Archiv - Ein Jet vom Typ Global 5000 der Flugbereitschaft der Bundesregierung landet auf dem Flughafen Schönefeld. Das Flugzeug war am 16.04.2019 nach einer Funktionsstörung kurz nach dem Start umgekehrt und mit großen Problemen auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld gelandet. (Bild: dpa/Marcel Russ)
Bild: dpa/Marcel Russ

Wirtschaftlicher Totalschaden - Regierungsflugzeug wird nach Notlandung ausgemustert

Nach der dramatischen Notlandung eines Regierungsjets der Bundeswehr in Berlin im April muss die Unglücksmaschine ausgemustert werden. Der Hersteller des Jets vom Typ "Global 5000" habe der Bundeswehr mitgeteilt, dass wegen der Schäden bei der Notlandung ein wirtschaftlicher Totalschaden vorliege und sich eine Reparatur des Jets nicht mehr lohne, berichtet der "Spiegel".

Das habe Bombardier, der Hersteller des Flugzeugs, der Bundeswehr mitgeteilt. Für eine Stellungnahme war das Unternehmen am Dienstagabend nicht zu erreichen.

Für den Ausfall des Flugzeugs muss dem Bericht zufolge Bombardier aufkommen. Der Konzern habe eingestanden, dass seine Techniker auf dem Flughafen in Berlin-Schönefeld ein entscheidendes Teil falsch eingebaut haben. Das Bauteil sei zentral für die Steuerung im Cockpit.

Der Flugzeughersteller habe den Wert des Flugzeugs auf acht bis elf Millionen Euro eingestuft, heißt es weiter. Eine Reparatur würde diese Summe übersteigen, zumal diese riskikobehaftet sei, da es viele Bauteile für den Typ "Global 5000" gar nicht mehr gebe.

Bundeswehr erhält neues Regierungsflugzeug

Das Flugzeug war Ende April nach Angaben der Luftwaffe gerade zu einem Checkup beim Hersteller und auf dem Weg zurück nach Köln, als eine Funktionsstörung angezeigt wurde. Bei der Notlandung berührten beide Tragflächen den Boden.

Der erste von drei kürzlich bestellten Jets für die Kurz- und Mittelstrecken, eine "Global 6000" von Bombardier, wird dem Bericht zufolge bereits in Kanada getestet und soll noch diese Woche an die Bundeswehr übergeben werden. Zwei weitere Jets vom gleichen Typ werden noch dieses Jahr erwartet.

Sendung: Abendschau vom 03.09.2019, 19:30

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5 Kommentare

  1. 5.

    Der Duden definiert eine Bruchlandung als Landung, bei der das Flugzeug stark beschädigt wurde. Das ist hier gegeben. Ob es noch auf den Rädern stand oder anderes zu Bruch gegangen ist, ist unerheblich.

  2. 4.

    >Das Flugzeug hatte keine Bruchlandung, sondern eine harte Landung.<

    Schiete sah es aber trotzdem aus. Ich würde meinem Mechaniker mindestens die Ohren lang ziehen. Unbestitten eine fliegerische Meisterleistung.

    >Bundeswehr erhält neues Regierungsflugzeug<

    Beechcraft Bonanza ;-)

  3. 2.

    @rbb24
    Ihre Formulierungen mögen für eine bebilderte Zeitung angemessen sein, hier sind sie es nicht:
    "Bruchlandung im April"
    Das Flugzeug hatte keine Bruchlandung, sondern eine harte Landung. Es stand danach noch auf allen Rädern.

    "Nach der missglückten Notlandung..."
    Sie verharmlosen die hervorragende Leistung der Piloten. Aus fliegerischer Sicht kann hier nur von einer gelungener Notlandung gesprochen werden.

  4. 1.

    Wie bitte, nur das Flugzeug? - Freundlicher Hinweis: Moralischer Totalschaden.

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