Die künftige Vorstandsvorsitzende der BVG, Eva Kreienkamp (Quelle: BVG / Jana Kay).
Audio: Inforadio | 30.04.20 | Christoph Reinhardt | Bild: BVG / Jana Kay

Nachfolgerin von Nikutta gefunden - Neue BVG-Chefin kommt von Mainz nach Berlin

Vier Monate nach dem Abschied von Sigrid Nikutta haben die Berliner Verkehrsbetriebe eine neue Chefin gefunden: Eva Kreienkamp soll am 1. Oktober den Vorstandsvorsitz der BVG übernehmen. Die Managerin kehrt aus Mainz zurück nach Berlin.

Die Managerin Eva Kreienkamp wird neue Chefin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Sie soll den Vorstandsvorsitz am 1.Oktober 2020 übernehmen. Der Aufsichtsrat hat am Mittwoch einstimmig entschieden, am Nachmittag stimmte auch die sogenannte Gewährträgerversammlung der BVG der Personalie zu. Das bestätigte die BVG am Mittwochabend in einer Mitteilung. Zuerst hatte die "Berliner Morgenpost" darüber berichtet.

Kreienkamp folgt Sigrid Nikutta, die bereits Ende 2019 zur Deutschen Bahn gewechselt ist. Die Wirtschaftssenatorin und BVG-Aufsichtsratschefin Ramona Pop (Grüne) hatte Eva Kreienkamp vorgeschlagen. "Die großen Herausforderungen, vor denen die BVG steht, wie die Auswirkungen der Pandemie, aber auch der weitere Ausbau des Nahverkehrs, die Elektrifizierung der Busflotte und die Digitalisierung von Mobilitätsangeboten brauchen Kompetenz, Zielstrebigkeit und Verbindlichkeit – all das bringt Eva Kreienkamp mit", ließ sich Pop in der Mitteilung des Unternehmens zitieren. Sie bezeichnete die designierte Vorstandsvorsitzende als "ausgewiesene Fachfrau".

Schwerpunkt: Digitalisierung des Nahverkehrs

Eva Kreienkamp ist Diplom-Mathematikerin und seit 2015 Co-Geschäftsführerin der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG). Dort hat sie laut ihres neuen Arbeitgebers wesentlich die Digitalisierung des kommunalen Verkehrs sowie große Infrastrukturprojekte vorangetrieben. Bevor sie die Leitung der MVG übernahm, sammelte Kreienkamp bereits andere Erfahrungen in der Verkehrsbranche, unter anderem war sie Chefin des privaten Fernzuganbieters Hamburg-Köln-Express GmbH (HKX).

Zuvor arbeitete sie lange beim Versicherungskonzern Allianz, es folgten Stationen in Berlin bei der Berlinwasser Holding, der Berlikomm Telekommunikationsgesellschaft und der Marketing- und Marktforschungsfirma FrischCo., die sie mitgründete. Nun freue sie sich, nach Berlin zurückzukehren, sagte Eva Kreienkamp in einem ersten Kommentar zu ihrem neuen Job. Zum Vorstand der BVG mit ihren knapp 15.000 Beschäftigten gehören außerdem der Betriebschef Rolf Erfurt und der Personalleiter Dirk Schulte.

Sendung: Inforadio, 29.04.20, 18 Uhr

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22 Kommentare

  1. 22.

    Ich bin erstaunt, dass sie im allgemeinen die da "unten" (wer auch immer da sein mag) für faul halten, als ob Sie über das Arbeitspensum Bescheid wüssten.

    Bitte lasst die Butter bei den Fischen. Irgendwie ist das frech von ihnen. Gut das Sie da nicht arbeiten.

  2. 21.

    Eine Nachfolgerin für Frau Nikutta ist gefunden. Ein Problem ist damit gelöst, aber ein neues Problem ist geschaffen: Jetzt muß eine Nachfolgerin für Frau Kreienkamp in Mainz gefunden werden. @1+3+4+5+9 schließe ich mich an.

  3. 20.

    Wenn die Leute "unten" zu faul zum arbeiten sind nützt kein neuer Vorstand was, es sei denn er kann sich durchsetzen... man wird sehen. Schlimmer kann's ja kaum noch werden.

  4. 19.

    Dann bewerben Sie sich doch in Hennigsdorf bei Bombardier. Ist doch bei Ihnen gleich um die Ecke, wenn es Sie stört.
    Wer weist denn Werkstatt- bzw. Reparaturverbote insbesondere bei der U-Bahn am Wochenende an? Man bekommt nur bei Zugmangel Gelder... Im Vorstand sind alles Trickser. Oder wer hat Schuld?

  5. 18.

    :-) wahrscheinlich ist er Werkstattleiter, der das duldet. Und selbst wenn, was wird sich darüber aufgeregt?

  6. 17.

    Ich Frage mich woher Sie wissen wollen, dass da Nachts geschlafen wird.

  7. 15.

    Solange Bereichsleiter und deren Abteilungsleiter nicht grundlegend in der BVG reformiert und mit speziellen Leuten mit aktuellem Know-how besetzt werden, ist die Neubesetzung des Vorstandes in jeglicher Art sinnlos. Alles bleibt anders.

  8. 14.

    Ich kann nur hoffen, dass die neue Chefin den Laden richtig aufräumt.
    Die Arbeitsmoral der Angestellten des "Öffentlichen Dienstes" ist mit einer glatten FÜNF zu bewerten.
    Es gibt in den Werkstätten Räume da wird Nachts geschlafen. Die Werkstattleiter kennen das und dulden es.
    Arbeitsabläufe für Wartungen, sind nicht richtig vorgegeben. Bereitstellung von Ersatzteilen für die Wartung ist nicht richtig organisiert. Wer versucht in den Laden etwas Schwung reinzubringen, wird von Oben und unten gemobbt.
    Der Senat sollte mal seine Aufsichtspflicht war nehmen, man kann auch Mitarbeiter entlassen die keine goldenen Löffel geklaut haben. Das sind Steuergelder die verschwendet werden!

  9. 13.

    Frau Pop wollte eine Frau und Sie bekam eine Frau. Wenn ich lese das Frau Kreienkamps Spezialgebiete Infrastruktur und Digitalisierung sind, dann denke ich, das es mit mehr Personal und Verdichtung des Fahrplans nichts wird,
    Für Digitalisierung wären IT-Spezialisten gefragt gewesen.
    Wozu braucht die BVG (Konzern) drei Vorstände, wenn jeder Einzelbereich der BVG einen eigenen Direktor (AT) hat.
    Geldverschwendung.

  10. 10.

    Digitalisierung bedeutet wieder Personalabbau !!! Wie ich weiss fehlen der BVG genug Leute! Sei es Sachbearbeiter, Fahrer und die Mitarbeiter werden untereinander ausgeliehen.

  11. 9.

    Digitalisierung? Ich wär schon froh, wenn ich auf den Hochbahn-Bahnhöfen nicht von Tauben beschissen würde. Sogar die Markierung der seit Jahren versprochenen neuen Busspuren würde ich freudig begrüßen. Warum nicht auch sofort als "Pop-Up Busspuren". Hoffentlich warten wir darauf nicht bis die neue Chefin da ist und das klappt noch im laufenden Betrieb "Frühjahr 2020" ;)

  12. 8.

    ein Berliner/-in könnte ja sonst die Situation besser machen... wäre ja Quatsch gewesen.

  13. 7.

    Ein Angestellter mit so vielen Stationen nährt den Verdacht, dass sie es nie lange aushält oder die Aufgaben nicht erledigen konnte. Welches Parteibuch hat die Dame?

  14. 5.

    Hallo,
    warum eigentlich externe? Diese Praxis bei hohen AT'ler fällt mir generell bei öffentlichen Unternehmen auf, gibt es dafür eine rechtliche Grundlage oder warum ist das so? Würde mich tatsächlich mal interessieren, vielleicht kann der RBB da mal nach hacken?

  15. 4.

    Frau Kreienkamp mag für diese Stelle qualifiziert sein. Aber ist hier keine Ausschreibung notwendig?
    Vielleicht kann der RBB hier Licht ins Dunkel bringen.

  16. 3.

    Die Frau ist vom Fach und leitet auch bisher schon den Verkehrsbetrieb einer Großstadt. Was wollen Sie mehr? Dass sie berlinert? Dit kann ick, aba de BVG würd ick lieba nich leitn wolln.

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