Ein Mann läuft am BSR Recycling Hof am Tempelhofer Weg, Berlin vorbei (Bild: dpa/Schoening)
Bild: dpa/Schoening

Warnstreiks auch bei Straßenreinigung - Berliner Recyclinghöfe blieben am Samstag dicht

Aufgrund von Warnstreiks im öffentlichen Dienst wurden am Samstag alle Berliner Recyclinghöfe geschlossen. Am Montag soll es dann bei der Straßenreinigung zu "erheblichen Einschränkungen" in der Hauptstadt kommen, wie die Berliner Stadtreinigung am Freitag mitteilte.

Die Gewerkschaft Verdi hat demnach für beide Tage zu Arbeitsniederlegungen im Rahmen des Tarifstreits im öffentlichen Dienst aufgerufen. Am vergangenen Wochenende war die zweite Verhandlungsrunde ohne Annäherung zu Ende gegangen. Bereits am Freitag kam es zu Warnstreiks bei den Berliner Wasserbetrieben.

Warnstreiks auch im ÖPNV und an Kliniken

Für Dienstag sind bundeswelte Warnstreiks im Öffentlichen Nahverkehr angekündigt. In Berlin soll es auch Arbeitsniederlegungen an Kliniken der Charité und von Vivantes kommen.

Verdi und der Beamtenbund dbb verlangen 4,8 Prozent mehr Lohn. Den Beschäftigten sollen mindestens 150 Euro mehr pro Monat zugesichert werden. Die Arbeitnehmervertreter fordern eine Laufzeit von zwölf Monaten, die kommunalen Arbeitgeber wollen eine längere Laufzeit. Die Kommunen hätten wegen der Corona-Krise nichts zu verteilen, argumentieren sie. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober geplant.

9 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 9.

    "unangenehmer Knochenjob"? OMG, handelt es sich bei den BSR Mitarbeitern etwa um Zwangsarbeiter, die zu dieser Arbeit gezwungen werden? Diese Menschen haben den Job selbst gewählt. Diese Arbeit als "unangenehmen Knochenjob" zu bezeichnen und das als Argument für mehr Kohle zu verwenden ist sowas von komplett hirnrissig, dass mir echt die Worte fehlen.

  2. 8.

    Na, da wird wohl so mancher Müllhaufen mehr in der Natur gelandet sein. Super gemacht.

  3. 7.

    Dass die Recyclinghöfe bestreikt werden - und zwar alle - wurde am Freitag bekanntgegeben. Zu waren sie am Samstag. Soviel zu den Fakten. Und mal zur Einordnung: Ein Warnstreik heißt Warnstreik, weil er eine Warnung sein soll. Und zwar eine an den Arbeitgeber. Nicht an den Bürger, der Steuern, Gebühren und Abgaben zahlt. Ich wette, die BSR hat heute sogar richtig Kosten und somit Geld gespart. Tolle Warnung! Super Strategie! Und eine grandiose Kommunikation seitens verdi.

  4. 6.

    Dann machen sie erstmal selber den Job es ist Knochenarbeit wer keine Ahnung hat sollte sowas nicht schreiben.
    Sie sind von Früh bis Spät am Arbeiten egal bei welchem Wetter da kann man verstehen das sie mehr Verfiehen wollen, das haben sie sich verdient, da kann man verstehen das sie Streiken.
    Und man kann froh sein das man es erfahren hat und wenn mann die Nachrichten verfolgt hätte dann wusste man es schon 2-3Tage vorher,denn es wurde schon voher gesagt.
    Ich bin dankbar für die Leistung die die Mitarbeiter in Orange bringen, wenn man überlegt das sie seit Monaten in Corona immer gearbeitet haben und drn Müll wegmachten den andere machten.
    Solche Kommentare kann man sich echt sparen

  5. 5.

    Und deshalb müssen Sie von einem Tag auf den anderen völlig überraschend gleich alle 15 Recyclinghöfe dichtmachen? Nur 10 hätten nicht gereicht? Oder drei Tage Vorlauf, damit man umplanen kann? Arroganz in Orange.

  6. 4.

    Genau das soll ein Streik bewirken. Ein Streik muss bemerkt werden sonst taugt er nichts . Nur so bewegen Sich die Arbeitgeber. Bitte nicht vergessen das man sich trotz Corona auf die BSR immer verlassen konnte. Jedenfalls in unseren Stadtteil. Es kann nicht sein das jetzt die kommunalen Arbeitgeber Corona vorschieben um nicht mehr zu bezahlen. Was kommt nächstes Jahr als Grund: die afrikanische Schweinepest oder was. Also einfach mal sich damit beschäftigen bevor man meckert.

  7. 3.

    Ein Streik der nicht nervt, kann man sich auch sparen. Und bei allem Respekt:Ob sie dafür Verständnis haben oder nicht:Interessierte nicht die Bohne! Es geht um unsere Bezahlung für einen unangenehmen Knochenjob!

  8. 2.

    in so einen Fall würde ick denen den Mist vor die Tür stellen. Sowas geht mal gar nicht .

  9. 1.

    Es ist ein Unding, so kurzfristig alle Recyclinghöfe zu bestreiken. Völlig Unbeteiligte, die mit dem Tarifstreit nichts zu tun haben, stecken mitten im Umzug, haben Transporter gemietet, können die Wohnung nicht planmäßig räumen, bleiben auf ihrem Sperrmüll und ihren Kosten sitzen. Aber das ist verdi ja schnuppe. Für diese "Strategie", so man sie so nennen möchte, habe ich null, nochmals n u l l, Verständnis. Und Sympathie schon gar nicht.

Das könnte Sie auch interessieren