Heizstrahler an einem Straßencafé in Berlin. Quelle: imago stock&people
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Coronakrise im Winter - Grüne Bezirkspolitiker gegen Heizstrahler für Kneipenbetrieb

Mit Heizstrahlern vor ihren Restaurants und Kneipen könnten Berliner Gastronomen trotz Coronakrise auch im Winter Gäste anlocken - allerdings stößt diese Idee auf den Widerstand vor allem von Grünen-Bezirkspolitikern.

Wie die "Berliner Morgenpost" am Donnerstag berichtete, lehnen die Bezirksbürgermeister von Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg, Stephan von Dassel und Monika Herrmann, die mit Gas betriebenen, Wärme spendenden Heizstrahler ab. Jedes Gramm Kohlenstoffdioxid "bringt uns näher an den Rand der Katastrophe", wurde Herrmann zitiert.

IHK fordert Heizstrahler für Gastronomie

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) hatte Ende August vorgeschlagen, die Heizstrahler für einen bestimmten Zeitraum auf den Außenflächen vor Cafés und Kneipen zu erlauben. Damit könnten die Corona-Abstände besser eingehalten werden und die Gastronomiebetriebe die Umsatzeinbußen etwas kompensieren. Dafür sollten sie dann eine Klimaabgabe zahlen. Seit 2009 sind die Wärmequellen auf öffentlichem Boden in manchen Bezirken verboten.

Bedenken gibt es auch wegen Sicherheitsfragen. Direkt unter Schirmen, Markisen und Zelten sowie neben brennbaren Wind- und Wetterschutzfolien dürften Heizstrahler nicht aufgestellt werden, warnte der TÜV, wie die Zeitung berichtete. Abstand zu Holzfassaden und Bäumen sei ebenso nötig. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) brachte eine klimafreundlichere Alternative wie mit Ökostrom-betriebene Heizmöglichkeiten ins Spiel.

Strahler mit Öko-Strom

Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) hatte am Dienstag angekündigt, eine Erlaubnis für elektrische Heizstrahler als umweltfreundlichere Alternative zu gasbetrieben Strahlern zu prüfen. Corona treffe die Gastronomie hart, sagte Pop, gasbetriebene Heistrahler seien aber keine klimafreundliche und intelligente Lösung.

Infektions- und Klimaschutz müssten in Einklang gebracht werden. So könnten elektrische Heizstrahler, die mit Öko-Strom betrieben werden, eine klimafreundliche Alternative sein.

13 Kommentare

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  1. 13.

    ...genau wie rot-rot-grün keine Probleme löst sondern ständig nur neue schafft, die Gesellschaft spaltet und dabei auch noch die Demokratie und das Vertrauen in den Reshctsstaat beschädigt.

  2. 12.

    Wie ich schon sagte: Mehr konstruktive Ideen statt ständigem Wehklagen wäre schön. Im Gegensatz zu Popup-Radwegen lösen Popup-Restaurants nämlich nicht das Problem.

  3. 11.

    wir haben 3 Kriesen. Die dritte ist RRG !

    Wie wäre es denn mit popup Restaurants.. die bauen einfach bis zur Mitte der Straße an.

  4. 10.

    Ein paar Lamenti weniger und ein paar konkrete Ideen mehr fänd ich schön. Wir haben zwei Krisen, und wir können beide als Chancen sehen: Eine Covid-Krise und eine Energie-Krise. Finden wir doch mal echte Lösungen. - Egal ob mit Propan oder mit Ökostrom betrieben: Heizpilze brauchen rund 10.000 W, und wärmen bei Abstandsregeln vllt 5 Personen. Pro Person also 2000W. Eine Heizdecke z.B. hätte etwa denselben Effekt mit nur 40W pro Person - ist also FÜNFZIG Mal so effektiv. Was also spricht gegen die Heizdecke? Hygieneproblem? Auch dafür lässt sich doch eine Lösung finden, oder?

  5. 9.

    Wow, Senatorin wird mit dem Verbieten von Gasheizstrahlern in Berlin das Klima retten. Faszinierend Blöd. Allerdings haben es die Berliner*innen ja so gewollt - oder.

    O.K. ich kaufe mir jetzt E-Strahler. Aber - welcher Strom da durchbrennt ist ganz alleine meine Entscheidung. Ich nehme den aus Frankreich - da sind die AKW am strahlendsten.

    Ich kaufe mir jedoch auch 10Meter Buchenholz - Mal schauen wer dann was zu welchem Lagerfeuer was wie sagt.

    Moin denn

  6. 8.

    Genau meine Meinung. Des Weiteren: Heizpilze riechen und verderben den Genuss beim Essen. Mittelmäßiges Essen unter Heizpilzen ist das Geld nicht wert. Und die Alkoholkonsumenten brauchen das doch auch nicht....der soll ja von innen wärmen, wie man hört.
    Und an andere: man muss gar kein Grünen Wähler sein um diese Idee schlecht zu finden. Man kann auch mit anderer politischer Ausrichtung ökologisch denken.

  7. 7.

    Ich schlage vor, dass für alle Grünen bis Mai 2021 kein Platz mehr in Restaurants ist, da der knappe Platz innerhalb der Restaurants für andere Gäste benötigt wird. Grüne mögen bitte im Aussenbereich ohne Heizstrahler Platz nehmen.

  8. 6.

    Und wer soll das bezahlen? Die Gastwirte jammern, können sich aber die hohen Kosten der Energie leisten - so verstehe ich diese Diskusion über diese Alternativen. Für mich totaler Widerspruch. LEUTE ZIEHT EUCH WARM AN!

  9. 5.

    Selbst in so einer Ausnahmesituation sind die Grünen nicht bereit eine lächerliche Gastherme zu reaktivieren, als ob es nicht genug ist, dass gerade die halbe Welt als Ausgleich still steht. Berliner sieht es endlich ein, grün und linke rote sind nicht nochmal zu wählen! Diese Menschen schaden der Stadt und gehören nicht in die Politik sondern auf einen Bauernhof auf dem Land.

  10. 4.

    "Jedes Gramm Kohlenstoffdioxid "bringt uns näher an den Rand der Katastrophe", wurde Herrmann zitiert."
    Bei Frau Herrmann geht es natürlich nicht mal eine Nummer kleiner. Diese maßlose Übertreibung verhindert von Anfang an vernünftiges Abwägen aller Faktoren und, im Hinblick auf die wirtschaftlich äußerst schlechte Lage der Gastronomie, eine kulante Ausnahmeregelung bis zum kommenden Frühjahr.
    Hauptsache man bleibt bei den Grünen und Linken immer schön ideologisch verblendet.

  11. 3.

    Engstirnigkeit ist eben Programm bei den Grünen. Was nicht geht, das wissen sie immer ganz genau. Was geht, da herrscht Funkstille.

  12. 2.

    Leider kann niemand garantieren, dass die elektrischen Heizstrahler NUR mit Öko-Strom betrieben werden.
    Dem Strom, der aus der Steckdose kommt, ist es egal, ob die Energie zu seiner Anregeung von Kohle, Atom oder Sonne stammt.
    Außerdem halte ich es für die schlimmste aller "Energiesünden", eine hochwertige Energieform wie Strom in die simpelste, nämlich Wärme zurück zu verwandeln ...

  13. 1.

    Wie wär's mit einem Apres-Ski-Mode-Winter auf den Berliner Straßen - oder einer warmen Kopfbedeckung - auch für Grüne? ;) Aber im Zweifel gibt's leider bis 2038 auch noch "günstigen" subventionierten Kohlestrom für Ökoheizstrahler im Freien :(

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