Proteste von Mitarbeitern des Facility-Management vor der Charité in Berlin. Quelle: imago images
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Verdi kündigt vier Tage Protest an - Mitarbeiter des "Charité Facility Management" streiken erneut

Die Mitarbeiter des "Charité Facility Management" (CFM) haben am Montag in Berlin einen viertägigen Warnstreik begonnen. Die Gewerkschaft Verdi hat die CFM-Beschäftigten an allen Standorten der Klinik aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. "Verdi ruft zum Warnstreik auf, weil Tarifverhandlungen zum erstmaligen Abschluss eines Tarifvertrages bei der CFM bislang zu keinem Ergebnis geführt haben", erklärte Gewerkschaftssekretär Marco Pavlik am Montag in einer Mitteilung.

Verdi fordert Orientierung am öffentlichen Dienst

In der laufenden Tarifrunde habe es bereits zwei Warnstreiks im Februar und im März gegeben, allerdings habe die Charité die Forderungen der Gewerkschaft bislang nicht erfüllt. "Sie halten weiterhin an dem Modell eines betrieblichen Grundlohnes fest, welches ab 1. Juli den Vergabemindestlohn von 12,50 Euro vorsieht und damit weit von einer fairen Entgelttabelle entfernt ist. Nach wie zeichnet sich keine Lösung auf der Grundlage des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst ab", erklärte Pavlik.

Nach Angaben der Gewerkschaft will Verdi erstmals einen Tarifvertrag für die CFM vereinbaren, der sich am Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) orientiert. Außerdem soll ein Manteltarifvertrag abgeschlossen werden, nach dem allen Mitarbeitern jeweils 30 Tage Urlaub zustehen würden.

Die Abteilung CFM ist eine 100-prozentige Tochter der Charité. Die CFM beschäftigt rund 2.500 eigene Beschäftigte, die von den Tarifverhandlungen und dem Konflikt betroffen sind.

Sendung: Abendschau, 06.07.2020, 19.30 Uhr

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15 Kommentare

  1. 15.

    Sag mal Anonymos, bleibst du anonym weil du dich nicht traust deine Meinung offen zu sagen? So eine Meinung wie du sie vertrittst geht gar nicht! Alle CFM Mitarbeiter arbeiten hart und werden nicht fair behandelt. Man sollte sich nicht mit Lohndumping und Ausbeutung zufrieden geben. Wenn du unter schlechteren Bedingungen arbeitest und noch weniger Lohn bekommst, solltest du auch kämpfen und nicht neidisch auf die schauen die es in die Hand nehmen um etwas zu verändern. Solltest du wesentlich mehr Gehalt oder Lohn bekommen als die CFM Mitarbeiter dann hast du keine Ahnung und solltest dich raushalten aus der Dikussion. Ich unterstütze als Charitemitarbeiter den Kampf meiner Kollegen! Macht weiter so und gebt nicht auf Leute! JP

  2. 14.

    Wer schreibt hier? Jemand der so genannten Geschäftsleitung? Es kann jedenfalls kein Mitarbeiter sein der weiß wo von er spricht oder er lebt in einer anderen Welt! Vielleicht einer von den so genannten Homeoffice Personen! Wir waren die jenigen die als Stieftochter(die Ungeliebte) während Corona dort täglich unsere Arbeit gemacht haben, wie viele andere in den so genannten Systemrelevanten Jobs. Und das ohne schutzausrüstung, ohne Information der Geschäftsleitung der Cfm und der Charite wie wir uns verhalten sollen das einzigste was den Kollegen gesagt wurde das sie nicht das Recht haben zu Hause zu bleiben. Dieser Arbeitskampf geht schon viel länger. Und nur so nebenbei wenn die Herren von Senat oder Bund zu mindestens in ihren eigenen "Firmen" einen gerechten Lohn zahlen würden bräuchten viele Menschen später keine Almosen wie eine Grundrente!

  3. 13.

    Erst eine sehr schöne Erklärung des Begriffs Facility Management und dann eine völlig falsche Schlussfolgerung. Der Facility Manager ist tatsächlich der übergeordnete Organisator. Es handelt sich um eine Management-Position. Der Facility Manager greift bei seiner Tätigkeit auf die zahlreichen unterschiedlichen Mitarbeiter des Facility Managements (u. a. Hausmeister, Reinigungskräfte, Kaufleute, Juristen, Techniker, Ingenieure, Architekten, ...) zurück.

    Leider wird der Begriff in Deutschland oft völlig falsch verwendet. Man sollte eigentlich meinen, dass Journalisten in der Lage sein sollten, das korrekt zu recherchieren. Leider wieder mal eine Überschrift, die mangelhafte Recherche dokumentiert...

    Inhaltlich unterstütze ich die Mitarbeiter des Facility Managements voll und ganz. Gute Arbeit muss angemessen bezahlt sein.

    Gruß
    Andreas
    Facility Manager

  4. 12.

    Ich kann das alles nicht verstehen, sieht den hier auch einer die Vorteile der CFM?? Betriebliche Altersvorsorge, Sportprogramm für die Mitarbeiter, Mitarbeiter Feste usw. Jeder bekommt Pünktlich sein Geld, welches auch deutlich über dem Tarifvertrag z.B der Gebäudereiniger Deutschlandweit liegt. Als bsp. Lohngruppe 1 (Reinigungskraft)aktuell 10,80€. Die CFM zahlt ab dem 01.07 12,50€. Das sind pro Stunde 1,70€ mehr als überhabt üblich. Das ist doch im Vergleich zu draußen sehr sehr komfortabel. Was wollen den die Mitarbeiter noch? Wer soll das Bezahlen? Alles was darüber hinaus geht, landet doch dann am Ende der Kette beim Steuerzahler. Sowohl die Charite als auch die CFM können es nicht stemmen.
    p.s. keiner der CFM Mitarbeiter musste in Zeiten von Covid19 in Kurzarbeit oder sich sorgen um sein Job machen und somit Angst um seine Existenz haben, wie viele Menschen draußen.

  5. 11.

    Facilitymanagement (gebräuchliche Abkürzung: FM), alternative Schreibweise Facility Management oder Facility-Management, auch Liegenschaftsverwaltung oder Gebäudemanagement genannt, bezeichnet die Verwaltung und Bewirtschaftung von Gebäuden sowie deren technische Anlagen und Einrichtungen (englisch facilities). In Großbritannien, Australien und Kanada ist die Bezeichnung facility management üblich, in den USA ursprünglich facilities management. In Deutschland wurde dieser Fachbegriff im April 2019 in der DIN EN ISO 41011 genormt.

    Gebäude, Liegenschaften und betriebliche Abläufe werden im FM ganzheitlich betrachtet. Ziel der koordinierten Abwicklung von Prozessen ist dabei der rechtssichere Betrieb von Anlagen und Gebäuden, die Betriebs- und Bewirtschaftungskosten dauerhaft zu senken, Fixkosten zu flexibilisieren, die technische Verfügbarkeit der Anlagen zu sichern sowie den Wert von Gebäuden und Anlagen langfristig zu erhalten oder gar zu steigern.
    Also doch Hausmeister! Ich meinte nicht die, die nebenbei die Treppe wischen.

  6. 10.

    Diese Abspaltungen/.Töchter ist ein Betrug für die Mitarbeiter und absolutes Lohndumping und nur zu diesem Zwecke gegründet worden.Nicht besser als in den Fleischfabriken die Sache mit den Subunternehmern, nur das die das noch perfektioniert haben.Es wurde die Rückführung der Töchter versprochen ( Herr Müller), das ist das Ziel.Zusammen ein ganzes, wie die Charite' propagiert.Ein Tarifvertrag nach TVÖD ist das mindeste.Ich wünsche viel Erfolg...

  7. 9.

    CFM ist nicht nur Hausmeister. Es gibt Desinfektoren, Köche, Elktriker, ITler, Wachschutz, Bettenzentrale, Sterilisation usw. ... Alle die dort tätig sind, sind "Sytemrelevant". Sie haben ein Recht auf Gleichbehandlung. Ohne sie, gerade in der Coronazeit währen wir und die Charite untergegangen. Ich danke Euch dafür, dass Ihr für uns da seid. Macht weiter!!!

  8. 8.

    Also Hausmeister ist totaler Quatsch. Ich arbeite in der Medizintechnik. Bitte informiert euch erst, was die CFM macht und was es für Fachbereiche gibt, bevor ihr so einen Stuss erzählt.

  9. 7.

    Weil Hausmeister andere Sachen machen als Facility Manager. Das fängt schon damit an, dass die Arbeit der FMler nicht an Häuser gebunden ist.

  10. 5.

    Die Mitarbeiter der CFM machen weit mehr als "Hausmeister" zu sein. Krankentransporte (Intern und Extern), Archiv und Dokumentation, Vertragsabwicklung, Patientenaufnahme und auch Reinigung im Medizinischen Bereich.

  11. 4.

    Ich finde auch das Pflegepersonal mehr verdienen sollte.

    Allerdings sollte Verdi mit seinen Forderungen langsam mal aufpassen.....es gibt demnächst mehr als genug Arbeitslose, die auch für weniger arbeiten

  12. 3.

    So, so unsere Mithelden, eine 100prozentige Tochter des Senat von Berlin. Wer tönt von Lohngerechtigkeit und Wertschätzung der Arbeit ? RotRotGrün als Lohndrücker, irgendwie muss das Geld für die grüne Mikro-Plastik-Farbe eingespielt werden. - Oder kurz Pfui !

  13. 2.

    Sind diese sperrigen Anglizismen wirklich notwendig?

    Kann man nicht einfach „Hausmeister“ sagen?

  14. 1.

    Warum redet man nicht Deutsch? Ist Hausmeister so abwertend, oder passt das nicht mehr in unseren Wortschatz? Mit Rassismus hat das doch auch nichts zu tun, oder?

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