Ein ICE ab München Hauptbahnhof (Quelle: dpa/Amelie Geiger)
Bild: dpa/Amelie Geiger

Reise unter vier Stunden - Wieder mehr ICE-Sprinter zwischen Berlin und München

Ab sofort können Reisende wieder öfter unter vier Stunden von Berlin nach München oder in die Gegenrichtung reisen.

Die Bahn erhöht die Zahl dieser Verbindungen des ICE-Sprinters von zwei auf fünf und stockt das Angebot damit wieder auf das Niveau vor der Corona-Krise auf, wie der bundeseigene Konzern am Samstag meldete. Zwischenzeitlich hatte die Bahn die Verbindung ganz aus dem Fahrplan gestrichen.

Die Sprinter halten seltener

Die Strecke von Berlin nach München gehört zu den meistbefahrenen Fernverbindungen des Konzerns. Die Sprinter halten seltener und sind größtenteils auf Schnellfahrstrecken unterwegs.

Sendung: Antenne Brandenburg, 01.08.2020, 09.30 Uhr

9 Kommentare

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  1. 9.

    Es gibt derzeit nur einen Sprinter-ICE (ICE 1005 ab 11:09 Uhr) und der verdient den Namen nicht. Der braucht nämlich 4:53 h von Berlin nach München und ist nur unwesentlich schneller als die Nicht-Sprinter. Leider wie immer bei der DB: große Ankündigungen, nichts dahinter. Und diese lausige Performance subventioniert der Steuerzahler jährlich mit Milliarden. Trotz Staatskohle drücken 25 Mrd. Schulden, die Infrastruktur ist in einem katastrophalen Zustand und das Fahrmaterial in weiten Teilen schrottreif. Was treibt der Vorstand dieses Unternehmens eigentlich?

  2. 8.

    sehr wohl gibt es einen Sprinter auf der Strecke Berlin-München !
    Sitze schließlich gerade drin . Auch bei der Reiseauskunft sie diese Verbindungen mit einem extra "S" gekennzeichnet .
    Z.B. 12:05 ab und 16:02 an ...

  3. 7.

    Die Meldung ist falsch, es fährt kein einziger Sprinter...

  4. 6.

    Die Meldung stimmt einfach nicht oder ist schon wieder Geschichte. Zwischen München und Berlin fährt kein einziger Sprinter. Das bestätigt die kostenpflichtige Hotline der Bahn mit einem hörbaren Achselzucken.

  5. 5.

    Ja aber hier nicht. Weil hier nicht Frankreich ist. Außerdem ist der TGV nur Prestige genau wie die ehemalige Concorde. Beim nächsten Crash des TGV ist der auch Geschichte.

  6. 4.

    @1: An den Ausbaustrecken München - Ingolöstadt und Nürnberg - Ebensfeld wird noch gebaut. Wenn diese Abschnitte auch fertig sind, wird weitere Fahrzeit gespart. Die Strecke ist nicht durchgehend mit 300 km/h befahrbar. Die Ausbaustrecken Berlin - Leipzig, München - Ingolöstadt und Nürnberg - Ebensfeld nur mit max 200 km/h. @2: Wenn der Bf dutzende km von der namensgebenden Stadt entfernt ist, bringt das nichts, weil man dann einen Zu/Abbringer braucht und damit viel Zeit verliert. Der zuzsätzliche Umstieg ist auch nicht attraktiv. @3: Eine fast 4 Mio-Einwohnerstadt wie Berlin kann mehrere ICE-Halte haben. Die Halte in Gesundbrunnen, Zoo, Spandau, Wannsee, Südjkreuz und Ostbf haben viele Reisende und sind gerechtfertigt.

  7. 3.

    Genau richtig Bernd! Die Bahn macht es vielleicht da richtig, aber woanders... Denn bis nach Binz benötigt die Bahn ebenfalls 4 Stunden. So und nun kann man ja mal rechnen und merkt schnell, hier passt etwas gewaltig nicht! Und warum? Weil die ICE's in der Tat ständig ausgebremst werden, weil sie in einem Kleckerdorf halten müssen. Verstehe auch nicht, wieso immernoch in Gesundbrunnen, Spandau usw. gehalten werden muss. Berlin hat EINEN tollen Hauptbahnhof. Das andere Großstädte angefahren und gehalten wird, ist klar und richtig. Und so lange die Bahn nicht günstiger als das Flugzeug ist und dazu noch schneller (inkl. Checkin und -out, wird und ist das keine Konkurrenz! Nicht mal zum Auto. LEIDER denn Potenzial hätte die Bahn, genau wie das Knowhow.

  8. 2.

    Der DB sind von der Politik die Hände gebunden. In Frankreich wird eine TGV-Trasse fast mit dem Lineal durch das Land gezogen, so dass der Bahnhof auch mal Dutzende Kilometer von dessen namensgebender Stadt entfernt im Nirgendwo zu finden ist. Hier achten die Föderalismusfürsten peinlich genau darauf, dass die nicht zu kurz kommen, weswegen auf der Strecke Berlin-München Erfurt unbedingt mitgenommen werden musste. Andere Beispiele sind Göttingen und Kassel bzw. Limburg und Montabaur oder aktuell Darmstadt auf der Strecke Frankfurt-Mannheim. Die dezentrale Struktur der Bundesrepublik spielt hierbei eine sehr große Rolle, während Frankreich vereinfacht nur aus Ile-de-France und dem vergleichsweise unbedeutenden Rest der Republik besteht. Berlin-Wolfsburg ist eine Ausnahme, da man dafür auf alte Planungen aus DDR-Zeiten zurückgegriffen hatte. Heute würde die Strecke sicherlich über Potsdam und Magdeburg gebaut werden. Dazu kommen hierzulande noch laute NIMBYs.

  9. 1.

    Schön, dass die Bahn endlich auch das System von Hochgeschwindigkeitszügen versteht. Es bringt relativ wenig, Strecken zu haben, auf denen man 300 donnern kann, wenn der Zug dann alle 50 km in jeder Provinzklitsche hält. Die Bahn wird auf Dauer neben Preis vor allem durch Schnelligkeit und Pünktlichkeit attraktiv und ihren Beitrag zum klimaschutz leisten. Übrigens sind selbst 4 Stunden für 600 km Strecke im internationalen Vergleich ziemlich schlecht. In Frankreich würde man das in 2,5 Stunden und damit deutlich ansprechender schaffen. Aber dafür müsste man halt auch mal vernünftig investieren und restliche Strecken ausbauen bzw. endlich den regioverkehr durch extra Strecken abtrennen. Daher kommen zum Großteil nämlich Verspätungen

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