In einer braunen Biomülltonne in Dresden (Sachsen) liegen am 21.05.2015 Lebensmittel (Bild: dpa/Arno Burgi)
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Video: Supermarkt | 16.09.2019 | Beitrag von Robin Avram | Bild: dpa/Arno Burgi

rbb exklusiv | Unnötige Verschwendung - Supermärkte werfen mehr Lebensmittel weg, als sie spenden

Obst, Gemüse, Brot und Milch: Jeden Tag schmeißen Supermärkte in Berlin und Brandenburg tonnenweise Lebensmittel weg, die noch voll verzehrfähig sind. rbb-Recherchen zeigen: Nur wenige Supermarkt-Ketten wollen das radikal ändern - andere bremsen. Von Robin Avram

Lebensmittel, die auf dem Müll landen. Das wollen die neun größten Supermarkt-Ketten in Berlin und Brandenburg allesamt verhindern  – behaupten sie jedenfalls auf Anfrage des rbb. Man arbeite "seit vielen Jahren daran, Lebensmittelverluste (...) zu vermeiden" lässt Lidl wissen. Das sei "ein wichtiges Anliegen", schreibt Edeka. Für Penny ist es gar "von hoher strategischer Relevanz".

Die Realität sieht nach Recherchen von rbb|24 und dem rbb-Verbrauchermagazin Super.Markt anders aus: Zwar spenden die Berliner Supermarkt-Filialen den Tafeln jeden Monat 600 Tonnen Lebensmittel. Doch doppelt so viel, also rund 1.200 Tonnen Lebensmittel, landen nicht bei den Tafeln - das ergibt sich aus bundesweiten Zahlen des Thünen-Instituts, die der rbb auf Berlin heruntergebrochen hat.

Das sind pro Verkaufstag rund 16 Lkw-Ladungen voll Brot, Brötchen, Obst, Gemüse, Fleisch und Molkereiprodukte - allein in der Hauptstadt. Zwar gibt es neben den Tafeln in Berlin noch Initiativen wie foodsharing und SirPlus, die abgelaufene Supermarkt-Lebensmittel weiterverwerten - doch sie können auch nur einen kleineren Teil dieser Lkw-Ladungen voll Lebensmittel retten.

So viele Tonnen aussortierte Lebensmittel spenden Berliner Supermärkte der Tafel - und so viel laut unserer Schätzung nicht

Die meisten Lebensmittel landen im Müll (Bild: rbb24)
Die Menge der gespendeten Lebensmittel von 600 Tonnen im Monat nannte die Berliner Tafel auf Anfrage. Die Menge der nicht an die Tafel abgegebenen Lebensmittel von 1.200 Tonnen im Monat haben wir geschätzt, indem wir die bundesweite ermittelten Zahlen für weggeworfene Lebensmittel im Handel auf Berlin und Brandenburg heruntergebrochen haben. Diese Zahl hat das Thünen-Institut im Jahr 2019 in seiner Studie "Lebensmittelabfälle in Deutschland 2019" publiziert. Auftraggeber war das Bundeslandwirtschaftsministerium. | Bild: rbb24

Tafel-Gründerin plädiert für Spendenpflicht für Supermärkte

Die Gründerin der Berliner Tafel, Sabine Werth, bestätigt auf rbb-Anfrage, dass die Tafeln nur rund ein Drittel der aussortierten Lebensmittel retten können. Das liege nicht an den Tafeln - die könnten mehr Lebensmittel sehr gut gebrauchen, um noch mehr Bedürftigen helfen zu können. Daher plädiert Werth für eine gesetzlich verankerte Spendenpflicht für Supermärkte. "Die Firmen müssen gezwungen werden, ihre Überschüsse an uns abzugeben", fordert Werth. Frankreich hatte so ein Gesetz im Jahr 2016 für Supermärkte ab einer bestimmten Größe eingeführt. Die Bundesregierung scheut bislang noch davor zurück.

Conny kocht seit 15 Jahren mit Lebensmitteln aus dem Müll

Wieviel Obst, Gemüse, Fleisch- und Milchprodukte in den Mülltonnen von Berliner Supermärkten landen, weiß Conny so gut wie kaum jemand anderes. Die Hartz-IV-Empfängerin geht seit 15 Jahren im Berliner Norden zwei- bis dreimal in der Woche containern, holt also weggeworfene Lebensmittel aus Supermarkt-Mülltonnen. Nicht, um die Welt zu verbessern. Sondern weil sie "in die Armut hineingeboren wurde", wie sie sagt.

Kochen mit Lebensmitteln aus dem Müll ist nicht jedermanns Sache. Conny tut es schon fast ihr halbes Leben. In dieser ganzen Zeit habe sie sich nur einmal den Magen verdorben. "Es ist im Prinzip alles noch essbar. Nur für den Verbraucher ist es nicht mehr gut genug", so Connys Credo.

Fündig werde sie fast bei allen großen Ketten, sagt sie. In dieser milden Septembernacht findet sie in einer Aldi-Mülltonne: mehrere Packungen Bockwürste, Möhren, Sellerie, Tomaten, Paprika, Zucchini und Blumenkohl. Typischer Fund: Ein Gebinde mit Weintrauben, bei denen nur ein paar verschimmelt sind. "Der Rest ist noch einwandfrei essbar", so Conny.

Das findet Conny beim Containern in der Mülltonne eines Aldi-Marktes

Lebensmittel aus einem Container (Quelle: Privat)Schnittblumen, sehr viele Würste - und auch viel Obst und Gemüse. Für Conny ist dieser Fund in einer Aldi-Mülltonne ein "Jackpot".

Acht von zehn Lebensmitteln aus dem Müll laut Laborbefund bedenkenlos verzehrbar

Doch ist all das wirklich noch verzehrfähig? Der rbb hat zehn der von Conny geretteten Lebensmittel von staatlich geprüften Lebensmittelchemikern testen lassen. Auf Aussehen, Geruch, Konsistenz und Geschmack.

Ergebnis: Acht der zehn Lebensmittel waren laut Lebensmittelchemikerin Monika Dust vom Laborverbund mylab noch völlig in Ordnung und können bedenkenlos gegessen werden. "Ich finde es persönlich sehr schade, dass solche Lebensmittel im Müll landen, und hätte mir aus diesen acht Lebensmitteln gerne nochmal ein Abendessen gekocht", sagt Dust dem rbb.

Warum schmeißt ein Aldi-Markt so vieles weg, was noch bedenkenlos gegessen werden kann - anstatt es der Tafel zu spenden? Auf Anfrage schreibt der Discounter-Riese: "Grundsätzlich entscheiden die lokalen Tafeln eigenständig darüber, welche Lebensmittel sie mitnehmen und welche nicht. Alle Lebensmittel, die nicht an die Tafeln gespendet werden, müssen von uns entsorgt werden."

Lebensmittelchemikerin Monika Dust (Quelle: rbb)
Eine sensorische Analyse im Auftrag des rbb ergibt: Acht von zehn weggeworfenen Lebensmitteln waren noch voll verzehrfähig | Bild: rbb

Gründe für die Verschwendung

Grundsätzlich nehmen die Tafeln alles Verwertbare mit, was ihnen angeboten wird, entgegnet die Hilfsorganisation. Unnötige Verschwendung habe oft andere Gründe:

- schätzungsweise rund 150 von rund 1.000 Berliner Supermärkten arbeiten gar nicht mit den Tafeln zusammen

- Produkte, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben, landen meist im Müll - obwohl sie oft noch tagelang genießbar wären.

- auch unnötig viele kühlpflichtige Produkte landeten oft im Müll - weil viele Supermärkte in ihren Lagerräumen nicht ausreichend Kühlmöglichkeiten für aussortierte Lebensmittel bereit halten würden.

Als einer der Vorreiter beim Kampf gegen Lebensmittelverschwendung sieht sich der Discounter Penny. Für sein Engagement gewann Penny in diesem Jahr den "Zu gut für Tonne"-Preis des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Der Konzern betont, dass sowohl Penny als auch der Mutterkonzern Rewe kühlpflichtige Ware an die Tafeln geben.

Penny-Pressesprecher Andreas Krämer macht strenge Gesetze mitverantwortlich dafür, dass vieles im Müll lande. "Wir haben in Deutschland sehr strenge juristische Vorgaben, die darauf abzielen, dass ein Produkt, wenn wir es an die Tafeln abgeben, einwandfrei sein muss." Penny sieht hier den Gesetzgeber gefordert, Vorschriften zu lockern.

Bundesregierung will Lebensmittelmüll halbieren - doch machen die Ketten auch mit?

Tatsächlich sind andere Länder viel weiter, was den Kampf gegen Lebensmittelverschwendung betrifft. In England beispielsweise haben sich fast alle  Supermärkt-Ketten schon 2015 dazu verpflichtet, ihren Lebensmittelmüll drastisch zu reduzieren. Zuvor hatte die britische Regierung mit einem Gesetz gedroht.

Doch immerhin: Nun will die Bundesregierung Englands Beispiel folgen. Im Februar 2019  beschloss das Kabinett, dass die Lebensmittelverschwendung bis zum Jahr 2030 um die Hälfte reduziert werden soll. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) setzt dabei auf freiwillige Vereinbarungen mit den Handelsketten nach englischem Vorbild - doch mit einem Gesetz droht sie bislang nicht.

Metro, Real und Penny im rbb-Vergleich vorne - Edeka und Netto hinten

Doch werden die Handelsketten wirklich mitziehen? Um für Verbraucher Transparenz darüber zu schaffen, welche Handelskette wie engagiert ist beim Thema Lebensmittelverschwendung, hat der rbb den neun größten Supermarkt-Ketten einen umfangreichen Fragebogen geschickt. Aus den Antworten haben wir ein Ranking erstellt.

Das Ergebnis: Metro, Real, Penny und Lidl zeigen sich am engagiertesten.

Kaufland, Rewe und Aldi bilden das Mittelfeld.

Edeka und Netto ließen viele Fragen unbeantwortet und landen deshalb am Schluss.

Kooperationsquote der Supermärkte mit Tafeln (Quelle: rbb|24)
| Bild: rbb|24
Kooperationsquote der Discounter mit Tafeln (Quelle: rbb|24)
| Bild: rbb|24

Folgende drei Kriterien haben wir für unser Ranking berücksichtigt:

  • 1. Kooperationsquote mit Tafel

  • 2. Exaktere Erfassung der Verschwendung

  • 3. Reduktionsziel der Bundesregierung

Fazit der rbb-Recherchen

Auch wenn Supermärkte immer ausgefeiltere Systeme entwickeln, um die Nachfrage der Kunden zu prognostizieren - immer noch landen unnötig viele Lebensmittel in Supermarkt-Mülltonnen. Jeder siebte Berliner Supermarkt spendet gar keine aussortierte Ware an die Tafel. Und auch die, die spenden, spenden längst nicht alles. Vor allem viele Molkerei- und Fleischprodukte landen laut Tafel unnötig oft auf dem Müll.

Wieviel Luft nach oben ist beim Kampf gegen Lebensmittelverschwendung, zeigen die Vorreiter Penny, Metro und Real - sie bekennen sich auf rbb-Anfrage hin öffentlich zum Ziel der Bundesregierung, ihre Verschwendungsrate bis 2030 zu halbieren.

Doch die Mehrzahl der Handels-Unternehmen lässt offen, ob sie sich wirklich an harten, überprüfbaren Reduktionszielen messen lassen wollen. Deshalb sind die vielen voll verzehrfähigen Lebensmittel, die Conny in Supermarkt-Mülltonnen findet, kein Einzelfall - sondern bittere Alltags-Realität in Berlin und Brandenburg.

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15 Kommentare

  1. 15.

    Gekauft ist gekauft, ist doch meine Sache was ich kaufe, esse oder wegwerfe. Und ich ekle mich vor welken Blättern, dunklen Stellen und grüner Wurst. Wat weg muß mut weg. Ich sehe eher das Problem BIO. BIO vergammelt schneller.

  2. 14.

    Das Problem liegt aber nicht nur im Einzelhandel, der Verbraucher ist zur hälfte mitschuldig. Was alles weg geschnissen werden muss, weil da ein blatt welk ist. Zum beispiel

  3. 13.

    Vielleicht sollten wir ALLE auch einmal bei uns anfangen umzudenken!!! Welches Gesetzt besagt denn bitte, dass kurz vor Ladenschluss der Backautomat noch mal angeworfen werden muss, nur damit es so aussieht als gäbe es jeder Zeit frische Backwaren...

    Einfach weniger bestellen, dafür öfter. Und wenn etwas nicht verfügbar ist, dann ist das eben so. Heult ja mittlerweile auch keiner mehr rum, weil das Sonderangebot bei Markt X schon innerhalb von 5 Minuten vergriffen ist.

    Zumal wir ALLE doch nicht mal wissen, was Hunger eigentlich ist! Einfach das Verhalten und die denkweise anpassen.

  4. 12.

    Haben Sie den Text gelesen, Pampel Muse? Im Lebensmittellabor erwiesen sich acht der zehn getesteten Produkte als einwandfrei verzehrbar.
    Es geht hier nicht darum, von Schimmel befallene Produkte zu essen, das würde ich auch niemandem raten (wenn ich es bei geringem, erst kurzzeitigen Befall auch selbst tue, den sichtbaren Schimmel großzügig entfernt), sondern darum, dass eben einwandfreie Lebensmittel im Müll landen. Ich selbst würde auch containern, wenn ich dafür eben keinen Einbruch begehen müsste
    Die luftdichten Verpackungen von Lebensmitteln im Container stört es auch nicht, wenn sie äußerlich mit unhygienischen Dingen in Berührung gekommen sind. Man kann die Verpackungen äußerlich reinigen, bevor man sie öffnet.
    Um Lebensmittelgesetze haben wir uns in meiner Kindheit in keiner Weise geschert - wir haben im Sand gebuddelt, Tiere gestreichelt und anschließend mit den ungewaschenen Händen unreife Äpfel vom Baum gepflückt und gegessen etc. - und waren nicht krank.

  5. 11.

    Ich würde nichts verzehren, das mit Schimmel befallen ist. Das Mycel ist größer als der sichtbare Schimmel. Es wird empfohlen, bei Schimmelbefall die gesamte Packung wegzuwerfen.

    Das ist m. E. auch wirklich das Problem mit den Lebensmitteln aus der Tonne, viele davon dürften unsichtbar mit Schimmel kontaminiert sein - und auch mit anderen schädlichen oder ekelhaften Substanzen, man stelle sich nur den "Saft" verdorbenen Geflügels vor, die Tonnen werden ja nicht hygienisch gereinigt nach der Leerung.

    Wir haben strenge Lebensmittelgesetze auf der einen Seite (und wehe dem, der dagegen verstößt!) - auf der anderen wird das Containern über den gründen Klee gelobt. Da stimmt doch irgendwas nicht.

  6. 10.

    Hallo Berliner,
    auf ein Lebensmittel, das nicht verkauft wurde (0.- € Verkaufspreis) muss bzw, kann keine MwSt. entrichtet werden. Allerdings muss die VORsteuer ausgebucht werden. Beste Grüße Steffen Barsch

  7. 9.

    Zur Wahrheit gehört aber auch, dass jedes gespendete und kostenlos abgegebene Lebensmittel eines weniger ist, dass verkauft wird. Personen, die diese Spenden bekommen kaufen nicht mehr regulär ein. Natürlich kann kein Lebensmittelhändler ein Interesse an einem ausufernden Spendenaufkommen haben, letztlich sind es nunmal Händler die vom Verkauf leben müssen.

  8. 8.

    Ich stimme dem Kommentar 2 und 3 zu - setzt doch mal die Steuerexperten des RBB auf dieses Thema USt an. Wir sitzen z.Zt. in einer Peergruppe zusammen, um gemeinsam einen Gemeinwohlbericht mit Gemeinwohlbilanz zu erstellen. Da kam auch das Thema Lebensmittelspenden auf. Die Steuerberater scheinen verunsichert zu sein und empfahlen den Unternehmen, lieber nicht darüber öffentlich zu reden. Die Finanzämter könnten Nachfragen zur USt stellen!!
    Ich habe eine Zusammenstellung der umsatzsteuerlichen Fakten und kann sie gern dem RBB übermitteln.

  9. 7.

    Ich sehe oft, das Lebensmittel, deren Verbrauchs- bzw. MHDatum bald enden im Preis reduziert angeboten werden.
    I.d.R. aber immer nur eine kleine Auswahl des Sortiments und dann nur teilw. 30-50%.
    Würden die Märkte die Preisreduzierungen erhöhen und auf alle Waren anwenden, täten sie auch mehr loswerden und auch Einrichtungen wie die Tafeln entlasten. Viele Bedürftige scheuen sich aus verschiedenen Gründen zu sonen Einrichtungen zu gehen: Der Weg zu lang (ältere, gehbehinderte), lange Schlangen/Wartezeit, assoziale Gestalten, Scham, etc.......... Ich bin Geringverdiener, bin von früh morgens bis teilw. spät abends berufl. unterwegs und freue mich auch reduzierte Produkte = kann ich gut gebrauchen, weil Geld knapp. Für Tafel brauche ich einen Sozialbescheid - ich lebe aber nicht vom Staat und ganz ehrlich, hätte ich auch keinen Bock am verdienten Wochenende nach Arbeit noch irgendwo morgens für Essen anzustehen!!!

  10. 6.

    Neben der steuerlichen Absurdität gehört auch die strafrechtliche Komponente dringend reformiert: Dass die im Text erwähnte Conny sich strafbar macht, wird leider nicht erwähnt, ist aber leider ein Fakt. Das kann doch aber wohl nicht wahr sein! "Containern" muss straflos möglich sein!

  11. 5.

    Das übliche Freiwilligkeitsgewäsch von Frau Klöckner. Wieso gibt es hier noch kein Gesetz, dass überschüssige Lebensmittelvorräte der Filialen gespendet werden müssen?
    Und wieso wird Containern noch immer als Straftat gewertet? Es ist kaum möglich, eine frei zugängliche Abfalltonne der Supermärkte und Discounter zu finden - man muss einbrechen, wenn man Lebensmittel retten möchte.
    Weiterhin muss den Menschen noch viel eindrücklicher klar gemacht werden, was MINDESTHALTBARKEIT bedeutet. Viele glauben immer noch, dass man die Lebensmittel dann nicht mehr essen kann. Hier könnte man auf Freiwilligkeit setzen - den Leuten die Ware mit abgelaufenem MHD für einen geringeren Preis zur Verfügung stellen, zum Beispiel

  12. 4.

    Eine grosse Schande.

  13. 3.

    Ist eigentlich ganz einfach zu erklären:

    Lebensmittel, die entsorgt werden, können als Ausgabe von Steuer abgesetzt werden.

    Lebensmittel, die gespendet werden, werden umsatzsteuerpflichtig, und dann müssen 19 % bzw. 7 % Mehrwertsteuer an den Staat abgeführt werden,.

    Ein klares Minusgeschäft für die Unternehmen.

    Durch eine Änderung der Umsatzsteuergesetze könnte das ganz schnell geändert werden.

  14. 2.

    Spendet ein Supermarkt Lebensmittel, dann muss er sie MwSt. auf den Normalpreis trotzdem an das Finanzamt abführen, obwohl der Supermarkt nichts verkauft hat. Man möge mich berichtigen, wen dem nicht mehr so ist. Daher spenden die meisten Märkte LeMi nicht. Wird der Artikel als Verlust/Verfall/Verdorben in die Buchhaltung genommen, wird keine MwSt. abgeführt.

    So schizofren ist das in D.

  15. 1.

    Wenn angeblich der RBB recherchiert hat, dann wären dabei doch sicher auch ein paar themenbezogene Fotos herausgesprungen. Dann hätte man nicht das Bild einer Biotonne mit verschimmeltem Zeug nehmen müssen.

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