff, hat sich gegen eine höhere Mehrwertsteuer auf Fleisch ausgesprochen. "Die Mehrwertsteuer versickert manchmal in Kanälen in einem großen Bundeshaushalt - und kommt nicht da an, wofür sie eigentlich angedacht war", sagte Wendorff am Mittwoch dem rbb.

Bisher wird Fleisch wie die meisten Lebensmittel nur mit sieben Prozent statt den üblichen 19 Prozent besteuert. Tier- und Umwelschützer fordern die höhere Mehrwertsteuer, um das Tierwohl zu verbessern und mit Blick auf den Klimawandel den Fleischkonsum zu reduzieren.

Wendorff für "bessere Regularien" in den Produktionsketten

Wendorff hielt dagegen: "Wenn mehr für das Tierwohl getan werden soll, wäre für mich der einfachere Schritt dafür zu sorgen, dass wir in den Produktionsketten bessere Regularien finden." Besser für das Tierwohl seien höhere Fleischpreise, die den Bauern direkt zugute kämen. "Wir haben derzeit eine ungerechte Wertschöpfungskette: auf der einen Seite kleine Erzeuger und auf der anderen fünf große Händler."

Die höhere Besteuerung von Fleischprodukten hatte der Deutsche Tierschutzbund wieder ins Gespräch gebracht. "Parallel zur CO2-Steuer brauchen wir auch eine Fleischsteuer", sagte Präsident Thomas Schröder kürzlich der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Mehrere Agrarpolitiker zeigten sich offen dafür, von Bauern, Verbraucherschützern und Parteispitzen kam dagegen Kritik.

Sendung: Brandenburg aktuell, 07.08.2019, 19:30 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um eine Antwort zu verfassen.

Antwort auf [Ole1] vom 08.08.2019 um 14:27
Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

32 Kommentare

  1. 32.

    Ich denke, Sie haben mich nicht verstanden. Ich habe nicht von viel Fleisch und Wurst geschrieben macht aber nichts. Des weiteren Danke ich Ihnen herzlich für den Tipp mit dem Handy und dem Internet.... ich habe das gar nicht gewusst das man dort auch recherchieren kann.

  2. 31.

    Es ist überall und für jeden nachzulesen, dass unsere Gesellschaft an tierischer „Eiweißüberfütterung“ leidet. Diese ist eine der Hauptursachen für Arthrose, Gicht, Arthritis, Verdauungsstörungen uvm. Ich stimme @Tabea L. da komplett zu. Recherchieren Sie einfach selber in Ruhe, ich persönlich ging davon aus, dass das inzwischen jeder weiß. Sie haben ein Handy und Internet, das schaffen Sie schon^^. Daher geht es nicht nur um die Umwelt, sondern auch um jeden Einzelnen, seine Ernährungssituation einfach einmal zu überdenken. Viel Fleisch und Wurst ist definitiv schädlich.

  3. 30.

    Ich koche übrigens Eintöpfe fast ausschließlich fleischlos. Ist besser für die Gesundheit. Und die schmecken grandios^^Fleischlose Eintöpfe können grandios schmecken, da haben Sie recht. Aber das diese besser für die Gesundheit sind, ist hoffentlich nur Ihre persönlich Meinung und nicht eine allgemeine Behauptung, ohne Quellenangaben.

  4. 29.

    Stimme Ihnen voll zu. In Berlin gibt es nur ein einziges Restaurant in Mitte, wo der Besitzer und zugleich auch Koch wirklich „alles“ vom gesunden Schwein anbietet. Da bleibt nichts übrig. Leider nicht gerade preiswert dort mal zu Essen, doch ein Anfang ist gemacht.

  5. 28.

    Haben Sie aber jetzt schön geschrieben, ehrlich. Lesen Sie nochmal meine Kommentare richtig, denn dann werden Sie merken, dass wir beide im Grunde genommen ein und dasselbe meinen. Nur mir geht es darum, diesen Billigfleischanbietern muß ein Riegel vorgeschoben werden, sprich, das Fleisch aus der Massentierhaltung muß einfach teurer werden. Nur so kann man die Verbraucher davon überzeugen nicht täglich viel Fleisch zu konsumieren. Was nämlich dadurch begünstigt wird. Der Tierschutz in den Ställen kann nur entgegengewirkt werden, wenn auch genügend Kontrollen stattfinden und zwar unangemeldet. Nicht nur in den großen Mastanlagen.

  6. 27.

    Schweinsfüße und dergleichen sind eben Dinge, welche der heimische Markt nicht oder fast gar nicht mehr nachfragt. Alle wollen nur mageres Filet. Daher wird eben dann vieles vom Schwein exportiert. Das wird oft übersehen. Verbrauchte man konsequent alles vom Schwein, dann bräuchte man auch weniger Schweine.

  7. 26.

    Dann haben Sie das falsch verstanden. Ich möchte einfach nicht andere Menschen bevormunden, ob sie Fleisch essen und wieviel davon. Das muss jeder selber entscheiden. Mir geht es primär um den Tierschutz und den Umweltaspekt. Wenn das Argument kommt, dass qualitativ hochwertigeres Fleisch zu teuer sei, dann kann ich das nicht gelten lassen. Dann halt lieber weniger Fleisch und das Ersparte in Bio-Fleisch investieren. Massentierhaltung samt der Tierquälerei, die damit einher geht, wird es solange geben, wie Menschen diese Massen an Billigfleisch konsumieren. Das verdrängen leider die Meisten, oder es ist ihnen bestürzenderweise schlichtweg egal. Ich koche übrigens Eintöpfe fast ausschließlich fleischlos. Ist besser für die Gesundheit. Und die schmecken grandios^^

  8. 25.

    Wenn es Ihnen tatsächlich egal ist, das Menschen täglich Fleisch essen, dann empfinde ich Ihre Kommentare sehr wiedersprüchlich. Denn gerade ein Fleischloser Eintopf gelingt mir auch so recht gut. Was die Tierquälereien in den Ställen betrifft, sollten Sie sich an richtiger Stelle wenden. Solange es diese unsägliche Massentierhaltung und die damit verbundenen, schon unverschämten Tiertransporte gibt, wird sich auch der Preis im Kühlregal überhaupt nicht ändern. Da gehe ich gerne zum Biometzger und bezahle eben mehr für mein Schnitzel oder den Gulasch.

  9. 24.

    Ich schrieb extra "viele". Nicht alle. Zudem sind das meine persönlichen Beobachtungen. Es ist nämlich viel leichter Geschmack in z.b. einen Eintopf zu bekommen, wenn man mit Fleisch kocht, als ohne. Und es "kochen" (^^) immer noch sehr viele Menschen mit dem künstlichen Tütenzeugs. Das ist für mich kein kochen. Ansonsten ist es mir egal, ob jemand täglich Fleisch isst, oder nicht. Mich interessiert lediglich, dass die Tierquälerei aufhört. Und das wird es nicht, solange Fleisch so billig ist. Die Bauern müssen mehr verdienen, um qualitativ hochwertigeres Fleisch von Tieren anbieten zu können, die bessere Lebensumstände erfahren.

  10. 23.

    Ich finde Ihre Äußerung, das Leute die gerne viel Fleisch essen, nicht kochen können, ein wenig oberflächlich.Wer fleischlos kocht muss nicht unbedingt der bessere Koch sein und mehr Now- How haben. Es gibt genug Menschen die eben Ohne nicht können oder wollen aber begnadete Köche sind. Jedoch gebe ich Ihnen Recht, das Fleischpreise ruhig deutlich erhöht werden können um wie von Ihnen gesagt, die Situation zu verbessern. Es würde viele davon Überzeugen doch bewusster zu Leben.

  11. 22.

    Ich glaube nicht das nur ein Cent aus der Erhöhung der Mehrwertsteuer beim Bauern ankommt. Steuern können für alles mögliche nämlich eingesetzt werden.
    Wer jetzt schon billiges Fleisch kauft wird auch weiter zu sehen wo er es herbekommt.
    Und noch eine Frage, wie nachhaltig ist die Einfuhr von Fleisch aus Amerika?

  12. 21.

    Ich finde Gemüseschneiden macht sogar richtig Spaß. Erst das Einkaufen, dann in der Küche alles zuzubereiten, ist doch wenn man es immer wieder macht gar nicht schwer. Und es schmeckt einfach viel besser, als diese Fertigmischungen aus der Tüte. Zudem kann ich Ihnen nur Zustimmen. Das Internet ist voll mit guten Anregungen und Tipps zum Kochen. Da benötigt man nicht einmal mehr ein Kochbuch. Mein wichtigstes Kochbuch ist das von „Conran“. Da steht alles wissenswerte über Lebensmittel drin. Gewürze, sogar über Kaffee und Tee. Rezepte sind auch noch beigefügt. Doch wer’s ganz schlicht mag, dem sei immernoch das Dr.Oetker „Schul-Kochbuch“ empfohlen. Wird heute noch im Verkauf angeboten. Kochen mit Liebe. Dann macht es doppelt so viel Freude.

  13. 20.

    Ich bin inzwischen fest davon überzeugt, dass viele Menschen so viel Fleisch essen, weil sie nicht richtig kochen können. Fleisch ein bißchen zu braten oder Gulasch mit der Fix-Tüte, das schafft jeder. Aus z.b. Gemüse etwas Schmackhaftes, Sättigendes zu machen, dazu braucht's schon etwas mehr Mühe und Know-How. Zumal Gemüse zu schnippeln vielen zu aufwändig ist. Das mit der Steuer finde ich bedenklich. Die Fleischpreise deutlich zu erhöhen würde an Ort und Stelle ankommen und die Situation der Bauern und deren Tiere verbessern. Und wer Angst hat nicht mehr satt zu werden: (gebrauchtes) Kochbuch kaufen, oder im Netz mal stöbern. Es gibt tausende wunderbare Rezepte für fleischlose, günstige Gerichte.^^

  14. 19.

    Sich regional und saisonal zu ernähren ist nicht teurer, als das nicht zu tun. Das sind Ausreden. Und wenn man seinen Fleischkonsum reduziert, kann man das dadurch Ersparte in Fleisch aus angemessener Haltung investieren. Also auch nicht teurer.

  15. 18.

    Vermutlich wurde mein Antwortkommentar hierzu nicht durchgewunden. Doch Sie beschreiben es schon sehr deutlich und detailliert. Danke.

  16. 17.

    Solch einen desinformierten und ungebildeten Kommentar zur Bio Landwirtschaft habe ich selten gelesen. Kein Biobauer nutzt die Chemiekeule für seine Felder. Monokulturanbau wird auch nicht von Biolandwirten betrieben. Erkundigen Sie sich erstmal, bevor Sie solch Unsinn hier verbreiten. Übrigens, was Ihre Bemerkung zur armen Bevölkerungschicht betrifft, gerade die könnten uns sehr schön zeigen, dass es vollkommen ausreichend ist einmal die Woche nur Fleisch zu essen. Ich bin selbst als Kind bitterarm aufgewachsen und konnte miterleben, wie man vernünftig und gesund sich auch ohne täglichen Fleischkonsum ernähren kann.

  17. 16.

    Keiner redet von komplettem Verzicht. Aber davon, die Menge zu reduzuieren. Der Umwelt und Ihrer eigenen Gesundheit zuliebe. Das hat auch nichts mit "Biofraktion" zu tun. Sondern mit Verantwortungsbewußtsein und Vernunft. Wenig Fleisch und Wurst, regional und saisonal einkaufen, wenig wegwerfen. Menschen die so leben muss man nicht automatisch negativ sehen. Warum tun Sie das? Es geht lediglich darum, dass wir alle unseren kleinen Teil dazu tun, dass sich etwas ändert. Und das Billigfleisch ist nunmal Fleisch von sehr schlecht behandelten, oft gequälten Tieren. Schmeckt Ihnen das wirklich?

  18. 15.

    Ich werde und möchte nicht aufs Fleisch verzichten.polen ist ja nicht so weit weg.kaufe ich halt da ein.was ich vorher nie getan habe.was mich an der ganzen Hose ärgert ist.dass die ärmere Bevölkerung noch mehr zu kämpfen hat.vielleicht sollte diese biofraktion mal darüber nachdenken.wo ihre Lebensmittel herkommen.und wievielte Felder dafür in Monokultur sind.das alles wäre echt zum Lachen.wenn es nicht so traurig wäre.echt bio ist das was ich im Garten habe.ohne Chemie und am Salat von Schnecken zerfressen Blätter.die man entfernen kann.

  19. 14.

    Richtig. Der schwarze Peter wird immer so weit weg geschoben. Wir Verbraucher könnten viel beitragen und bewirken, aber wer verzichtet schon freiwillig auf seine Bratwurst vom Grill, die Salami und den Schweinsbraten? Und das alles noch bitte super billig, was soll‘s?! Die Verantwortung obliegt nicht nur der Politik. Strengere Regularien und deutlich erhöhte Preise wären sinnvoll für die Bauern und den Tierschutz. Das mit der erhöhten Steuer würde zukünftig deutlich mehr Transparenz erfordern.

  20. 13.

    Fleisch ist ein Nahrungsmittel und sollte weiterhin mit 7% Mehrwertsteuer gehandelt werden.
    Wann endlich wird die Massentierhaltung zum Wohl der Tiere begrenzt und die Erzeuger mit angemessenen Preisen für gutes Fleisch entlohnt. Dann reduziert sich das Angebot von gutem Fleisch von alleine, weil weniger Fleisch verzehrt wird und gutes Fleisch höhere Preise verlangt.
    In meiner Kindheit wurde am Wochenende ein Braten gemacht, der für mehrere Tag reichte. Eine Fleischmahlzeit 3 bis 4 mal die Woche reicht doch eigentlich. Weniger Fleisch - länger gesund ! Und ein gutes Fleisch verlangt eine anständige tiergerechte Haltung und eben einen gerechten Preis.
    Guten Appetit!

Das könnte Sie auch interessieren