Ein selbstfahrender Bus fährt durch Berlin-Tegel. (Quelle: imago-images/Jürgen Heinrich)
Audio: rbb 88,8 | 15.09.2019 | Anke Michel | Bild: imago-images/Jürgen Heinrich

Pilotprojekt in Tegel - BVG zieht positive Zwischenbilanz zu selbstfahrendem Bus

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) zeigen sich zufrieden mit dem Test eines selbstfahrenden Busses in Berlin-Tegel. Seit dem Start des Versuchs vor einem Monat seien rund 3.000 Fahrgäste befördert worden, teilte das Unternehmen am Sonntag mit. Der Elektrobus verbindet die Endhaltestelle der U-Bahn-Linie 6 mit der Uferpromenade des Tegeler Sees.

Bis zu sechs Fahrgäste

Der Bus fährt höchstens 15 Kilometer pro Stunde auf der 1,2 Kilometer langen Rundstrecke. Eine Begleitperson ist an Bord, um die 15-minütige Fahrt zu überwachen und bei Problemen eingreifen zu können. Bis zu sechs Fahrgäste kann der Bus befördern, die Fahrt ist kostenlos. Künftig sollen auch Gäste im Rollstuhl befördert werden können, der dafür nötige Sicherheitsgurt werde in Kürze eingebaut, so die BVG.

Es ist der erste selbstfahrende Bus auf einer normalen Stadtstraße. Er locke deshalb auch mehr Fahrgäste als etwa die Fahrzeuge auf Klinikgeländen der Charité, hieß es von der BVG. Das Pilotprojekt in Tegel läuft noch bis zum Jahresende.  Unter anderem soll damit das automatisierte Fahren unter realen Verkehrsbedingungen getestet werden und wie Nutzer und Anwohner die neue Technologie annehmen.

Sendung: Abendschau, 15.09.2019, 19:30 Uhr

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5 Kommentare

  1. 5.

    Nein, nicht mehr als ein Spielzeug. Einfach ein vollkommen überflüssiges Projekt was keinem wirklich hilft.

  2. 4.

    Die Straßenbahn in den Westteil auszubauen, wird aktuell nur von der SPD ausgebremst, die Lieber eine U-Bahn-Strecke mit dem gleichen Geld haben will.

    Die autonomen Busse helfen vor allem Rentnern und mobilitätseingeschränkten Personen, die weite Fußwege zu S- und U-Bahn zurücklegen müssen, oder sie werden in Stadtrandsiedlungen auf weniger nachgefragten Strecken eingesetzt, dadurch können sie trotzdem in häufigeren Takt fahren...

  3. 3.

    Ich begreife noch immer nicht, wo eigentlich die Notwendigkeit für einen solchen Minibus liegen soll.
    Welches Problem wird damit gelöst, welche Marktlücke geschlossen, was macht er anders oder besser als ein menschlicher Fahrer in einem "richtigen" Bus?
    Im Berliner ÖPNV gäbe es sicher so manches zu verbessern.
    Ich wäre z. B. sehr für einen Ausbau des Straßenbahnnetzes im Westteil und für mehr Expresslinien, um weite Strecken besonders schnell bewältigen zu können.
    Aber ist so ein Fahrroboter mehr als nur eine Spielerei?

  4. 2.

    Werden die Gurte für Rollstuhlfahrer noch vor Ende des Projektes eingebaut?

  5. 1.

    Danke für ersten Zwischenbericht. Gern mehr, wenn verfügbar, z.B. Umfrage-Ergebnisse der BVG dazu.

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