Eine Gruppe von Frauen in Businesskleidung steht zusammen.
Bild: picture alliance/Robert Schlesinger

Landeseigene Unternehmen - Frauen dominieren in Brandenburgs Führungsetagen

Beim Anteil von Frauen in Führungspositionen in der Privatwirtschaft und den Landesbehörden schneidet Brandenburg gut ab. Das geht aus dem Landesgleichstellungsbericht hervor, den das Frauenministerium auch als Broschüre veröffentlicht hat. Demnach sind 60 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Dienst Frauen - das ist der vierthöchste Wert im Ländervergleich.

Innerhalb der Aufsichtsräte landesbeteiligter Unternehmen ist der Frauenanteil von 16 Prozent im Jahr 2006 auf 58 Prozent im Jahr 2016 gestiegen, wie aus dem Bericht hervorgeht.

Frauenministerin Susanna Karawanskij (Linke) erklärte dazu am Sonntag, Gleichstellung müsse ernst genommen werden. Noch sei sie nicht selbstverständlich. Nach der Novellierung des Landesgleichstellungsgesetzes im Jahr 2013 setzten bislang über 70 Prozent der öffentlichen Dienststellen Gleichstellungspläne mit konkreten Maßnahmen um. "Diese Zahl wollen wir weiter steigern."

Vor 25 Jahren trat das Landesgleichstellungsgesetz in Brandenburg in Kraft. Ziel ist es, die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern im öffentlichen Dienst zu erreichen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen und Männer zu fördern und die berufliche Situation von Frauen auch in der Privatwirtschaft zu verbessern.

9 Kommentare

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  1. 9.

    Unter den Obdachlosen dürfen Männer hingegen unter sich bleiben. Förderung - nein: Frauenförderung - gibt es nur bei den guten Jobs.

  2. 8.

    Nein die Gesellschaft muss erfahren (körperlich) das Frauen oder das Dritte Geschlecht in Führungspositionen eben nicht DIE Veränderung bringen je höher sie steigen. Weil Führung eben nicht auf das Geschlecht bezogen funktioniert.

  3. 7.

    Wie hoch ist die Anzahl von ostdeutschen in Führung ?

  4. 6.

    Kaum sind Frauen erfolgreich, werden sie bekämpft - auch mit unsachlichen Reaktionen in dieser Kommentarspalte. Das ist Frauenhass. Ich frage mich ernsthaft, warum die weibliche Hälfte unserer Gesellschaft sich das immer wieder bieten lassen muss.

  5. 5.

    Hier besteht dringender Handlungsbedarf: Mit 60 Prozent hat der Frauenanteil eine kritische Größe erreicht. Sollte er weiter steigen, muss dringend ein Männerförderungsplan entwickelt werden, um den Frauenanteil nicht weiter wachsen zu lassen. Schließlich geht es bei all diesen Bemühungen nicht um weibliche Dominanz oder gar Monokultur, sondern um Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt.

    Im übrigen bin ich verstört, dass das - vom Bundesverfassungsgericht konstatierte - dritte Geschlecht mal wieder vollständig ignoriert wird. Dies zeugt von mangelnder Sensibilität und ist so 2015.

  6. 4.

    "Gleichstellung müsse ernst genommen werden. Noch sei sie nicht selbstverständlich."

    Gleichstellung wird immer wieder mit Gleichberechtigung nach GG Art. 3 verwechselt, ist aber das genaue Gegenteil, weil Personengruppen (i.d.R. Frauen) rechtlich privilegiert werden, also rechtlich ungleich gestellt werden, um ideologisch unerwünschte soziale Verhältnisses zu "korrigieren".

    "die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern"
    Das ist ein dreister Kampfbegriff. In GG Art 3 ist von "tatsächlicher Durchsetzung!! der Gleichberechtigung" die Rede, nicht von "tatsächliche Gleichstellung", wie hier suggeriert wird, mehr dazu googlen nach "kampfbegriff tatsächliche Gleichstellung"

  7. 3.

    Völlig richtig. Das herrschende Patriachart sollte fair sein und aufhören, der Gesellschaft die Möglichkeit vorzugaukeln, es würde eine Gleichberechtigung der Geschlechter in Erwägung ziehen.

  8. 2.

    Ich finde die Auswahl sollte nach Leistung und nicht nach Geschlecht erfolgen. Frauen zu bevorzugen ist Diskrimierung.

  9. 1.

    Wie wäre es, wenn man langsam über eine Männerquote nachdenkt?

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