19.11.2019, Brandenburg, Ludwigsfelde: Sascha Kelterborn (l), Senior Vice President der Firma Microvast, und Andreas Igel (SPD), Bürgermeister der Stadt Ludwigsfelde, zeigen einen Batteriespeicher auf einer Pressekonferenz im Rathaus zur Ansiedlung des US-Unternehmens Microvast (Quelle: dpa / Patrick Pleul).
Bild: ZB

250 neue Jobs bei Microvast geplant - US-Batteriehersteller verlegt Europasitz nach Ludwigsfelde

Der US-Batteriesystemhersteller Microvast wird in Ludwigsfelde ein Werk eröffnen, bis zu 250 Jobs sollen dafür entstehen. Das erklärte der Geschäftsführer Sascha Kelterborn am Dienstag im Ludwigsfelder Rathaus, begleitet von Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach und dem Bürgermeister Andreas Igel (beide SPD). Zugleich verlegt die Microvast GmbH ihre Europazentrale von Frankfurt am Main in die 26.000-Einwohner-Stadt südlich von Berlin.

Microvast liefert schnellladefähige Batterien, die in zehn bis 15 Minuten aufgeladen sind. Das US-amerikanische Unternehmen will in Ludwigsfelde Batteriesysteme für Transporter und Lkw sowie für Sportwagen oder Geländewagen herstellen, erklärte Kelterborn. In der ersten Ausbauphase investiere Microvast 43 Millionen Euro, am Ende werde es ein dreistelliger Millionenbetrag sein, sagte er.

Geplanter Produktionsstart: 2021

Ausschlaggebend für die Entscheidung waren laut des Investors die Nähe zu Berlin sowie die hervorragende Verkehrsanbindung. Baubeginn für den Komplex mit Büro-, Lager- und Produktionsflächen soll April 2020 sein, die Fertigstellung ist für Dezember 2020 vorgesehen. Bereits im Januar 2021 sollen die ersten Produkte vom Band laufen.

Kelterborn kündigte an, dass zunächst 100 Mitarbeiter in dem Werk beschäftigt werden. Am Ende sollen 200 bis 250 Menschen in der neuen Fabrik auf dem Gewerbegelände "Eichspitze" arbeiten. Ist es einmal voll ausgebaut, soll das Werk Batteriesysteme für etwa 50.000 bis 75.000 Fahrzeuge pro Jahr ausliefern.

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2 Kommentare

  1. 2.

    Uns dann hochbezahlte Brandenburger würde das mächtig stolz machen, wenn wir Bayern unterstützen können/müssen und verdient hätten sie es, als jahrelanges Geberland, auch ;-) Weitere Wünsche? Ja, vordere Plätze bei den Bildungsergebnissen, da müssen dann aber andere "Köpfe" her - und das sieht ganz schlecht aus.

  2. 1.

    Nicht, dass in 5 Jahren die Region noch an Bayern Länderfinanzausgleich zahlen muss </ironie>

    (Entwarnung: der wird 2020 neu geregelt)

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