Ein Entwurf des neuen Estrel-Towers (Bild: dpa/Büro Barkow Leibinger)
Audio: rbb 88,8 | 03.02.2020 | Michael Ernst | Bild: dpa/Büro Barkow Leibinger

Estrel Tower in Neukölln - Deutschlands höchstes Hotel soll ab Herbst gebaut werden

Von Neukölln aus auf alle anderen herabschauen: Das wird eines Tages im "Estrel Tower" möglich sein, Deutschlands höchstem Hotel. Baubeginn für den Hotelturm auf der südlichen Seite der Sonnenallee soll im Herbst sein.

Mit dem 175 Meter hohen Estrel Tower soll in Berlin-Neukölln Deutschlands höchstes Hotel entstehen. Wie das Estrel Berlin mitteilte, sollen die Bauarbeiten für das Hochhaus im Herbst beginnen, zunächst war ein Baustart im Frühjahr 2019 vorgesehen gewesen. Die Fertigstellung für den Hotelturm ist nun für 2024 geplant.

Entstehen soll der Hotelturm mit 750 Zimmern und Suiten gegenüber des bestehenden Estrel Berlin auf der südlichen Seite der Sonnenallee. Im schrägen Dachbereich des Hochhauses ist laut Estrel eine "Sky Lounge" mit Außenterrasse geplant, die einen Blick über Berlin ermöglichen soll. Direkt angegliedert an den Tower seien zudem große Veranstaltungsflächen, die sich zum Neuköllner Schifffahrtskanal und seiner öffentlich zugänglichen Promenade hin öffnen sowie ein moderner Spa- und Fitnessbereich, gastronomische Einrichtungen und ein Parkhaus mit 500 Stellplätzen parallel zur Autobahn.

Das Estrel-Hotel in der Nähe des S-Bahnhofs Sonnenallee (Bild: Estrel Berlin)
Das Estrel-Hotel am S-Bahnhof Sonnenallee. | Bild: Estrel Berlin

Großer Bedarf an Hotelzimmern

Die markante Architektur des Estrel Towers soll nach Entwürfen des Architekturbüros Barkow Leibinger im Zusammenspiel mit dem bestehenden Estrel ein Tor zur Stadt entstehen lassen. Grund für die erneute Erweiterung des Estrel Congress Centers (ECC) ist dem Unternehmen zufolge der seit Jahren stetig wachsende Bedarf an Veranstaltungsflächen und Hotelzimmern für Großevents. Entsprechend sei das ECC bereits 2016 auf 25.000 Quadratmeter Veranstaltungsfläche erweitert worden. Aktuell werde der Kongressbereich zudem mit einem Auditorium für bis zu 900 Personen und zusätzlichen Tagungsräumen erneut vergrößert. Dieser Neubau mit 3.500 Quadratmetern soll Anfang nächsten Jahres eröffnet werden.

Das Estrel Berlin gehört keiner Hotelkette an, sondern befindet sich im Privatbesitz des Unternehmers Ekkehard Streletzki. Insgesamt beschäftigt der Hotelier 550 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Gesamtumsatz von 77,2 Millionen Euro.

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21 Kommentare

  1. 21.

    Lag das Verhältnis zwischen dem kürzeren Ende der Sonnenallee zum längeren im Roman von Thomas Brussig und im Film von Leander Hausmann noch bei 5 % zu 95 %, liegt das Verhältnis derer vor dem "Tor" und hinter dem Tor jetzt bei 50 : 50.

    Ich will mich nicht gegen den Bau und die dringende Umgestaltung des Gebietes aussprechen, nur meine Befremdung über derlei vollmundige und zugleich doch Marketing-Ansagen ausdrücken.

  2. 20.

    stimmt, aber die Entwicklung ist nur Dank privater Investoren möglich.... Und die sind in Berlin grundsätzlich nicht so "beliebt". Wenn der Staat ein Künstlerkollektiv dort ansiedeln würde, gäbe es keine kritischen Stimmen :-D

  3. 19.

    haben Sie eigentlich den Artikel gelesen? 1. es handelt sich um einer Erweiterung des Hotels und 2. ist nicht von Größe sondern von Höhe die Rede.

  4. 18.

    Genauso sieht es aus !! Die bis jetzt relativ unansehnliche Industriebrache direkt am Kanal und gleich um die Ecke vom S Bahnhof Sonnenallee wird enorm aufgewertet und das der Investor schon vor vielen Jahren die richtige Entscheidung getroffen hat zeigen die Buchungszahlen der letzten 10 Jahre für das Estrel . Das Konzept scheint aufzugehen . Warum in diesem Zusammenhang immer wieder versucht wird auf Neukölln rum zu hacken kann ich nicht so recht verstehen zumal die Entwicklung insbesondere von Nordneukölln in den letzten Jahren nicht mehr vergleichbar ist mit den Zuständen von vor 10 Jahren . Für Tagungen und Kongresse in Berlin ist die Nachfrage seit Jahren hoch und deshalb ist dieses Projekt alles andere als überflüssig . Einziger Kritikpunkt von mir währe das erst Ende 2020 mit dem Bau begonnen werden soll und nicht schon früher .

  5. 17.

    Die geplante Uferpromenade wäre auf jeden Fall eine deutliche Aufwertung für diesen Schandfleck direkt am S-Bahn-Ring. Mittelfristig könnte es zudem tatsächlich ein richtiger ICC-Ersatz werden: In der Nähe gibt es noch die ein oder andere Industriebrache für Erweiterungen und die Verkehrsanbindung ist mit S-Bahn-Ring, Süd/Ost-S-Bahn (SXF/BER) sowie Stadtautobahn ebenfalls erstklassig.

  6. 16.

    Das ist nun ganz wichtig und das braucht auch Neukölln ganz dringend - ein Hotel und auch noch das größte.
    In Neukölln und in Berlin gibt es überhaupt keine anderen Problem, da kann man sich solch einen Bau doch schon mal gönnen.
    Wir haben ja auch keine Hotels.

  7. 14.

    Es handelt sich sogar um eine Erweiterung. Da staunt der Nico wohl, oder? "Grund für die erneute Erweiterung des Estrel Congress Centers (ECC) ist dem Unternehmen zufolge der seit Jahren stetig wachsende Bedarf an Veranstaltungsflächen und Hotelzimmern für Großevents."

  8. 13.

    etwas sinnfrei Ihr Kommentar. Bei dem wenigen Platz, der zur Verfügung steht, ist der Bau in die Höhe nur logisch. Den Spruch mir dem Herabschauen stammt vom Schreiber des rbb. Sie sind schön darauf angesprungen ;-)

  9. 12.

    Berlin ...wer braucht denn bitte Berlin?

  10. 11.

    Seit Jahren wird über "ICC 2.0" schwadroniert. Das Estrel macht's vor, wie es geht.

  11. 10.

    @rbb Gibt es Berechnungen zu den künftig verschatteten Flächen? Und zu dem durch das Gebäude entstehenden Wind in der Umgebung? Schon an manchen Ecken des niedlichen NKZ gibt es öfter richtigen Sturm.

  12. 9.

    Die Verkehrslage im Quadrat Sonnenalle / Karl-Marx-Straße / Grenzallee / Dammweg ist jetzt schon eine Katastrophe, "dank" A-100-Erweiterung (Fertigstellung frühestens Ende 2022), Sanierung der Karl-Marx-Straße (Fertigstellung frühestens 2024)und so weiter. Jetzt noch eine Großbaustelle mit entsprechendem LKW-Verkehr, na großartig. Das nördliche Neukölln bis mindestens 2023 bitte weiträumig zu umfahren! Nur wer da wohnt hat Pech gehabt.

  13. 8.

    Ich scheine wohl gerade bei Ihnen einen wunden Punkt getroffen zu haben. Vielleicht schauen Sie sich den mal an. ;-

    Selber habe ich mit Ihrer Meinung, die erkennbar anders zu sein scheint als meine, keinerlei Problem. Allerdings eben etwas mit dem Drumherum, was Sie veranstalten.

  14. 7.

    Entschuldigung aber was sind sie denn für ein Miesmacher. Haben Sie sich schon mal mit der Erfolgsgeschichte des Estrell Hotels beschäftigt oder davon gehört, ich denke wohl eher nicht, denn dann könnten sie nicht so einen Blödsinn schreiben. Schlage vor sie bleiben in Ihrem wenn auch sehr schönen Potsdam und verschonen uns mit ihren negativen Geschwafel.

  15. 6.

    Was will Neukölln mit einem Hotel, gibt's da was?

  16. 5.

    Früher war das Hotel Stadt Berlin äh Park Inn das größte Hotel Deutschlands, dann wird es also wohl zur Nummer 2.

  17. 4.

    Da wünsche ich den Bauherrn alles Gute!

  18. 3.

    ich kann Toralf nur zustimmen - endlich mal ein echtes Hohhaus für die größte Stadt in Deutschland!
    Dieses geschachere um wenige Meter bei der Innenstadtbebauung (Zoo, Alex), dass die Gebäude bloß nicht zu hoch werden, ist einfach nur querulant - auch da gehören echte Hochhäuser hin!

  19. 2.

    "Von Neukölln aus auf alle anderen herabschauen:"

    Es ist schon bezeichnend, dass aus so einem - Verzeihung - recht verkorksten Bedürfnis heraus ein Haus in dieser Höhe errichtet wird. Das lässt mich nicht nur ahnen, sondern eben wissen, dass es bei vielen anderen Gebäuden derartiger Höhe um nichts anderes geht. Und wenn das mit eigener Nutzung nicht gefüllt werden kann, kommt trotzdem der eigene Firmenwürfel obendrauf.

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