Dr. Sigrid Evelyn Nikutta (Vorstandsvorsitzende der Berliner Verkehrsbetriebe, BVG) bei der Vorstellung der Ladestation für Elektrobusse auf dem EUREF-Campus in Berlin. (Quelle: imago images/F.Boillot)
Video: Abendschau | 07.11.2019 | Dorit Knieling | Bild: imago images/F.Boillot

Nach neun Jahren - BVG-Chefin Nikutta wechselt zur Deutschen Bahn

Nun steht es fest: Sigrid Nikutta verlässt zum Jahresende die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und zieht in den Vorstand der Deutschen Bahn ein. Dort soll sie den verlustreichen Güterverkehr sanieren. Entsprechende rbb-Informationen hat die Bahn bestätigt.  

Die bisherige Chefin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Sigrid Nikutta, wechselt in den Vorstand der Deutschen Bahn. Das erfuhr der rbb am Donnerstagnachmittag aus Bahnkreisen, wenige Stunden später wurde der Wechsel offiziell vom Konzern bestätigt.

Nikutta rückt als zusätzliches Mitglied in den DB-Vorstand ein und wird ab 1. Januar verantwortlich für die verlustreiche Güterverkehrssparte des Konzerns. Der Wechsel der 50-Jährigen hatte sich bereits vergangene Woche abgezeichnet, nachdem sie der Personalausschuss des Aufsichtsrates für den Posten nominiert hatte.

Pop will schnelle Nachfolge

BVG-Aufsichtsratschefin und Wirtschaftssenatorin Ramona Pop hatte bereits angekündigt, dass nun mit einem geregelten Besetzungsverfahren nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger für die Spitzenposition bei dem Landesunternehmen gesucht werde.

Die BVG ist mit ihrem Streckennetz und den rund 14.000 Beschäftigten das mit Abstand größte Nahverkehrsunternehmen Deutschlands. Nikutta hatte in ihrer Amtszeit das Unternehmen aus der wirtschaftlichen Verlustzone gebracht, seit 2014 werden schwarze Zahlen geschrieben. Die Zahl der Fahrgäste stieg seit ihrem Antritt um 20 Prozent.

Aus der Politik wird Nikuttas Wirken überwiegend positiv bewertet. Kritiker merken allerdings an, dass sie beim Senat zu wenig Druck gemacht habe, um mehr Geld zu erhalten für neue Busse und Bahnen.

Nikutta hatte bis 2010 bereits für DB Cargo gearbeitet und war in der Vergangenheit bereits für den Posten im Gespräch gewesen. Bisher wurde die Krisen-Sparte von Finanzvorstand Alexander Doll mitgeführt.

Sendung:  Abendschau, 07.11.2019, 19.30 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

8 Kommentare

  1. 7.

    Nikutta fährt regelmäßig mit dem ÖPNV zur Arbeit, nur nicht immer, ihren persönlichen Dienstwagen hatte sie nach einer Neiddebatte abgegeben.

    Sie hat durchaus trotz der erforderlichen rigiden Sparpolitik des Senates immerhin erreicht, dass die IK bestellt worden sind. Die U-Bahnen bezahlt das Land, während Busse und Strassenbahnen direkt von der BVG finanziert werden müssen.

  2. 6.

    Wenn die Chefin der BVG mit der Limousine statt mit der BVG zur Arbeit kommt, dann sagt das eigentlich schon alles über sie.

  3. 4.

    Hallo Charly,

    Wenn die Chefin der Berliner Verkehrsbetriebe das Unternehmen verlässt, dann ist das eine Nachricht.

  4. 2.

    Gibt es nicht Wichtigeres durch den rbb zu berichten?

  5. 1.

    Jetzt geht die BVG wieder den Berg runter. Mehr Streiks werden kommen! Schade. Aber jeder sucht für sich das Beste! Fr. Nikutta alles Gute!

Das könnte Sie auch interessieren