Archivbild: Passagiere stehen am Flughafen Tegel schlange. (Quelle: dpa/J. Carstensen)
Video: rbb24 | 03.01.2020 | 13 Uhr | Bild: dpa/J. Carstensen

Mehr in Tegel, weniger in Schönefeld - Neuer Passagierrekord an Berliner Flughäfen

Mit rund 35,6 Millionen Passagieren haben die Berliner Flughäfen im abgelaufenen Jahr einen neuen Rekord erzielt. Dabei war die Entwicklung unterschiedlich: Während Tegel aus allen Nähten platzt, ging die Zahl der Fluggäste in Schönefeld weiter zurück.

Die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg hat im vergangenen Jahr einen neuen Passagierrekord verzeichnet. Nach Angaben von Flughafen-Chef Engelbert Lütke Daldrup haben im vergangenen Jahr etwa 35,65 Millionen Reisende die beiden Flughäfen genutzt  - 2,6 Prozent mehr als im Jahr davor.

Flughafen Schönefeld schwächelt

In Tegel lag das Plus bei mehr als zehn Prozent; in Schönefeld ging dagegen die Zahl der Passagiere um zwölf Prozent zurück. In absoluten Zahlen gab es am Innenstadt-Flughafen demnach gut 24,2 Millionen Fluggäste. In Schönefeld dagegen ging die Zahl weiter zurück und lag nach einem Rückgang von rund zwölf Prozent nun bei gut 11,4 Millionen. Ein Grund für die unterschiedliche Auslastung der Berliner Airports ist nach Einschätzung von Branchenexperten [airliners.de], dass die Billigfluganbieter Easyjet und Ryanair große Kapazitäten in Tegel aufgebaut oder von Schönefeld dorthin verlegt haben.

Flugverkehr wird laut Verband schrumpfen

Die deutschen Flughäfen stellen sich einem Zeitungsbericht zufolge auf ein Jahr mit schrumpfendem Flugverkehr ein. Der Flughafenverband ADV rechne mit 0,7 Prozent weniger Passagieren, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" [faz.net, hinter Bezahlschranke]  in ihrer Freitagsausgabe unter Berufung auf die ihr vorliegende Jahresprognose des Verbandes.

Gründe dafür seien vor allem steigende Kerosinpreise und das von Insolvenzen geprägte Marktumfeld. Auch die fehlenden 737-Max-Flugzeuge seit dem nach zwei Abstürzen verhängten weltweiten Flugverbot für die Boeing-Maschinen dieses Typs wirkten sich aus, sagte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel dem Blatt. Die sogenannte Flugscham-Debatte habe dagegen keinen Effekt, sagte er.

Sendung: Inforadio, 03.01.2020, 06.30 Uhr

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22 Kommentare

  1. 22.

    Keiner will Ihnen etwas verbieten. Aber man kann auch Fernreisen ohne Flugzeug unternehmen. Nicht unbedingt teurer, eventuell länger. Sie sollten nur Ihr Konsumverhalten überdenken und wenn Flugreise dann auch die Klimaabgabe bezahlen, aber davon halten Sie sicher auch nichts. Mein Vorschlag: Unbelehrbare raus aus der GKV und nicht nach dem Staat rufen, wenn durch Klimakatastrophen keine Rückreisemöglichkeit mehr besteht.

  2. 21.

    Sie können gerne weiter jeden Strohhalm ergreifen, um anderen die Schuld zuzuschieben und damit bloß nicht Ihr eigenes Konsumverhalten hinterfragen zu müssen. Doppelmoral ist schlimm, keine Frage, aber für die Lösung dieses Problems, das uns alle angeht, irrelevant. Wenn Sie sich damit begnügen wollen, einfach so weiterzumachen wie bisher, so lange Sie nur irgendwem nachweisen können, dass er ja auch nicht besser ist, wird sich nichts ändern. Jeder muss bei sich selbst anfangen, ich auch. Und das Argument "ja aber wenn die anderen nicht auch alle mitmachen, bringt es ja nichts" ist Nonsens. Was ist denn die Alternative? Nichts zu tun und den Karren weiter gegen die Wand zu fahren, und um die Folgen sollen sich dann halt unsere Nachfolger kümmern?

  3. 19.

    Alles, was Sie vorschlagen, können Sie gerne praktizieren.
    Für mich zählt Weltoffenheit und nicht eine beschränkte Sicht über den Tellerrand, bzw. eingeschränkt durch die tausenden Windkraftanlagen, die schon stehen oder aufgebaut werden, um die Energiewende durch-zudrücken.
    Glauben Sie wirklich daran, das die BRD die Klimainsel im Meer anderer Staaten ist, die nach wie vor Braun- oder Steinkohle verfeuer und/oder AKWs am Netz haben, die die BRD mit Energie versorgen, falls ein Blackout droht?
    Mir persönlich ist egal, woher der Strom kommt.
    Und statt Schwarzwald lieber Samoa oder die Kanaren.

  4. 18.

    100% Zustimmung! Und grad die grünen, die ja immer so für Umweltschutz eintreten, fliegen kreuz und quer durch die Welt:
    https://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste-vom-21-03-2019/gruene-vielflieger.html
    Wie wäre es denn wenn die "Klima-moral-apostel" mal dagegen demonstrieren?

  5. 17.

    Für TXL halten die meisten Politiker immer noch die Füße still. Ist ja auch nur ein Katzensprung bis zum Regierungsviertel. Egoismen via Steuerbürger, wirtschaftlich betrachtet.
    Ich freue mich sehr über die diesjährige BER Eröffnung! Damit sind endlich auch meine Ängste vorbei. Glück ist ein unzuverlässiger Begleiter. Menschlich betrachtet.

  6. 16.

    Genau so eben nicht! Es bräuchte keinen Gretchenhype und keine absurden Verbote der Regierung, wenn wir endlich lernen würden , sich etwas einzuschenken. Brötchen nicht mit dem SUV, sondern zu Fuss oder Fahrrad, im Jutebeutel. Warum müssen es drei Fernreisen mit dem Flugzeug sein ? Ausgewogene Ernährung, statt nur vegetarisch oder nur Fleisch. Fleisch wurde immer gegessen und Feuerwerk hat eine lange Tradition. Die Natur erholt sich schnell und wenn wir rechtzeitig die ökologische Bremse ziehen und es bei einer Flugreise im Jahr belassen würden, könnten sogar unsere Kinder und Enkel noch an Flugreisen teilnehmen, denn bei einem Passierrückgang steigen auch die Preise langsamer (kann ich Ihnen als Reiseveranstalter , mit 15 Jahren Berufserfahrung sagen).

  7. 15.

    Genau so ist es und deshalb werde ich auch weiterhin nicht über den Atlantik segeln sondern auch in Zukunft in der Regel das Flugzeug nehmen auch in der Hoffnung das es in einigen Jahren Flugzeuge gibt die etwas moderner und umweltschonender unterwegs sind als heute . Ich werde auch weiter Fleisch essen wenn auch in maßen , auf Plastetüten weitgehend verzichten und lieber meinen eigenen Stoffbeutel nutzen und besonders in den Städten vorwiegend das Fahrrad oder den ÖPNV nutzen . Und die Moral von der Geschichte ist : Dampfhammer - Methoden und Totalverbote sind wenig überzeugend und nicht selten kontraproduktiv . Es kommt darauf an glaubwürdig , realistisch , nachvollziehbar zu handeln denn nur dann kann man möglichst viele Menschen überzeugen und mit auf den Weg nehmen !! Da wo Umweltschutz machbar und relativ leicht umsetzbar ist sehr gerne und da gibt es mehr als man denkt aber Methoden alla Greta Thunberg sind sicher auch nicht der Weisheit letzter Schluss .

  8. 14.

    Dass Umweltpolitik zu gunsten des Umweltschutzes und letztendlich dem Schutze unserer Lebensgrundlage dienst, braucht heutzutage hoffentlich niemenden mehr erklärt zu werden. Dass Umweltschutz nicht zum Nulltarif gibt, dass ist etwas, was der Bevölkerung in letzter Zeit verstärkt klar gemacht wird durch Wissenscht, Politik, Medien. Dass all dies zu einer veränderten Lebebsweise führen muss, sofern dass Ziel ist, zu überleben, ist eine schmerzliche Erkenntnis. Verzicht oder dass Anpassen nicht mehr zeitgemäßer Gewohnheiten ist anstrengend und erfordert Vernunft und Disziplin, etwas wie wenn man Aufhört zu rauchen, wenn man Krebs hat.

    Reißt euch zusammen, für euch und eure Kinder....und die Generstion danach, denn sonst wird sich deten Frust irgendwann gegen euch (die Alten) richten.

  9. 13.

    Sicher möchten Sie, dass, wie vor vielen Jahren, sich nur die wohlhabenden Bürger eine Flugreise leisten können aber nicht die einfachen Leute.

  10. 12.

    Was wurde Ihnen denn nun in Ihrer Lebensweise bisher konkret verboten? Warum denken Sie, dass Sie oder wir alle ein Grundrecht auf Fliegen hätten? Umweltschutz, der niemanden einschränkt, gibt es nicht, finden Sie sich bitte damit ab! So wir wir bisher verbraucht haben, gehts für unsere Kinder und Enkel nicht weiter, erklären Sie das lieber denen - da nehme ich mich selbstverständlich nicht aus. Sie haben jederzeit die Freiheit, sich egoistisch und ignorant gegenüber dem Verschwenden von Ressourcen zu verhalten und einfach so zu konsumieren, wie es Ihnen in den Kram passt. Kein Problem, niemand hindert Sie dran, das ist Ihre Sache. Aber heulen Sie bitte nicht rum, wenn man Ihnen aufzeigt, welche Konsequenzen das hat. Der getroffene Hund bellt offensichtlich.

  11. 11.

    Wir sind kurz davor, z. B. Auto fahren in Städten. Ich bin auch genervt und habe die Nase vom Umweltschutz voll. Ich soll den ÖPNV nutzen, der nicht richtig funktioniert oder Rad fahren, na gut dann kann man rücksichtlos durch die Stadt fahren (auf dem Gehweg fahren und vor allem bei Rot fahren - das dürfen nur Radfahrer). Unsere Politiker sagen uns, auf was wir alles Verzichten müssen, außer auf Glyphosat und andere Mittelchen. Sie können weiterhin durch die Welt (vor allem Grüne) fliegen oder ihre stinkende Dienstwagen fahren (sie können auch mit den Öffentlichen fahren). Sie brauchen sich doch nicht persönlich zu treffen, es gibt doch Konferenzschaltungen. Immer erst die Anderen - sie sind ja demokratisch gewählt.

  12. 10.

    Tja auf der einen Seite wird der Egoismus und die Selbstverwirklichung gefördert und gewünscht und auf der anderen Seite regen sich die Leute darüber auf. Seltsamer Haufen von Individuen.
    Verboten: Glühbirnen, staubsauger mit zuviel Leistung, Plastiktüten und Strohhalme, Dieselfahrverbote.
    Das aber die Industrie weiter Braunkohle abbaut. Filterstaub auf Salzabhalden kippt, bleibt erlaubt.

  13. 7.

    Ja, typisch für unsere heutige Gesellschaft: Ich, Ich und nochmals Ich!

    Was wurde denn eigentlich so ales verboten?!

  14. 6.

    Überwiegend gute Kommentare. Nichts ist mit Flugscham! Im Gegenteil der weltweite Flugverkehr wird zunehmen, ua. weil es immer mehr Menschen auf diesem Planeten gibt. Auch bringen,- bei mir jedenfalls nicht- Verbote absolut gar nichts. Ich lebe nach bestem Gewissen, weniger Fleisch ( auf ganz will und kann ich nicht verzichten), keine "überheizten " Wohnräume... Silvester haben wir in einer anderen Stadt gefeiert und sind dort mit der Bahn angereist. Es hat diesmal auch alles geklappt. Ein Lob an die Bahn! In wenigen Wochen werden wir ans Meer verreisen, wir freuen uns schon sehr darauf. Mit was- natürlich mit dem Flugzeug, mit was denn sonst!

  15. 5.

    So wird das aber nichts mit der Klimarettung; wir werden also alle sterben.....

  16. 4.

    Der "Gretchenhype" nimmt nicht nur deswegen ab. Es ist die permanente Bevormundung, das Verbieten, was den Bürger nervt. Von Oben verordnete Lebensweisen. Es gibt kein Bericht in der Zeitung, keinen Artikel, kein Interview, kein Filmbericht, worin nicht auf den Klimawandel hingewiesen wird, davor gewarnt wird. "WIR" sind verantwortlich, aber wer ist "WIR"? Wer maßt sich an, für Alle zu sprechen? Ich bin nicht "Wir", ich bin ich und ich lass mir nicht vorschreiben, wie ich zu leben habe, was ich esse, wie oft ich wie weit ich fliege.Im letzten Jahr war ich auf drei Kontinente, in diesem Jahr werden es auch drei Fernflügen. Die Entscheidung meiner Kinder und Enkel liegt bei ihnen. Sich intrumentalisieren zu lassen, oder die Welt, außerhalb der Filterblasen, kennen zu lernen.

  17. 3.

    SXF ist wahrhaftig keine Vorzeigeflughafen aber TXL steht dem in nichts nach . Ich finde Tegel auf Grund der schlechten ÖPNV Anbindung sogar noch etwas schlimmer als SXF . Und auch sonst sollte man für TXL keine Gebühren bezahlen müssen sondern eher Schadenersatz bezahlt bekommen dafür das man auch im Jahr 2020 solche Airports nutzen muss wenn das Ziel etwas weiter als nur 1000 km entfernt liegt .

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