Gelbe Tonnen in potsdam-Babelsberg (Bild: imago images/Steinach)
Bild: imago images/Steinach

Umfrage von Ernst & Young - Viele Brandenburger Kommunen wollen Gebühren erhöhen

Die Bürger in einigen Regionen Brandenburgs müssen mit steigenden Abgaben rechnen. 58 Prozent der befragten Kommunen wollen im laufenden oder kommenden Haushaltsjahr ihre Steuern oder Gebühren erhöhen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Untersuchung der Prüfungsgesellschaft Ernst & Young [ey.com/de], die am Mittwoch vorgestellt wurde.

Teurer werden voraussichtlich Straßenreinigungs- und Parkgebühren sowie Eintrittspreise für Bäder oder Konzerte. An der Umfrage nahmen 12 von 27 brandenburgischen Kommunen mit mehr als 20.000 Einwohnern teil. Nur 17 Prozent der befragten Kommunen in Brandenburg planen laut Studie, kommunale Leistungen herunterzufahren - im Bundesdurchschnitt liegt der Anteil mit 20 Prozent etwas höher.

Jede dritte Kommune im Plus

Im bundesweiten Vergleich schneidet Brandenburg mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 750 Euro gut ab. Nur die Kommunen in Sachsen weisen mit 695 Euro eine niedrigere Quote auf. Am höchsten verschuldet pro Kopf sind die Menschen im Saarland und in Rheinland-Pfalz.

Während im vergangenen Jahr nur jede vierte befragte Kommune in Brandenburg einen Überschuss erwirtschaften konnte, ist dieser Anteil laut Studie im laufenden Jahr auf 33 Prozent gestiegen. Demnach soll das Geld vor allem in Schulen und Kultur investiert werden.

Sendung: Brandenburg aktuell, 16.10.2019, 19:30 Uhr

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4 Kommentare

  1. 4.

    Wenn die Steuern und Gebühren laufend steigen, muss man natürlich die Mieten reduzieren.

  2. 3.

    Falsches Foto. Die Abholung der gelben Tonnen, die Sie da zeigen, wird über die Abgabe für den grünen Punkt beim Einkauf von Produkten in Plasteverpackungen an der Supermarktkasse finanziert, nicht über Gebühren, haben also mit Ihrem Artikel nichts zu tun.

  3. 2.

    Was nicht passt, wird passend gemacht, erinnert mich ans 19. Jahrhundert.

  4. 1.

    Ich wollte schon meckern, dass der Bericht hier aber recht knapp gehalten wurde und man wenig daraus ableiten kann... Gottseidank habe ich noch rasch die Studie von EY angeschaut - da ist WIRKLICH nix drin, über das man detailliert berichten könnte! Vielleicht ist noch S. 18 interessant, ansonsten gibt sozusagen keine der Zusammenfassungen aus den Befragungen etwas her, was wirklich Sinn macht. Weia. Überschrift der Seite, an der Kürzungen bei der Straßenbeleuchtung als führendes Kriterium aufgelistet wird, ist: "Vor allem Hallen- und Freibäder betroffen". OMG.

    Lest es selber, echt.

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