Bauarbeiten für die Dresdner Bahn in Marienfelde, Berlin (Bild: dpa/Schoening)
Bild: dpa/Schoening

Verbindung zum BER - Letzter Bauabschnitt der Dresdner Bahn genehmigt

Das Eisenbahn-Bundesamt hat die Planungen der Deutschen Bahn für den Ausbau der "Dresdner Bahn" zwischen der Landesgrenze Berlin/Brandenburg und Blankenfelde (Teltow-Fläming) genehmigt. Das teilte die Bahn am Freitag mit [deutschebahn.com]. Damit könne jetzt auf dem noch verbliebenen der insgesamt vier Planfeststellungsabschnitte der "Dresdner Bahn" gebaut werden, heißt es.

Für den Streckenabschnitt sind den Angaben zufolge zwei elektrifizierte Fernbahngleise für Geschwindigkeiten bis zu 200 km/h geplant, sowie eine Verbindungskurve zum künftigen Hauptstadtflughafen BER. Dadurch soll der BER in 20 Minuten erreichbar sein - ab Dezember 2025.

Zudem soll die überwiegend eingleisige S-Bahn-Strecke modernisiert und die Endstation Blankenfelde nach Süden verlegt werden. Geplant sei auch ein kombinierter Bahnsteig für S- und Regionalbahn, damit Reisende künftig einfacher umsteigen können.

Strecke besteht seit 1875

Fünf Bahnübergänge im Streckenabschnitt sollen geschlossen und durch Eisenbahnbrücken ersetzt werden. Die Gemeinden Mahlow und Blankenfelde sollen zudem beidseitig der Strecke Lärmschutzwände erhalten. Zum Teil seien auch Wände zwischen den S- und Fernbahngleisen geplant.

Über die Strecke soll der neue Hauptstadtflughafen vom Hauptbahnhof aus in 20 Minuten erreichbar sein. Die Bahn plant, dass alle 15 Minuten Flughafen-Züge fahren. Die Fahrt zwischen Berlin und Dresden soll sich von zwei auf eineinhalb Stunden verkürzen.

Gegen den Ausbau der Strecke hatte es jedoch auch Klagen gegeben. So hatten beispielsweise Anwohner am zweiten Streckenabschnitt "Lichtenrade" gefordert, die Bahn durch einen Tunnel zu leiten, um die Lärmbelästigung zu mindern. Die Klagen hatten jedoch keinen Erfolg.

Streckenverlauf der Dresner Bahn (höhere Auflösung bei bauprojekte.deutschebahn.com):

Streckenkarte der Dresdner Bahn (Quelle: DB Netz AG)

Sendung: Brandenburg Aktuell, 13.09.2019, 12 Uhr

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4 Kommentare

  1. 4.

    Die jahrelange Verzögerung ist wieder ein Beispiel für unseren Verhinderungs- Rechtsstaat. Nicht nur die Anlieger, auch die Politik und insbesondere die Klientelpolitik von Wowereit ist Schuld daran, dass es über 30 Jahre gedauert hat, um den Vorkriegszustand wieder herzustellen. Das geht in Richtung Bananenrepublik. Hochnotpeinlich!

  2. 3.

    Das ist eine gute Nachricht für den Umweltschutz. Natürlich tun mir die AnliegerInnen leid. Doch geht es Gesellschaft und Umwelt insgesamt besser, wenn mehr Bahn gefahren wird.

  3. 1.

    So wie auch vorher wird es bestimmt auch jetzt wieder Klagen gegen den Beschluss geben.

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