03.07.2020, Berlin: Aussicht vom Bode-Museum auf den Bahnhof Alexanderplatz mit einer herausfanden S-Bahn am Abend (Bild: dpa/Gerald Matzka)
Audio: Inforadio | 05.08.2020 | Thorsten Gabriel | Bild: dpa/Gerald Matzka

Neue Betreiber gesucht - Berlin und Brandenburg starten S-Bahn-Ausschreibung

Bei der Berliner S-Bahn hat am Dienstag die größte Ausschreibung ihrer Geschichte begonnen. Neu vergeben werden sollen die Teilnetze Nord-Süd und Stadtbahn. Das Vergabeverfahren soll sowohl die Fahrzeuglieferung und die Instandhaltung der neuen Fahrzeuge als auch die Verkehrsleistung selbst beinhalten, gab die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz bekannt.

Die künftigen Verträge sollen 15 Jahre lang laufen, die Verträge zur Instandhaltung 30 Jahre. Im Teilnetz Nord-Süd soll der neue Betreiber im Dezember 2027 einsteigen, bei der Stadtbahn im Februar 2028.

1.308 neue S-Bahn-Wagen

Den Fahrzeugpark von mindestens 1.308 neuen S-Bahn-Wagen will das Land Berlin kaufen und in eine eigene Gesellschaft überführen, an der sich auch Brandenburg beteiligen kann. Zusätzlich gibt es eine Option auf bis zu weitere 213 Halbzüge, was weiteren 852 S-Bahn-Wagen entspricht.

Die Senatsverwaltung verspricht sich von der Ausschreibung zahlreiche Angebots- und Qualitätsverbesserungen für Fahrgäste. Neue Verbindungen sollen entstehen, Beförderungskapazitäten erhöht werden und Taktfolgen einzelner Linien teilweise verdichtet werden.

Vertrag mit S-Bahn Berlin bereits ausgelaufen

Der Vertrag mit dem bisherigen Betreiber S-Bahn Berlin GmbH ist schon vor zweieinhalb Jahren ausgelaufen. Die Tochter der Deutschen Bahn fährt seitdem nur noch auf Grundlage von Übergangsverträgen.

Sendung: Abendschau, 04.08.2020, 19:30 Uhr

26 Kommentare

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  1. 26.

    Das ist doch nur ein Privatkrieg von der Günther.Die hat null Ahnung von dem was Sie tut.Die S-Bahn Berlin ist mit über 97% die pünktlichste S-Bahn in Deutschland.Woher kommen denn Ausfälle und Verspätungen.Zu mind. 80% von den Fahrgästen und anderen verschuldet.Türen aufhalten, durch die Gleise laufen, Polizei und Notarzteinsätze usw.
    Aber so kann man ganz toll von den Problemen bei der BVG ablenken.Die sind bei weitem heftiger als die bei der S Bahn.Die wissen ja bei der BVG nicht mal wie viele Züge gerade unterwegs sind.
    Die Günther ist ja so Naiv das Sie bei der DB fragte ob man das Werk in Friedrichsfelde für den evtl. neuen Betreiber nutzen könne, und hat überhaupt nicht verstanden warum die DB das abgelehnt hat.Da weiß man schon wie der geistige zustand der Frau ist.Sollten die Stadtbahn und Nord-Süd an einen anderen Betreiber gehen wünsche ich allen Fahrgästen viel spaß.Die werden sich dann ganz schnell die alte "Scheiß S bahn" zurückwünschen.

  2. 25.

    Das Doofe ist, man wacht immer erst zu spät auf und die Verantwortlichen von RRG sind dann schon über alle Berge.
    Ich freu mich auf das Chaos ;-)

  3. 24.

    2027 / 2028 soll der neue Betreiber tätig werden. Wer weiß, ob ich da noch lebe! Es muss sofort etwas passieren. Der öffentliche Nahverkehr ist katastrophal. Die spielen uns kaputt!

  4. 23.

    Wann werden denn endlich die BSR und die Wasserbetriebe, beide ebenso AöR, ausgeschrieben? So eine blöde Frage.
    Woher wissen sie denn von den Verspätungen? Weil Ihnen die BVG freundlicher weise die Information gibt. Kann die BVG was dafür nein.

  5. 22.

    Ich sehe in dem Geschriebenem keinerlei Widerspruch: Mir ging und geht es in meinem Geschriebenem um Züge, Ihnen geht es das sinnvolle Betreiben von Strecken. Ihre Kritik der Personalausdünnung teile ich. Das Personal, so es überhaupt vorhanden ist, darf ja schon aus versicherungsrechtlichen Gründen fast garnichts mehr. Wo zuvor einem Hingefallenen unkompliziert unter die Arme gegriffen wurde, wird jetzt die Bundespolizei angefordert, die erstmal den Bahnhof dichtmacht, die Strecke sperrt und dann dem Hingefallenen auf die Beine hilft.

  6. 21.

    Wann wird denn endlich die BVG ausgeschrieben? Die Kanzlerlinie U5 z.B. Wann wird die BVG endlich zur Kasse gebeten für ihre Ausfälle und Verspätungen, die deutlich höher sind als jene der S-Bahn, welche laufend blechen muss. Wo ist denn da Gerechtigkeit?
    Der Senat ist nur stinkig, weil seine BVG am Rande des Konkurses wirtschaftet und nur durch Zuschüsse überlebt, während die S-Bahn wegen ihrer enormen Kilometerleistung Gewinne erwirtschaftet. Von diesem Kuchen, will der Senat abbeißen und seiner defizitären BVG zuschießen.
    Wenn der Senat mehr Leistung will, dann muss der VBB mehr bestellen. Das ist nicht die Sache der S-Bahn. Wo die Gleiskapazitäten her kommen sollen bleibt ein Rätsel.
    Die S-Bahn könnte dem Senat ja so richtig den dicken Daumen zeigen, wenn sie denn wollte. Und der Bund als Inhaber könnte unschuldig auf bestehendes Recht verweisen. Sie ist nicht verpflichtet im Verkehrsverbund zu sein und auf dessen Bestellung zu fahren.

  7. 20.

    Was haben Personaleinsparungen mit Technik zu tun? Wenn die Aufsichten auf den Bahnhöfen weggespart werden, ist eben niemand da der auf Vandalismus oder auffälliges/suizidales Verhalten reagieren kann.

    Was haben Gleisengpässe mit Technik zu tun? Wenn wir immer noch Strecken haben, die wegen der Demontagen 1945 eingleisig sind, so dass Züge aufeinander in Bahnhöfen warten müssen und jede Verspätung kaskadierende Effekte über die ganze Linie und darüber hinaus haben kann, dann sind das politische Fehlentscheidungen.

    Weder andere Technik, noch Betreiberwechsel können diese Fehler korrigieren.

  8. 19.

    Es liegt gewiss auch an Fahrgästen, es liegt an den so bezeichneten Mensch-Maschinen-Schnittstellen, die regelmäßig gewisse Menschen überfordern bzw. in die Irre leiten und es liegt an der Art und Weise, wie Technik bei der Bahn entwickelt wird. Auch bei der S-Bahn. Bislang ist der zugrunde liegende Zielkonflikt zwischen einer alltagstauglichen, robusten Technik und einer weniger alltagstauglichen, dafür aber alle Raffinessen beinhaltenden Technik nicht einmal im Ansatz diskutiert worden.

    Vielleicht ließe sich das abseits einer Diskussionsverweigerung irgendwann irgendwie vermitteln.

  9. 18.

    Da die Grünen hauptsächlich Westdeutsche sind, können sie das auch nicht verstehen.

  10. 17.

    S-Bahn Berlin ist wie Alle anderen der öffentlichen Fortbewegung von Personen, Tieren und Waren dienenden Verkehrseinrichtungen Systemrelevant und Teil der Daseinsvorsorge. - Der übliche Berliner Murks. Wohnungen teuer kaufen - S-Bahn / BVG billig verscherbeln, alles wegen der Menschenrechte und dem Klimawandel. - Wer soetwas ausschreibt, zeigt seine Unfähigkeit soziale und wirtschaftliche Zwänge zu erkennen, sie auszuhalten und weiterzuentwickeln.
    - Die Hausfarben der Berliner S-Bahn sind nicht preußisch Weiß-Schwarz, sie sind Schwarz-Rot-Gold wie die Fahnen vom Hambacher Fest und der jungen Weimarer Republik. In den 1920-30siger Jahren Symbol für den staatlichen und sozialen Zusammenhalt, den zukunftsorientierten Aufbau- und Reformwillen, der neuen, "Der Deutschen Republik".

  11. 16.

    Na nun macht Euch mal nicht gleich ins Hemdchen, es ist erst eine Ausschreibung ...

  12. 15.

    Ich bin mal gespannt, welcher zukünftige Verkehrssenator dies ausbaden darf. Es zeigt sich, dass die Grünen das System S-Bahn nicht verstanden haben und einen wichtigen Verkehrsträger demontieren wollen. Weder kann ein EVU mit normalen Personal ankommen (für das S-Bahnnetz braucht es eine gesonderte Ausbildung), noch kann bei Personalmangel entgegengesteuert werden, da es dann sehr wahrscheinlich an Streckenkenntnis und Baureihenkenntnis mangelt. Bei vielen Kollegen (mich eingeschlossen) sehe ich kein Wechselwillen und bei Bauarbeiten oder Störungen können Linien bzw Zuggruppen nicht einfach geändert werden bzw kurzfristig abgestellt werden. Stuttgart, NRW, Bremen und Sachsen-Anhalt sind mahnende Beispiele.

  13. 14.

    In diesem Fall haben sich - leider - die Bündnisgrünen mit ihrem Fachressort durchgesetzt. Für mich ist die Bahn, ebenso wie Krankenhäuser, Strom, Wasser, Gas und Post schlichtweg infrastrukturelle Daseinsvorsorge, nicht aber ein Feld, auf dem vordergründige kommerzielle Interessen walten sollten.

    Es sollte nur Transparenz herrschen, dass klar wird, für was öffentliche Gelder sinnvoll verwendet werden und für was mit weniger Sinn besser nicht. Auch braucht es eines Feldes der zugestandenen Kreativität anstelle der jz. langen recht unkreativen Beamtenbahn. So kreativ privatwirtschaftl. Anbieter in Teilbereichen vereinzelt sind, so sehr wird diese Kreativität durch recht enge kalkulatorische Vorgaben wieder erstickt.

    Als Allererstes sollte die völlig unpassende farbliche Gestaltung aufgegeben werden. Schließlich kommen Straßenbahnen und Busse ja auch nicht mehr in Cremefarben und Elfenbein daher.

  14. 13.

    Hier kann es nur um Kosteneinsparung gehen. Wer mal einen Blick auf die Statistiken wirft, stellt schnell fest, dass die Hauptursache für unzuverlässigen S-Bahn Verkehr an den Fahrgästen, bzw. Menschen in und an Bahnhöfen liegt. Polizeieinsätze, Notarzteinsätze und Personen im Gleis kommen täglich vor, haben aber nichts mit der S-Bahn selbst zu tun. Dies gilt ebenfalls für Gegenstände im Gleis oder Kabeldiebstähle. Danach folgen Signalstörungen welche durch deinen Betreiberwechsel aber auch nicht seltener vorkommen, da unter anderem die Signaltechnik durch DB Netz verwaltet wird. Fahrzeugstörungen oder Ausfall von Zügen durch Personalmangel nimmt den kleinsten Teil ein und wird bei einem anderen Betreiber auch nicht anders sein. Verspätungen die nichts mit den vorher genannten Gründen werden zumeist durch die Fahrgäste selbst verursacht.
    Mehr (Sicherheits)Personal an Bahnhöfen und doppelt gesicherte IT Technik für Signale würde mehr bewirken als ein neuer Betreiber.

  15. 12.

    Also ich hätte keine Lust für einen anderen Abeitgeber zu arbeiten..Es sollen doch nur die Sozialstandarts gedrückt werden um Kosten zu sparen.
    Wir als Arbeiter werden wieder mal nicht gefragt was wir darüber denken und der Senat geht immer davon aus das Personal übernommen wird aber es wird nie gesagt zu welchen Konditionen.

  16. 11.

    Wenn es wirklich gut funktioniert, dann nicht wegen sondern trotz der Teilung. Die Sache mit der Berliner S-Bahn ist, dass sie einen eigenen Wagenpark besitzt der mit nichts kompatibel ist. Es kann faktisch keinen außenstehenden Bewerber geben, der die notwendigen Fahrzeuge besitzt.

  17. 10.

    Ob dieser Senat es schafft, auch noch die S-Bahn kaputtzumachen? Der Ansatz ist auf jeden Fall da.

  18. 9.

    Gerade die Wasserbetriebe wäre ein gutes Beispiel gewesen die privatisiert zu lassen, was die jetzt gerade für ein Chaos anrichten wo sie wieder schön in staatlicher Hand sind und uns auf der Tasche liegen, ist schlimm.
    Ansonsten kann es eigentlich bei den derzeitigen Bahn Verhältnissen nur besser werden, egal wie, meinetwegen auch in privater Hand, es muss auf jeden Fall entmonopolisiert werden.
    Am besten die S5 komplett in eine Hand geben, damit die mal irgendwann wieder normal fährt.

  19. 7.

    Der Senat hat ja SO GUTE ERFAHRUNGEN mit PRIVATISIERUNGEN...

    Siehe WASSERWERKE... ist alles VIEL BILLIGER GEWORDEN!

    Und wenn ich ein Auto kaufe und sage ich brauche es für 15 Jahre mache ich natürlich auch immer einen Wartungsvertrag mit dem TÜV für 30 Jahre denn... sicher ist sicher! Ist Niemandem dieser Unsinn aufgefallen? Warum sollte ein neuer Betreiber (nach 15 Jahren) bei dem anderen Anbieter die Wartung machen lassen? Wird er nicht tun, kann er auch nicht zu gezwungen werden....

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