Ein Wohnhaus wird in der Revaler Straße in Friedrichshain errichtet. (Quelle: rbb/Jens Kalaene)
Bild: rbb/Jens Kalaene

Berliner Verein "Neue Wege für Berlin" - Initiative für mehr Wohnungsbau sammelt 67.000 Unterschriften

Der wirtschaftsnahe Verein "Neue Wege für Berlin" hat seit Herbst vergangenen Jahres gut 67.000 Unterschriften für mehr Wohnungsbau in der Hauptstadt gesammelt. Das sind mehr als dreimal so viele, wie für eine Volksinitiative mindestens nötig sind.

Am Montag übergaben Vertreter vier Kartons mit Unterschriftenlisten an das Abgeordnetenhaus. Nach Überprüfung der Listen durch die Bezirksämter solle sich das Abgeordnetenhaus dann innerhalb von vier Monaten mit dem Anliegen der Volksinitiative befassen, teilte ein Sprecher mit.

Steigende Mieten gegen bezahlbarer Wohnraum

Die Volksinitiative will durchsetzen, dass der Senat jährlich 12.500 bezahlbare Wohnungen baut oder fördert. Die Massenpetition verpflichtet das Abgeordnetenhaus, sich damit auseinanderzusetzen.

Der Vereinsvorsitzende und SPD-Mitglied Heiko Kretschmer sprach bei der Übergabe der Unterschriften von einem wichtigen Etappenziel. "Wir brauchen den Neubau von sozialen und bezahlbaren Wohnungen", betonte er. Hintergrund der Initiative sind steigende Mieten und der Mangel an günstigem Wohnraum in Berlin.

Dem Verein "Neue Wege für Berlin" gehören Politiker mehrerer Parteien sowie Mitglieder aus Wirtschaft und Gesellschaft an. Er will laut Selbstbeschreibung "der Berliner Zivilgesellschaft in den entscheidenden Zukunftsfragen unserer Stadt eine Stimme geben".

Sendung: Inforadio, 30.03.2020, 14:45 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Ja so ist das wenn sich die private Immobilienwirtschaft und ihre Marketingabteilungen das Intrument der Volksinitiative unter den Nagel reißt. Damit das auch noch delegitmiert ist. Aber die Immobilienwirtschaft glaubt ja sowieso SIE sei das Volk.
    Da sind dann die Kernaussagen - wie bei jedem Enkeltrickbetrüger, Versicherungsvertreter, Münzeditionsverkäufer, und Investitions-Anlage-Berater - erst im Kleingedruckten der Unterschriftenaktion richtig zu lesen.
    https://taz.de/Widerstand-gegen-den-Mietendeckel/!5641526/

    Übrigens: Niemand hat die private Immobilienwirtschaft in den letzten 30 Jahren daran gehindert bezahlbaren Wohnraum zu bauen. Ihnen gehören die meisten Grundstücke. Aber sie bauen halt notorisch was gar nicht gebraucht wird.

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