Richtfest für die Microvast-Batterienfabrik in Ludwigsfelde (Bild: rbb)
Video: Brandenburg aktuell | 02.07.2020 | Annette Dornieden | Bild: rbb

US-Produzent plant 250 Arbeitsplätze - Microvast-Batteriefabrik in Ludwigsfelde feiert Richtfest

Für die Batteriefabrik des US-Unternehmens Microvast ist am Donnerstag in Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) Richtfest gefeiert worden. Das US-amerikanische Unternehmen will in Ludwigsfelde Batteriesysteme für Transporter und Lkw sowie für Sportwagen oder Geländewagen herstellen.

Der Bau soll im Dezember abgeschlossen werden, bis zu 250 Arbeitsplätze sollen entstehen. Zugleich verlegt die Microvast GmbH ihre Europazentrale von Frankfurt am Main in die 26.000-Einwohner-Stadt südlich von Berlin.

Steinbach würdigt "Baustein für wirtschaftliche Entwicklung"

Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) würdigte die entstehende Batteriefabrik als zentralen Baustein für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. "Denn Brandenburg hat die Chance, bei moderner Mobilität in der ersten Liga zu spielen", sagte Steinbach am Donnerstag beim Richtfest für die Produktionsanlage.

"Microvast steht in einer Reihe mit Ansiedlungen wie der Tesla-Gigafabrik in Grünheide, der Herstellung von Batteriekomponenten bei BASF in Schwarzheide oder dem Aufbau eines europäischen Testzentrums für autonomes Fahren bei der Dekra am Lausitzring", sagte Steinbach.

Microvast baut Turbo-Batterien

Die US-Firma produziert nach eigenen Angaben schnellladefähige Batterien für elektrisch betriebene Autos, Busse und Lastwagen. Die Ladezeit soll nur 15 Minuten betragen. Außerdem würden die Produkte auch in Energiespeichersystemen für Stromnetze und Schwerlastmaschinen in Häfen und Bergwerken eingesetzt.

Nach dem Produktionsstart Anfang kommenden Jahres sollen Batteriemodule mit einer Volumenleistung von bis zu 1,5 Gigawattstunden produziert werden. Geschäftsführer Sascha Kelterborn sagte dem rbb beim Richtfest, ausschlaggebend für die Standort-Entscheidung sei die Nähe zu Berlin sowie die hervorragende Verkehrsanbindung gewesen. Kelterborn kündigte an, dass zunächst 100 Mitarbeiter in dem Werk beschäftigt werden. Am Ende sollen 200 bis 250 Menschen in der neuen Fabrik auf dem Gewerbegelände "Eichspitze" arbeiten. Ist es einmal voll ausgebaut, soll das Werk Batteriesysteme für etwa 50.000 bis 75.000 Fahrzeuge pro Jahr ausliefern.

Sendung: Brandenburg aktuell, 2.7.2020, 19:30 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Am Berliner Ring ist genügend Platz für weitere Gewerbe-und Industrie-Ansiedlungen. Industrie-Arbeitsplätze an der A10 bringen mehr Arbeitsplätze, wie diese, Landschaften verhandelnden Windparks und Solarfelder. Die Agrarindustrie schafft in Brandenburg kaum neue Arbeitsplätze und hat dazu noch einen unstillbaren Flächenbedarf. Die Industrie verbraucht wenig Flächen und schafft sehr viele moderne Arbeitsplätze.

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