Archivbild: Passagiermaschinen der Fluggesellschaft Lufthansa stehen auf dem Gelände des Flughafen, nachdem die Flugbegleitergewerkschaft Ufo bei der Lufthansa streikt. (Quelle: dpa/S. Stein)
Bild: dpa/S. Stein

Ankündigung der Gewerkschaft Ufo - Streik bei Lufthansa noch vor Jahresende

Der Tarifkonflikt zwischen der Fluggesellschaft Lufthansa und der Gewerkschaft Ufo geht in die nächste Runde: Noch vor dem Jahreswechsel soll das Kabinenpersonal erneut streiken. Der genaue Termin ist allerdings noch nicht bekannt.

Das Kabinenpersonal der Lufthansa soll noch vor Jahresende erneut streiken. Das bestätigte der Sprecher der Gewerkschaft Ufo, Nicoley Baublies, der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Über die konkreten Zeiten des Streiks will die Kabinengewerkschaft am Freitagabend informieren.

Die Gewerkschaft teilte ihren Mitgliedern mit, es habe über die Weihnachtsfeiertage weitere Versuche der Schlichter für kurzfristige Lösungen gegeben. Diese Versuche seien erfolglos geblieben. 

Ein Lufthansa-Sprecher sagte am Donnerstag: "Wir sind weiter an einer großen Schlichtung interessiert. Streiks sind aus unserer Sicht keine Lösung." Die Lufthansa schaue nun auf die vorgeschlagenen Schlichtungstermine im Januar, ergänzte der Sprecher.  

Zwei Schlichter sollen vermitteln

In dem Tarifkonflikt hat es bereits einen Warnstreik bei vier Lufthansa-Töchtern sowie einen zweitägigen Streik bei der Kerngesellschaft Lufthansa gegeben. Hier waren im November rund 1.500 Flüge mit rund 200.000 betroffenen Passagieren ausgefallen. Am Flughafen Tegel waren mehrere Dutzend Verbindungen gestrichen worden.

Vor Weihnachten hatten die beiden Schlichter - der frühere Chef der Arbeitsagentur, Frank-Jürgen Weise, und der ehemalige brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) -, die seit Monaten zerstrittenen Tarifparteien zu einem weiteren Schlichtungsvorgespräch eingeladen. Dabei sollte der genaue Umfang der Themen festgelegt werden.

Ufo verlangt unter anderem Rücknahme von Kündigungen

Beide Seiten betonen immer wieder, eine möglichst umfassende Einigung mit einer Vielzahl tariflicher Themen anzustreben. Auf Grundzüge hatte man sich bereits im November bilateral geeinigt, war dann aber im gegenseitigen Misstrauen doch nicht zueinander gekommen.

In der Zwischenzeit wurde Lufthansas Personalvorständin Bettina Volkens abberufen, die für einen moderateren Kurs mit der Ufo stand. Die Gewerkschaft verlangt unter anderem eine Rücknahme von Kündigungen und Klagen gegen frühere und aktuelle Vorstandsmitglieder.

Sendung: Inforadio, 26.12.2019, 18:40 Uhr

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10 Kommentare

  1. 10.

    Ja, ist mir bekannt - aber es wäre halt fatal. Aber ist ja etwas außerhalb des Themas gerade...…
    Ich habe Verständnis für die Streiks und würde ich als Pax fliegen ebenso. Als Angestellter hat man nur dies Mittel, wenn Vorstände und Unternehmen die Stützen des Ganzen, ihre Mitarbeiter, nicht partizipieren lassen wollen.
    Vor allem sind es die Passagiere, die vom Service profitieren, aber denen, die ihren sprichwörtlichen Hintern pudern, nichts gönnen, außer nur sich selbst die Bequemlichkeit und Egoismus.

  2. 9.

    Stimmt - für Ihre Ansicht schäme ich mich, weil Sie mir fremd sind und dies bleibt auch so.

    Aber man schließt aus Ihrer Reaktion, dass Sie nichts verstanden haben - danke dafür :-P

  3. 8.

    Ja - oder willst Du auch immer für das gleiche Geld jährlich arbeiten? Die Preise steigen, die Miete auch, Betriebskosten ebenfalls - aber falls Du soviel hast, dass es egal ist - fein. Nur die Arbeitgeber und Vorstände immer mehr verdienen zu lassen ist ungerecht? Sollten die Mitarbeiter nicht auch daran teilhaben dürfen?
    Falls Du die letzte Frage mit Nein beantworten solltest - bist Du kein netter Mensch.

  4. 4.

    Was Hatfield ufo eigentlich für Forderungen? Mit den geplanten Streiks werden wieder die Unschuldigen getroffen. Diejenigen die auch keinerlei Einfluss auf die streitenden Parteien haben. Ich finde die Pläne der Gewerkschaft einfach wiederlich.

  5. 3.

    Erst wenn Lufthansa pleite geht fangen einige Gewerkschaften (oder solche die sich dafür halten) an zu denken.

  6. 2.

    Am Tag X schließt man einen Vertrag mit seinem Arbeitgeber, dieser enthält Gehalt, Arbeitszeit und Urlsubstage. Und trotzdem gibt es in den Bereichen Flug und ÖVNP jährlich Streiks um bessere Entlohnung oder Leistungen?

  7. 1.

    Jeder nicht stattfindende Flug ist ein guter Flug......gut für die Umwelt allemal - also streikt bitte......

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