Flugzeuge der Fluggesellschaft EasyJet parken auf dem Gelände des künftigen Flughafens Berlin Brandenburg "Willy Brandt". (Quelle: dpa/Soeren Stache)
Video: Brandenburg Aktuell | 24.09.2020 | Ludger Smolka | Bild: dpa/Soeren Stache

Entlassungen geplant - Easyjet-Mitarbeiter protestieren gegen kleinere Berlin-Flotte

Mitarbeiter der Fluggesellschaft Easyjet haben am Donnerstagvormittag am Flughafen Schönefeld gegen eine Verkleinerung der Flotte protestiert.

An der Aktion der Gewerkschaft Verdi beteiligten sich etwa 350 Beschäftigte. Der Gewerkschaftssekretär für den Bereich Luftfahrt, Holger Rößler, sagte dem rbb, es gehe darum, das Unternehmen davon zu überzeugen, dass es intelligentere Wege als den Kahlschlag gebe. Es sei besser, die Beschäftigten mit durch die Krise zu nehmen, Kurzarbeit zu nutzen. So könnten die Mitarbeiter an Bord gehalten werden für die Zeit einer größeren Nachfrage nach der Krise. Auch Teilzeitarbeit oder das freiwillige Ausscheiden von Mitarbeitern könnten genutzt werden.

Easyjet hat in Schönefeld und Tegel zurzeit 34 Flugzeuge stationiert. Bis zum Jahresende sollen es nur noch 18 sein. Ein Vertreter des Unternehmens bestätigte die Kürzungspläne, der Standort Berln solle aber erhalten bleiben.

Sendung: rbbUM6, 24.09.2020, 18 Uhr

7 Kommentare

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  1. 7.

    Danke für den guten Artikel.
    Es ist wirklich unglaublich, dass der Arbeitgeber nicht selbst solche hilfreichen Vorschläge macht, wie sie von Verdi vorgeschlagen werden. Mehr Verantwortung zeigen für die Arbeitnehmer, die die Airline aufgebaut haben und es schwer genug Inder Krise haben, ist doch wohl nicht zu viel verlangt. Dafür ist das Kurzarbeitergeld gedacht.

  2. 6.

    Ich glaube, Ver.di hat noch nicht begriffen ,was los ist. Es wird noch Jahre dauern, bis der Flugverkehr wieder zu seiner alten Größe zurück kommt. Das wird auch noch den BER treffen. Ich b7n noch nicht davon überzeugt, das T5 benötigt wird und damit auch weniger Personal am BER und dem was damit zusammenhängt.

  3. 5.

    Thomas, haben Sie den Artikel gelesen? Was ist denn das für eine wirre Antwort?
    Die Gewerkschaft fordert eine soziale Abfederung über Frühverrentung, Teilzeit und auch Kurzarbeit.

  4. 4.

    Man kann doch trotzdem um seine Arbeitsplätze kämpfen. Hat schon öfters zum Erfolg geführt. Duckmäuser wie Sie die alles akzeptieren gibt es genug

  5. 3.

    Thomas: Warum nutzt easyjet nicht die Kurzarbeit? Warum müssen die Beschäftigten ihren Job verlieren, wenn es andere Möglichkeiten gibt? Ich glaube dass es nicht um Verständnisprobleme geht, sondern um die Zukunft von Menschen, die gute Arbeits und Tarifbedingungen haben. Dafür lohnt es sich zu demonstrieren und zu kämpfen.

  6. 2.

    Was ist denn für die Beschäftigten an der Flottenverkleinerung und den damit notwendigen Personalkürzungen so schwer zu verstehen?
    Easyjet möchte zukünftig keine innerdeutschen Verbindungen mehr anbieten und bedingt durch Corona sind andere Strecken nicht auslastend gebucht.
    Da hilft auch die Gewerkschaft nicht, denn die wird auf Dauer die Personalkosten nicht übernehmen.

  7. 1.

    Und so wird die Hauptstadt immer mehr zum Dorf.

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