Postbank-Streik am 27.4.2015 in Berlin (Bild: imago images/Jürgen Heinrich)
Audio: rbb 88,8 | 10.09.2019 | Silke Mehring | Bild: imago images/Jürgen Heinrich

Tarifverhandlungen gescheitert - Streiks bei der Postbank angedroht

Kunden der Postbank in Berlin müssen sich in den kommenden Tagen auf starke Einschränkungen einstellen. Im Tarifkonflikt zwischen Verdi und der Postbank hat die Gewerkschaft die Verhandlungen für gescheitert erklärt und eine Urabstimmung über Streiks angekündigt.

Die Arbeitgeber hätten in der dritten Gesprächsrunde am Montagabend ein "inakzeptables Angebot" vorgelegt, teilte Verdi am Dienstag mit. Damit fordere der Arbeitgeber "eine sehr deutliche Reaktion der Beschäftigten geradezu heraus", erklärte Vorstandsmitglied Christoph Meister.

Bei der Berliner Postbank arbeiten rund 1.000 Beschäftigte. Ver.di hatte sie bereits am Montag im Zuge der dritten Verhandlungsrunde zum Warnstreik aufgerufen. Während die Auswirkungen dabei überschaubar blieben, muss nun mit geschlossenen Filialen und mit langen Wartezeiten beim Telefonservice der Postbank gerechnet werden, warnt Verdi.

Positionen liegen weit auseinander

Verdi verhandelt für die bundesweit rund 12.000 Beschäftigten bei Teilen der DB Privat- und Firmenkundenbank AG, des Postbank Filialvertriebs sowie des BHW-Kreditservice und weiterer Tochterunternehmen. Die Gewerkschaft fordert unter anderem sieben Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie die Wahlmöglichkeit zwischen mehr Geld oder mehr Freizeit.

Nach Angaben der Gewerkschaft haben die Arbeitgeber 1,7 Prozent mehr Lohn ab dem 1. April 2020 angeboten. Zum 1. Juli 2021 und zum 1. Februar 2022 sollten jeweils noch einmal 1,0 Prozent dazukommen.  

Sendung: Abendschau, 10.09.2019, 19:30 Uhr

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