Siemens-Mitarbeiter arbeiten in Berlin im Siemens-Gasturbinenwerk an einer Gasturbine. (Quelle. dpa/Maurizio Gambarini)
Bild: dpa/Maurizio Gambarini

Ergebnis eines Kompromisses - Siemens streicht in Berlin weniger Stellen als geplant

Siemens reduziert in seiner kriselnden Energiesparte seine bisherigen Stellenabbaupläne - auch in Berlin. Im Schaltwerk in der Hauptstadt ändert sich die Zahl der wegfallenden Stellen von 470 auf 410. Deutschlandweit sollen noch 1.100 statt der ursprünglich angekündigten 1.400 Jobs gestrichen werden, wie ein Unternehmenssprecher am Mittwoch sagte.

Stellenabbau soll Ausgliederung der Energiesparte vorbereiten

Laut dem sogenannten Radolfzeller Abkommen können betriebsbedingte Kündigungen bei Siemens nur im Einvernehmen zwischen Unternehmensleitung, IG Metall und dem Betriebsrat erfolgen. "Wir haben das Ziel, einvernehmliche Lösungen zu erzielen", betonte der Sprecher. Die reduzierten Abbaupläne seien Ergebnis eines mit der Arbeitnehmerseite gefundenen Kompromisses.

Der Stellenabbau soll die Ausgliederung der Energiesparte vorbereiten, zu der neben den Transformatoren und den Schaltanlagen auch das kriselnde Kraftwerksgeschäft gehört. Siemens will die Sparte in ein neu zu gründendes Energieunternehmen - bislang inoffiziell Powerhouse genannt - auslagern. Dorthin sollen bis 2020 rund ein Drittel des derzeitigen Gesamtumsatzes übertragen werden. Zudem soll das neue Unternehmen die bislang von Siemens gehaltene Mehrheit an Siemens Gamesa übernehmen. Der Konzern bündelt damit das Geschäft mit konventionellen sowie erneuerbaren Energien, für das Gamesa zuständig ist, unter einem Dach.

Sendung: rbb24, 25.09.2019, 16 Uhr

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