Das Gelände des denkmalgeschützten ehemaligen Landtags auf dem Brauhausberg in Potsdam. (Quelle: dpa/Bernd Settnik)
Video: Brandenburg Aktuell | 17.10.2019 | Jana Wochnik-Sachtleben | Bild: dpa/Bernd Settnik

Ehemaliger Landtag in Potsdam - "Kreml"-Eigentümer dementiert Verkaufsabsicht

Wirbel um das ehemalige Landtagsgebäude in Potsdam: Einem Zeitungsbericht zufolge soll die Immobilie nach nur vier Jahren erneut verkauft werden, ein Preis von 35 Millionen Euro werde aufgerufen. Doch der Privatinvestor weist den Bericht zurück.

Der Eigentümer des ehemaligen Landtages in Potsdam hat dementiert, dass er das Gebäude verkaufen will. Die Berliner Firma Sanus AG beteuerte am Donnerstag gegenüber Brandenburg aktuell vom rbb, dass der ehemalige Landtag auf dem Brauhausberg nicht zum Verkauf steht.

Die "Märkische Allgemeine" [maz-online.de/Artikel hinter Bezahlschranke] hatte berichtet, dass die Immobilie für 35 Millionen Euro zum Verkauf stehe - das wäre das Vierfache der Summe, für die eine private Investorengruppe sie vor vier Jahren dem Land abgekauft hatte.

Neuer Investor gesucht

Sanus erklärte dazu, man suche einen zusätzlichen Investor, um die Bauvorhaben und Sanierungsprojekte umsetzen zu können. Der mit dem Finanzministerium geschlossene Vertrag werde eingehalten. Dies bestätigte inzwischen auch das Brandenburger Finanzministerium dem rbb.

Mit dem Land Brandenburg hätte es im Falle eines Weiterverkaufs wohl auch Probleme gegeben: Das Finanzministerium hatte sich bei dem Verkauf im Jahr 2015 mit mehreren Vertragsregelungen gegen eine Spekulation mit der Immobilie abgesichert.

2015 für 8,6 Millionen Euro verkauft

Der ehemalige Landtag, im Volksmund auch "Kreml" genannt, war 2015 vom Land Brandenburg für 8,6 Millionen Euro verkauft worden. Danach wurde das Gebäude als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Die Investoren Sanus und Eureka hatten angekündigt, ein Wohnquartier auf dem Areal errichten zu wollen.

Der alte brandenburgische Landtag in Bildern

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6 Kommentare

  1. 6.

    Ja, wenn jemand ein Gutes Geschäft macht, möchten viele Andere mitverdienen. Das kenne ich aus eigener Erfahrung. Bei Geschäftsverlusten, möchte aber niemand mit beteiligt sein. Dann sollen doch die Kommunen, solche riskanten Investitionen und Bauvorhaben, doch selbst verantworten. Erst werden Grundstücke verkauft und dann kommt der Neid zum Vorschein. Wenn die Immobilienpreise gefallen wären, wer hätte sich dann an den Verlust beteiligt, die heute neidisch sind, bestimmt nicht.

  2. 5.

    Der Artikel ist auch nur auf Klickzahlen aus. Hier wird der Eindruck erweckt, hier mache jemand aus 8 Millionen einfach so 35 Millionen Euro. Über Investoren kann jeder seine eigene Meinung haben, aber in dem Wort Investor steckt das Wort Investition. Und hier wurden sicherlich viele, viele weitere Millionen zu dem Kaufpreis bereits investiert, ansonsten wäre eine solche Marktsteigerung nämlich gar nicht möglich. Das nennt sich übrigens Projektentwicklung. Wieso machen es die Kommunen oder die Stadt Potsdam nicht einfach selber? Immer nur gegen die Invstoren schießen ist der falsche Ansatz.

  3. 3.

    Als wenn das die Finanzchaoten ärgern würde. Bei der Grunderwerbsteuer und Grundbucheintrag usw. die da für den Senat abfällt können die das Ding neu bauen als Plusenergie Kreml.

  4. 2.

    Ob nun tatsächlich ein Verkauf geplant ist oder nicht - wenn jemand innerhalb weniger Jahre aus acht Millionen das Vierfache macht, dann ist das doch ein gutes Geschäft. Ich freue mich für jeden, der gute Geschäfte macht. Umgekehrt wird es oft genug vorkommen, dass man Millionen verliert. Warum sind viele Leute so neidisch, wenn jemand gute Geschäfte macht?

  5. 1.

    Nicht nur in Berlin gibt es auf der kommunalen Seite ein Hanns im Glück bei Immobiliengeschäften, auch das Land Brandenburg ist offensichtlich gesegnet von solchen Experten.

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