Air Berlin Zentrale am Saatwinkler Damm in Berlin (Quelle: imago images/Manngold)
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Ehemalige Konzernzentrale wird saniert - Verbliebene Air-Berlin-Mitarbeiter müssen umziehen

Obwohl Air Berlin seit 2017 insolvent ist, arbeiten noch knapp 30 Mitarbeiter für die ehemals zweitgrößte deutsche Airline. Bisher saßen sie in den Räumlichkeiten der ehemaligen Konzernzentrale am Saatwinkler Damm in Berlin. Jetzt müssen sie raus.

Zweieinhalb Jahre nach der Pleite von Air Berlin räumt das Unternehmen jetzt seine ehemalige Konzernzentrale in Berlin-Charlottenburg. Die verbliebene Air-Berlin-Mannschaft mit knapp 30 Beschäftigten ziehe zum Jahreswechsel aus dem Gebäude am Saatwinkler Damm in neue Räumlichkeiten um, sagte Insolvenzverwalter Lucas Flöther.

"Da steht ein emotionaler Moment an", sagte Flöther. Der Umzug stehe an, weil der Vermieter will den Komplex sanieren wolle. "Momentan sitzen wir dort in einer halben Etage auf einer Baustelle."

Die letzten Mitarbeiter der ehemals 8.000 Mitarbeiter zählenden Airline helfen dabei, das Unternehmen abzuwickeln und verbliebene Forderungen und Vermögen zugunsten der Gläubiger zu Geld zu machen. Erst im Sommer war es so gelungen, den Kredit der Bundesregierung zurückzuzahlen.

Insolvenz im August 2017

Die ehemals zweitgrößte deutsche Airline hatte im August 2017 Insolvenz angemeldet. Am 27. Oktober 2017 stellte Air Berlin den Betrieb endgültig ein.

Einzelne Teile und Töchter des Unternehmens konnten weiterverkauft werden. Der Rest wird abgewickelt und verwertet. Insolvenzverwalter Flöther muss dabei unter anderem auch möglichst viel zu Geld machen, um die Gläubigerforderungen zu befriedigen.

Zum Zeitpunkt der Pleite hatte der Bund 150 Millionen Euro bereitgestellt, um die Airline in der Luft zu halten und den Verkauf zu erleichtern. Kritiker hatten befürchtet, dass das der Airline nicht gelingt und der Steuerzahler auf den Kosten sitzen bleibt. Jetzt stehen nur noch die Zinsen aus, die sich auf insgesamt 27 Millionen Euro belaufen. "Wir sind auf einem guten Weg und guter Hoffnung, dass wir dank weiterer Verwertung von verbliebenem Vermögen auch die Zinsen zurückzahlen können", sagte Flöther. Einen genauen Zeitrahmen für die Rückzahlung nannte er jedoch nicht.

Rechtsstreit mit Großaktionär Etihad läuft noch

Ob es künftig noch hohe Summen an die Gläubiger zu verteilen gibt, hängt vom Ausgang eines Rechtsstreits mit Großaktionär Etihad ab. Aus Sicht von Insolvenzverwalter Flöther hätte die Airline mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten den Geldhahn nicht zudrehen dürfen, da sie sich schriftlich zur Unterstützung von Air Berlin verpflichtet hatte. Er reichte beim Landgericht Berlin Klage auf Schadenersatz in Milliardenhöhe ein.

Etihad reagierte mit einer Gegenklage beim High Court in London. Anders als die Berliner stiegen die Richter in Großbritannien schon in das Verfahren ein. Ob sich auch das hiesige Landgericht noch für zuständig erklärt, ist unklar. Was das für den weiteren Verlauf des milliardenschweren Rechtsstreits bedeutet, ebenfalls.

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4 Kommentare

  1. 4.

    Es gibt da keinen Zusammenhang. Der rbb hat wegen Bauarbeiten im rbb Fernsehzentrum Büros angemietet, allerdings in einem anderen Teil des Gebäudekomplexes.

  2. 1.

    Der Komplex soll saniert werden, während rbb-Mitarbeiter dorthin ziehen sollen? Interessant.

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