E-Scooter E-Roller in der Stadt (Quelle: imago-images/Sabine Gudath)
Bild: imago-images/Sabine Gudath

Angaben des Senat - Rund 15.000 E-Scooter rollen durch Berlin

Seit Mitte Juli sind die E-Scooter in Berlin zugelassen - und sie werden mehr. Der Senat geht davon aus, dass es mittlerweile rund 15.000 sind. Sechs Unternehmen verleihen die Tretroller derzeit in der Hauptstadt - und weitere Interessenten stehen schon bereit.  

Der Berliner Senat geht davon aus, dass in der Stadt derzeit rund 15.000 E-Scooter zur Anmietung zur Verfügung stehen. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Frank Scholtysek (AfD) hervor, die rbb|24 vorliegt.

Demnach bieten sechs Unternehmen die elektrischen Tretroller zur Vermietung an: Bird, Circ, Jumo, Lime, Tier und Voi. Es könnten aber noch mehr werden: Vier weitere Unternehmen hätten den Senat "um Gespräche vor Markteintritt gebeten, die noch ausstehen", heißt es in der Antwort weiter. Dabei handle es sich um Bot Mobility, Helbiz, Samocat und ein noch in Gründung bestehendes Unternehmen. 

Scholtysek sagte dem rbb, Berlin fehle ein klares Konzept, "das Chaos mit immer mehr und immer neuen Rollernverleihern zu organisieren". Die Stadt brauche klare Regeln, wo Roller fahren und abgestellt werden dürfen und wo nicht. "Immer mehr verunglückte Rollernutzer, aber auch völlig unbeteiligten Fußgängern und Radfahrern, die z. B. über herumliegende Roller stürzen, scheinen aber niemanden im Senat zum Handeln zu veranlassen", so Scholtysek weiter.

Von der Einführung der E-Scooter am 15. Juni bis zum 30. September wurden den Angaben zufolge 176 Verkehrsunfälle polizeilich registriert, an denen die Fahrzeuge beteiligt waren. 131 Menschen wurden dabei verletzt, 21 davon schwer.


Bis zum 16. Oktober wurden mehr als 1.200 Verkehrsordnungswidrigkeiten im Zusammenhang mit E-Scootern bearbeitet, wie aus der Senatsantwort weiter hervorgeht. In 108 Fällen war demnach bei E-Scooter-Fahrern Alkohol im Spiel, in 22 Fällen wurde unter Drogeneinfluss gefahren.

Aus der Antwort geht außerdem hervor, dass seit Einführung circa zehn E-Scooter aus Berliner Gewässer geborgen wurden.

Scholtysek sagte dem rbb, Berlin fehle ein klares Konzept, "das Chaos mit immer mehr und immer neuen Rollernverleihern zu organisieren". Es brauche klare Regeln, wie es sie in München oder Bremen gebe. "Immer mehr verunglückte Rollernutzer, aber auch völlig unbeteiligten Fußgängern und Radfahrern, die z. B. über herumliegende Roller stürzen, scheinen aber niemanden im Senat zum Handeln zu veranlassen. Das ist die traurige Realität", so Scholtysek weiter.

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25 Kommentare

  1. 24.

    ... und mich stören die agressiven Scooterfahrer die die Gehwege benutzen, obwohl verboten und keine Rücksicht auf Fußgänger nehmen. Am Wochenende sehr häufig erlebt.

  2. 23.

    Wieviele Autofahrer lassen ihr Auto stehen und fahren stattdessen mit dem Roller zum nächsten U- oder S-Bahnhof und vermindern den Schadstoffausstoß in der vollen Stadt? Die Verringerung des motorisierten Individualverkehrs war doch eines der Hauptargumente für die Elektroroller.

  3. 22.

    Ich finde die E-Scooter toll, eine echte Alternative zum Radfahren. Mich stören nur die aggressiven Radfahrer die den Radweg für sich alleine haben möchten. Das muss sich ändern.

  4. 20.

    Das E-Scooter-Chaos geht nicht, wie viele glauben, auf Kappe des Berliner Senats. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) lag es persönlich am Herzen E-Scooter in Deutschland zuzulassen. Das klang für ihn wohl nach einem Projekt um in Sachen moderner Mobilität zu punkten. Die damit einhergehenden Probleme überlässt er den Städten und Gemeinden. Berlin kann nicht verbieten, was die Bundesregierung auf die Straße läßt. Die Stadt kann nur versuchen, die chaotische Situation einigermaßen zu regeln.
    https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/e-roller-fuer-die-verkehrswende-den-aerger-ueberlaesst-scheuer-gern-den-anderen/24876176.html

  5. 19.

    Na dabei helfe ich doch gerne.

  6. 18.
    Antwort auf [Mandy] vom 12.11.2019 um 21:31

    Ich hoffe umweltgerecht entsorgt und nicht im Wasser liegend oder irgendwo verklappt.
    Am besten zur BSR bringen den Schrott

  7. 16.

    Falsche Überschrift. Richtig: Rund 15.000 E-Scooter liegen und stehen in Berlin im Weg 'rum

  8. 15.

    Keiner dieser Vermieter denkt an die Sehbehinderten, für diese Menschen ist es eine Zumutung durch die Stadt zu laufen. Ich habe es live gesehen und habe einer Person helfen müssen. Es sollte feste Plätze zum Abstellen geben.

  9. 14.

    Es steht sowie viel zu viele von den Dingern rum. So wie die Leute damit umgehen tut sich nicht viel für die Umwelt.
    Der Schrott muss ja auch anschließend wo bleiben.

  10. 13.

    "Von der Einführung der E-Scooter am 15. Juni bis zum 30. September wurden den Angaben zufolge 176 Verkehrsunfälle polizeilich registriert, an denen die Fahrzeuge beteiligt waren. 131 Menschen wurden dabei verletzt, 21 davon schwer.


    Bis zum 16. Oktober wurden mehr als 1.200 Verkehrsordnungswidrigkeiten im Zusammenhang mit E-Scootern bearbeitet"

    ohne vergleichende Zahlen mit allen anderen Verkehrsmitteln ist das wenig hilfreich. Ich nehme an, dass es alleine diese Wochen mindesten 5x mehr Verkehrsordnungswidrigkeiten von Autofahrern alleine beim Parken gegeben hat- so wie letztes Jahr bei der Schwerpunktkontrollwoche ja auch bereits.

  11. 12.

    Weil? Jeder Euro zählt am Ende! Und hilft am Ende beim Umdenken. Zumal eh jeder Roller als Unweltsünde geahndet werden sollte. Eben das Verursacherprinzip.

  12. 11.

    Außer in Mitte-Ost sind die mir noch nirgends begegnet... stehen die ganz 15.000 Faulpelz-Fahrzeuge zwischen Reichstag und Alex, zwischen Tempelhofer Feld und Pankow? Hm.

    Neulich, nachts, 9. November... kalt, und ich wollte nebst Kind noch möglichst viele Grenzübergänge und Denkwürdigkeiten abfahren, hätte ich am Alex so ein Teil gern benutzt, aber wir haben festgestellt, dass wir ja für nix registriert sind, und den Bürokratiekram wollen wir uns gerne sparen. Vermutlich geht das eh nur mit FB-Account und Paypal ;-) hab ich alles nicht.

    Also schön brav zu Fuß durchs Nicolai-Viertel und dabei sogar Neues entdeckt. Gehen bildet...

  13. 10.

    " es werden immer mehr E-Scooter, die unbenutzt auf den Fußgängerwegen herumstehen. "

    andere europäische Städte haben bereits auf diesen Unsinn reagiert , in Berlin wird es etwas länger dauern auf den Unsinn zu reagieren

  14. 8.

    Ja, es werden immer mehr E-Scooter, die unbenutzt auf den Fußgängerwegen herumstehen.

  15. 7.

    " circa zehn E-Scooter aus Berliner Gewässer geborgen ... "

    was sich keinesfalls positiv auf die Gewässerqualität auswirken wird , und mit Gewässern ist sicherlich die Spree gemeint, die Scooter wurden bestimmt nicht im Scharmützelsee gefunden

  16. 6.

    Nur mal so als kleine Überlegung... 15.000 Roller mal 15€ Gepühr pro Jahr und Anmeldung wären 225.000 € die man in Sinnvolle Öko- oder Jugenprojekte investieren kann...

    Ist nur ne Idee...

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