Flugbegleiterin der Lufthansa streikt (Bild: dpa/Oliver Berg)
Bild: dpa/Oliver Berg

Mögliche Ausfälle in Tegel - Lufthansa steht vor unbefristeten Streiks

Passagiere am Berliner Flughafen Tegel müssen sich auf neue Streiks bei der Lufthansa einstellen. Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo will am Montagnachmittag neue Aktionen bekanntgeben.

Zuvor hatten sich die Mitglieder in einer Urabstimmung "mit überwältigender Mehrheit" für unbefristete Ausstände ausgesprochen, wie Ufo am Freitagabend mitteilte. Die Lufthansa sei auf einen weitreichenden Vorschlag zur Beendigung sämtlicher Arbeitskämpfe nicht eingegangen. Daher sehe sich die Gewerkschaft gezwungen, wieder auf Streiks zurückzugreifen, sagte die Vorsitzende Sylvia De la Cruz.

Zustimmung zu Streiks lag bei bis zu 96 Prozent

Das Kabinenpersonal hatte vor zwei Wochen mit Warnstreiks bei mehreren Lufthansa-Airlines Druck gemacht. Der Gewerkschaft zufolge fielen mehr als 200 Flüge aus. Am Flughafen Tegel mussten durch den Warnstreik am 20. Oktober zum Ende der Herbstferien 22 Ankünfte und Abflüge der Lufthansa-Tochter Eurowings gestrichen werden. Betroffen waren innerdeutsche Flüge, aber auch Ferienflieger nach Mallorca.

Die Lufthansa verweigert seit längerem Verhandlungen mit Ufo, weil der nach internem Streit neu gewählte Vorstand aus Sicht des Unternehmens nicht satzungsgemäß ins Amt kam und nicht befugt ist, Tarifverträge zu verhandeln oder abzuschließen. Ufo betrachtet das als Plan der Lufthansa, die Gewerkschaft zu zerstören. 

Zum Konzern gehören neben der Kernmarke Lufthansa die Airlines SunExpress Deutschland, Lufthansa CityLine, Eurowings und Germanwings. Die Zustimmungsquoten zu den neuen Streiks lagen in den einzelnen Betrieben zwischen 77,5 und 96 Prozent.

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3 Kommentare

  1. 3.

    Ich war bereits 2015 von den Streiks betroffen, nun vielleicht schon wieder. Ich habe kein Verständnis, dass innergewerkschaftliche Machtkämpfe erneut auf dem Rücken der Passagiere ausgetragen werden sollen.

  2. 2.

    " Lufthansa steht vor unbefristeten Streiks "

    zumindest die Klimaaktivisten werden sich freuen...

  3. 1.

    Wird Austrian Airlines betroffen sein?

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