Symbolbild: Zwei Besucher in einem Wettbüro. (Quelle: imago images/Darren England)
Audio: Inforadio | 23.04.2020 | Ute Schuhmacher | Bild: imago images/Darren England

Analog zu Spielhallen - Berlin macht Wettbüros strengere Vorgaben

Abstand halten, nicht nur in Corona-Zeiten: Wettbüros müssen ab Oktober unter anderem zu Schulen und Jugendeinrichtungen einen Mindestabstand einhalten. Und auch eine Sperrzeit wurde beschlossen. Sonst drohen den Wettanbietern scharfe Konsequenzen.

Für Wettbüros in Berlin gelten neue Vorgaben. Der Berliner Senat hat das Ausführungsgesetz zum Glücksspielstaatsvertrag [gesetze.berlin.de] verschärft. Demnach gelten ab 1. Oktober für Wettbüros, für die die Regelungen zuvor nicht ganz eindeutig geklärt waren, ähnlich enge Vorgaben wie für Spielhallen.

So müssen Wettbüros unter anderem Abstandsregelungen zu Oberschulen, Sportstätten sowie Kinder- und Jugendeinrichtungen einhalten. Es gelten dann, wie bei Spielhallen, 200 Meter Mindestabstand. Zu anderen Wettbüros soll ein Abstand von mindestens 500 Metern gelten, zwischen zwei Wettbüros des selbst Anbieters müssen mindestens 2.000 Meter liegen.

Wettbüros droht sonst im Herbst Schließung

Hinzugekommen sind auch Sperrzeiten. Genau wie Spielhallen müssen Wettbüros ab jetzt mindestens acht Stunden geschlossen sein - von 3 Uhr nachts bis 11 Uhr morgens.

Wettanbieter, die gegen die neuen Vorschriften verstoßen, müssten bis zum 30. September 2020 schließen, hieß es in der Zeitung weiter. Eingriffsbefugnisse, so Innensenator Andreas Geisel (SPD), seien "Schritte in die richtige Richtung". Zuerst hatte die "Berliner Morgenpost" am Mittwoch berichtet.

Im Januar hatten sich die Bundesländer auf eine entsprechende Änderung des Glücksspielstaatsvertrages geeinigt. Die hat der Berliner Senat mit der Regelung umgesetzt. Eine lange Übergangsfrist ist für die Wettbüros diesmal nicht vorgesehen; als die Abstandsregeln für Spielbanken eingeführt wurden, war das noch anders.

2 Kommentare

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  1. 2.

    Bitte gänzlich verbieten. Hier wird doch nur Geldwäsche und Steuerhinterziehung betrieben. Zwischendurch trifft sich hier die organisierte Kriminalität und es wird kurz ein Tee in der Arbeitspause z. B. von kokstaxi Fahrern getrunken. Genau wie in den spilotheken.

  2. 1.

    Hoffendlich wird das auch wirklich überwacht!!!

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