Siemensbahn, stillgelegter Bahnhof Wernerwerk, Siemensstadt, Spandau, Berlin, Deutschland (Qielle: dpa/Bildagentur-online/Schoening)
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Video: rbb|24 | 24.09.2020 | Vanessa Klüber | Bild: dpa/Bildagentur-online/Schoening

Wiederinbetriebnahme - Erste Arbeiten an der Siemensbahn beginnen

Um die Siemensbahn langsam wieder zum Leben zu erwecken, lässt die Bahn von Donnerstag an Schotter und alte Schwellen abräumen. So richtig gebaut wird an der Strecke aber voraussichtlich erst in sechs Jahren.

An der Berliner Siemensbahn haben die ersten Arbeiten zur Wiederinbetriebnahme der vor 40 Jahren stillgelegten Strecke begonnen. Zunächst werden alter Schotter und marode Schwellen abgeräumt, wie die Deutsche Bahn AG am Donnerstag mitteilte.

Zum 800 Meter langen Stahlviadukt lägen erste Untersuchungsergebnisse vor: Demnach bestehe Hoffnung, dass er erhalten bleiben könne.

Die Bahn will im Zuge der Wiederbelebung der Siemensbahn die historischen Bahnhöfe Wernerwerk, Siemensstadt und Gartenfeld reaktivieren. Eine Machbarkeitsstudie soll zudem klären, ob die Strecke über Gartenfeld hinaus verlängert werden kann.

Strecke 1980 stillgelegt

Die 4,5 Kilometer lange Strecke vom Bahnhof Jungfernheide nach Gartenfeld wurde 1929 errichtet, um die Siemensstadt auf dem Schienenweg zu erschließen. Nach dem sogenannten Reichsbahnerstreik 1980 in West-Berlin wurde die Trasse stillgelegt.

Die Reaktivierung der Siemensbahn ist ein Kernbestandteil des geplanten Großprojekts Siemensstadt 2.0, das den Bau eines Campus mit Forschungseinrichtungen und 3.000 Wohnungen auf dem Werksgelände vorsieht.

Nach Angaben der Verkehrsverwaltung könnte an der Siemensbahn ab Mitte 2026 gebaut werden, ab Herbst 2029 könnten wieder Züge auf der Strecke rollen.

Sendung: Abendschau, 24.09.2020, 19.30 Uhr

15 Kommentare

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  1. 15.

    Hoffentklich wird die Siemensbahn nicht nur nach Jungfernheide, sondern auch nach Westend angebunden, damit die S-Bahnen nicht nur zum Nord+Ostinnenring, sondern auch zum West+Südinnenring direkt fahren können. Mit den dann möglichen zusätzlichen Direktverbindungen holt man mehr Reisende auf die Schiene. Warum das nun 9 Jahre dauern soll, weiß ich auch nicht. Viele Strecken Anfang der 90er Jahre gingen schneller wieder in Betrieb: Lichtenrade - Blankenfelde und Wannsee - Potsdam 2 Jahre, Baumschulenweg - Westend 3 Jahre, Priesterweg - Lichterfelde Ost und Schönholz - Tegel 5 Jahre nach der Wende.

  2. 14.

    Damit geben Sie zu erkennen, dass die Bewohnenden von Berlin-Spandau-Hakenfelde nahezu ausschließlich in das Berliner Zentrum wollen. Das würde ich bezweifeln. Immer gibt es eine verhaltene Binnenstruktur, wie ich es mal bezeichnen möchte, dass ein Teil derjenigen in der Heerstraße, im Falkenhagener Feld oder in Hakenfelde keineswegs im Zentrum von Berlin, sondern im Zentrum von (Berlin-)Spandau arbeitet. Dafür ist allerdings eine S-Bahn, die am Spandauer Zentrum vorbeifährt, schlichtweg sinnlos. Vielmehr würden große Teile von Spandau zu einer x-beliebigen Verlängerung der Dreieinhalb-Millionen-Metropole Berlins.

    Spandau als Teilstadt innerhalb von Berlin braucht endlos ein hochleistungsfähiges Verkehrsmittel. Das kann keine S-Bahn oder U-Bahn sein, sondern ebenerdig nur die Tram, die in vergleichbaren Städten (Korridor 200. - 500.000 Einw.) hervorragende Dienste leistet.

  3. 13.

    Warum muß der Wiederaufbau dieser Strecke eigentlich neun Jahre dauern? Schließlich hatte doch Siemens nach meiner Geschichtskenntnis diese Strecke Ende der 1920er Jahre binnen drei Jahren gebaut und in Betrieb genommen. Und warum wird nicht gleich bis HAKENFELDE durchgebaut? Schließlich werden die Neubaugebiete rund um den Spandauer See jetzt fertig gebaut und bezogen. Damit ist das Verkehrschaos in HAKENFELDE, HASELHORST und dem Spandauer Zentrum für die nächsten neun bis 15 Jahre vorprogrammiert!

  4. 12.

    Mein Kommentar bezieht sich nicht auf die Reaktivierung der Bahn ansich, sondern die sinnlose Verdichtungspolitik, die die Stadt immer mehr lebensunwerter und menschenfeindlich macht. Wer will schon in einem Hong Kong-Betonwald wohnen ...
    Siemnsstadt 2.0 wirbt mit Grün, dass gerade wieder platt gemacht wurde. Denn mehr als Verdichtung ist es nicht. Die angeblichen vielen tollen neuen Arbeitsplätze kommen dann ja nicht von Siemens und wiegen die im viel größeren Maße genau dort von Siemens abgebauten bei weiten nicht auf. Es wird einfach nur Gewerbe/Industrigebiet in hochverdichtetes 08/15 Wohngebiet umgewandelt und Siemens macht trotz aller Investition den Reibach ohne wirklich den Niedrigmieten-Markt auf der Angebotsseite zu vergröern.

  5. 11.

    ja, da fehlt das was fortgesetzt wurde. War aber nicht unsachluch ider so. Anscheinend noch nicht freigegeben ider von mir nicht richtig sbgeschickt ...

  6. 10.

    Naja, schon bißel Unterschied zwischen zum einen eine Halle nach vorhandenem und schon mal umgesetzter Blaupause einzurichten, und zum anderen Originalbau-Viadukt sogar direkt an Gebäuden wieder in Betrieb zu nehmen (was teils wie Pinzettenarbeit, teils auch in Wohngegend).

    Dabei wäre sicherlich toll wenn es allgemein bißel Entwicklung bzg. sog. Streamlining bzw. Methoden beim Infrastrukturbau geben würde, u.a. um solchen Bau attraktiver zu machen auch für Städte wie z.B. Kairo (wobei es bzg. Siemensbahn übrigens die "Gesamtplanung" ist, an welcher bis 2026 gearbeitet wird). Aber auch so kann nicht wirklich umgegangen werden, dass Bau üblicherweise in Phasen, wo nach Bauschritt erstmal geprüft und wenn dann alles ok, erst dann Bautrupp zeitlich für weiteren Schritt eingeteilt, usw. Auf der anderen Hand wird jedoch normalerweise an mehreren Projekten gearbeitet - also, nicht so, dass in den Jahren bis 2029 die Baukapazität größtenteils rumsteht und auf Vermessung usw. wartet.

  7. 9.

    Die bisheriegen Anwohner haben überhaupt nüscht davon außer mehr Vehrkehr mehr Lärm, weniger Parkplätze mehr Gedränge z.b. in de Schwimmhalle, und den Parks. Dauerstau trotzdem, weil es kommen Autofahrer hinzu und auch wenn es weniger würden, ist der Flächenverbrauch an Straße konstant.

  8. 8.

    " Wenn Ich immer die Zeitfenster in Berlin und Brandenburg lese - 6 Jahre oder 10 Jahre "

    Wenn es dabei bliebe währe das für Berlin fast Rekordverdächtig denn die Realität sieht in unserer Hauptstadt eher so aus das Schienennahverkehrsprojekte hier eher 15 bis 20 Jahre dauern !!

  9. 7.

    Noch baut Tesla nur Autos, selbst damit würde er in Berlin nicht landen können. Hier wird eher der Rückbau von Straßen vorangetrieben und bloss keine Reaktivierung jeder Art.

  10. 6.

    Hallo Atze #5:
    Mit fehlt jeder Bezug in den Beitrag, eventuell falsches Thema erwischt oder hat der Kontroller zugeschlagen?

  11. 5.

    Fortsetzung! Zuzugsdruck stoppen, wie?
    Durch Zusamnengehen mit Brandenburg und Zonenrandförderung. Nicht im Speckgürtel sondern weit ab wie z.b Prignitz. Aber nur für gemischten Mittelstand statt für bei nächster Gelegenheit nach Abzocke der Fördergelder weierziehnde Konzerne wie Sienens.
    Nicht für Zugereiste sondern Ostdeusche Unternehmer zwecks Kspitalbildung bei Leuten, die hier verwurzelt sind und sich nicht bei Schwieriegkeiten auf ihre Mutterhäuser im Westen zurückziehen und über jene sowieso nur Steuern im Westen bezahlen. Kurz : ein wenig Korrektur der fatalen Treuhandpolitik, die die wirtschaftlichen Verwerfungen zwischen Ost und West nur noch vertieft hat.

  12. 4.

    Wieviele Wahlperioden sind das ?
    Die Siemensbahn wurde gebaut um bis zu 28 Tausend Arbeitskräfte an 6 Tagen in der Woche an die Werkbank in den Siemenswerken und zum Schlafen nachhause zu bringen. Die preußische Landes- und die Deutsche Reichsregierung haben den Wunsch von Siemens als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme genutzt und die Erschließungs- und Tief- und Hochbauarbeiten finanziert. Siemens hat die gesamte technische Ausrüstung, Bahnstromanlagen, Licht, Uhren, Telefon, Signaltechnik aus den eigenen Werken beigefügt. - Winn-Winn für Regierungen, Wirtschaft, Anwohner und Belegschaft. - Wer profitiert 2029 ? - Wenn es gut läuft die Anwohner und die Umwelt ! Wenn es besser läuft auch Pendler und die Wirtschaft. - In jedem Fall, bestellt schon mal die Fahrzeuge.

  13. 3.

    Tesla würde es wahrscheinlich in 1 Jahr schaffen.

  14. 2.

    Wenn Ich immer die Zeitfenster in Berlin und Brandenburg lese - 6 Jahre oder 10 Jahre. Tesla an der A10 baut in einem Jahr eine ganze Fabrik mit Zigtausenden Arbeitsplätzen. Positiv ist aber- das der Wille da ist.

  15. 1.

    Das ist ja mal sehr vernünftig, wenn dann noch die Verlängerung kommt, bei den vielen Wohnungen, die in Gartenfeld und TXL-Gelände gebaut werden.... hoffentlich erlebe ich das noch :-)

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