Symbolbild - In einem Berliner Park steht ein qualmender Grill (Bild: imago images/Bernd Friedel)
Bild: imago images/Bernd Friedel

Kostenfreie Online-Reservierung - Grillen im Volkspark Friedrichshain mit Anmeldung möglich

Im Berliner Volkspark Friedrichshain ist das Grillen seit Freitag in bestimmten Zonen möglich, Voraussetzung ist eine kostenfreie Online-Reservierung vorab. Zuerst darüber berichtet hatte der "Tagesspiegel". Wegen der coronabedingten Einschränkungen ist es seit Monaten auf vielen Berliner Grünflächen verboten, zu grillen.

Für die neue Grillwiese im Volkspark erarbeiteten Mitarbeiter des Cafés "Neuer Hain" gemeinsam mit dem Grünflächenamt des Bezirks ein Konzept, "welches Grillen im Volkspark ermöglicht und gleichzeitig unseren Volkspark Friedrichshain schont", heißt es auf der Homepage des Cafés.

Gruppen bis 15 Personen erlaubt

Über die Website "neuer-hain.de [externer Link] können Gruppen von bis zu 15 Personen kostenlos Grill-Stellplätze buchen. Gegen 20 Euro Pfand muss man vor Ort im Café eine Plakette abholen, die als Erlaubnis gilt und die man dann gut sichtbar an seinen Grill hängt. Nach dem Grillen gibt man die Pfandplakette wieder zurück. Loslegen kann man an Wochentagen ab 14 und an Wochenenden ab 12 Uhr, ansonsten gibt es keine nähere Zeitbeschränkung. Spätestens eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang muss man seine Plakette wieder abgeben. Die üblichen Hygiene- und Abstandsregeln gelten dazu.

Mit dem Aushändigen der Plakette sind weitere Vorgaben verbunden: Auf den gebuchten Grillflächen sind nur Grills mit einem Bodenabstand von mindestens 30 Zentimetern erlaubt, es darf nur ein Grill pro Gruppe sein, mit nicht mehr als 0,5 Quadratmeter Grillfläche. Ebenfalls Pflicht: Feste Grillanzünder statt flüssige Brandbeschleuniger. Außerdem müssen die Nutzer ihren Müll komplett entsorgen.

Bemerkenswerte Regel: "Das Grillen von großen und unzerteilten tierischen Grillgütern ist verboten". Im Mai 2018 landeten im Volkspark zwölf komplette Schafe über dem Feuer, dieses Festmahl an elektrischen Drehspießen wurde als unsachgemäße Nutzung der Grillmöglichkeiten zu den Akten gelegt.

Grillen in manchen Parks auch ohne Reservierung weiterhin erlaubt

Wer mit seinem Reservierungswunsch kein Glück hat: Im Volkspark darf man auch auf der Wiese auf dem kleinen Bunkerberg grillen, ohne Anmeldung. Ebenfalls erlaubt ist das Grillen zum Beispiel im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg im Görlitzer Park auf der Wiese gegenüber dem Kunstrasensportplatz und gegenüber dem Rodelhügel sowie am Blücherplatz auf der Wiese zwischen Waterloo-Ufer und Zossener Straße [berlin.de]. In vielen anderen Parks und auf Freiflächen wie dem Tempelhofer Feld oder der Hasenheide ist das Grillen aber noch immer verboten [gruen-berlin.de], deshalb ist es wichtig, sich vorher zu informieren, wo man zur Zange greifen darf.

14 Kommentare

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  1. 14.

    WARUM muss man im Park unbedingt grillen und ganze Parkabschnitte mit Qualm verseuchen, wo sich andere erholen möchten. An die armen Tiere mit ihren Instinkten denkt dabei auch niemand.
    Fleisch, Feuer, CO2.. wo sind die Ökos und Fridays for Future?

  2. 12.

    Da gibt es doch diesen neuen Bausenator. Kann man den nicht dort ansiedeln samt Familie. Dann erlebt der ja erst mal Berlin. Ob es nochmals eine friedliche Revolution gibt wie 1989 ? Würde man dies gestatten ? Natürlich mit MNS und Abstand. ?

  3. 11.

    Icke weiß es! Wenn alle diejenigen Berlin wirklich so raus könnten wie sie wollte, wäre es nicht mehr so voll hier. Dann würde es aber auch nicht mehr "Berlin" heißen!!!

  4. 9.

    Hat man schon mal überschlagen ab wann alle anständigen Berliner nicht mehr in Berlin wohnen wollen ?

  5. 8.

    Warum ist Grillen überhaupt auf öffentlichen Grünflächen erlaubt.
    Gerade die Grünen, die sich ja wohl für die Umwelt einsetzt wäre direkt verpflichtet
    Das zu unterbinden.

  6. 7.

    Das ist auch was ich sehr traurig finde. Zum Glück habe ich Fotos die zeigen wie schön es mal in Berlin war, heute ist alles verloren.

  7. 6.

    Warum muss man überhaupt bei Waldbrandwarnstufe 100 Grillen und das gestresste trockene Gras tot trampeln.
    Ich habe mein Leben lang noch nie in einem Park gegrillt, warum kommen Andere nicht ohne kokeln aus?

  8. 5.

    Warum müssen die Griller kein Löschwasser mitführen ? Bei 2 Liter pro Person hätte der GRILLGRUND am Abend einige 100 Liter Wasser zusätzlich. Die Bezirksämter brauchen beim Bürger nicht um Wasser betteln und könnten das Rasenpflege-Personal ( wohl zum Großteil teure Landschaftsgärtner ) für billiges Geld als Hilfskräfte an die Parkraumbewirtschaftung abgeben. Spart Geld in der Verwaltung und fördert die Zahlungsbereitschaft der Autofahrer.

  9. 4.

    Damit ist für Partys TÜR UND TOR GEÖFFNET denn wer soll daß kontrollieren.
    Hochachtungsvoll Stoll

  10. 3.

    Ja, früher wurden auch noch in schöner Regelmäßigkeit die Rasenflächen mit Wasser besprenkelt. Siehe Tiergarten. Aber ich stimme Ihnen voll zu. Muß es denn immer unbedingt das Grillen sein? Dabei gibt es Weiß der Himmel soviel schöne Essenszubereitungen, ohne dafür gleich den Grill anschmeißen zu müssen. Oder muß es immer unbedingt die gleiche Stelle sein um sich z.B. mit der Großfamilie dort niederzulassen.

  11. 2.

    Es ist zum kotzen, nun darf man ganz legal den Friedrichshain zerstören. Ich lebe seit mehr als 50 Jahren ganz in der Nähe des ehemals schönen Friedrichshain .
    Wir haben als Kinder schon hier gespielt. Leider muss ich beobachten, wie von Jahr zu Jahr alles nieder getreten wird. Die großen Wiesen sind als solche nicht mehr vorhanden. Nur noch ausgelatschte vertrocknete Flächen. Durch dieses elendige Grillen, ab 10.00 Uhr kommen die ersten Großfamilien, und fangen an ,die Luft zu verpesten. Nun wird es auch noch legal.
    Es ist nicht mehr meine Stadt, es ist nicht mehr mein Park. Es ist nur noch traurig.

  12. 1.

    Interessant. Ich hatte den Eindruck, dass sich kaum jemand an das Grillverbot im Volkspark Friedrichshain gehalten hat. Insbesondere auf den Hügeln wurde ja bereits fleißig gegrillt.

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