Potsdam: Die Straßenbahnfahrer Olaf (l) und Heiko stehen mit Mund-Nasen-Maske während des Warnstreiks im Öffentlichen Nahverkehr vor der Kulisse der im Betriebshof der Potsdamer Verkehrsbetriebe abgestellten Bussen. (Quelle: dpa/Soeren Stache)
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Video: rbb|24 | 29.09.2020 | Material: Grit Lieder, Philipp Gerstner, Abendschau | Bild: dpa/Soeren Stache

Warnstreiks in der Region - Rund 1.000 Bus- und Bahnbeschäftigte streiken in Brandenburg

Im öffentlichen Nahverkehr streikten am Dienstag die Beschäftigten. Während die Busse und Bahnen in Berlin seit mittags wieder rollten, ging der Ausstand in Brandenburg noch bis in die Nacht. Die Brandenburger Fahrer fordern den gleichen Lohn wie die Berliner.

Am Warnstreik im Öffentlichen Nahverkehr beteiligten sich am Dienstag nach Gewerkschaftsangaben in Brandenburg 1.000 Bus- und Bahnfahrer. Der Ausstand begann um drei Uhr nachts und dauerte 24 Stunden - also bis Mittwochmorgen drei Uhr. Die Mitarbeiter von zwölf Verkehrsgesellschaften in ganz Brandenburg waren zum Streik aufgerufen, vor allem in den dichter besiedelten Regionen standen die Fahrzeuge still. Vor dem Hauptquartier der Potsdamer Verkehrsbetriebe (ViP) kamen am Morgen rund 150 Mitarbeiter zusammen. Alle Busse und Bahnen, die von dort normalerweise ab 3 Uhr starten, blieben im Betriebshof. Deshalb waren in der Landeshauptstadt auch mehr Autos und Radfahrer als sonst unterwegs, wie eine Reporterin von rbb-Inforadio berichtete. Die S-Bahnen und die Regionalbahnen seien jedoch nicht voller als üblich gewesen.

Auch in Cottbus, Eberswalde oder Müllrose blieben Busse oder Straßenbahnen in den Depots. Nur wenig betroffen von dem Streik war dagegen der südliche Teil von Märkisch-Oderland. Viele Buslinien, etwa in Strausberg, Seelow oder auch die wichtige Verbindung Strausberg - Eberswalde, wurden von dem privaten Unternehmen Mobus bedient und fuhren deshalb wie gewohnt. Auch in Eberswalde, im Barnim und Prenzlau in der Uckermark rollten Busse des Unternehmens, zumindest im Stadtgebiet. Auf den Überlandlinien kam es dagegen zu Einschränkungen. "Auch der Schülerverkehr war stark betroffen", sagte Steffi Pohlan von der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft dem rbb.

Verwaiste Bushaltestellen in Frankfurt (Oder): Am 29.09.20 streikte laut Verdi etwa 1.000 Bahn- und Busfahrer in Brandenburg für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen (Quelle: rbb / Marie Stumpf).
Verwaiste Haltestellen: In der Frankfurter Innenstadt fuhr am Dienstag kein Bus. | Bild: rbb / Marie Stumpf

Verdi: "Streik ist nicht ganz so optimal verlaufen"

Ebenso hielten sich die Auswirkungen des Streiks in Frankfurt (Oder) in Grenzen. Die Haltestellen blieben komplett leer. Wer zur Arbeit oder zur Schule musste, hatte seinen Weg offenbar anders organisiert. In Bad Belzig seien rund 20 Mitarbeiter am Streik beteiligt gewesen, sagte Jens Gröger, Verdi-Geschäftsführer für Nordostbrandenburg dem rbb. Außer in einzelnen Landkreisen wie Prignitz und Oberhavel hätten sich landesweit Bus- und Bahnfahrer beteiligt.

In Teilen der Lausitz standen Teile des Nahverkehrs ebenfalls still. Das Unternehmen Cottbusverkehr griff am Dienstag nach rbb-Informationen verstärkt auf Subunternehmen zurück. Auch der Schülerverkehr habe am Dienstag in Teilen gewährleistet werden können, sagte Robert Fischer, Sprecher von Cottbusverkehr, dem rbb. Außerdem sei eine Straßenbahnlinie gefahren. "Wir haben auch eigene Leute, die sich bereit erklärt haben zu fahren", sagte Fischer. "Ein anderer Teil wird mit Subunternehmern abgedeckt."

Harald Kallenbach von der Gewerkschaft Verdi sagte dazu: "Der Streik ist nicht ganz so optimal verlaufen, weil es im Betrieb immer noch Kräfte gibt, die es nicht einsehen, dass man dafür kämpfen muss, um bessere Arbeitsbedingungen zu erhalten." Verdi kritisierte, dass Verkehrsbetriebe versuchten, einen Notfahrplan mit Hilfe von Subunternehmen und Streikbrecherprämien aufrecht zu erhalten. Viele Passanten wiederum äußerten sich im Gespräch mit dem rbb kritisch über den Streik.

Druck in der laufenden Tarifrunde

Mit dem Arbeitskampf will die Gewerkschaft in der laufenden Tarifrunde auf Landesebene der Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Zugleich möchte sie in Vertretung der Beschäftigten bundesweite Tarifverhandlungen für den Nahverkehr erreichen. Das Ziel ist ein Manteltarifvertrag vom Verband Kommunaler Arbeitgeber - mit gleichen Bedingungen für alle.

In Brandenburg geht es um rund 3.500 Mitarbeiter. Diese Bus- und Bahnfahrer sollen nach Ansicht der Gewerkschaft und der Streikenden ebenso viel Geld wie ihre Berliner Kollegen erhalten. "Es gibt Kollegen, die 30 Tage Urlaub haben und andere haben nur 26", sagte Hardy Senkpiel, Busfahrer aus Müllrose dem rbb am Dienstag. "Und die Berliner Kollegen verdienen 300 bis 400 Euro brutto mehr und machen dieselbe Arbeit." Er und seine streikenden Kollegen trugen Aufkleber mit der Botschaft: "Wir sind systemrelevant".

Dem rbb-Inforadio sagte die stellvertretende Bundesvorsitzende von Verdi, Christine Behle, durch Sparmaßnahmen in der Vergangenheit fehle es schon jetzt an Personal. Dadurch sei die Arbeitsbelastung der Beschäftigten gestiegen. Wenn jetzt nichts für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getan werde, verschärfe sich die Situation. Laut Verdi sei die Zahl der Fahrgäste in den letzten Jahren in Brandenburg um 25 Prozent gestiegen, gleichzeitig sei das Personal um knapp 20 Prozent abgebaut worden.

Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände Brandenburg kritisierte den Warnstreik. "Wir sind bereit, auf Landesebene zu verhandeln", sagte der Hauptgeschäftsführer Klaus-Dieter Klapproth. "Aber beides parallel, auf Bundes- und auf Landesebene verhandeln, das können wir nicht machen."

Seit Nachmittag wieder normaler Verkehr in Berlin

Auch die Beschäftigten der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) streikten am Dienstag, allerdings ging dieser Warnstreik bereits am Mittag planmäßig zu Ende. Busverbindungen, Straßenbahnen und U-Bahnen waren betroffen. Seit kurz nach 12 Uhr rollten die ersten Busse und Straßenbahnen wieder von den Betriebshöfen und die ersten U-Bahnen aus den Aufstellanlagen. Ab circa 15 Uhr normalisierte sich der Verkehr wieder.

Seit drei Uhr waren die allermeisten BVG-Linien außer Betrieb. Morgens kam es deswegen in Berlin zu Staus und vollen Radwegen. Viele Berufstätige und Schüler stiegen offensichtlich aufs Auto oder aufs Fahrrad um. Verkehrsdaten zufolge stockte es am Morgen auf verschiedenen Abschnitten der A100, auch auf den Einfallstraßen fuhren die Autos dicht an dicht. An Knotenpunkten im öffentlichen Nahverkehr, wie Bahnhof Zoo oder Alexanderplatz, bliebt die Lage indes ruhig.

Warnstreik der BVG am 29.09.2020. Alternativ nutzen Fahrgäste am frühen Morgen am Bahnhof Südkreuz die S-Bahn. (Quelle: rbb|24/Grit Lider)Fahrgäste nutzten am frühen Morgen die S-Bahn

23 Berliner Buslinien in Betrieb

Nicht von dem Streik betroffen waren die Berliner S-Bahn und Regionalzüge. Alle S-Bahn-Linien sowie die Ringbahn konnten uneingeschränkt genutzt werden. Die S-Bahn Berlin verstärkte ihr Zugangebot sogar: Von 7 bis 12 Uhr verkehrten zusätzliche Züge im 20-Minuten-Takt auf der Strecke der S1 zwischen Zehlendorf und Potsdamer Platz. Auf der Linie S5 zwischen Mahlsdorf und Ostbahnhof fuhren zwischen 6 und 12 Uhr zusätzliche Züge ebenfalls im 20-Minuten-Takt. Ebenfalls nicht vom Streik betroffen war die DB Regio Nord-Ost.

In Berlin fuhren am Vormittag nur auf wenigen Linien private Subunternehmer. 23 Buslinien blieben komplett in Betrieb, sieben weitere fuhren mit leichten Einschränkungen. Die BVG-Fährlinien beteiligten sich nicht am Streik.

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Sendung: Inforadio, 29.09.2020, 5 Uhr

90 Kommentare

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  1. 90.

    Ihr Beitrag ist in sich nicht Logisch. So geht es schon mal los.
    ich würde sagen, dass ein Flixbusfahrer oder andere solcher Firmen idR deutlich weniger verdienen als ein Busfahrer bei der BVG. Ergo ist diser besser bezahlt als ein vergleichbarer Job. Und auch besser als viele andere ich sag mal ganz böse.. Durchschnittsjobs. Insbesondere in Coronazeiten, wo andere Jobs in Kurzarbeit oder auf der Kippe sind.

    Mit dem Begriff "Totschlag Argument" zu kommen macht man auch nur, wenn man keine Argumente mehr in Petto hat.
    Natürlich kann man wechseln, wenn man nicht zufrieden ist.. wohin auch immer. Genau das ist der Unterschied zwischen erfolgreichen Menschen und... den anderen.
    Und wenn man so unterbezahlt ist und es einem soo schlecht geht, warum dann nicht zum nach Ihrer Meinung so gut bezahlten Flixbus? (verstehen Sie Ihren Widerspruch?)
    Offensichtlich geht es den BVG Fahrern aber so gut, dass sie nicht wechseln, sondern lieber ihr sicheres Erpressungspotential ausschöpfen.

  2. 89.

    Irgendwie ist der Begriff "Bahnbeschäftigte " in meinem Kopf für die DB "reserviert" Verkehrsbetriebe sind doch keine Bahn auch wenn sie Tram oder U-Bahn AUCH betreiben. Die Beschäftigten von denen sind BVG Angestellte, Bus oder Tramfahrer oder so was in der Art aber nicht Bahnbeschäftigte. Völlig falsche Begriffsverwendung, die etwas völlig falsches sugerriert.

  3. 88.

    Ich denke Sie möchten den Job nicht machen.Wer so was schreibt der sollte erst recht nicht urteilen über Streik oder nicht und mehr Geld.Vollkommen richtig,alleine schon weil mir Freizeit wichtiger ist.Das heißt aber nicht das ich keine Überstunden mache,oder mal an einen Samstag oder mal Nachts raus muss,das kommt auch mal vor.Ich bin aber auch vollkommen zufrieden mit meinen Beruf und den Verdienst.Es geht aber darum warum der Busfahrer erst den Arbeitsvertrag unterschrieben hat.Lohn und Arbeitszeiten sind da doch bekannt gewesen.Und wenn mit die 1900€/1800€ entlohnung +für die Nacht,Schicht,Feiertage arbeiten nicht ausreichend sind,warum hat man dann erst angefangen?Für bessere Arbeitsbedingungen zu Streiken ist verständlich,aber ändert sich was an den Nacht,Schicht,Feiertage daran wenn ich 150€ mehr oder 4,8% mehr Lohn bekomme?Ich muss doch weiterhin am WE,Feiertag und in Schicht arbeiten.

  4. 87.

    @Tommy
    Was meinen sie mit hoch bezahlten Arbeitsplätze ?
    Soll ja Menschen geben für die ist der Mindestlohn schon zu viel .

    "Wenn Sie sich im Vergleich zu Flix Busfahrern unterbezahlt und benachteiligt sehen, dann wechseln Sie doch da hin."

    Typisches Totschlag Argument ,wenn einen sonst nichts mehr einfällt .
    Wenn sie mit ihrem jetzigem Job so unzufrieden sind ,wechseln sie doch in den ÖD (In das Paradies auf Erden)

  5. 86.

    Weit aus hörer? Stimmt nicht! Schon mal in der Schweiz gewesen? Einzig Restaurant und einige Dienstleistungen sind angemessen teurer, aber nicht die Lebenshaltungskosten. Diese sind sogar vergleichbar mit Berlin. Es geht auch nicht um den Zwang unbedingt Busfahrer zu werden. Völlig falsche Interpretation von Ihnen. Ich denke Sie möchten den Job nicht machen. Wer so was schreibt der sollte erst recht nicht urteilen über Streik oder nicht und mehr Geld.

  6. 85.

    Die Rettungspakete sind dazu da, das wirtschaftliche Überleben mit vielen Abstrichen zu sichern und Arbeitslosigkeit zu vermeiden und nicht um Luxustarifforderungen von sicheren im Vergleich zu anderen hoch bezahlten Arbeitsplätzen im öffentlichen Dienst zu bedienen. Unglaublich wie manche drauf sind. Jammern auf exorbitant abgehobenem Niveau.
    Wenn Sie sich im Vergleich zu Flix Busfahrern unterbezahlt und benachteiligt sehen, dann wechseln Sie doch da hin.

  7. 84.

    Auch Ihnen zur Info....Der Fahrausweis ist ein geldwerter Vorteil und steht mit knapp neunhundert Euro auf der Steuerkarte. Wird bei der Einkommenssteuer komplett gegen gerechnet. Welche Vorteile haben Familienmitglieder? Keine. Boni, Prämie und und dreizehntes Monatsgehalt gibt es nicht. Es sind eher Rückzahlungen vergangener Tarifeinigungen.
    Bei der BVG hat man bis auf das Weihnachtsgeld alles abgeschafft.
    Jeder seriöse Arbeitgeber zahlt für seine Mitarbeiter einen Vorteil.
    z.B BMW und Ikea zahlen Gewinnbeteiligungen. Lebensmittelfirmen zahlen vergünstigtes Essen und so kann man die Liste fortführen.

  8. 83.

    Da kann ich nur ganz spöttisch sagen: Augen auf bei der Berufswahl ! Wenn es keine Busfahrer gibt, dann fahren eben keine Busse. Punkt. Dann organisiert man das anders. Müssen die Menschen auf dem Dorf ja auch.
    Andere Menschen müssen auch Schicht und am WE arbeiten. Von Kino, Theater bis Restaurant, Döner, Zoo, Bäcker, Spätie, Teile der Post, Notdienste, Kreuzfahrt, Hamburgerläden... Die Deutsche Bahn übrigens auch. Die haben sich vor paar Wochen mit 1,5% ohne großen Tamtam geeinigt. Der BVG geht es bestimmt nicht besser als der DB.

  9. 82.

    Landesbeschäftigte im öffentlichen Dienst des Landes Berlin können ab Herbst 2020 kostenlos mit S-Bahn, Tram und Bussen fahren. Das hat der Berliner Senat beschlossen.In dem vom Senat beschlossenen Entwurf des Doppelhaushaltes für die Jahre 2020/2021 ist das Angebot einer Ballungsraumzulage/ÖPNV-Ticket für alle Beschäftigte des Landes Berlin vorgesehen. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, hierzu: „Ab Herbst 2020 gibt es für die Beschäftigten des Landes Berlin eine wichtige Zulage, die spürbar die Lebenshaltungskosten senkt und das Klima schont. Damit erhöhen wir die Attraktivität Berlins als Arbeitgeber und gehen einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer klimaneutralen Metropole Berlin.“

  10. 81.

    Hier müsste aber der ÖPNV vorrangig ausgebaut werden,um attraktiv zu werden.Es gäbe u.a.mehr Platz wenn Parkplätze und Parkhäuser weg wären.Ladestationen könnte man in Städten auch weglassen.Wieviel % belegen Parkflächen der Stadtgebiete?15%,20% + ?
    Um einer Steigerung des Autoverkehrs entgegen zu wirken, muss der ÖPNV günstiger bleiben als das Auto, sowohl finanziell als auch zeitlich.Ja,das ist vollkommen richtig.Die Taktzeiten müssen hier natürlich auch verkürzt werden.Auch am Wochende,bisher muss man da 20-30 min.warten?Der ÖPNV ist schon güngstiger als ein Auto.Jetzt mal auf das Jahr gerechnet.

  11. 80.

    Und der Staat schnürt riesige Rettungspakete für irgendwelche Fluggesellschaften. Es gibt Corona Prämien für Systemrelevante Berufe und im ÖPNV passiert einfach nichts!

  12. 79.

    Eine Umweltkarte kostet für den normal sterblichen Bürger (der nicht bei der BVG arbeitet) ABC über 1000 Euro. Stimmt? Stimmt! Und die müssen sich BVG Mitarbeiter, wie alle anderen Bürger, selber kaufen? Das glaube ich kaum. Die Abgabe zum Selbstkostenpreis (versteuern + Sozialabgaben) ist eine Lohnersatzleistung, ein Geldwerter Vorteil, ein Gehaltsbestandteil, den andere Beschäftigte nicht haben. Und wie sieht es da mit Familienmitgliedern aus, die haben doch auch ihre Vorteile.
    Und ob man etwas 13tes Monatsgehalt, Einmalzahlung oder Jahresendprämie oder Melonensorbet nennt ändert nix an dem, was hinten raus kommt... nämlich Kohle auf dem Konto. Sie reden sich Ihre Position schön und denken, dass merkt schon niemand. Guter Versuch... aber fehlgeschlagen.

  13. 78.

    Ein Busfahrer mit 1800 bis 2000 auf die Hand nach Hause zu schicken ist unerhört bei der Verantwortung!
    Es wird keiner gezwungen Busfahrer,Zugfahrer,Strassenbahnfahrer zu werden.Man wird auch nicht zum Unterschreiben des Arbeitsvertrages gezwungen.
    In der Schweiz, welche pro Kopf nicht reicher ist wie D,bekommt man für diese Arbeit fast 5.000 Euro auf die Hand.
    Sie können hier nicht Deutschland mit der Schweiz vergleichen.In der Schweiz sind auch die Lebenshaltungskosten weit höher.

  14. 77.

    Ich stimme Ihnen vollkommen zu. Viel besser wäre das Einfrieren sämtlicher Preise gewesen, dann hätten wir auch etwas von der Senkung dr MwSt! Aber Nein! Es sind deutliche Preiserhöhung umgesetzt worden bei Lebensmitteln und sonstigen Gütern des täglichen Bedarfs. Technik, Autos etc. Monatliche Abgaben wurden gar nicht berücksichtigt. Die nächste Erhöhung wird die Angleichung an die 19 % 2021 sein. Es ist mehr als gerechtfertigt genau jetzt nach mehr Geld zu schreien, finde ich. Gutmenschen wollen eine Null Runde, für was,damit der Bürger noch weniger in der Tasche hat. Die kommenden Steuererhöhung werden die Situation auch nicht verbessern. Die Leute Streiken damit auch alle andern etwas davon haben werden! Und so sicher ist kein Job der Welt, auch bei den öffentlichen kann man ganz schnell weg sein. Generell wer gute Arbeit leistet, dessen Job ist auch sicher. Sonst ist man beim falschen Arbeitgeber und sollte sich wehren und nicht Neiddebaten eröffnen um Frust abzubauen.

  15. 76.

    In der ganzen Wirtschaft verdient man in vergleichbaren Jobs in Berlin weniger als woanders. Weil eben alles nach Berlin will und dafür bereit ist auch weniger zu vedienen oder den überreizten Wohnungsmarkt noch mehr zu belasten. Wir haben in unserer Firma auch weniger Probleme Mitarbeiter für Berlin zu finden als Zweigstellen anderswo. Nur wird bei uns überall gleich bezahlt aber auch nicht die Höchstsummen. Dafür gutes Arbeitsklima.
    In meiner Branche verdient man am Markt in Berlin zwischen 20 - 30% weniger. Das kann schonmal fast einen Taui ausmachen. Jeder hat die freie Wahl was und wo er arbeiten und leben will. Wir leben nicht mehr in den 90er/20er mit um die 10% Arbeitslosenquote. Flixbus & CO brauchen sicher auch Busfahrer und Alba könnte den Müll sicher auch kompetent entsorgen. Wenn man überall politisch Monopole schaft und andere Marktteilnehmer aussperrt, dann kommt logisch sowas dabei raus. Berlin hat derzeit 10% Arbeitslosenquote, dennkt mal drüber nach.

  16. 75.

    Mehr Fahrräder,Anpassung der Taktzeiten.Busse Strassenbahnen halten/Parken nicht in 2.Spur,es fahren nicht Hunderte,Tausende Straßenbahnen und Busse zeitgleich.
    ÖPNV attraktiver gestalten.Neue Wohnungen bauen,Parplätze,Parkhäuser weg,mehr Platz.Klare Logik.

  17. 73.

    Bin heute morgen um 4:15 zur Arbeit los, war so leer wie immer.
    Auf der Nachhausefahrt zwischen 13:30 und 14:30 war es so wie immer. Nicht mehr Autos, nicht mehr Radfahrer im Gegenteil.

  18. 72.

    Die Busspuren sind ja auch in normalen Zeiten überwiegend leer. In 10 Minuten = 9,5 Min unnütze blockierte Infrastruktur oder schlimmer."
    Das ist so nicht ganz richtig. Es soll Strecken geben, die von mehr als einer Linie befahren werden. Zudem sind Tag und Nacht Taxen auf diesen Spuren unterwegs.

  19. 71.

    @Tibor
    "Die ganze Aktion hätte man auch 1 Jahr verschieben können, da ab nächstem Jahr wahrscheinlich ein Impfstoff zur Verfügung steht.
    Wie sagte heute Morgen in den Nachrichten ein Passant so treffend "Beihilfe zur Körperverletzung" eben "Weil wir unser Portemonnaie mehr lieben"

    Die Gewerkschaft wollte die Tarifauseinandersetzung verschieben !!
    Nur der VKA - Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände hat eine verschieben abgelehnt !!!!
    Aber verhandeln will der VKA auch nicht !!!!!

    Warum?
    Um genau diese Reaktion hervorzurufen !!!
    Man will Unruhe und Unverständnis in der Bevölkerung hervorrufen , um umso billig wie nur möglich aus der Nummer zu kommen . Da nimmt man auch völlig schamlos Corona Opfer in Kauf , weil die Täter sind ja schon im Vornerein benannt worden , dass sind die Gewerkschaften und die bösen Mitarbeiter !!!!

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