Archivfoto vom 24.03.2017: Ein Elektroauto des Typs Tesla S lädt in Stuttgart (Baden-Württemberg) an einer Stromtankstelle. (Quelle: dpa/Lino Mirgeler)
Bild: dpa/Lino Mirgeler

Ladesäulen für E-Autos - Brandenburg kommt bei Ladesäulen kaum vom Fleck

Tesla baut im Berliner Speckgürtel eine riesige Fabrik für E-Autos – für die es in Brandenburg immer noch kaum Ladesäulen gibt. In Berlin ist die Lage besser. Nur ins Umland darf man nicht fahren.

Fahrer von E-Autos können in Berlin und Brandenburg auf immer mehr Ladesäulen zurückgreifen – allerdings mit gravierenden regionalen Unterschieden. Das geht aus einer Auswertung des Energieverbandes BDEW hervor, die der Deutschen Presse-Agentur am Freitag vorlag.

Während die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladesäulen in Berlin im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr von 779 auf 974 stieg, sieht die Lage in Brandenburg nach wie vor düster aus. Zum Jahresende waren in dem Flächenland lediglich 355 Ladestationen zugänglich (nach 202 im Vorjahr).

Berlin hinkt Hamburg und München hinterher

Setzt man die Zahl der Säulen ins Verhältnis zu den zugelassenen Fahrzeugen wird das Bild noch deutlicher: Auf eine Ladesäule kommen in der Hauptstadt rechnerisch 7,5 Elektroautos. In Brandenburg sind es dagegen 11,6 Elektroautos – im bundesweiten Vergleich ist nur im Saarland die Quote mit 14,8 schlechter als in der Mark. 

Doch auch Berlin hat noch deutlichen Nachholbedarf: Im Hamburg beispielsweise liegt die Quote derzeit bei 4,8, ein bundesweiter Spitzenwert. Und auch bei den absoluten Zahlen kann die Hauptstadt nicht glänzen. Im nicht einmal halb so großen München können E-Autofahrer bereits heute auf über 1.000 Ladesäulen zugreifen.

Berlkönig will bis Jahresende emissionsfrei fahren

Das Bewegung in dem Markt ist, zeigen auch die Berliner Verkehrsbetriebe, Die  BVG wollen ihre Berlkönig-Kleinbusse spätestens am Jahresende komplett emissionsfrei haben.

Von den aktuell 185 Fahrzeugen ist bereits jetzt mehr als die Hälfte mit Strom unterwegs. Bis Ende 2020 werde die Berlkönig-Flotte zu 100 Prozent aus Elektro-Fahrzeugen bestehen, teilte das Unternehmen mit. Rund 1,2 Millionen Fahrgäste hatten die Berlkönig-Sammeltaxis im vergangenen Jahr, fast 1,4 Millionen seit dem Start im September 2018.

Insgesamt gibt es in Deutschland mittlerweile rund 24.000 öffentliche Ladepunkte. Dem stehen den Angaben zufolge etwa 220.000 Autos mit Elektroantrieb gegenüber.

Sendung: Inforadio, 10.01.2019, 7:40 Uhr

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32 Kommentare

  1. 32.

    Natürlich wird das *langfristig* nicht ausreichen. Hier müssen auch die Privatparkplätze, auf denen sehr viele Autos stehen, nachgerüstet werden wie auch das Laden am Arbeitsplatz eine stärker genutzte Option werden muss. Supermärkte stellen zunehmend auch Ladesäulen auf, Schnellladesäulen an Stadt-Tankstellen sind keine SF wie sich auch die Akkutechnik weiterentwickelt. Beim BMW i3 hat sich die Kapazität des Akkus verdoppelt, die Größe ist aber gleich geblieben. Ein Tesla Model 3 kann innerhalb von 20 Minuten Strom für knapp 200 km tanken, beim ID.3. wird es noch vsl. noch weiter gehen. Der Taycan zeigt auf, was bereits heute möglich

    Wie in #29 ausgeführt muss der durchschnittliche Privat-BEV-Fahrer auch nicht täglich laden. Dank der Förderung kostet z.B. ein e-Up! heute nur noch wenig mehr als ein Fiat 500, der in Deutschland das beliebteste Fahrzeug seiner Klasse ist. Es ist trivial, dass das Angebot an Gebrauchtfahrzeugen heue überwiegend aus Verbrennern besteht.

  2. 31.

    Bei allen Respekt, aber ich denke es wird nicht ausreichen wenn alle 25m eine Laterne steht.
    Da ist die Prügelei am Feierabend vorprogrammiert. Nicht jeder kann sich ein Einfamilienhaus leisten und der es hat, kann sich für 30000 Euro auch kein E-Auto mal so eben abzwacken. Auch trotz der Kaufprämie.

  3. 30.

    Australische Forscherinnen und Forscher sind dabei einen neuen, deutlich leistungsstärkeren Akku zu entwickeln

  4. 29.

    Wieso meint jeder, dass er seine Ekarre jeden Abend auf der Strasse laden muss? Diese Logik stammt aus der Anfangszeit, wo noch mickrige Akkus verbaut waren. Heutzutage sind 64kWh Akkus die Norm, das reicht im Normalfall locker für 350-400km. Bei der täglichen Fahrtstrecke des Durchschnittsdeutschen mit 40km muss also nur alle Woche einmal geladen werden. Das dauert dann 30 min, und das macht man dann während des Wocheneinkaufs. Wo bitte ist also euer Problem?
    Bis alle 45 Millionen Stinker (allein in D) ausgewechselt sind, dauert es bestenfalls ca 15 Jahre. Bis also hier jeder seine eKarre hat, geht noch viel Technologie an uns vorbei. Egal ob's noch bessere Akkus werden oder ne brauchbare Brennstoffzelle: Regt euch doch nicht jetzt schon künstlich auf, freut euch lieber, daß so langsam die Luft besser und der Lärm geringer wird.

  5. 28.

    Der Laternenparker lädt an der Laterne - wenn es nicht eine museal erhaltenswerte Gaslaterne ist. Da die in Marzahn und Hellersdorf selten sind, sollten dort vergangenen Herbst die ersten Laternen umgerüstet werden - plus Berlin-Faktor also ein halbes Jahr später
    https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2019/01/berlin-strassenlaternen-ladestation-e-fahrzeuge.html

  6. 27.

    Sieht bestimmt lustig aus, wenn von den Balkonen in Marzahn und Hellersdorf tausende Verlängerungskabel hängen um die E-Autos aufzuladen. Ich kann mir nicht vorstellen das jede Parkbuchte eine Ladesäule bekommt. Vieleicht sollte man jetzt schon beim Straßenbau auf Induktionsladung setzen, ähnlich wie beim Aufladen einer Zahnbürste. Auf Autobahnen könnte es ähnlich wie eine Maut berechnet werden und in der Stadt als monatliche Pauschale wie die Umweltkarte.

  7. 26.

    Das war doch klar.

  8. 25.

    Also, ohne Preußenadler auf der Säule wird das sowieso nichts werden.

  9. 23.

    Nebenbei ist E-Quote beim BerlKönig immer noch schwach. Diese "chinesische" Kopie startete mit Verbrennern als das Berliner Start-Up Clever Shuttle schon längt elektrisch auf den Straßen fuhr. Ein paar Wochen nach dem BerlKönig ging Moia in Hamburg an den Start - ebenfalls zu 100% elektrisch.

  10. 22.

    Nicht zeitgemäß ? Da werden wir zu keinem Konsens kommen. Wenn ich hier aufzählen könnte / dürfte was alles nicht mehr zeitgemäß ist würde der heutige Abend nicht ausreichen. Dieser kleine i 10 schneidet da noch verdammt gut ab. Von den in Deutschland existierenden 81 H 2-Tanksäulen werde ich keine einzige anfahren; da gebe ich Ihnen recht. Ich habe andere Träume. :=)

  11. 21.

    BEV - Batterie-elektrisches Vehikel
    FCEV - Brenstoffzellen-elektrisches Auto
    HEV - Hybrid-eletrisches Vehikel
    PHEV - Plug-In-Hybrid
    Bei tausend Zeichen muss man sich kurz fassen. ;-)

  12. 20.

    Habe den Entschluss gefasst an rbb 24 ein Foto der hier installierten Ladesäule enschließlich des hier neu aufgestellten Verteilerkasten zuzusenden. Einverstanden ?

  13. 19.

    Danke für die Info. Das der Laternenparker keine Wallbox bekommt, ist mir schon klar. Ich meinte nur, was ist, wenn ich mein Auto zu Hause aufladen will, jedoch nicht auf das Grundstück fahren kann? Was meinen Sie mit BEV? Hab da beim googeln nichts pasendes gefunden. Oder meinten Sie BER? ;))

  14. 18.

    Die abgebildete Ladesäule finde ich ebenfalls optisch einwandfrei. Diese steht offensichtlich auf einem kleinen Fundament; nicht umkippbar. Die hier vorhandene ist nur ins Erdreich eingebuddelt. Lange nicht so stylisch. Man sieht doch das lange Kabel; die Ladesäulen sind am Straßenrand eigentlich gut platziert; besser natürlich auf einer zurückgesetzten Fläche. Vandalismus hat sich breit gemacht; dass kannten wir hier so früher nicht.

  15. 17.

    Der Laternenparker bekommt keine Wallbox, sondern darf eine Säule für zu Hause oder den Arbeitsplatz beantragen.
    https://www.berlin.de/senuvk/verkehr/planung/e_mobilitaet/de/infrastruktur.shtml
    Bitte den Berlin-Faktor beachten!

    Alternativ fährt man dann halt öfters mal im richtigen Supermarkt einkaufen oder denkt als Städter über Alternativen zum BEV nach.

  16. 16.

    Da stimme ich Ihnen zu. Ich hab mir neulich mal eine Ladesäule genau angeguckt; sah ganz stylish aus. Was mich aber interessieren würde: Wie ist das, wenn Autobesitzer eine Wallbox haben und das Auto auf der Straße steht. Und wenn es dann z.B. noch ein Mehrfamilienhaus ist. Liegen dann diverse Kabel auf dem Bürgersteig oder wie läuft das?

  17. 15.

    'Nen i10 fahren und von einem FCEV träumen - das passt irgendwie schlecht zusammen.
    Gerade das A-Segment wird es in gar nicht mehr so ferner Zeit absehbar nur noch als BEV wie dem e-Up! geben.
    Preistreibende Spritspartechniken und vorgeschriebene Assistenzsysteme schrecken die Kunden ab, weshalb viele Fahrzeuge aus der Klassse ohne Nachfolger auslaufen. Auch der 2019er i10 ist mit 104 - 113 g/km CO2 nur noch bedingt zeitgemäß.
    FCEV werden in absehbarer Zukunft auch wiederum wegen des Preises keine Alternative sein.

    Und mal ehrlich: Wie oft sind Sie schon mit Ihrem i10 bei -15°C an die Ostsee gefahren?

  18. 14.

    Sorry aber die "H2-Technik" ist auch "akkubezogen". Sie wissen schon, dass in jedem Brennstoffzellenfahrzeug auch ein Akku ist oder? Der Wasserstoff treibt den Motor nicht über "Verbrennung" an... ;-)
    Wasserstoff hat eben den Nachteil der geringeren Effizienz. Man wendet erst Energie(Strom) auf, um den Wasserstoff herzustellen, der dann in der Brennstoffzelle wieder in Strom umgewandelt wird, um den E-Motor anzutreiben/die Batterie zu laden.
    Da kann man den Strom vom Anfang auch gleich in einer Batterie speichern! Dann vielleicht eher Batterieherstellung und Ladetechnik verbessern...

  19. 13.

    Sie wissen aber schon, was es bedeutet, wenn Frau Günther etwas prüft, oder? In fünf Jahren wird es die theoretische Machbarkeitsstudie geben. Bis dahin ist die Stromversorgungstechnik aber weit fortgeschritten. Die Ladesäule wird es dann zudem schon länger auf jedem Supermarktparkplatz geben.

  20. 12.

    Es ist immer lustig wenn mir jemand meine Entscheidungen madig machen will ohne die Fakten zu kennen. Wir haben hier Straßenbahn und Bus nur 1-2 min weg. Das Fahrrad wird öfter benutzt als der Hyunday i 10. Notfalls kann man aber damit auch bei -15 °C an die Ostsee oder nach Thüringen fahren. Mit dem i10 ist man in weniger als 10 min in Erkner und somit an der S3 oder RE-1.

  21. 11.

    Mit Ladesäulen kann man sich nicht versöhnen und haben keine preußische Kultur.

  22. 10.

    Tja, Ihren Verbrenner müssen Sie wegen Ihrer Überzeugung dann wohl noch lange Zeit fahren. Selbst Toyota investiert aus eigenem Antrieb verstärkt in die Akku-Technik und verlässt sich zunehmend weniger auf die H2-Förderung der heimatlichen Regierung.

    Da 81% der Berufspendler laut destatis einen Arbeitsweg unter 25 km haben, könnten viele schon heute selbst mit einem e-Smart und seinem kleinen Akkuchenlein im tiefsten Winter pendeln. Die meisten E-Autos kommen i.A. weiter als ein Trabant selig.

  23. 9.

    Ein Nissan Leaf hat 270km Reichweite. Selbst wenn da real nur die Hälfte drin wäre, würde das für die allermeisten Menschen reichen, insbesondere wenn man über Nacht oder am Arbeitsplatz laden kann.

  24. 8.

    Seit so 10 Tagen steht hier auf dem z.T. auch öffentlichen Parkplatz der Gemeindeverwaltung eine dieser Ladesäulen; dazu auch ein neu gestellter Verteilerschrank. Es wurde ein im Gehwegbereich liegendes Kabel angezapft- könnte das der Straßenbeleuchtung sein-die auf LED umgestrickt wurde. Sieht nach Plastikkasten aus- weiß-wurde einfach eingebuddelt.-E-Auto-hm-eher was für die Stadt oder Kurzstrecke-WE-Einkauf bei Kaufland u. Co. Wenn wir jetzt 10-15°C Kälte hätten wäre es noch dramatischer- Batterieheizung u. dann noch die anderen Verbraucher. Habe zwar einen schönen Tiefgaragenstellplatz; sogar mein eigener-aber bis zur eingeführten H2-Technik ist ein kleinerer Verbrenner von Hyundai die bessere Wahl.

  25. 7.

    Solange man im Land Brandenburg noch nicht mal flächendeckend mobil telefonieren kann, wundert mich das nicht.

  26. 6.

    Ladesäulen verschandeln keine Straßen und sind keine größeren Stolperfallen als Straßenlaternen.

  27. 5.

    Diese akkubezogene Technik ist eine Sackgasse und nicht praxistauglich. Dies konnte ich gestern wieder sehen. Notwendig war Licht, Heizung und Scheibenwischer. Zu sehen war ein Tesla auf der rechten Spur mit 60km/h. Soviel dazu.
    Wichtig ist die H2- Technik voranzubringen. Diese Technik ist sowohl für den Verkehr, als auch für die Energieversorgung von Infrastruktur geeignet und obendrein praxistauglicher. Es ist Zeit den Alarmismus zu beenden und endlich realistische Zukunftstechnik zu realisieren, denn diese wird auch auf breite Akzeptanz und Zustimmung treffen.

  28. 4.

    Mit einem heutigen E-Auto kann man meist durchaus schon heute ins Umland fahren - wenn man es vorher aufgeladen hat.

    Die Zahl der öffentlichen Ladesäulen muss man auch in Relation zu den Möglichkeiten setzen, auf seinem Grundstück das Auto zu laden. Bewohner ländlicher Regionen parken häufiger in der eigenen Garage als Städter.

    Beim Ladesäulenthema kommt noch ein andere Problem hinzu: Freigegeben nur während des Ladens, ggf. selbst das befristet. Eigentlich müsste dann oft das Auto von der öffentlichen Ladesäule entfernt werden und darf dort nicht die ganze Nacht stehen.

  29. 3.

    Verkehrssenatorin prüft Batteriewechsler für Berliner Öffis.. steht drei Artikel weiter, Ladesäulen verschandeln nicht nur die Straßen und sind Stolperfallen, auch ist kaum zu glauben, dass es so viele geben wird um alle Autos auf elektrisch umgestellt bedienen zu können. Die Zeit ist sehr schnelllebig und ob das Elektroauto mit seinem Ladekabel Zukunft hat steht in den Sternen. In China werden die AKKUS gewechselt, ich hab das gesehen, das ist eine super Sache und ist zukunftsweisend.

  30. 2.

    Vor allem wäre Geld in Ladesäulen wesentlich besser investiert als permanent Radwege grün anzumalen und extrem teuere Poller aufzustellen!
    Wenn die für Elektrofahrzeuge notwendige Infrastruktur nicht praktikabel geschaffen wird, kann auch die Akzeptanz und der Wille zum Umstieg auf E-Fahrzeuge nicht wachsen.

  31. 1.

    Das Geld für Kaufprämien wäre deutlich besser in Ladsäulen investiert, aber das wäre ja keine so direkte Subvention für die Autoindustrie.

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