Ein Mann guckt auf seinem Handy in der Bahn in Berlin (Quelle: imago-images/Emmanuele Contini)
Audio: Inforadio | 20.07.2020 | Nachrichten | Bild: imago images/Emmanuele Contini

Corona-Krise und Sicherheitsauflagen - LTE-Ausbau in Berliner U-Bahn verzögert sich

Durchgängig telefonieren und surfen in der U-Bahn können in Berlin derzeit nur Kunden eines Anbieters. Das sollte sich bis Sommer 2021 ändern. Doch die Corona-Krise und hohe Sicherheitsauflagen haben laut Betreiber den Zeitplan durcheinander gebracht.

Noch immer haben die meisten Handynutzer in den Berliner U-Bahnen nur eingeschränkten Internet- und Mobilfunkempfang - der Ausbau des Netzes kommt derzeit nur schleppend
voran. "Der LTE-Ausbau der U-Bahn in Berlin ist ein herausforderndes Projekt, welches sich auch durch die Corona-Pandemie ab März 2020 leider verzögert hat", teilte der Mobilfunkanbieter Telefónica mit, der für die Bauarbeiten zuständig ist. Hinzu kämen hohe
Sicherheitsauflagen unter Tage, die zeitaufwendige Prüfungs- und Freigabeprozesse notwendig machten.

Kunden der Telefónica-Marke O2 können schon seit 2016 nahezu überall mit dem Handy in der U-Bahn surfen und telefonieren - auch abseits der mit WLAN ausgestatteten Bahnhöfe. Im vergangenen Jahr einigten sich die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mit dem Netzbetreiber Telefoníca auf den Ausbau, um den Empfang auch für Vodafone- und Telekomkunden möglich zu machen.

Seit Ende vergangenen Jahres ist das bereits auf den Linien U2, U5, U7 und U8 zumindest abschnittweise möglich. Weitere Bereiche sollen demnach aber erst frühestens Ende 2020 hinzukommen. Welche genau, blieb offen. "Leider hat sich der Zeitplan komplett in die Länge gezogen", teilte ein Sprecher mit. "Der Ausbau wird auf allen übrigen Linien seitens Telefónica Deutschland weiterhin mit Hochdruck vorangetrieben."

Eigentlich sah der Zeitplan vor, dass bis zum Sommer 2021 das gesamte U-Bahn-Netz entsprechend ausgerüstet ist. Ob das klappe, sei derzeit offen.

Sendung: Inforadio, 20.07.2020, 08:00 Uhr

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24 Kommentare

  1. 24.

    Ich glaube an keiner Stelle, dass es an Corona liegt. Telefonica ist übel schlecht. Im ganzen Land sind die schlecht ausgebaut. Weil sie Ausbau nicht können. Da sie nun das Tunnel-Netz der U-Bahn machen, war klar, dass es mal wieder einige Jahre länger dauern wird.

  2. 23.

    Ab in die Matrix.

  3. 22.

    Doch doch, da gibt's einen Unterschied, das eine ist Nutzniessung und die anderen bringen sich was zu lesen mit. Oder ist durch LTE-Nutzer das Ticket teurer?

  4. 21.

    Stimmt, auf dem Fahrschein steht auch nur dass man (mit)fahren darf, nix LTE oder Fahrgastinformations-Recht

  5. 20.

    Den Vorschlag finde ich gut! Aber warum sollen nur Radfahrer und Fußgänger auf den Verkehr achten? Ich sehe viel zu oft auch Auto- und auch Lkw-Fahrer, die während der Fahrt mit dem Handy beschäftigt sind.

  6. 19.

    Wie wichtig jemand ist oder was eine Person in der U Bahn macht, überlassen Sie bitte den jeweiligen...und stempeln Sie nicht als Wichtigtuer ab! Sie dürfen ja auch hinschauen und lesen, wohin/was sie wollen..

  7. 18.

    Und zu meiner Meinung von eben grad noch einen Spruch: " keiner denkt an sich, nur ich denk an mich"

  8. 17.

    Juppp, hab wohl grad ein"Funkloch" erwischt.
    Wollt einfach nur mal darauf hinweisen, wieviele Gebiete es in Deutschland gibt, wo man "E" wie Ende empfängt. Und da regen sich die Berliner auf, dass die U-Bahn kein durchgehendes Internet hat?!?!

  9. 16.

    Es ist bemerkenswert wie unterschiedlich Telefonica und die Telekom scheinbar strukturiert sind.

    Die Telekom aktiviert, baut und erweitert derzeit besonders viele Sendemasten. Telefonica mit O2 hingegen schafft schon wieder nicht die Ziele für den LTE-Ausbau deutschlandweit?

    Dass es da natürlich auch beim Ausbau der U-Bahn.-unnel stockt, ist klar.

  10. 15.

    Das wichtigste ist LTE in den Tunneln sicher nicht. Aber praktisch kann es sein, immerhin arbeite ich teilweise mobil und kann dann unterwegs Dinge erledigen auf dem Server im Büro. Es geht aber auch anders, da bin ich offen.

    Ob es nun noch ein wenig länger dauert oder nicht, ist mir egal. Ich habe nie erwartet, dass der Zeitplan eingehalten wird. So ist es eben mit Zeitplänen. Aber es wird daran gearbeitet, das ist doch schön.

    Extremst wichtig ist es nicht, jedoch ist es auch keine Wunderwerk, das wird schon noch klappen.

  11. 14.

    Ich finde auch dass LTE auf den U Bahn Strecken in Berlin nicht das wichtigste ist. Wer in Deutschland ( nicht nur in Großstädten) unterwegs ist, muss feststellen, dass es große Gebiete gibt, wo es anscheinend immernoch
    E... (Wie Ende der Verbindungen zur Außenwelt)
    gibt! Da wollen wir Berliner uns aufregen?!?!

  12. 13.

    Du sprichst mir aus der Seele! Sinnentleert - so siehts aus. Als hätte die Gesellschaft nicht ganz andere Probleme.

  13. 12.

    Also, Leute! Lest doch mal'n Buch oder Zeitung oder hört Musik oder beobachtet. Man muß doch nun echt nicht überall auf sein Handy glotzen oder redundante belästigende Gespräche führen nur weil man sich Wunder wie wichtig vorkommt. Ihr seid ganz bestimmt nicht wichtig, denn dann würdet Ihr ganz sicher nicht nicht U-Bahn fahren sondern schön hinten sitzend im Maybach. Und..., was heißt hier eigentlich Ausbau? Wenn dit da rinn soll, wärs doch besser LTE oder WLAN ein-zubauen!

  14. 11.

    Noch mehr Smombies. Telefonica best friend ;-)
    Dafür sollte man im Straßenverkehr eher Störsender einbauen, damit Radfahrer und Fußgänger wieder auf den Verkehr achten.

  15. 10.

    … Zeitplan einhalten? Das ist im Berliner Vokabular doch ein Fremdwort..... Und als hätten wir es uns nicht denken können, muss auch noch Corona herhalten...... Was würden Behörden, Betriebe und auch die BVG bloss machen, wenn es diese Krankheit , auf die man auch sehr gut verzichten könnte, nicht geben würde

  16. 9.

    Ich muss mich in der U-Bahn nicht unbedingt mit meinem Handy beschäftigen!

  17. 8.

    Na und. Bleiben einem wenigstens die sinnentleerten ( Ey Alder, was geht?) Gespräche erspart. Oder man sieht die Essensfotos etc. der anderen Selbstdarsteller eben später. Vielleicht wären diese Investitionen besser in die Infrastruktur geflossen. Saubere, moderne Züge die obendrein pünktlich und verläßlich den zahlenden Nutzer mit ausreichend Personal transportieren.

    MfG

  18. 7.

    Nachdem ich bereits 2011 in der Moskauer Metro durchgehend schnell surfen konnte, lache ich mich über solche Artikel und den damit verbundenen deutschen digitalen Zustand kaputt!!

  19. 6.

    Es gibt in Berlin fast Nichts,was sich nicht verzögert..

  20. 5.

    Der Flughafen lässt grüßen. Was war das Problem dort? Die Firmen die bauten hatten kein Interesse fertig zu werden.
    Die BVG lässt nur einen Anbieter in die Tunnels. Das ist verständlich. Dieser baut für seine Mitbewerber aus. Damit schadet er sich selbst. Dieser Anbieter hat die Versorgung von Eplus geerbt und einen extrem hohen Marktanteil in Berlin. Er schaufelt täglich Terabytes exklusiv in der U-Bahn. Das würde ich auch nicht verlieren wollen.
    Berlin hat aus dem BER-Desaster nichts gelernt, wenn es immer wieder solche Konstrukte eingeht. Folge: die Hälfte der Kunden schaut in die Röhre oder geht zum Monopolisten.

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