Die Aussenwand des Dachgeschosses eines Fertighauses wird auf einer Baustelle mit einem Kran auf das Dach gehoben und von zwei Monteuren aufgesetzt. (Quelle: dpa/Frank Rumpenhorst)
Bild: dpa/Frank Rumpenhorst

Statistisches Bundesamt - Bauland ist in Berlin am teuersten

In keinem anderen Bundesland ist Bauland so teuer wie in Berlin. Wie das Statistische Bundesland am Mittwoch mitteilte, kostete der Quadratmeter in der Hauptstadt 2019 im Schnitt 1.328 Euro. Der bundesweit durchschnittliche Kaufwert baureifer Grundstücke betrug 2019 hingegen nur rund 190 Euro pro Quadratmeter. Vor zehn Jahre lag er noch bei rund 122 Euro. Nach Berlin hatte Hamburg mit 1.158 Euro den zweithöchsten Quadratmeterpreis.

In Brandenburg lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Bauland demnach bei rund 117 Euro.

Je mehr Einwohner, desto teurer das Bauland

In Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern dagegen waren die durchschnittlichen Kaufwerte am niedrigsten und lagen jeweils unter 60 Euro pro Quadratmeter.

Grundsätzlich steigen die Werte demnach mit der Gemeindegröße: In Dörfern mit weniger als 2.000 Bewohnern wurden im Schnitt rund 66 Euro pro Quadratmeter bezahlt. "In den 14 größten Städten mit mindestens 500.000 Einwohnerinnen und Einwohnern war es das 17-Fache", erklärten die Statistiker: 1.128 Euro.

Dementsprechend muss man auch die Durchschnittswerte im Bundesländervergleich genauer betrachten. Nimmt man etwa nur die Gemeindegrößen mit mehr als 500.000 Einwohnern, liegt Berlin nicht vorne. Im letzten Quartal 2019 führte Bayern hier deutlich mit durchschnittlich 2.182 Euro der Quadratmeter baureifes Land - das liegt an München. In Baden-Württemberg waren es fast 1.570 Euro, gefolgt von Hessen, Hamburg und erst dann Berlin.

Bauland in Wohngebieten besonders teuer

Etwa 81 Prozent der in den Statistiken erfassten Grundstücke lag in Wohngebieten. Diese waren unter allen Baugebieten auch am teuersten, so das Statistische Bundesamt. Der Quadratmeterpreis in Wohngebieten mit geschlossener Bauweise lag mit 286 Euro rund 76 Euro höher als in Wohngebieten mit offener Bauweise. Bei geschlossener Bauweise dürfen Gebäude ohne Abstand errichtet werden (beispielsweise Reihenhäuser), die offene Bauweise hingegen erfordert einen seitlichen Grenzabstand.

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4 Kommentare

  1. 4.

    Der Markt wird es regeln. Es kann nicht ganz Deutschland in Berlin wohnen. Punkt.
    Die Firmen gehen auch woanders hin, wenn sie hier keine qualifizierten Mitarbeiter finden. Aber die Mitarbeiter wollen alle nach Berlin. Dann sollen sie dort auch die üblichen Preise bezahlen denn schließlich bilden sie selbst diese Preise durch ihre Nachfrage und ihre Käufe. Der Preis reguliert das und das ist gut so. Es ist nicht neu, dass Firmen für Wohnraum sorgen. Schlimm ist das nur für die gebürtigen Berliner, die diesen Hype ausbaden müssen und in ihrer eigenen Stadt nicht mehr zum Zuge kommen, weil Zuziehende Mieter den Markt versauen.
    Bauland ist in Berlin nicht nur am teuersten (dachte immer Sylt) sondern auch am knappesten. Gerade deswegen ist er auch am teuersten und schlägt sich in den Baukosten und damit in den Mieten nieder. Wer diese Mieten nicht zahlt, der kann eben auch nicht wohnen. Das gilt auch für den Mietendeckel.

  2. 3.

    Berlin ist vor allem eine Stadt, und Hauptstadt.
    Somit sind vergleiche mit Flächen - Bundesländern eigentlich irreführend. In München, Frankfurt am Main oder Stuttgart sind die Preise noch wesentlich höher.

  3. 2.

    Genau!!!
    Ich bin auch dafür und für ein einheitliches Standardgehalt/ -lohn aller Angestellten/Arbeiter und für die Wiedereinführung des EVP und Reduzierung der Parteien-Vielfalt zu einer Einheits-Partei und ...
    Blödsinn - am besten regelt es der Markt selber. Steigen die Preise, sinkt auch die Nachfrage. Es kann halt nicht jeder direkt im Zentrum wohnen. Wer diese überzogenen Preise nicht zahlen kann, oder will, findet auch Alternativen. Man muß halt Kompromisse eingehen. Am Rande von Berlin findet man auch Bauland für 150-250 Euro/m².

  4. 1.

    Es braucht einen Preisdeckel für Bauland das für Wohnungen in Frage kommt.

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