Postbank-Filiale in der Uhlandstraße in Berlin (Quelle: dpa/Joko)
Bild: dpa/Arco Images/Joko

Tarifeinigung nach Warnstreiks - Mehr Geld und Kündigungsschutz für Postbank-Mitarbeiter

Im Tarifkonflikt bei der Postbank hat es in der Nacht zum Donnerstag in Königswinter eine Einigung gegeben. Wie ein Mitglied der Verdi-Verhandlungskommission am Donnerstagmorgen sagte, soll es in zwei Schritten mehr Geld geben: 3,0 Prozent ab November 2019 und weitere 1,75 Prozent ab Januar 2021.

Die Laufzeit des Tarifvertrages betrage 29 Monate. Außerdem sei der Kündigungsschutz bis 2023 verlängert worden. "Es ist ein ziemlich umfassendes Paket", sagte der Verdi-Vertreter.

Unbefristete Streiks abgewendet

Die zur Deutschen Bank gehörende Postbank bestätigte, dass es einen Tarifabschluss in der Nacht zum Donnerstag gegeben hat. Details würden im Laufe des Tages bekanntgeben, sagte ein Sprecher des Bonner Unternehmens auf Anfrage. Zuvor hatte der WDR über die Tarifeinigung in der Nacht berichtet.

Am 1. Oktober hatte die Postbank ihr Tarifangebot für rund 12.000 Beschäftigte nachgebessert, um unbefristete Streiks abzuwenden. Es sah bei einer Laufzeit von 29 Monaten eine Gesamterhöhung der Tarifgehälter von rund 4,1 Prozent vor.

Verdi hatte sieben Prozent verlangt, wobei die Gehaltssteigerung wahlweise auch in Freizeit wandelbar sein sollte. In den vergangenen Wochen und Monaten hatte es auch in Berlin und Brandenburg Warnstreiks in dem Tarifkonflikt bei der Postbank gegeben.

Sendung: Inforadio, 10.10.2019, 10 Uhr

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