Rinder auf Transport (Quelle: dpa/Pilick)
Video: Tagesschau um 12 | 16.07.2020 | Bild: dpa/Pilick

rbb exklusiv - Brandenburg ist ein Umschlagplatz für Tierexporte in "Hochrisikostaaten"

Viehtransporte nach Zentralasien, Afrika oder in den Nahen Osten haben mit Tierwohl oft nicht viel zu tun. Viele Veterinärämter in Deutschland genehmigen sie erst gar nicht mehr. Doch in Brandenburg haben sich regelrechte Viehtransport-Drehkreuze entwickelt.

Wer Tiere in umstrittene "Hochrisikostaaten" exportieren will, tut dies häufig über Brandenburg. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Recherche von ARD-Mittagsmagazin, rbb24 Recherche und dem rbb-Verbrauchermagazin Super.Markt. Demnach gibt es unter den rund 400 Landkreisen und Städten deutschlandweit neun Landkreise, die im vergangenen Jahr für 97 Prozent aller Rinder-Exporte in die Hochrisikostaaten verantwortlich waren. Diese liegen - neben Brandenburg - in vier weiteren Bundesländern.

Angeführt wird die Exportstatistik des Zeitraums zwischen Januar 2019 und Februar 2020 vom Emsland in Niedersachsen. 7.197 Rinder wurden von hier aus exportiert. Auf dem zweiten Platz liegt Teltow-Fläming (6.478 Rinder), Prignitz ist vierter (4.706) und Oberspreewald-Lausitz (1.897) folgt auf Platz sechs.

Die Exporte aus den Landkreisen gehen nach Nordafrika (Ägypten, Algerien, Libyen, Marokko und Tunesien), Zentralasien (Aserbaidschan, Kasachstan, Turkmenistan und Usbekistan) und in den Nahen und Mittleren Osten (Irak, Iran, Libanon, Türkei). Den dreizehn Empfänger-Ländern ist gemein, dass sie von der Fachzeitschrift des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte (BBT) als “Tierschutz-Hochrisikostaaten“ bezeichnet werden und dass die Bundesländer Bayern, Hessen und Schleswig-Holstein aufgrund des mangelnden Tierschutzes bei Transporten in diese Länder die Exporte grundsätzlich ablehnen.

Weil deshalb aus diesen drei Bundesländern Exporte kaum mehr möglich sind, verbringen die Exporteure offenbar Rinder vermehrt nach Brandenburg, um sie unter anderem dort zum Export genehmigen zu lassen. Eine Umfrage des Rechercheteams von ARD-Mittagsmagazin, rbb24 Recherche und dem rbb-Verbrauchermagazin Super.Markt unter allen Veterinärämtern dieser drei Bundesländer hat ergeben, dass von den Landkreisen, die geantwortet haben, zwei Drittel bestätigen können, dass ihre Rinder über einen anderen Landkreis exportiert wurden, viele auch über die Brandenburger Landkreise.

Brandenburgische Landkreise: alle Transporte legal

Die brandenburgischen Landkreise Teltow-Fläming, Prignitz und Oberspreewald-Lausitz erklärten in einer schriftlichen Stellungnahme jeweils, dass bei allen Exporten rechtliche Vorgaben bindend seien und Transporte alle rechtlichen Anforderungen erfüllen müssen, damit sie genehmigt werden können.

Zwei Landkreise scheinen sich dabei nicht sicher, ob es auf den von ihnen genehmigten Exporten nicht doch zu Verstößen gegen das Tierwohl kommen könnte. In den offenbar aufeinander abgestimmten Stellungnahmen appellierten die Landkreise Prignitz und Oberspreewald-Lausitz jedenfalls an "Privatpersonen oder Tierschutzorganisationen, die Kenntnis über Missstände bei Zuchttiertransporten erlangen, diese umgehend an die zuständigen Veterinärämter weiterzuleiten. Nur so kann diesen nachgegangen und entsprechende Schritte eingeleitet werden, insofern der Transport durch den Landkreis (...) genehmigt wurde."

Den Vorwurf, Tiertransporte genehmigt zu haben, auf denen das Tierwohl beim Transport absehbar gefährdet gewesen sei, wiesen deutschlandweit alle Landkreise, die auf unsere Anfrage antworteten, zurück. Alle abgefertigten Exporte seien vorab gründlich geprüft worden und hätten aufgrund der gemacht Angaben genehmigt werden müssen. Zu den notwendigen Angaben gehörten insbesondere die zeitlichen Vorgaben zur Transportroute, die vorgesehenen Versorgungsstationen, die Wettervorhersagen und das Vorweisen eines Zuganges zum GPS-System eines jeden Fahrzeuges zur gleichzeitigen beziehungsweise nachträglichen Verifizierung der gefahrenen Strecke. Insbesondere die GPS-Standorte würden auch während des Transports abgeglichen und Verstöße im Nachhinein konsequent geahndet.

Tierschutz gilt auch jenseits der Grenzen

Der Europäische Gerichtshof hatte 2015 in einem Urteil festgelegt, dass die EU-Tierschutzverordnung auch für den Transport lebender Tiere in Nicht-EU-Staaten gilt. Tierschützer kritisieren auch die Behandlung der Tiere am Zielort, beispielsweise die Schlachtbedingungen. Während des Transports müssen Auslauf- und Ruhezeiten für die Tiere gewährleistet sein. Die zuständigen Veterinäre in den Landkreisen müssen die Transporte genehmigen und vorab prüfen, ob die Tierschutzstandards eingehalten werden können.

Die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" hatte genau das als unwahrscheinlich für solche Transporte bezeichnet. Auf den Routen in diese Länder und vor Ort würden den Tieren "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erhebliche Schmerzen und Leiden zugefügt", so "Vier Pfoten". Die Organisation hat in 21 Fällen, die solche Transporte betreffen, Anzeige erstattet. Der rbb hatte vergangene Woche darüber berichtet.

Die Recherchen führten über die EU

Für die Recherche hatten die Journalisten vom rbb und dem ARD-Mittagsmagazin die Traces-Datenbank (Trade Control and Expert System) der EU einsehen können. In Traces werden alle Rinder erfasst, die eine Landesgrenze überschreiten. Zudem ist auch nachvollziehbar, aus welchem Landkreis exportiert wurde. Die EU beantwortete die Anfrage der Journalisten - zunächst. Allerdings mit geschwärzten Landkreisen - auf Betreiben Deutschlands. In der EU-Antwort heißt es, die deutschen Behörden hätten gegen die Offenlegung der Landkreise Einspruch erhoben, weil davon Geschäftsinteressen betroffen seien.

Dagegen legte das Recherche-Team Einspruch ein - und bekam im Juni die vollständige Auskunft. Für eine erneute Abfrage mit einem aktuellen Zeitraum 2020 wurde die Antwort wieder geschwärzt - wieder auf Betreiben Deutschlands. Diesmal begründet mit dem Persönlichkeitsschutz der Veterinärärzte, deren Identität - wenn die Landkreise bekannt würden - nachzuvollziehen sei.

Die Daten im Einzelnen:

Hessen, Bayern und Schleswig-Holstein definieren 17 Risikostaaten, bei denen von Verstößen gegen das Tierwohl ausgegangen werden muss und in die Rinder-Transporte deshalb grundsätzlich nicht genehmigungsfähig sind: Ägypten, Algerien, Armenien, Aserbaidschan, Irak, Iran, Kasachstan, Kirgistan, Libanon, Libyen, Marokko, Syrien, Tadschikistan, Türkei, Tunesien, Turkmenistan und Usbekistan. Nach Syrien, Armenien, Tadschikistan und Kirgisien gab es im untersuchten Zeitraum (Jan 2019 – Feb 2020) keine Exporte.

Die Top-Neun Landkreise sind für 97,34% aller Exporte verantwortlich

Pos. Landkreis Rinder
1. Emsland 7.197
2. Teltow-Fläming 6.478
3. Aurich 6.251
4. Prignitz 4.706
5. Steinfurt 3.576
6. Oberspreewald-Lausitz 1.897
7. Rhein-Sieg-Kreis 1.868
8. Görlitz 929
9. Tier-Saarburg 538
10. Rostock 263
11. Stendal 190
12. Vechta 142
13. Bautzen 93
14. Mittelsachsen 68
15. Meißen 64
16. Havelland 61
17. Amberg-Sulzbach 30
18. Berlin 4
  18 Landkreise 34.355

In die nordafrikanische Risikostaaten Ägypten, Algerien, Libyen, Marokko und Tunesien haben insgesamt elf Landkreise 16.731 Tiere exportiert. Die Top-Vier Landkreise (Emsland, Aurich, Steinfurt, Rhein-Sieg-Kreis) sind dabei für rund 90 Prozent aller Exporte (14.994 Rinder) in diese Länder verantwortlich.

In die zentralasiatischen Risikostaaten Aserbaidschan, Kasachstan, Turkmenistan und Usbekistan sind 10.315 Rinder exportiert worden. Rund 80 Prozent gehen dabei von drei Brandenburger Landkreisen (Prignitz, Teltow-Fläming, Oberspreewald-Lausitz) aus.

In die Risikostaaten im Nahen und mittleren Osten (Irak, Iran, Libanon, Türkei) sind 7.309 Rinder exportiert worden. Rund 50 Prozent (3.720) aus drei Brandenburger Landkreisen (Oberspreewald-Lausitz, Prignitz, Teltow-Fläming). 30 Prozent (2.212) kommen dabei aus dem Landkreis Prignitz. Fast 20 Prozent (1.414) kommen aus Steinfurt in Nordrhein-Westfalen.

38 Kommentare

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  1. 38.

    Lebendtiertransporte, weiter als bis zum nächsten Schlachthof gehören, eigentlich weltweit verboten.

  2. 37.

    Eine Schande für Deutschland

  3. 36.

    Welche Verbrecher meinen Sie? Wer soll wen nach welchem Recht bestrafen ? Russland zB wird Ihrem Wunsch bestimmt nachkommen.... Andere belehren, aber selber mal eben pauschalieren

  4. 35.

    Ich hoffe, wünsche und fordere, daß diese Tierquälerei endlich aufhört und diese Verbrecher hart bestraft werden. @RBB: Armenien und Aserbaidschan liegen nicht in Zentralasien, sondern im Kaukasus. Der ist die Grenze zwischen Europa und Asien.

  5. 34.

    Es ist echt eine verrückte Welt. Würde ich meinen Hund tagelang im Auto ohne Wasser, Nahrung und Auslauf hin und her fahren, würde ich sofort eine saftige Strafanzeige bekommen. Würde ich aber 50 Rinder im LKW tagelang ohne Wasser, Nahrung und Auslauf durch Europa fahren, stehe ich unter dem Schutz vieler Amtstierärzte... Das ist einfach nur ein krankes System! Schluss damit!

  6. 33.

    Dann esst mehr Fleisch. Hehe. Alles selbst verbrauchen, schon ist nix zu Export da. Ehrlich, wenn ich das hier lese, dann kapieren einige nicht, um was es geht. Nicht um Transporte generell, sondern um die Bedingungen in den sog. Risikoländern.

  7. 32.

    Dann hoffe ich mal, dass in diese Drehkreuze künftig eingegriffen wird. Wie genehmigende Staatsdiener des Nachts überhaupt in den Schlaf kommen wundert mich. Aber man stumpft ja sicher ab. Dann werden aus "Geschäftsinteresse" Angaben geschwärzt. Wessen Geschäftsinteresse genau wiegt denn hier aus welchen Gründen so schwer? Ich schäme mich für die, die schamlos sind und die sich hinter schwarzen Balken verstecken müssen.

  8. 31.

    Hallo RBB,
    ihr habt einen (ersten) richtigen Schritt zu dem Thema getan, jetzt muss der Zweite folgen.
    Welche konkreten! Schritte wird unser Umweltminister und der Landesvater veranlassen damit die Zustände wenigstens in Brandenburg sofort ! beendet werden.

  9. 29.

    Sie haben zwar für den RBB versucht, es zu beantworten, aber offenbar nicht die Frage verstanden. Emotional reagieren reicht nicht, ich wollte eine Legaldefinition der verwendeten Begriffe und woher sie stammen.

  10. 28.

    Es ist eine Schande, wie mit unserem Vieh umgegangen wird. Tausende von Kilometern hingekarrt. Was für eine Tierquälerei !!

  11. 27.

    Jeder Lebendtransport, der länger dauert als die Fahrt zum nächsten Schlachthof, dauert eindeutig zu lange.

    Bisher war ich der Meinung, dass das Fleisch aus Irland, welches ich selten, aber dafür genussvoll esse, per Kühltransport (nein, die Ököbilanz ist nicht so schlecht, wie manche meinen) den Weg nach Deutschland findet. Immerhin ist eine 17-20stündige Fährfahrt inbegriffen. Nachdem ich nun mitbekommen habe, dass selbst in den Iran "Lebendtiere" gefahren werden, bin ich mir da nicht mehr so sicher.

  12. 26.

    Was heißt hier mitspielen? 90 % der geltenden Gesetze stammen von den Vorgänger-Regierungen. Kein einziges Gesetz läuft aus, nur weil die Regierungsfarben (teilweise) wechseln. Wenn dies ihre Annahme wäre, wollen Sie einen anderen Staat außerhalb des demokratischen, pardon.

    Den Kreislauf zwischen Gesetzesvollzug und den Strategien, diesen Vollzug zum umgehen, habe ich hier benannt. Ist der Staat dafür verantwortlich, wenn ein Mensch zu nächtlicher Stunde auf der Straße ausgeraubt wird, weil nicht hinter jedem 2. Baum und Busch ein Polizist steht oder hat hier ein Mensch Ungeheuerliches getan, wofür keine staatliche Instanz zur Rechenschaft gezogen werden kann?

  13. 25.

    Also sind die Tiere dann umsonst gestorben ?
    Soll das Fleisch dann verbrannt werden ?
    Mal zum Nachdenken-Das Fleisch ist ja nicht zu billig,die Konzerne verdienen alle daran.
    Ausländische Kräfte schlagen sich um diesen Job.Wie kann das denn sein ?

  14. 24.

    Ein sehr guter Fernsehbeitrag. Ich habe noch die vor Jahrzehnten gesendeten Beiträge über die systematische Tierquälerei im Sinn. Leider werden in diesem überwiegend christlichen Land Tierquälerei in jeder Hinsicht gefördert.

  15. 23.

    "Und frage mich täglich, was mit diesen wunderbaren Tieren wohl geschieht"... Es ist Nutzvieh. Was soll damit geschehen? Die sind keine Deko. Zucht, Nahrung, Bekleidung.

  16. 22.

    Ein von den Grünen geführtes Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz wird sicher konsequent gegen solche in großem Umfang ausgeübten Tierquälereien vorgehen. Wer sich sonst für jeden Lurch und jede Fledermaus einsetzt und große Infrastrukturmaßnahmen behindert der von wohl erst recht die massenhafte Quälerei von großen Säugetieren unterbinden.
    Und für uns Verbraucher gilt: Weniger Fleisch aus der Massentierhaltung essen bzw. kaufen.
    Und für Politik und Verbraucher gilt: Das Argument, wenn die es nicht machen, macht es ein anderer ist ganz primitiv.
    Als Mensch mit etwas Gewissen und Moral darf man diese ewige massenhafte Tierquälerei nicht weiter hinnehmen. Wenigstens muss alles getan werden sie so gut wie möglich zu mindern.

  17. 21.

    Als Verbraucher kann man weniger Fleisch essen und auf Haltubgsstufe 4 achten. Die Politik muss dafür sorgen,dass kleine Schlachter/Fleischer nicht höhere Gebühren für die Tiere,Veterenäre und Schlachtabfälle zahlen müssen wie die großen Schlachtbetriebe,wie z.B. Tönnies. Und solange z.B. bei der Schweinezucht die Käfighaltung der Sauen um fast 10 Jahre verlängert,bis die Bauern ihre Ställe umgebaut haben müssen,hat das auch nur mit Geld und nichts mit Tierwohl zu tun. Ich schaffe es noch nicht,völlig auf Fleisch zu verzichten,kaufe aber nur noch BIO,zahle mehr und esse weniger. Lebend- Tiertransporte sollten völlig verboten werden. Im Herkunftsland/Bundesland schlachten und Transporte nur noch als Ware in Kühllastern.
    Geredet wird schon ewig aber nur Taten zählen.

  18. 20.

    Nach 29 Stunden im Tiertransporter ist Schluss. Dann müssen Rinder für 24 Stunden raus aus dem Lkw und bekommen Futter und Wasser. - Das ist z. B. eine Vorgabe für "tierschutzgerechte" Ferntransporte. Nur: in den genannten Ländern oder auf dem Weg dorthin gibt es gar nicht die erforderlichen Versorgungsstationen. Russland als Transitland hat das gegenüber der Bundesregierung bereits eingeräumt. Und nie die Reportagen gesehen, über LKW-Schlangen vor und in der Türkei, wo die Rinder tagelang in den glühend heißen Hängern stehen, ohne Wasser, um dann zu verdursten? Oder den Umgang mit den Tieren, wie sie in Marokko oder Ägypten per Kran an einem Bein aus dem Schiff gezogen werden? Der Umgang auf den Schlachthöfen in nordafrikanischen und vorderasiatischen Ländern, wo den Rindern ohne jeden auch nur entfernt erdenklichen Grund regelmäßig vor dem Töten Sehnen an den Beinen durchtrennt oder Augen ausgestochen werden? Immer noch Fragen zum Hochrisikostaat?

  19. 19.

    Afrika? Haben Sie sich mal die Risikostaaten-Liste angeschaut? Also mein "libanesischer" Arbeitskollege wäre auch ohne Rinderexporte gekommen. Es will auch nicht jeder Rinderzüchter werden der kommt. Verteilt auf Länder und deren Einwohner sind die paar Rinder aus DE nun nicht die Welt. Der Vorwurf es würde die afrikanischen Bauern negativ beeinflussen, kommt meist aus der Ecke die meint mit Subsistenzwirtschaft a la 16Jhdt. könne man auf Dauer einen Milliarden Kontinent ernähren. Was schon in europäischen Großstädten wie Berlin (3 Mil.)nicht funktioniert soll dann in Lagos (14 Mil.) funktionieren? Jeder baut im Hinterhof an oder jeder Bauer fährt einzeln in die Stadt? Sorry aber westliche Sozialromantik wird das Problem der Armut in einigen der Länder noch schlimmer machen. Hat auch übrigens der Präsident aus Ghana so dargestellt.

  20. 18.


    Ich lebe in der Westprignitz, in einem Gebiet mit sehr engmaschiger Haltung
    von Freilandindern.
    Und frage mich täglich, was mit diesen wunderbaren Tieren wohl geschieht.
    Seit Jahren ist bekannt, daß sie auch in fernabliegende Länder unter
    grausamen Bedingungen befördert werden!
    Was ist dort von diesen stolzen Tieren noch übrig?
    Was erwartet sie?
    Doch nur, daß sie geschächtet werden!!!
    Aus keinem anderen Grund müssen sie lebend ankommen!
    Es sollte doch zu ermitteln sein, wie das am Ende abläuft und wer
    damit Geschäfte macht!
    Und: Das muß ein Ende haben!

  21. 17.

    Warum taucht der Bericht unter der Rubrik "Wirtschaft" auf? Es geht um Tierschutz und um Amtstierärzte. Also ein politisches Thema. Oder soll hier doch eher die Tierwirtschaft an den Pranger gestellt werden? Diese beantragt, der Staat genehmigt. Wessen Verhalten soll nun kritisiert werden? Und das eigentliche Problem existiert in den Importländern.

  22. 16.

    Einfach. Nicht. Kaufen. Gar nix davon.

  23. 15.

    Also 5 Bundesländer exportieren vesrtärkt, drei garnicht und der Rest dann so mittel? Und bei den Landkreisen wird Berlin erwähnt mit 4 Rindern. Die Maßstäbe sind mir unklar. Kann man das mal bundesweit für alleLänder abbilden? Die Gesamtzahl der bundesweiten Tiertransport als Bezugsgröße habe ich nicht gefunden.

  24. 14.

    Willkommen im Chaosland Deutschland. Föderalistisches Chaos in Reinstform. Flickenteppich von Gehemigungen, Einschätzungen. Jeder Regionalfürst macht sein eigenes Ding. Vielleicht ist es der Tiermafia gelungen, dort besonders nachsichtige Mitarbeiter in die Ämter einzuschleusen.

  25. 13.

    So eine brandenburgische Kuh in Ägypten auf den Spuren von Tutanchamun. Nicht die Sonnenbrille und Fotoapparat vergessen. Ich sage ja immer. Brandenburg ist das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

  26. 12.

    Und nun Hr.Umweltminister?! Das da die Grünen mitspielen, wundert mich überhaupt nicht mehr, Hr.Vogel!

  27. 11.

    Es entbehrt einer gewissen Komik, dass hier von "Hochrisikostaaten" fabuliert wird, zumal hierzulande es auch nicht besser um den Tierschutz steht.
    Letztlich werden die Tiere auf irgendeinen Tische liegen und verspeist werden. Dazu sind sie halt da.
    Gerade die, die sich empören lassen, werden sich, nachdem sie hier gepostet haben, eine Wurststulle schmieren.
    Sicher, es muss noch viel geschehen, um Tiertransporte für die Tiere erträglich zumachen - auf dem Weg zum Schlachter.
    Aber, wie dramatisch wird hier von "Hochrisikostaaten" geschrieben. Was für Steigerungsformen werden dann benutzt, wenn es um Menschen geht?

  28. 10.

    Es entbehrt einer gewissen Komik, dass hier von "Hochrisikostaaten" fabuliert wird, zumal hierzulande es auch nicht besser um den Tierschutz steht.
    Letztlich werden die Tiere auf irgendeinen Tische liegen und verspeist werden. Dazu sind sie halt da.
    Gerade die, die sich empören lassen, werden sich, nachdem sie hier gepostet haben, eine Wurststulle schmieren.
    Sicher, es muss noch viel geschehen, um Tiertransporte für die Tiere erträglich zumachen - auf dem Weg zum Schlachter.
    Aber, wie dramatisch wird hier von "Hochrisikostaaten" geschrieben. Was für Steigerungsformen werden dann benutzt, wenn es um Menschen geht?

  29. 9.

    Soweit eine kriminelle Energie da ist, die als bloße Fortsetzung der geschäftlichen Energie betrachtet werden muss, ist ein Wettlauf zwischen technischen Überwachungsmöglichkeiten und Schlichen zu erkennen, ihnen zu entgehen. Aus diesem Kreislauf ist kein Entkommen - außer dem Verbot. Kein Tier hält das durch. Der Mensch kann sich Strapazen schön reden, weil er ja um ein winkendes Ziel weiß, um dessen Willen Strapazen auf sich genommen werden müssen. Tiere können und haben das nicht. Die leiden und werden mit allen möglichen Präparaten ruhiggestellt.

  30. 8.

    Dieses Thema treibt mir immer wieder die Tränen in die Augen. Der Umgang mit hochsensiblen Mitgeschöpfen. Und den beteiligten Menschen geht es nur darum, mit der Quälerei viel Geld zu machen.

  31. 7.

    wer hat nun die Klassifizierungen "Hochrisikostaat" und "Risikostaat" vorgenommen? Die Fachzeitschrift oder die Länder? Wonach richtet sich die Zuorndung? Da fehlen Grundlagen, um es einordnen zu können.

  32. 6.

    Da bin ich absolut Ihrer Meinung! Es ist der helle Wahnsinn was den Tieren angetan wird und sollte hart bestraft werden!

  33. 5.

    Ich bin ensetzt! Das hat doch mit Tierschutz und Tierwohl nichts zutun ! Es wird Zeit, das die Rinderzucht verringert wird, auch aus Umweltgründen, und Lebendtransport höchstens innerhalb der EU genehmigt werden!

  34. 4.

    Liegen zu den genannten Recherchen und Vorwürfen auch aktuelle Beweismittel vor? Das Beispielbild für diesen Beitrag ist entweder sehr alt oder es sind keine Rinder aus der EU abgebildet. Zu erkennen an den Ohrmarken. Bisher habe ich nur von Vermutungen über die mögliche Behandlung der Tiere in den Drittstaaten gelesen. Oder es wird Bezug auf ältere Beiträge genommen. Bin gespannt auf die Sendung.

  35. 3.

    Das ist ja furchtbar, warum wird soetwas überhaupt gestattet?
    WiEDERLICH.

  36. 2.

    Tiertransporte nach Afrika bedeutet die dortigen Bauern können ihre Produkte nicht verkaufen.
    Kein Umsatz, Kein Gewinn, Armut. Also verlassen die ärmsten ihr Land............

  37. 1.

    Wer Tiertransporte in Hochrisikostaaten als nur kritisch bezeichnet, sollte sich nur einmal die ZDF Doku "Geheimsache Tiertransporte - Wenn Gesetze nicht schützen" (online verfügbar) anschauen, es ist eine Schande was wir den Tieren antun, diese Transporte gehören nicht nur verboten sondern auch bestraft.

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