Philipp Kahle in einem Ono (Bild: rbb/Franziska Ritter)
Bild: rbb/ Franziska Ritter

Start im Sommer - E-Lastenräder sollen Lieferverkehr in Berlin verändern

Liefertransporter stecken oft im Stadtverkehr fest. Gleich zwei Unternehmen wollen sie in Berlin durch Lastenräder mit Elektroantrieb ersetzen. Ab Sommer soll die nahezu emissionsfreie Alternative zum Lieferwagen zum Einsatz kommen. Von Franziska Ritter

Vier Räder, ein Lenkrad, Bremslicht und Außenspiegel: Der Loadster erinnert stark an ein Auto. Im Sinne der Straßenverkehrsordnung ist das Gefährt aber ein Pedelec - ein Fahrrad mit Elektroantrieb. Es ist knapp einen Meter breit und darf mit bis zu 25 Kilometern pro Stunde über den Radweg oder die Straße düsen. Um das Cargobike zu fahren, braucht man weder einen Führerschein noch eine Zulassung oder eine Versicherung.

Jonas Kremer, Mitte 20, hat das überdachte Mobil erfunden. "Ich habe früher in einem Supermarkt gearbeitet und mich immer gefragt, wie ich mit meinem Einkauf trocken nach Hause komme, wenn es regnet", erinnert er sich. Als er eines Tages einen Knirps in einem Kettcar sah, einem Tretauto für Kinder, machte es klick. "Ich dachte mir: Mach' da ein Dach drüber, eine Kiste hinten drauf, das ist es."

2020 startet die Serienproduktion

In der Fahrerkabine des Loadster ist man vor Wind und Wetter geschützt. Die Transportfläche bietet genügend Platz für eine Europalette, wie sie Logistikunternehmen nutzen. Standardmäßig kommt das Cargobike mit einer abschließbaren Transportbox daher, in der man bis zu 200 Kilo befördern kann. Nachdem Kunden wie Modehändler Zalando das Gefährt getestet haben, soll es im Spätsommer 2020 in Serienproduktion gehen.

"Wir wollen in diesem Jahr die ersten 300 Fahrzeuge produzieren", erklärt Quirin Adelmann von Risikokapitalgeber Rumford Partners, der nach eigenen Angaben einen siebenstelligen Betrag in das Start-up aus Berlin investiert hat. Als Zielgruppe für den Loadster hat er vor allem Handwerker, Gewerbetreibende und mobile Pflegedienste im Blick, die kurze Wege mit wenig Gepäck zurücklegen.

300 Kilo ohne Muskelkraft bewegen

Auch die Firma Onomotion will den städtischen Lieferverkehr verändern. Sie hat ein Cargobike "Ono" mit drei Rädern entwickelt, das bis zu 300 Kilo befördern kann. Der Elektromotor lässt sich stufenweise zuschalten, ein eingebauter Rückwärtsgang erleichtert das Rangieren. Sind die Akkus leer, können sie einfach getauscht werden. So braucht das Gefährt nicht lange stehen.

"Ein Akku reicht je nach transportierter Last ungefähr 30 bis 40 Kilometer", sagt Benjamin Birkner von Onomotion. "Mit zwei im Fahrzeug verbauten Akkus kommen Sie locker auf eine Reichweite von 70 bis 80 Kilometer, was für den konzipierten Einsatz auf der letzten Meile mehr als ausreichend ist."

Montage Loadster (Bild: rbb/Franziska Ritter)
Bild: rbb/ Franziska Ritter

Vor der Haustür parken

Onomotion hat das Lastenrad ursprünglich für Paketzusteller konzipiert. Der Container auf dem Rücken des Mobils lässt sich flexibel tauschen und hat ein Volumen von gut zwei Kubikmetern. Fährt man vier Ladungen damit aus, spart man sich eine Tour mit einem Dieseltransporter, rechnet das Start-up vor. In den vergangenen Monaten haben die Erfinder ihr Gefährt unter anderem mit Logistikunternehmen wie GLS und Hermes getestet.

"Ono ist mehr oder weniger für jeden Gewerbetreibenden im urbanen Raum interessant", sagt Philipp Kahle, der Onomotion mitgegründet hat. Für Schornsteinfeger, Schlüsseldienste oder Essenslieferanten sieht der Fahrzeugingenieur viele Vorteile: "Man kommt damit viel schneller durch die Stadt und näher an den Einsatzort." Statt lange nach einem Parkplatz für den Lieferwagen zu suchen, können Unternehmer mit einem Lastenrad bis vor die Haustür rollen und laufen nicht Gefahr, ein Knöllchen zu bekommen.

Loadster wird in Berlin produziert

Im September 2020 will Onomotion die ersten Serienmodelle ausliefern. Die Berliner planen, eine vierstellige Zahl im Jahr zu produzieren und wollen die Fahrzeuge vermieten. Das Paket, das sie anbieten, umfasst unter anderem die Bereitstellung der Akkus und einen Kaskoschutz. "Wir möchten Kunden mit Service und Wartung die Sicherheit geben, dass sie das Fahrzeug bestmöglich nutzen können", erläutert Benjamin Birkner. Sollte das Dreirad einmal ausfallen, werde es repariert oder ausgetauscht, verspricht das Ono-Team.

Der serienmäßige Loadster soll je nach Ausstattung zwischen 7.000 und 12.000 Euro kosten, wobei sich Kunden eine finanzielle Förderung sichern können. Least man das Mobil, kostet es maximal zehn Euro pro Tag, heißt es vom Unternehmen. Jonas Kremer und sein Team wollen ihren Loadster in Berlin herstellen und bauen dafür in Marzahn eine eigene Produktionsstätte auf.

Sendung: Inforadio, 26.02.2020, 08:45 Uhr

Beitrag von Franziska Ritter

48 Kommentare

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  1. 48.

    Mit Spielzeug retten wir die Welt. Unglaublich.

  2. 47.

    Die Berlinerin nennt eine wichtige Voraussetzung für die Verwendung dieser Lastenräder : FAHRRADINFRASTRUKTUR. Da ist ja vieles angedacht und eventuell gar in Planung.Ein 2 m breiter Radweg wäre schon was.

  3. 46.

    Man kann auf dem Bürostuhl ja einen Kollegen mitnehmen. Der liefert ihn aus, baut auf - in der Zwischenzeit dreht der andere Blockrunden, weil er in Mitte keinen Parkplatz gefunden hat auf dem Gehweg. Nicht falsch verstehen, ich finde es grundsätzlich gut, so viel wie möglich mit Rädern zu erledigen. aber sie sollten keine rollenden Schrankwände sein, die den Rest der Radler, Fußgänger und nicht zuletzt Autofahrer unendlich nerven - nur durch ihre Anwesenheit (rumstehen). Wir haben hier einfach keine gescheite Fahrradinfrastruktur. Da ist noch "etwas" Luft nach oben...

  4. 45.

    Reinigungsdienste ? Gebäudereiniger ? Die Mitarbeiter verdienen nun nicht übermäßig aber der Firmeninhaber wohl sehr gut. Man sieht es an seinem Eigenheim und an seinen immer teureren Privatwagen. Die Mitarbeiter hatten früher Berlingos-heute MB Vito. Alles drin für den ganzen Tag. Umstellung auf Lastenrad ? Darf bezweifelt werden. Ich werde nachfragen; kenne den Chef gut.

  5. 44.

    Der Fall ist ja hinreichend erläutert worden; der Fahrer hatte plötzlich gesundheitliche Probleme. Wäre mit 5er oder 7er BMW ebenso abgelaufen.

  6. 43.

    Lieber Doktor Kawasaki, es ist nun mal so wie beschrieben. Sie wissen doch selbst wie beliebt die SUV sind. Es ist auch nichts erfunden; nur das Personal der Pflegedienste fährt stets einen Kleinwagen. Kenne hier ja auch einige Ärzte im Ort; wir haben ja auch hier ein sehr modernes Krankenhaus und eine toll gelegene REHA-man sagt ursprünglich als Luxushotel geplant. Kenne so 3 Ärzte, die auf SUV schwören. Ist ja nicht verboten einen SUV zu fahren aber man sollte den Sinn meiner Worte nicht verdrehen. Bereitet es ihnen Vergnügen ?

  7. 42.

    Und wo parken Sie das Fahrzeug, wenn Sie beim Kunden sind? Auch hier erinnere ich gerne an eine TV-Bericht des RBB. Nebenbei ergibt es die Benutzungspflicht eines Radweges nicht allein aus dessen Existenz, sie muss explizit ausgeschildert sein. Sollte der Radweg benutzungspflichtig sein, entscheidet allein dessen Beschaffenheit, ob Sie den auch mit dem breiteren Lastenrad befahren müssen.

  8. 41.

    Wir haben schon beide Fahrzeuge (und andere Lastenräder) getestet und waren skeptisch, wie auch einige der Kommentare hier. Für unseren Zweck, die Auslieferung von hochwertigen Bürostühlen in der City, Aufbau und Wartung, passen die Dinger.
    Und sie sind gute Werbeträger. Am besten selbst testen .
    Und: Straßenverkehrsordnung STVO ist eindeutig: Das citkar ist schmaler als 1m, muss also auf den Radweg, wenn einer da ist. Die Ono ist breiter, muss also auf die Straße.

  9. 40.

    Nach allem, was ist hier so an Bedenken in den Kommentaren lese, bis ich mir absolut sicher, dass das ganze nichts wird.

  10. 39.

    Natürlich lässt sich nicht alles damit transportieren aber man kann die Aufträge mit so einem Gefährt zu 50 % mindestens erledigen und als Beispiel Duschtasse und Waschbecken klobecken natürlich ja und Heizungsrohre werden in der Regel vor dem Transport sowieso in der Mitte durch gesägt und nachher beim Einbauen mit Muffen verbunden

  11. 38.

    Ach herrje, der Wald abgeholzt und jetzt der gebetsmühlenfafte Hass auf SUV's hier?
    Habe Sie nicht konstruktives zum hiesigen Thema zu schreiben, als die dümmliche Belehrungen anderer User?

  12. 37.

    Diese Pedelecs wären ideal für Reinigungsunternehmen. Statt ein ganzes Fahrzeug zu bewegen, würde dieses Gefährt ausreichen. Aus wirtschaftlicher Sicht ist es allerdings uninteressant - 300€ Leasinggebühren im Monat... Da kriegt man für die Hälfte bereits einen VW. Das Leasingmodell sollte in jedem Fall überarbeitet werden. In ein bis zwei Jahren wird sich zeigen, ob es sich lohnt.

  13. 36.
    Antwort auf [Rüdersdorfer] vom 01.03.2020 um 21:26

    Ich erinnere mich an SUV vs. Wartende, es gab mehrere Tote.

  14. 35.
    Antwort auf [Rüdersdorfer] vom 01.03.2020 um 21:26

    Im Prinzip gleichen die Dinger (ono = Oh No! passt als Name genial) den Bierbikes der schwäbischen Touristen in der Innenstadt. Keiner käme auf die Idee, mit sowas über den Rad- oder Gehweg zu schüsseln. Oder sie vorm Haus auf dem Gehweg abzustellen. Aber sobald Amazon und Zalando drin sitzen, darf das alles?

    Ansonsten kann man die Teile natürlich NICHT mit einer Euro-Palette beladen. Und die einzigen Handwerker, die sowas zum Transportieren verwenden können, sind Goldschmiede und Zahntechniker :-) der Rest hat schon keinen Platz mehr im Fußraum, wenn er sein KLEINES Werkzeugköfferchen mitnimmt. Vielleicht noch eine neue WC-Schüssel nebst Duschtasse? Oder Fensterglas? Einen Sarg? 4 m Heizungsrohre? Nen Sack Zement? 2 Paletten Dachziegel? 5 Rigipsplatten? 1 Eiche, 2 Obstbäume und den Aufsitzmäher? 200 Teigrohlinge, zimmerwarm?

  15. 33.

    Sie haben die EAutos vergessen. Aber hier gehts jetzt mal nicht um die Autos der Privaten, sondern um den Lieferverkehr. Und die Lastenräder können nicht unbegrenzt immer größer werden, ohne dass es für diese Regeln gibt.

  16. 32.

    Sie würden sogar Einstein durcheinander bringen. Tauschen Sie Fußgänger gegen Radfahrer aus oder wie Sie es mögen. Sorry.

  17. 31.

    Etwas erschrocken bin ich schon. Die offensichtlich auch Ihnen bekannte Formel besagt doch, dass z.B. ein derartiges Lastenrad- voll beladen und dann noch mit möglicher Höchstgeschwindigkeit z.B. bei einem Zusammenstoß oder Aufprall ganz andere Schäden verursachen kann als wäre nur ein Fußgänger gegen einen Laternenmast oder Baum gefahren. E ist hier lediglich die kinetische Energie, die plötzlich umgewandelt wird. Mitunter mehr als Schmerzen als Folge. Verstanden ?

  18. 30.

    Was für ein Geschrei....

    Man wird sehen, wo der Einsatz derartiger Fahrzeuge Sinn macht und wo es nicht geht.

    Es sollte nicht vergessen werden, dass, ob es der Autofahrer mag oder nicht, die Städte massiv Autoverkehr verlieren werden. Das wird kommen. Allein aus gesundheitspolitisch-versicherungspolitischen Gründen.

    Wir können nicht die paar Leute, die wir haben, auch noch mit Abgasen platt machen.

    Es wird deutlich weniger Verbrenner geben und damit deutlich mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer und dieses hier gezeigten Batteriefahrzeuge.

    Macht sich eigentlich einer die Mühe und schaut sich die Stadtplanungsentwürfe an?

  19. 29.

    Solche Dinger fahren schon von UPS im MV herum.
    Zuerst eins möchte ich klarstellen: Die Dinger können keine Europlatten mit Getränke oder Baustoffe herum fahren. Das schafft nur ein 20 Tonner LKW mit Diesel. Das sollen die nicht ersetzen. Aber ein paar Pakete in der Umgebung, zur Briefzustellung oder Essenslieferung sind die Dinger nicht verkehrt. Deutlich weniger Lärm, weniger Luftbelastung und weniger Platzverbrauch. Toll!

    Aber da müsste man die Radwege ausbauen.

  20. 28.

    Der Untergang des Abendlandes droht doch schon wegen zugeparkter Radwege wie sich hier auch eher jemand darüber beklagt, dass die zu schmal zum Überholen sind. Dass es auch Fußgänger gibt, die ebenfalls Rechte haben, kommt manchen hier anscheinend nicht in den Sinn. Solchen Wesen ist es wahrscheinlich auch egal, weil leider legal, dass der Bus mit teils 100 und mehr Fahrgästen auf der Busspur ausgebremst wird.

    Dabei muss man nichtmals an einen Nuklearabtrieb denken. Der Impulssatz reicht schon, um sofort feststellen zu können, dass so ein Gefährt eben nicht wie vom RBB kritiklos weiterverbreitet und von anderen gedankenlos gutgeheißen bis vor die Haustür fahren darf.

  21. 27.

    Ist doch alles ohne Führerschein fahrbar. Da finden sich schon Leute.

    @ trurl und Andreas. Hier sind keine Autofreaks in den Kommentaren. Sie lesen da etwas hinein, was Sie offenbar vermissen. Es geht darum, dass die Dinger auf den Radwegen unterwegs sein werden und bis an die Haustür fahren werden. Wenn sie auf der Straße fahren würden... Sie sollten einfach die Kommentare lesen.

  22. 26.

    @Trurl: Danke, dem ersten Absatz kann ich mich rückhaltlos anschließen, zum zweiten kann ich nichts sagen, weil ich mich in Schöneweide nicht auskenne - kann aber sagen: Ist in Reinickendorf genauso - nee, eigentlich noch schlimmer, weil die CDU-domierte BVV den rot-rot-grünen Senat für das Mobilitätsgesetz abstrafen will und aus wilder, gestriger Überzeugung "Auto, Auto über alles!" schreit.

  23. 25.

    Mag ja eine tolle Idee sein. Wenn ich aber lese, dass vier dieser Lastenräder einen herkömmlichen Transporter ersetzen soll, drängt sich mir die Frage auf, wo das Fahrpersonal herkommen soll. Die bekannten Transportdienstleister haben heute schon arge Schwierigkeiten Fahrer/innen zu rekrutieren. Es sei denn wir ändern unser Kaufverhalten und erledigen unsere Einkäufe wieder im lokale, analogen Handel.

  24. 23.

    Sehr richtig Ole; da gibt es doch ein Naturgesetz : E= m x c² . Ich würde es nicht mal wagen auf einem mir sehr bekannten Radweg zwischen Schöneiche und Rüdersdorf-Berghof da mit 25 km / h zu fahren. Alles freies Feld aber auch Gegenverkehr und eventuell Seitenwind. Wer mal so mit voller Kraft Pedelec gefahren ist, der kennt auch die Tretkraft trotz Unterstützung. Dann noch diese Ladung-ne ne. 5-10 kmh aber niemals Gehweg oder Straße. Wir haben hier schöne ausgefahrene Kuhlen. Jetzt voll Regenwasser.

  25. 22.

    Ich meine, es muss mal über die Fahrzeugklassen nachgedacht werden. Mofa, Pedelec und nun ein Lastenpedelec mit 4 Rädern und einer Zuladung von 300 Kg. 25 Sachen in Kombi mit geräuschlosem EAntrieb auf dem Radweg? Fußgänger sind da wohl Freiwild

  26. 21.

    Bitte wo vor der Haustür halten? Etwa auf dem Fußweg/Bürgersteig? Sehr schlechte Idee.
    Dann werden Fussgänger, Rollstuhlfahrer Menschen mit Rollator oder Kinderwagen behindert. Ganz zu Schweigen von der Gefährdung für Kinder.

  27. 20.

    Eine von den Meldungen, bei denen man lieber nicht in die Kommentare gucken sollte. Und tatsächlich: Es tobt der erwartbare Aufstand der Autofahrer, Neider und Bedenkenträger. „Führerschein verloren“ – haha, wie lustig! Statt sich zu fragen, ob man in Berlin einen Führerschein braucht.

    Hier in Schöneweide stehen ständig Lieferwagen und Einkaufsparker auf den Radwegen herum. Aber wenn so ein Lastenrad neben einem Hauseingang abgestellt wird, droht der Untergang des Abendlandes?

  28. 19.

    Ohne Führerschein, Zulassung und Versicherung für gewerbliche Zwecke?? Alle Achtung!!

  29. 18.

    Das mit dem Pferd ist nicht nur lustig, wenn kein veganisierter Vegetarier, sondern praktisch gedacht enorm sinnvoll.

  30. 17.

    Ernsthaft? „ Statt lange nach einem Parkplatz für den Lieferwagen zu suchen, können Unternehmer mit einem Lastenrad bis vor die Haustür rollen und laufen nicht Gefahr, ein Knöllchen zu bekommen.“ Dann stehen die Teile auf dem Bürgersteig.... Und als ob die bisher einen Parkplatz gesucht hätten.... Der einzige Unterschied wird sein, dass nicht mehr Transporter in zweiter Spur auf der Straße stehen, sondern Lasträder auf dem Bürgersteig. Übrigens müssen die ja erstmal auch bis zur Haustür fahren. Über den Bürgersteig? Ich fasse es nicht. Und das mit bis zu 25km/h. Auf dem Radweg mit dem Gewicht? Und mit Rückwärtsgang? Wenn dann gehören die Teile auf die Straße. Und alles ohne Prüfung und Versicherung. TÜV vermutlich auch nicht. Bei der Zuladung hoffe ich mal, die Technik, insbesondere die Bremsen werden regelmäßig gewartet.

  31. 16.

    Wir haben hier so 3-4 Pflegedienste in unserer Großgemeinde; die Chefin fährt mit einem SUV und die Mitarbeiter mit dem kleinsten Auto des gleichen Herstellers. Hier wird viel mehr als in Berlin auf dem Gehweg und natürlich wenn vorhanden auf dem Radweg gefahren. Unvorstellbar, dass einer der Pflegedienste auf solch 4-Rad umsteigt. Handwerker ? Die sind genau so anspruchsvoller. Unser Bäcker-und Konditormeister hat nach der schweren Nachtarbeit bestimmt auch kein Verlangen danach noch in die Pedalen zu treten um seine Filialen zu beliefern. Postfrauen fahren ja hier mit speziellen Pedelecs; müssen fast vor jedem Haus anhalten; das mit der Kiste ? Ich werde unsere Postfrau mal fragen.Ein mobiler Eisverkäufer in Binz; ja, das wäre denkbar. :=)

  32. 15.

    Um ein Vielfaches teurer im Unterhalt (wahrscheinlich auch in der Anschaffung) und produziert buchstäblich Mist.

  33. 14.

    Wenn der Radweg so schlecht ist, dass ein 1m breites Lastenrad nicht draufpasst, fahren die meisten normalen Räder auch auf der Straße. Überholen ist kein Menschenrecht. Manchmal muss halt hinterm Fahrrad bleiben. Auf der Landstraße ist mal hin und wieder auch hinterm Traktor und kann nicht überholen.

  34. 13.

    Da rät sich mir die Frage auf: wenn Liefertransporter oft im Stadtverkehr fest stecken, wie ist das dann mit diesen Dingern? Jagen die dann, neben Fahrräder und E-Scooter, auch über die Bürgersteige?
    Was ist das wieder für ein Unsinn - dümmliches Aktionismus!

  35. 12.

    Warum nicht Pferde mit Kutsche hintendran. Dann spart man sich den Batterie- und Plastikwahnsinn und man kann sie hinterher noch aufessen und Schuhe drausmachen...

  36. 11.

    "Ich habe früher in einem Supermarkt gearbeitet und mich immer gefragt, wie ich mit meinem Einkauf trocken nach Hause komme, wenn es regnet"

    Wo will er denn liefern? Vom gesuchten Parkplatz aus wird er nass.
    Also auf dem Radweg kann damit nicht halten, das behindert Radfahrer, in zweiter Spur auch nicht, auf dem Gehweg kann er nicht damit nicht fahren, 300 kg sind nicht ungefährlich für andere. Schieben wird er das teil auch nicht.
    Imho völlige Hipster-Langeweile, um den anderen auf den Nerv zu gehen...
    Wie wärs mit einem Führerschein, oder schon durchgefallen?

  37. 10.

    Adrian, normale Räder fahren aber schadlos auf dem Radweg, für die reicht der auch. Diese Pseudoräder kommen dann auf die einspurige Fahrbahn. Da ist nix mit Überholen durch Spurwechsel. Und dann halten sie auf der Fahrbahn zum Entladen, weil vorm Haus nur Gehweg ist...

    Speckgürtel-Pedelec für Fahrer, die den Führerschein verloren haben. Ansonsten unbrauchbar.

  38. 9.

    Hier im Artikel wie auch in einer Monate älterem TV-Bericht des RBB wird der Vorteil solcher Fahrzeuge deutlich: Man kann ungestraft über die Gehwege bis vor die Haustür rasen. Ein älteres Berliner Start-Up sah schon vor Jahren einen Vorteil solcher Fahrzeuge darin, dass man auch durch Parks abkürzen könne. Leider hat der Gesetzgeberes versäumt, neben den Bußgeldern für Falschparker auch dem Vorbild Dänemarks zu folgen und das illegale Benutzen von Fußgängerbereichen höher zu ahnden.

  39. 8.

    Benutzungspflichtige Radwege sind mindestens 1.5m breit: http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_26012001_S3236420014.htm

    Überholen ist auf Radwegen vom Gesetzgeber leider nicht vorgesehen, das Bemängelt der ADFC schon seit Ewigkeiten.

  40. 7.

    Siehst du. Geht doch

  41. 6.

    Ein normales Fahrrad ist auch zu breit um es ohne einen Spurwechsel zu überholen. Dieses Lastenrad hier lässt sich also genau so leicht überholen wie ein normalen Fahrrad.

  42. 5.

    Die Hobel aufm Radweg werden interessant. Jeder Schüler, jede ältere Dame, wird wegrasiert. Nur Brachialbiker haben dagegen eine Chance. Die meisten Radwege sind zu schmal. Also weichen sie auf die Straße aus. Da sind sie zu langsam, aber zum Überholen zu breit. Ich sag Mal "Hindenburgdamm". Dann vorm Haus parken. Weder Rollator noch Kinderwagen kommen durch. Hm.

    Nette Idee, aber wohl eher was für die Abendstunden in den Umlandgemeinden...

  43. 4.

    „ Um das Cargobike zu fahren, braucht man weder einen Führerschein noch eine Zulassung oder eine Versicherung“... Hm. Langsam wird es kritisch mit der Teilnahme am Straßenverkehr ohne jegliche Prüfung und Versicherung. 300 Kilo Last, Rückwärtsgang, EAntrieb... Oh man, was lassen wir da alles auf die Straßen? Gewerbliche Nutzung. Heißt, die stehen bald auch mal „in zweiter Spur“ bzw. dem normalen Biker im Weg? Wenn die Lastenräder inzwischen so groß werden, wie zB dreirädrigere KleinLKW dann wird es kritisch.

  44. 3.

    wozu auch Führerschein , man fährt halt nach Lust und Laune................

  45. 2.

    Mit einem 1m breiten „Fahrrad“ über den Fahrradweg? Wie breit sind die noch mal und wie soll man die Dinger auf dem Fahrradweg überholen?
    Träumt weiter, das Ding ist unausgegoren. Das wird ein Rohrkrepierer, wie das Elektroauto der Post.

  46. 1.

    wozu auch Führerschein , man fährt halt nach Lust und Laune................

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