Unter dem Schriftzug der Firma Bosch stehen die Worte "Technik fürs Leben" (Quelle: Chromorange/SPA)
Bild: chromorange

IG Metall rechnet mit Kündigungen - Berliner Bosch-Beschäftigte bangen um Arbeitsplätze

Beim Autozulieferer Bosch in Berlin-Reinickendorf fallen 90 Stellen weg. Das hat eine Unternehmenssprecherin am Montag bestätigt. Ob es Kündigungen geben werde, sei noch offen. Man wolle den Stellenabbau möglichst sozialverträglich gestalten. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat hätten erst begonnen. 

Die Gewerkschaft IG Metall geht davon aus, dass es zu Kündigungen kommt. "Wenn jeder vierte oder fünfte Beschäftigte rausgeworfen werden soll, dann ist das ein Kahlschlag ohnegleichen", kritisierte die Betriebsratschefin Nicole Bock. 

Die 530 Beschäftigten in Reinickendorf stellen Getriebepumpen und Hydraulikpumpen für Servolenkungen her. Nach Unternehmensangaben setzen Autohersteller aber immer stärker darauf, Lenkungen durch Elektromotoren zu unterstützen. Deshalb erwägt Bosch auch einen Verkauf des Berliner Werks.

Andere deutsche Standorte ebenfalls von Streichungen betroffen

Bosch hatte die Kürzungen im vergangenen August angekündigt. Der Konzern leidet unter der schwachen Nachfrage der Autoindustrie. In der Lenksystemsparte Automotive Steering sollen in Bremen 240 Arbeitsplätze gestrichen werden, in Schwäbisch Gmünd sogar 1.000. Bosch beschäftigt weltweit rund 410.000 Menschen, davon 140.000 in Deutschland.

Sendung: Antenne Brandenburg, 18.11.2019, 12 Uhr

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10 Kommentare

  1. 10.

    Moralisch
    unmenschlich,da muss der Staat für die entlassene bedrohende Mitarbeiter finanziell unterstützen ,wenn keine Abfindung gibt

  2. 9.

    Es sollen ja nicht alle Menschen sofort aufhören Auto zu fahren. Dort wo es sinnvoll ist, sollen natürlich weiterhin Individualverkehre genutzt werden. Ein Rettungssanitäter wird auch nicht mit der Tram zum Einsatzort fahren.
    Es kann aber z.B. der ÖPNV so ausgebaut werden, dass man auch am Sonntag eine Busverbindung zum nächsten S-Bahnhof hat und zwar in einem Takt, bis zu einer Uhrzeit und zu einem Preis, dass man das Auto auch mal stehen lassen kann. Die ganzen Carsharing-/Shuttleanbieter, Fahrrad-/E-Roller/E-Mofaverleiher sollten sich nicht nur auf die hippen Innenstadtbereiche beschränken, sondern auch mal Konzepte für die Randbezirke oder das Umland erarbeiten.
    Es könnten auch viele neue Tramlinien gebaut werden, die die Menschen schneller und besser in die Vororte bringt.
    Du schreibst dass man Wasserstoffautos nicht weiter erforschen braucht, beklagst aber Ressourceneinsatz, zu geringe Leistung und Reichweite: Dort ist Entwicklungspotential und ein möglicher Forschungsansatz.

  3. 8.

    massiven Ausbau des ÖPNV

    ist kein Ersatz oder die Wunderlösung für jeglichen Einsatzzweck, den man heute mit Autos realisieren kann.
    Wenn ich alleine an Arbeitnehmer denke, die keinen festen Arbeitsplatz haben und von Kunde zu Kunde mit Waren, Werkzeugen, Material etc. fahren, können mit ÖPNV den Job aufgeben. (Pflegedienste, Vertreter, Handwerker, private Kurierdienste, Notdienste oder Dienstleister jeglicher Art)

    Man darf nicht immer nur den Privatnutzer sehen, welcher angeblich ständig sinnlos irgendwo herum fährt.

  4. 7.

    Wasserstoffautos braucht man nicht weiter zu erforschen, da es diese schon gibt. Das Problem bei den benötigten Brennstoffzellen ist, das diese Platin beschichtetes Metall benötigen und Platin ist recht selten und dazu noch verdammt teuer. Das sieht man auch in den Fahrzeugpreisen. Wenig Leistung, relativ geringe Reichweite im Vergleich zu heutigen Benziner / Diesel.

    Hyundai NEXO ab 69.000€ - 163PS bis zu 540km Reichweite
    Hyundai ix35 ab 65.450€ - 136PS - bis zu 594km Reichweite
    Toyota Mirai ab 78.600€ - 155PS - 122,4l Tankinhalt - bis zu 500km
    Honda Clarity Fuel Cell 78.600€ - 176PS - 650km
    Mercedes-Benz GLC F-Cell Hybrid - 211PS - bis zu 478km (nicht käuflich)
    BMW frühstens 2022

    Anfang 2020 sollen in Deutschland endlich 100 Tankstellen geben

  5. 6.

    Wasserstoffautos braucht man nicht weiter zu erforschen, da es diese schon gibt. Das Problem bei den benötigten Brennstoffzellen ist, das diese Platin beschichtetes Metall benötigen und Platin ist recht selten und dazu noch verdammt teuer. Das sieht man auch in den Fahrzeugpreisen. Wenig Leistung, relativ geringe Reichweite im Vergleich zu heutigen Benziner / Diesel.

    Hyundai NEXO ab 69.000€ - 163PS bis zu 540km Reichweite
    Hyundai ix35 ab 65.450€ - 136PS - bis zu 594km Reichweite
    Toyota Mirai ab 78.600€ - 155PS - 122,4l Tankinhalt - bis zu 500km
    Honda Clarity Fuel Cell 78.600€ - 176PS - 650km
    Mercedes-Benz GLC F-Cell Hybrid - 211PS - bis zu 478km (nicht käuflich)
    BMW frühstens 2022

    Anfang 2020 sollen in Deutschland endlich 100 Tankstellen geben

  6. 5.

    Ja, was wäre die Menschheit nur ohne Herausforderungen? Es gibt immer Lösungen. Wenn die Batterieautos keine Entsprechende Reichweite haben, muss es parallel eben einen massiven Ausbau des ÖPNV, sowie Forschung in andere Antriebsarten geben (Wasserstoff z.B.).
    Bsp. könnten die Arbeiter*innen "welche im Motorenbau, bei den Zuliefern und der Produktion aktuell arbeiten und dann nicht mehr benötigt werden", dann im Schienen(fahrzeug)bau und deren Zulieferern arbeiten. Es könnten sich auch mehr Menschen durch Solarzellen unabhängig vom Stromkartell machen, leider haben die "Profis" der FDP ja diesen kompletten Wirtschaftszweig mit zehntausenden von Arbeitsplätzen und Zukunftsaussichten komplett abgewickelt, ins Ausland verlagert und stecken die Subventionen lieber in Braunkohle.
    Aber man kann natürlich auch den Kopf in den Sand stecken und weitermachen. Wie ein Raucher, der vom Arzt gesagt bekommt, dass wenn er nicht aufhört bald sterben wird. Er kann was ändern, oder weiterrauchen.

  7. 4.

    Deswegen wäre es nett, wenn alternativ angetriebene Autos gebaut werden.
    Z.B. die Forschung an Blei-Akkus - die kann man mit Sicherheit kleiner bauen, bei entsprechender Forschung, und die kann man auf jeden Fall zu 100% sauber wieder verwerten, und, während die Lithium-Ionen-Akkus ab einer gewissen Geschwindigkeit kaum noch Leistung bringen, haben die Blei-Akkus einfach mehr Power. Nur so als Vorschlag:-)

  8. 3.

    Was soll man Deiner Meinung mit den vielen Arbeitern anstellen, welche im Motorenbau, bei den Zuliefern und der Produktion aktuell arbeiten und dann nicht mehr benötigt werden?

    E-Motoren bestehen aus weniger Teilen, Getriebe, wie diese aktuell bei PKW´s genutzt werden, gibts auch nicht mehr....
    Ersatzteile für Motoren und Getriebe fallen bei E-Fahrzeugen komplett weg... also werden locker zehntausende von Arbeitsstellen früher oder später unnötig werden.
    Und so langsam aber sicher fängt es nun mal an.

    Du fragst Dich, wer diese riesigen überteuerten Elektroautos kaufen soll?

    Ich frage mich, wer diese winzigen Elektroautos ohne Ladefläche und ohne Reichweite für außerhalb von Städten kaufen soll, mit denen er noch nicht mal in einer Tour ohne Stundenlange Ladevorgänge quer durch Deutschland und zurück kommt.

    Mal abgesehen von den Preisen, wie Du schon erkannt hast.
    Und - wenn wir alle eins haben, wo/wann "Laden" wir auf, wenn die 5 verfügbaren Ladesäulen belegt sind?

  9. 2.

    Erst Osram, dann Bosch und wer noch ?
    Immer weniger Steuern kommt in die Staatskasse und später wird bis 75 gearbeitet.

  10. 1.

    Ich frag mich immer, wer die riesigen überteuren Elektroautos kaufen soll, wenn der Großteil der Bevölkerung entweder arbeitslos ist oder eh zu wenig verdient. Wann werden endlich mal kleine bzw. vernünftige Autos mit alternativem Antrieb gebaut? Irgendwie haben sich die Autobauer ganz schön auf Elektro "eingeschossen".

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