Eine Studentin leert ihren Briefkasten im Eingangsbereich vom Studentenwohnheim (Quelle: dpa/Matthias Balk)
Audio: rbb Fritz | 04.09.2019 | 11:40 Uhr | Bild: Symbolbild-dpa/Matthias Balk

16,53 Euro pro Quadratmeter - Studierende in Berlin zahlen immer mehr Miete

Vorbei die Zeiten, in denen Berlin die günstigste Millionenstadt für Studierende war. Allein in den vergangenen fünf Jahren sind die Mieten um ein Drittel nach oben gegangen. Damit rangiert die Hauptstadt inzwischen unter den teuersten Studentenstädten.

Wohnen ist für Studierende in Berlin teuer geworden: Allein in den vergangenen fünf Jahren sind die Mieten in der Stadt um 31 Prozent gestiegen, wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe [morgenpost.de (€)] am Mittwoch unter Berufung auf eine Studie berichten.

Demnach zahlen Studierende in Berlin im Durchschnitt 16,53 Euro pro Quadratmeter. Berlin gehört damit nicht länger zu einer der günstigeren Studierendenstädten, sondern reiht sich im Ranking der teuersten Orte zum Studieren hinter Konstanz (20,05 Euro), Hamburg (19,27 Euro), Frankfurt/Main (18,74 Euro) und Wiesbaden (17,96 Euro) ein.

Am günstigsten wohnen Studierende demnach in den ostdeutschen Städten Halle (Saale) (11,26 Euro), Erfurt (11,78 Euro) und Leipzig (12,15 Euro).

Die Zahlen gehen aus einer repräsentativen Umfrage unter 22.000 Studierenden in Deutschland hervor, die von dem Personaldienstleister Studitemps und der Universität Maastricht erhoben wurde. [studitemps.de] Die Mietpreise wurden für das Wintersemester 2018/19 abgefragt.

Mit einem Anteil von 29,7 Prozent leben dem Bericht zufolge die meisten Studierenden in Wohngemeinschaften. 26,4 Prozent haben eine eigene Wohnung. Jeder vierte Studierende bleibt der Umfrage zufolge bei seinen Eltern oder Verwandten wohnen. In Studentenwohnheimen finden bundesweit 15,5 Prozent eine Bleibe.

Sendung: Fritz, 04.09.2019, 11 Uhr

Kommentar

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Antwort auf [Paul Panther] vom 04.09.2019 um 15:17
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18 Kommentare

  1. 17.

    Aber hoppla, wo bleibt denn der politisch korrekte Gendesprech? Erst Sudierende, dann aber STUDENTENSTÄDTE! Was soll das denn, STUDIERENDESTÄDTE bitte schön.

  2. 16.

    Klar hat jeder das Recht zu wohnen und zu studieren wo er will, aber wenn es kein Wohnraum in Berlin gibt, dann muss man halt mal weiter fahren, es kann nicht für jeden wie zu DDR Zeiten eine Wohnung in der Nähe des Arbeitsplatzes geben, andere Leute hätten auch gerne eine Wohnung in der Innenstadt und ich habe auch Studiert und zwar in Frankfurt an der Oder, da gibt es von Berlin eine hervorragende Bahnverbindung, mir hat es nicht geschadet, das Lernen im Zug ging auch

  3. 15.

    Das ist tatsächlich so passiert? Ist mir ein Rätsel. Ich kümmere mich ehrenamtlich um Studenten, die z.t. noch wochenlang nach Semesterbeginn ohne Bleibe sind. Ihre Story befremdet mich sehr. Das sind dann die Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Habe ich noch nie von gehört, aber es soll ja bekanntlich alles geben.

  4. 14.

    WG-Zimmer sind in Berlin genauso teuer, rar und begehrt wie kleine Wohnungen. Viele Studiengänge sind nun einmal auch abhängig davon, wo sie angeboten werden. Wenn sich Abiturienten in mehreren Unis bewerben und erhalten eine Zusage z.b. in Berlin, dann wählen sie natürlich eher eine Universität in einer lebendigen, modernen Stadt. Das gesellschftliche und kulturelle Leben ist für junge Menschen auch sehr wichtig. Sie urteilen da recht oberflächlich und hart. Jeder hat das Recht da zu lernen und zu wohnen wo er möchte. Und wenn es diese Anzahl an Studienplätzen gibt, muss es dafür auch ausreichenden Wohnraum geben. Lern- ubd Studiengruppen sowie Nebenjobs finden in Berlin statt. Irgendwo in Brandenburg zu leben ist da eher ungünstig. Haben Sie studiert? Ich meine es nicht böse, aber hört sich nicht danach an. Gut ausgebildete junge Menschen sind extrem wichtig für unsere Gesellschaft. Also muss dahingehend auch investiert und dafür gesorgt werden.

  5. 13.

    Ist doch nich so schlimm.
    Die FDP setzt wie immer auf den Markt und der CDU ist das egal.Wenigstens die Diäten steigen jedes Jahr.

  6. 12.

    Als ich vor 6 Monaten meine städtische Wohnung abgegeben habe im schönen Lichtenberg an der Hauptstraße 70m2 für 560 Euro warm, der Erste interessent von der WBG bestimmt waren Studenten, schauten sich die Wohnung an und sagten toll, wir haben auch kostenlos eine Küche dagelassen, zwei Tage später kam die Absage, naja die Wohnung liegt zu weit zur Uni, der Schnitt gefällt uns nicht, zur S und U-Bahn müssen wir ja 7 min laufen..... So ist das mit den verwöhnten Studenten, andere hätten sich die Finger gefleckt für so eine Wohnung, nun bekam eine flüchtlingsfamilie die wohnung, namen natürlich gerne die Küche und Co.

  7. 11.

    Dann müssen unsere lieben Studenten halt in eine WG ziehen, nicht jeder Sgudi muss ne eigene Bude haben, und wenn es hier nichts gibt kann man ja auch na Brandenburg ziehen, mit einem Studententicket kommt man schnell und günstig nach Berlin oder man studiert woanders, man muss ja nicht immer in einer hippen Stadt studieren.

  8. 10.

    Wo soll den gebaut werden? Die Bürger dieser Stadt wollen das Problem aber gleich bei der Wurzel und angepackt sehen protestieren gegen den Bau von Schulen auf öffentlichem Bauland. Das Problem der der zu geringen Zahl an Wohnheimplätzen hat sich damit bald von alleine erledigt.

  9. 9.

    Es ist erfreulich, dass Sie an Studenten vermieten. Viele können sich Ihren Preis aber nicht leisten, müssen mit jedem Cent rechnen. Die typische Studentenbude, kl. Zimmer, Luxus nicht nötig, gibt es fast gar nicht mehr. Ihre Ausstattung kommt königlich rüber, das sind aber nicht die Unterkünfte, um die es geht und die bitter benötigt werden.

  10. 8.
    Antwort auf [tommy] vom 04.09.2019 um 15:59

    Der Begriff Studierende ist eine geschlechtsneutrale Bezeichnung.

  11. 7.

    Hallo Paul, ja mit dieser Aussage ist das Problem selbstverständlich gelöst. Macht kaputt, was euch kaputt macht.
    Natürlich ist das System Schuld, aber das System wird sich nicht abschaffen (lassen). Schließlich geht es hier um viel Geld.

  12. 6.

    Ich vermiete ja selbst an Studenten. Für gut 20 EUR qm bezogen auf das vermietete Zimmer. Balkon, Bad, Flur, Fahrradkeller nicht eingerechnet. Außerdem ist alles mit dabei. Bett, Möbel, Wasch- und Spülmaschine, Einbauküche, Geschirr, Besteck, Kühlschrank und sonstiges, TV zum rbb schauen und Netflixen, Musikanlage, Internet, Telefon, Handtücher, Bettwäsche, Wasch- und Reinigungsmittel. Geht was kaputt wird es erneuert. Wasser, Strom, Heizung... Also sorry, was soll diese Hetzerei schon wieder. Wegen 13 Euro "Hotelzimmer" am Tag oder 400 Warm für ne Wohnung ohne Zusatzkosten. Übrigens muss man für die Miete nicht nur Steuern bezahlen, sondern Mieteinnahmen erhöhen die Steuerlast auf das Gehalt dank der Progression und so wird mir vom Finanzamt auch noch nachträglich etwas von meinen Gehalt einkassiert. Alles in Allem kann man sagen, gehen mir dadurch ca 50% der Miete schon mal verloren, weil der Staat die Hand aufhält.

  13. 4.

    Sind das die Mieten nur für das eigene WG-Zimmer oder inklusive der anteiligen Gemeinschaftsräume?
    Schon zu meiner Studienzeit wurde auf Parties bei studentischen Preisvergleichen über zu teure Mieten gesprochen, dabei aber oft vergessen, dass Küche, Flur, Bad, WC,... anteilig selbstverständlich zu bezahlen ist.
    Sind das Inklusiv-Mieten oder Kaltmieten? Möbliert oder ohne Ausstattung?

  14. 3.

    Es wird heutzutage absolute Mobilität von Studenten erwartet. Zudem gibt es die Regelstudienzeit, die eingehalten werden muss. Nicht jeder hat die Möglichkeit an seinem Wohnort zu studieren, oder hat wohlhabende Eltern, die locker eine Wohnung in einer anderen Stadt finanzieren können. Wer zielstrebig und zügig sein Studium absolvieren will, kann zeitlich nicht mehr als einen Minijob verkraften. Die Mieten sind unbezahlbar und an Studenten wird nicht gerne vermietet, eben WEIL sie mobil sein müssen und oft nach Beendigung des Studiums weiterziehen. Diese "Studentenbuden" gibt es nicht mehr, dazu ist die Wohnungsnot zu groß. Die Wartelisten in Studentenwohnheimen ist meterlang... Es ist verstörend, wie mit unserer Jugend umgegangen wird. Gerade in Zeiten, wo viele durch's Bildungsraster und der Gesellschaft "zur Last" fallen, sollte man mit den Anderen sorgsamer umgehen, damit die ihr Leben organisiert bekommen können und brave Steuerzahler werden...

  15. 2.

    Die Studenten sind doch ein wesentlicher Teil des Problems der rasant steigenden Mieten. 1500 Euro für 80 Quadratmeter können sich normale Berliner bzw. Familien kaum noch leisten. Wenn aber drei oder vier Studenten sich die Miete teilen, dann geht das für den einzelnen schon. Und deswegen finden diese überteuerten Wohnungen eben Abnehmer. Man muss ja nur in den üblichen Vierteln schauen, wie viele Namen dort an einem Briefkasten stehen. Dann weiß man Bescheid. Und schnell wird da auch wieder ausgezogen, was natürlich den Vermieter freut. Kann man wieder was draufschlagen.
    Deswegen: Baut viel, viel mehr Studentenwohnungen/-wohnheime!!! Auch das wäre eine sinnvolle Maßnahme gegen die Mietenexplosion. Ich denke jeder Studi zahlt ja wohl lieber 300 Euro für die eigene Wohnheimbutze als 500 für ein WG-Zimmer auf dem freien Markt.

  16. 1.

    Die Studenten sind doch ein wesentlicher Teil des Problems der rasant steigenden Mieten. 1500 Euro für 80 Quadratmeter können sich normale Berliner bzw. Familien kaum noch leisten. Wenn aber drei oder vier Studenten sich die Miete teilen, dann geht das für den einzelnen schon. Und deswegen finden diese überteuerten Wohnungen eben Abnehmer. Man muss ja nur in den üblichen Vierteln schauen, wie viele Namen dort an einem Briefkasten stehen. Dann weiß man Bescheid. Und schnell wird da auch wieder ausgezogen, was natürlich den Vermieter freut. Kann man wieder was draufschlagen.

    Deswegen: Baut viel, viel mehr Studentenwohnungen/-wohnheime!!! Auch das wäre eine sinnvolle Maßnahme gegen die Mietenexplosion. Ich denke jeder Studi zahlt ja wohl lieber 300 Euro für die eigene Wohnheimbutze als 500 für ein WG-Zimmer auf dem freien Markt.

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