Symbolbild: Demo für bezahlbaren Wohnraum am 1. Mai 2019 im Grunewald in Berlin (Quelle: imago-images/Christian Mang)
Video: Abendschau | 14.10.2019 | Sabrina Wendling | Studiogespräch mit Götz Gringmuth-Dallmer | Bild: imago-images/Christian Mang

rbb|24-Datenauswertung - So teuer ist Wohnen für Studierende in Berlin

Das neue Semester hat begonnen, neue Studierende sind in der Stadt - und brauchen ein WG-Zimmer oder eine Wohnung. Doch die sind rar und in der Regel teuer, wie eine Datenauswertung von rbb|24 zeigt. Von Götz Gringmuth-Dallmer

Es gibt sie noch, die WG-Zimmer für 180 Euro im Monat. Gelegen in einer Backsteinvilla mit Garten. Das Zimmer hat nur einen Haken: Wer sich darum bewerben will, muss männlich und katholisch sein.

Oder die Gartenlaube für null Euro. Hat natürlich auch einen Haken: Die Unterkunft gibt es nämlich nur für Hundeliebhaber, die sich auch um die Vierbeiner der Besitzer kümmern.

Wer weder männlich und katholisch noch Hundeliebhaber ist, muss sich mit einer anderen Wirklichkeit der Wohnungs- oder WG-Zimmersuche auseinandersetzen.  

rbb|24 hat Daten von wg-gesucht.de ausgewertet, dem nach eigenen Angaben größten Portal Europas für WG-Zimmer. Demnach müssen Menschen, die jetzt ein WG-Zimmer in Berlin suchen, im Durchschnitt etwa 500 Euro im Monat dafür bezahlen. Manche der für diesen Preis angebotenen Zimmer sind gerade 10 m² groß, andere um die 30 m². Der Median für die ausgewerteten Angebote beträgt 482 Euro. Das bedeutet: Die Hälfte der Zimmer kostet weniger, die andere Hälfte kostet mehr.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch das Moses-Mendelssohn-Institut, das im Mai die Angebote für Berlin und andere Städte untersuchte. Auch damals, ein paar Monate vor Semesterbeginn, lag der Median für ein WG-Zimmer bei 480 Euro im Monat.

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Viele Studierende müssen im Vergleich zu ihrem verfügbaren Einkommen zu viel Geld für die Unterkunft ausgeben. Nach der Sozialerhebung von 2016, einer Langzeituntersuchung über die soziale und wirtschaftliche Lage von Studierenden in Deutschland, standen im Befragungszeitraum Studierenden in Berlin im Schnitt 1.014,60 Euro im Monat zu Verfügung. Davon mussten vor drei Jahren für die Miete durchschnittlich 362 Euro ausgegeben werden, also mehr als die maximal empfohlenen 30 Prozent vom Einkommen. 

Der volle Bafög-Satz beträgt zurzeit 853 Euro. Er ist auch die Richtgröße für den Unterhalt, den ausreichend vermögende Eltern ihren studierenden Kinden zahlen sollen. In den 853 Euro enthalten ist eine Wohnpauschale von 325 Euro. Für viele, die jetzt eine Bleibe suchen, dürfte es nach den aktuell ermittelten Zahlen damit sehr schwierig sein, eine Unterkunft zu finden. Die Datenauswertung zeigt, dass nur etwa sieben Prozent der angebotenen WG-Zimmer in Berlin weniger als 326 Euro im Monat kosten. Etwa die Hälfte der Zimmer kosten zwischen 326 Euro und 500 Euro im Monat, alle anderen sind noch teurer.

Lange Warteliste für günstige Zimmer

Zwar bieten Studentenwohnheime theoretisch Zimmer zwischen 140 und 380 Euro an. Doch die Wartezeiten auf einen Platz im Wohnheim betragen im Schnitt ein bis drei Semester, berichtet Jana Judisch vom Studierendenwerk Berlin. Sie kann im Moment nur auf den freien Markt verweisen: "Wir haben 4.000 Studierende auf der Bewerberliste um einen Wohnheimplatz."

Was viele nicht wissen: Studierende können in Berlin einen sogenannten Wohnberechtigungsschein beantragen und haben somit die Chance, eine deutlich günstigere Bleibe bei den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften zu finden. Auf deren Webseiten gibt es immer mal wieder Angebote, die im Preis deutlich unter den oben beschriebenen liegen. So hat zum Beispiel die Gewobag 195 Plätze in Studierendenapartments verschiedener Größen zum Preis von je 350 Euro. Derzeitiger Status allerdings: alle belegt. Auch die Howoge hat theoretisch Apartments für Studierende, vollmöbiliert ab 455 Euro pro Person. Derzeitiger Status aber auch hier: alle belegt.

Die landeseigene Immobiliengesellschaft Berlinovo bietet nach eigenen Angaben rund 1.600 möblierte Ein-Zimmer Apartments zwischen 250 und 440 Euro und Zwei-Zimmer-Apartments zwischen 630 und 740 Euro an, die derzeit alle vermietet sind. Auf der Webseite [berlinovo.de] werden zum 1. Januar 2020 Ein-Zimmer-Apartments ab 390 Euro und zwei Zimmer ab 660 Euro angeboten.

Zudem gibt es noch viele privatwirtschaftliche Anbieter, die möbilierte Apartments anbieten. Die sind in der Regel allerdings noch teurer als die der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften.

Bleibt noch die Suche auf dem Wohnungsmarkt. Jana Judisch empfiehlt Studierenden, sich an der Peripherie umzusehen. Da findet man bei den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften noch verhältnismäßig günstige Angebote. Wer also bereit ist, an den Stadtrand zu ziehen, kann mit ein wenig Glück auch eine Zwei-Zimmerwohnung für weniger als 600 Euro bekommen.

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Mehr Angebote in der Innenstadt

Wer doch lieber in ein WG-Zimmer ziehen möchte, findet zurzeit die meisten Angebote in den Ortsteilen Friedrichshain (80), gefolgt von Prenzlauer Berg (75) und Charlottenburg (74), Kreuzberg (65) und Neukölln (60). Die teureren Angebote gibt es eher im Westen der Stadt, auch wenn dort deutlich weniger WG-Zimmer angeboten werden. In den beliebten Kiezen in Kreuzberg und Neukölln kosten WG-Zimmer im Schnitt um die 500 Euro im Monat. Günstiger ist es am Stadtrand. In Hellersdorf, Marzahn, Friedrichsfelde oder Köpenick gibt es mit etwas Glück  WG-Zimmer für weniger als 400 Euro im Monat.

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Bundesweit Platz fünf

Im bundesweiten Vergleich der Preise für ein WG-Zimmer steht Berlin auf dem fünften Platz. Das zeigen die Zahlen vom Moses-Mendelsohn-Institut. Ganz oben auf der Liste steht München mit 650 Euro im Monat, Berlin findet sich mit hier 480 Euro auf Platz 5, Potsdam steht mit Erlangen und Friedberg mit 400 Euro auf Platz 20. Deutlich günstiger können Studierende in Frankfurt (Oder) und Cottbus wohnen. An der Oder gibt es ein WG-Zimmer für durchschnittlich 275 Euro, in der Lausitz sogar schon für 262 Euro. Auch für Studierende, die weder katholisch sind noch Hunde mögen.

Sendung: Inforadio, 14.10.2019, 6 Uhr

Beitrag von Götz Gringmuth-Dallmer, Mitarbeit: Bernadette Huber

Kommentar

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42 Kommentare

  1. 42.

    Studierende sollen studieren und schnellstmöglich arbeiten. Was sie hier in Berlin abziehen ist Langzeiturlaub.

  2. 41.

    Ich frage noch mal:
    wie haben alle anderen es bis heute denn geschafft?

    2 Möglichkeiten habe ich doch auch genannt, wenn Sie denn meine Beiträge gelesen hätten.
    Wohnungsberechtigungsschein oder Alternativ, wie es ein Großteil der Brandenburger Bevölkerung macht, in Brandenburg wohnen und Tag täglich von Brandenburg nach Berlin zur Uni pendeln - wenn man nach der Uni nicht mehr arbeiten kann - und in Brandenburg "günstiger" in größeren Wohnungen wohnen. Aber man muss halt mehrere Stunden am Tag zum Pendeln investieren - welche man ja im RE auch zum Lernen nutzen kann. Erste Klasse haben Tische, wo man Notebook drauf stellen kann - inkl. gratis Strom. Damit die Zeit auch nicht für den Heimweg verschwendet wird.

    Aber das ist ja wieder voller Hass und Häme ;-)

    Mir brauchen Sie nichts zu erzählen. Wenn ich Ziele habe, muss ich was dafür tun. Und wenn ich 16 Stunden am Tag dafür arbeite!!! und ich habe es Jahrelang gemacht - auch noch nach dem Studium und zum Teil noch heute!

  3. 40.

    Meine Kommilitone hat´s sehr gefreut, wenn ich in meiner Freizeit hinter der Theke stand und denen, nach Absprache des Chefs, die Drinks 25% günstiger überlassen durfte. Ja... auch zu unserer Zeit gehörte das Feiern mit zur Tagesordnung.
    Die Einen haben genug Geld, super Unterstützung und die Anderen müssen halt selber dafür arbeiten.

    So war es schon immer auf der Welt. Geschenke gibts selten.

    Ach so... kein Auto... ich kannte sehr viele Studenten, die alle ein Auto hatten. Wie kann das sein? hmm... vielleicht auch erarbeitet? Sind jeden Tag 60km zur Uni gefahren. War billiger als gleich neben der Uni in einer Bude zu hocken.

    Heute kann man das nicht mehr. Um Gottes Willen. Ein Schulweg über eine Stunde??? Arbeitsweg über 10 Minuten??? Ohhh wehhh meine kostbare Freizeit *kopf schüttelt*

    Warum kann man nicht gleich mit goldenem Anzug, 100 Millionen auf dem Konto - für jedes fiktive Lebensjahr 1 Mio im vorraus - auf die Welt kommen? Alles am Besten auf dem Tablet serviert

  4. 39.

    Ach so. Voller Hass und Häme. Ja kenne einige Studenten, die unter anderem sehr erfolgreich ihren Master abgeschlossen haben und ja, auch ich habe studiert. Allerdings ist dies einige Jahrzehnte zurück. Schon auf der Schule war mir klar, das ich unbedingt studieren möchte. Meine Eltern hatten nicht viel Geld und konnten es mir nicht finanzieren.

    Also habe ich für mich selber erst mal überlegt, wie man das hinbekommt. Anstelle gleich zu studieren, habe ich erst eine Ausbildung abgeschlossen. Jedes Geld, was ich dort verdient habe, wurde auf Seite gelegt.
    Ich bin 2 Jahre in meinem Beruf 8 Stunden täglich arbeiten gegangen und danach noch mal 2 * 3 Stunden täglich auf kleinere Nebenjobs. Mit den Nebenjobs habe ich mein Leben finanziert und das Geld vom Job weg gepackt.
    Nach 2 Jahren hatte ich genug Geld zum studieren. Wenn das Geld während des Studiums knapp wurde, bin ich halt wieder Abends oder am Wochenende arbeiten gegangen.

  5. 38.

    Sie sind voller Hass und Häme. Wieviele Studenten kennen Sie? Haben Sie selber studiert? Ein Vollzeitstudium nebst Nebenjob bewältigt? Studenten haben meist kein Auto. Wegen Job u. Uni möchten Sie, verständlicherweise, zumindest eine gute Anbindung mit den Öffentlichen haben. Lerngruppen, Exkursionen-Sie urteilen hier über Dinge, die Sie ganz offensichtlich gar nicht beurteilen können. Ihre Missgunst ist sehr offensichtlich? Ist da Neid im Spiel? Ich bin raus. Es kommen nur Vorurteile, keine Argumente. Das ist keine Diskussionsgrundlage.

  6. 37.

    Ich finde es verstörend, wie alle Studenten bis heute mit dem Thema klar gekommen sind und warum es ausgerechnet heute dann nicht mehr klappen sollte?

    Ich finde es verstören,das man, wie man hier lesen konnte, günstige Wohnungen anbietet, welche aber ausgeschlagen werden, weil die nächste Haltestelle unglaubliche 7 Minuten entfernt von der Wohnung ist.
    Ich finde es verstörend, warum man am Besten gleich neben der Uni wohnen kann dazu noch und so nah wie möglich an nächtlichen Aktivitäten, sodass man nicht am Stadtrand oder Stadtgrenze Berlin / Brandenburg wohnen kann.

    Von Menschen, die in Brandenburg wohnen und in Berlin Tag täglich arbeiten, will man am liebsten verlangen, das die Brandenburger NICHT mit dem Auto in die Hauptstadt kommen sondern mit dem ÖPNV.

    Wenn man das selbe Studenten vorschlägt, weil dort die Mieten für Studenten zum Teil günstiger sind, dann ist es auch nicht recht! Was wollt ihr denn? Das man gleich nen Butler dazupackt, der auf WC pudern kommt?

  7. 36.

    Es ist wirklich verstörend, wie sich hier einige User auf eine neue Gruppe Menschen einschießen. „Mein täglich Feindbild gib mir heute...“ Mal FfF, mal Radfahrer, eigentl. Jugendliche allgemein u. heute ganz besonders diese dreisten Studenten. Wollen sich tatsächlich selber aussuchen, welchen Beruf sie erlernen und wo sie leben möchten. Frechheit. Egal wann man hier in den Kommentarfunktionen liest, es sind extrem viele Menschen voller Unverständnis und Häme gegen die jungen Menschen unseres Landes. Viele zudem, ohne eigene Erfahrungen mit ihnen gemacht zu haben. Dass Deutschlands Nachwuchs, gerade diejenigen, die gute Schulabschlüsse lieferten (trotz Bildungsmisere) und motiviert ihre Berufsausbildung angehen wollen, sauer ist, kann ich verstehen. Ein Land, dass so mit ihrem Nachwuchs umgeht, sollte sich schämen.

  8. 35.

    Außerd. macht es ja viel mehr Spaß, Menschen pauschal abzuurteilen, als sachlich u. fair zu bleiben...---

    tja... das kann ich leider bestätigen. Man lernt schnell sich anzupassen.
    Dies ist ein Phänomen, welches bei den Deutschen immer mehr in den Vordergrund rückt. Ich hab da mal was gehört... und dann trifft genau dies auf alle zu. Allerdings entstehen "Vorurteile, Klischees" ja nicht von ungefähr.
    Wieviele Studenten wählen gewusst Berlin aus, nur damit man Nachts noch feiern gehen kann?

    Im Bild oben rechts, Person in schwarzer Kleidung, schwarze Brille und blauem Halstuch, Pulle BIer in der Hand = Klischee erfüllt.

    Ach noch ein paar Beispiele und Klischees:
    ÖPNV-die Superlösung für alle in der Stadt-niemand braucht privat ein Auto, SUV´s = Kraftstoffvernichtende Proll-Protzkarren, Diesel verdrecken Innenstädte, Fahrer von großen Autos sind Umweltverschmutzer, Fahrer von Fahrzeugen mit viel PS sind Raser, jede Fahrt mit privaten Auto ist unnötige Privatfahrt... weitere?

  9. 34.

    "Vorurteile, Klischees, Provokationen." Interessieren mich nicht. Mich als Vermieter interessiert die Mathematik. Und die Mathematik sagt mir, dass ich für 325 Euro Warmmiete kein Zimmer anbieten kann. Wer glaubt, dass diese 325 Euro allein beim Vermieter landen, der muss aber erst mal lernen, wie das Leben funktioniert. Je nach dem, wie der Vermieter organisiert ist, fallen verschiedene Steuern und Abgaben an, die von diesen 325 Euro abgehen. Dazu müssen alle laufenden Kosten wie Strom und Internet etc abgerechnet werden, die der Vermieter ja von diesen 325 Euro weiterreichen muss. So verursacht die von mir bewohnte Wohnung allein Betriebskosten in Höhe von 176 Euro. Dazu kommen noch Kosten, die gelegentlich anfallen, wenn etwas erneuert oder ersetzt werden muss. Studenten sind nicht immer gerade die Reinlichsten und Sorgsamsten. Alles in allem bleiben knapp 100 Euro übrig. Das lohnt den Stress nicht. Die Miete ist nicht für den Vermieter sondern für alle anderen Halsabschneider

  10. 33.

    325 Euro klappt vielleicht bei ner Omi, die aus ihrer günstigen 4 Zimmer Wohnung nicht ausziehen mag und einsam ist.
    Berlin ist teuer, das weiß jeder. Günstiger jedoch als viele andere Städte, das jedoch verdrängt jeder.
    Wer hier her will und am besten noch im Zentrum wohnen möchte, der muss eben den Preis bezahlen oder katholisch werden und Hunde sitten.
    Ich möchte noch anführen, dass manche Studenten als Mitbewohner die reinste Katastrophe sind.

  11. 32.

    Vorurteile, Klischees, Provokationen. Mein Kind (u. deren Freunde) machen kaum "Party". Weil sie sonst d. Regelstudienzeit nicht einhalten könnten. Alle, ausnahmslos, arbeiten nebenher. Bei einem Vollzeitstudium geht meist nur ein Minijob. Zudem hängt es auch v. d. Anzahl d. Bewerbunger aus anderen Bundesländern/ Ausland ab. Nicht jeder Student bekommt einen Platz am Wohnort. Wenn es denn mal so einfach wäre. Aber d. Studenten (u. deren Eltern) lassen uns gerne v. anderen erklären, wie es geht.^^ Außerd. macht es ja viel mehr Spaß, Menschen pauschal abzuurteilen, als sachlich u. fair zu bleiben...

  12. 31.

    Das kann ja nur Studenten betreffen, die neu (und unbedingt) nach Berlin wollen. Die, die hier aufgewachsen sind, werden wohl in der Regel von ihren Eltern, nicht auf die Straße gesetzt. So geht die Verlogenheit bei dem Thema schon mal los.
    Unsere renommierten Unis sind überfüllt, es sind also zu viele Studenten. Die Unis müssten mehr ablehnen. Es müssen nicht möglichst viele und am besten alle in Berlin studieren. Das ist auch nicht gut, wenn der Prof kaum Zeit hat.
    Mein Neffe, gebürtiger Berliner, ist zum studieren nach Greifswald gegangen (geflüchtet?). Genau aus dem Grund, ein gutes Studium zu haben, wo sich die Profs noch Zeit nehmen können. Was wollen also alle in Berlin außer das Partyleben zu genießen.
    Wir betrachten noch gar nicht, wie manche (verdient?) zu ihrem ABI gekommen sind und wie viele der Studierenden nach vielleicht mehrmaligem Studiengangwechsel abbrechen oder die Studienzeit ins Endlose ziehen.

  13. 30.

    Nur weil der Staat sich mit 325 Euro Wohnpauschale (auch bei Hartz IV) selbst einen schlanken Fuß machen will bildet das nicht die Realität ab. Ich selbst vermiete 2 Zimmer für 290,- 10qm und 450,- 21qm. Darin enthalten sind nicht nur Heizung, Warmwasser, Kaltwasser, Müll, Straßenreinigung, Schnee, Gartenpflege, Abwasser etc. also die anfallenden und genutzten Betriebskosten, sondern auch Strom, Internet, sämtliche Möbel (kein Ikeaschrott), TV, Minianlage, Handtücher und Bettwäsche. Auch eine voll eingerichtete Küche mit allem Geschirr, Töpfen, Extra Kühlschrank mit je eigenem Gefrierfach, Spülmaschine, Mikrowelle, Küchenmaschine und alles was eine Küche sonst so an Geräten hat. Auch alle Reinigungs- und Waschmittel. Was glaubt ihr denn, wer das alles bezahlt? Ach und nicht zu vergessen der Staat holt sich über die Steuer einen ganzen Batzen zurück. Mieteinnahmen sind nämlich Steuerpflichtig und erhöhen mein Jahresgehalt d.h. Nachzahlung quasi Gehaltsminderung. 325 Euro, lachhaft.

  14. 29.

    Nein - Sie haben tatsächlich alles missverstanden und falsch interpretiert - reife Leistung.
    Aber die Ortsangabe sollte aufgemerkt haben lassen :-)
    Versuchen Sie es einfach nochmal - next try please.......

  15. 28.

    Ist noch nicht teuer genug! Studenten sollten was leisten um die gleichen Ansprüche wie die arbeitende Bevölkerung zu stellen.
    Am besten Studentenwohnheime am Berliner Ring (A10) errichten mit 1 Zimmer pro Nase.

  16. 27.

    Was ja niemals allein und selbst verdientes Geld sein kann. Wo sollte das her kommen in diesen jungen Jahren?---

    hmm... vielleicht vom Arbeiten Abends und Wochenende? :D

    Die Generationen davor haben es doch auch geschafft!
    Was haben die nur anders gemacht und woran lag das dann? Waren die Ansprüche geringer?
    Alternativ gibts ja immer noch die Eltern, welche Ihre Schützlinge ne Runde unterstützen können.

    Eine doofe Frage von mir:
    warum studiert man nicht in der Nähe der Heimat, wohnt zur Zeit des Studiums zu Hause bei den Eltern und fährt mit dem Auto / ÖPNV zur Uni?? Wo ist da ein Problem bei?
    Klar will man selbstständig sein, eigene Bude haben. Verstehe ich ja auch.
    Alles schön und gut aber dafür müsste man Geld verdienen. Wenn das Geld für die Wohnung nicht reicht, halt weniger Party machen.

    Hier eine Möglichkeit: Wohnberechtigungsschein
    https://service.berlin.de/dienstleistung/120671/

  17. 26.

    studienplätze und wohnungen zuerst für ureinwohner, nur WENN dann noch was übrig bleibt, darf es westdeutschen inlands - migranten angeboten werden und punkt

  18. 25.

    Ich hätte es jetzt nicht so drastisch ausgedrückt, pflichte Ihnen aber bei.^^ Alle kommen her, weil’s aufm Land zu öde ist u. wir Berliner müssen das ausbaden.

  19. 24.

    "...in die Obdachlosigkeit entlassen?" Was reden Sie denn da? Darf ich fragen, wieviele Kinder Sie schon durch diesen Lebensabschnitt begleitet haben? Eher keine, nehme ich an. Manchmal sollte man auch mal gut sein lassen, Herr Neumann. Immer recht haben zu wollen kann auch eine Falle sein.^^ Zu durchschaubar. Alles gut.

  20. 23.

    bleibt bitte alle in euern scheiss kuhkäffern, jeht zum party machen lieber in keller oder inne dorfdisco und hört uff die jeilste stadt der welt zwangszubelagern und damit unser leben stück für stück unbezahlbarer zu machen ihr Bauern

    Schönen Gruß ins Königreich nach München, ins Ländle und janz Westdeutschland
    Prost !

  21. 22.

    Es ist in der Tat beschämend, wenn die Eltern die Kinder, die in ihrer Heimatstadt studieren wollen, in die Obdachlosigkeit entlassen.

    Gerne weise ich auch bei dieser Gelegenheit darauf hin, dass sich immer wieder Mehrheiten finden, die sich gegen den Wohnungsbau aussprechen. Wer seinen Gästen etwas bieten will, muss denen wenigstens ein Dach über dem Kopf anbieten können oder sollte die nicht einladen.

  22. 21.

    Also die ganze Welt darf hier studieren, die FU, TU und Humboldt haben nicht ohne Grund einen exzellenten Ruf. Und unsere Berliner Jugendlichen sollen durch G8 zwar mit 17 Abi machen, dann aber wegziehen. Alles klar. Wer eigene Kinder in der Situation hat, würde niemals so einen Unsinn rausposaunen. Hört sich alles schmackig an, ist aber unfair und völlig daneben. Die Welt wird für junge Leute immer bekloppter. Wie gehen wir nur mit unserem Nachwuchs um. Beschämend.

  23. 20.

    Verstehe ich Sie richtig, schlagen Sie vor die Universitäten in Berlin zu schliessen. Da bin ich wirklich froh das Sie nicht verantwortlicher Politiker für Bildung oder Wohnraumversorgung sind.
    Man schämt sich ja geradezu für diese Banalität: Die zu vergebenden Studienplätze sind in Berlin. Und zwar jedes Jahr aufs Neue wieder Neue. Daran ändert sich nichts, geht jemand in Eberswalde studieren.
    Weshalb aber entziehen Sie jenen die sich qua Amt oder aus gesellschaftlichem Engagement der Wohnungsfrage für Studierende widmen (müssen)Ihre Unterstützung?
    Oder wünschen Sie sich etwa faktisch und im Ergebnis solchen Denkens, das in Berlin nur Studierende studieren sollen, die sich das auch leisten können? Was ja niemals allein und selbst verdientes Geld sein kann. Wo sollte das her kommen in diesen jungen Jahren?

  24. 18.

    So ein Gejammer auf hohen Niveau, ich habe Anfang des Jahres eine große 3 Raum Wohnung von einer Genossenschaft abgegeben für 570 Euro warm für 75m2, es kamen Studenten zur Besichtigung, jeweils als WG suchende und es wollte keiner diese Wohnung, die sehr gepflegt ist und unsere Studenten war es zu weit zur Uni oder halt der Weg zum Bahnhof zu weit, bis zum Bahnhof Lichtenberg ist es 7min, ich war erschüttert, die Studenten sind heutzutage einfach zu verwöhnt, Bildung und Wohnung ist halt nicht umsonst.

  25. 17.

    Leute, studiert woanders - hier is voll. Weeß man aba ooch vorher schon - oder wissen die Leute dit nicht mehr, dass hier teuer jeworden is? Ach ja - hier ist ja neben der Party das Studium auch noch da......stimmt.
    Andere Städte haben auch tolle Universitäten, da wo Studibuden günstiger sind - aber nee - da ist Abends ja nix los.....nur eine Kneipe - wie öde.....

  26. 16.

    Richtig. Besonders für die nicht, die aus welchen Gründen auch immer über kein Vermögen, oder keinen Zugriff auf Vermögen verfügen.
    Ganz alte Geschichte. Hier scheidet sich eben republikanischer vom ständisch-dynastischen Geist.
    Eine Grundfrage, ökonomisch, sozial, kulturell gesehen: DIE Grundfrage, DIE DNA der Demokratie.
    Das Deutschland auch in der Frage von Bildungsgerechtigkeit wenig republikanisch-demokratisch ist, kann man getrost als Stand der wissenschaftlich-statistischen Forschung annehmen.
    Aber das ist es ja was wir insgesamt verhandeln - umso mehr als das es inzwischen radikalisiert mit der AfD parlamentarisch geworden ist: Selbstverständlich sind die anti-republikanischen, ständisch-völkisch-dynastischen Vorstellungen vom gesellschaftlichen Reichtum und Gewinn, seit langem mitgeschleppte antidemokratische Grundhaltungen und Ansprüche die in einer modernen Demokratie zu überwinden sind.

  27. 15.

    Ich verstehe nicht, wie Sie zu der Annahme kommen, dass nur Studierende in WGs wohnen wollen und günstige Wohnungen brauchen. Letztes mal, als ich geschaut habe, war das Ausbildungsgehalt auch nicht hoch genug, um 500€ im Monat mal eben für die Miete verprassen zu können.

  28. 14.

    Tja ,Bildung und Wohnraum gibt es nicht umsonst

  29. 13.

    stimme voll und ganz zu Uwe.
    Möchte gerne noch eins drauf setzen:
    wer in Berlin studieren möchte, muss halt auch beim Wohnen "Berlin-Zuschlag" halt zahlen.
    Niemand zwingt die Studenten in Berlin zu wohnen.

    Hier gibt es ja eine Menge Berliner, die der Meinung sind, das man in der heutigen Zeit alles in Berlin mit dem Rad und ÖPNV machen kann. Denke wenn man etwas Zeit zum Pendeln in Kauf nimmt, kann man im Land Brandenburg in Verbindung mit Rad und ÖPNV deutlich günstiger wohnen.

    In Finsterwalde kann man recht günstig wohnen. Da fährt auch der Regio alle 2 Stunden aus Berlin hin. Habe dort Familie, welche seit 20 Jahren von dort Tag täglich mit dem Zug nach Berlin pendelt und in Berlin noch mal 30 min mit S-Bahn und Bus. Dumm wirds nur, wenn man den Zug aufgrund S-Bahn Probleme verpasst... oder der Zug ausfällt - was nun mal keine Seltenheit ist. Aber egal. Im Zug kann man auch hervorragend lernen, während man ja so toll nach Hause gefahren wird.

  30. 12.

    Wem Berlin zu teuer ist:
    kommt ins Land Brandenburg. Cottbus und Frankfurt/Oder erwarten euch. Feinste DDR-Platte auch für das kleine Budget. Der RE1 und RE2 (zwar oft überfüllt)bringen Euch in die Hauptstadt (natürlich mit grünem Bahnstrom) um Party zu machen oder Straßen zu blockieren und das Gemaule über zu hohe Mieten in exlusiver Hauptstadtlage hätte ein Ende. Beides wird sich kaum verbinden lassen: Kein Geld und Wohnen im Zentrum der Metropole.
    Kurzum: wer das Eine liebt MUSS das Andere mögen.

  31. 11.

    Nein Ulla, so habe ich das nicht gemeint, sie haben mich sicher falsch verstanden. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, das es in Brandenburg, hier speziell die VIADRINA, ebenfalls sehr gute Bedingungen gibt. Mein Sohn hat hier seinen MASTERS gemacht und hat hier auch eine gut bezahlte Arbeit gefunden. Darauf sind wir als Eltern sehr stolz.

  32. 10.

    Meiner Ansicht nach gibt es viel zuviele Studierende, was das Problem mit den Studentenwohnungen verschärft. Während Industrie, Handwerk und Wirtschaft immer mehr Personal sucht, will sich keiner mehr die Finger schmutzig machen und geht lieber zur Uni. Sicher gibt es einen gewissen Prozentsatz, die ihr Studium erst nehmen.
    Aber irgendwann, wenn die anderen Studierenden sich mal entschieden haben, was sie überhaupt studieren wollen und vielleicht auch mal mit dem Studium fertig werden sollten, kommt der Tag wo die Jobcenter mit diesen Leuten zu tun haben. Denn noch mehr Startups, wo das Rad neu erfunden wird, oder andere unnütze Sachen braucht keiner.

  33. 9.

    Mag alles sein. Es gibt aber z.t. auch wichtige Gründe, in seiner Heimatstadt zu bleiben. Oft familiär bedingt, oft auch wegen d. Jobs. Mein Sohn studiert weiterhin in Berlin, wäre lieber nach Rostock. Kleinere Uni, familiärer, nicht so eine "Studenten-Fabrik". Er muss mich aber bei d. Pflege seines Großvaters unterstützen u. hat hier ein Kind. Nicht alle können schalten u. walten wie es ihnen in d. Sinn kommt u. grad am besten passen würde. Gerade WEIL sie verantwortungsbewusst sind.

  34. 8.

    Wenn ich hier lese, was manche z.t. absondern, kommt mir das kalte Grausen. Wie oberflächlich u. desinformiert viele Menschen junge Studierende aburteilen, ist wirklich das Letzte. Nicht nur meine Kinder, auch die in meinem sozialen Umfeld, sind kluge, fleißige u. gut erzogene junge Menschen. Die ein Vollzeitstudium absolvieren u. nebenbei arbeiten gehen. Letztendlich scheitert bezahlbarer Wohnraum an d. Geldgier d. Vermieter. Viele Studiengänge sind zudem ein teurer Spaß, da z.b. Bücher z.t. nur zu horrenden Preisen zu kaufen sind. Büchereien haben meist nur extrem wenige Exemplare, ausleihen wird z. Glücksfall. Nur als ein Beispiel. Hört auf, mangels Ahnung u. Eigenerfahrung, solchen Unsinn zu schreiben.

  35. 7.
    Antwort auf [borninc_burg] vom 14.10.2019 um 08:53

    Ist es nicht ehr traurig, dass sie so etwas nicht nachvollziehen können?

  36. 6.

    Wir haben uns seit Ende Juli immer wieder die Angebote angesehen. Die hier ausgewerteten zeigen den Stand vom 10.10.2019. Ein paar Tage vorher sah es mit geringen Verschiebungen allerdings ähnlich aus. Wir wollten den Fall simulieren: „Ich bin plötzlich in Berlin an einer Uni angenommen worden und brauche jetzt eine Wohnung.“

    Welche WG-Zimmer z.B. in Freundeskreisen weitergereicht und nie annonciert werden, bei Facebook & Co. „annonciert“ werden, kann die Auswertung nicht zeigen. Deshalb ist es durchaus möglich, dass es in bestimmten Stadtteilen eigentlich mehr WG-Zimmer gibt, die aber auch ohne Anzeige vermietet werden.

  37. 5.

    In welchem Zeitraum wurde denn ausgewertet? Die Tatsache, dass in Stadtteilen wie Alt-Treptow oder Rummelsburg lediglich 1 bis 2 Angebote ausgewertet wurden lässt auf eine ziemlich kurze Zeitspanne schließen.

  38. 4.

    200 - 300 Euro pro Zimmer erscheinen in der Tat angemessen. Allerdings sollten nicht Vermieter WGs organisieren, sondern die Mieter selbst.

  39. 3.

    Hier in Frankfurt/Oder gibt es eine gute UNIVERSITÄT, mit ebenso guten und viel günstigeren Wohnungen. Es muss nicht immer Berlin sein, hier lernt man auch nicht anders. Im Gegenteil, es ist alles viel familiärer.

  40. 2.

    Wenn ich daran denke, wie sich viele von uns damals als Studenten (nicht Studierende - welch lächerliches Wort) benommen haben, möchte ich heute als Vermieter diese Klientel auch nicht unbedingt im Haus haben. Unser Wohnheimsplatz hat damals übrigens 10 Mark gekostet. Und der Platz war da - man mußte nicht suchen - schon gar nicht so verzweifelt wie heute. Man konnte sich also vom ersten Tag an aufs Studium konzentrieren. Die Durchfallerquote war dann auch entsprechend niedrig. Aber das will ja heute alles keiner mehr hören, sofern nicht in jedem zweiten Satz das Wort Stasi vorkommt. Krank.

  41. 1.

    Wahrscheinlich wird der Senat private Vermieter dazu zwingen WG Zimmer für 220€ bereitzustellen. Mit Deckel von 5 Jahren.
    Hier sehen wir ein weiteres Versäumnis eines ziemlich überforderten Senats. Auch hier keine Sicht auf das große Ganze.
    Wann ist endlich Wahl?

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