BSR-Mitarbeiter im April 2016 im Warnstreik (Bild: imago images/Markus Heine)
Bild: imago images/Markus Heine

Müllabfuhr und Recyclinghöfe - Verdi ruft BSR-Mitarbeiter für Dienstag zu Warnstreik auf

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der Berliner Stadtreinigung (BSR) für kommenden Dienstag (20. Oktober) zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Das hat die BSR am Freitag mitgeteilt [bsr.de].

Demzufolge werden an diesem Tag die Müllabfuhr, der Sperrmüll-Abholservice, die Recyclinghöfe und die Mechanischen Behandlungs­anlagen Grade­straße ganztägig bestreikt. Teilweise werde der Warnstreik voraus­sichtlich auch Auswirkungen auf die Straßenreinigung haben, heißt es in der Mitteilung der BSR weiter.

Müll bleibt liegen - auch keine Sperrmüllabholung

Das bedeutet für die Berlinerinnen und Berliner, dass am 20. Oktober die Hausmüll-, und Bioabfalltonnen sowie zum Teil auch die Wertstofftonnen nicht geleert werden. Sperrmüllabholungen finden nicht statt. Für diesen Tag vereinbarte Termine können nicht eingehalten werden. Außerdem sind alle 15 Recyclinghöfe ganztägig geschlossen.

Die BSR betont, dass das Abstellen von Sperrmüll, Elektroschrott und anderen Abfällen vor den Toren geschlossener Recyclinghöfe verboten sei und mit hohen Bußgeldern geahndet werde.

Gewerkschaften lehnen Arbeitgeberangebot ab

Im Zuge des Tarifstreits im öffentlichen Dienst waren die BSR-Recyclinghöfe bereits am 26. September geschlossen, zwei Tage später wurde die Straßenreinigung bestreikt.

In dem Tarifkonflikt deutet sich weiterhin keine schnelle Lösung an: Das Angebot der Arbeitgeberseite von 3,5 Prozent lehnten die Gewerkschaft Verdi und der Beamtenbund dbb als zu niedrig ab. Sie fordern 4,8 Prozent mehr Geld. Die dritte Verhandlungsrunde im Öffentlichen Dienst soll am kommenden Donnerstag beginnen.

Sendung: Abendschau, 16.10.2020, 19:30 Uhr

7 Kommentare

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  1. 7.

    Definieren Sie üppig. Studieren Sie bitte erst mal die Gehaltstabellen bevor sie so einen Kommentar abgeben. Es nervt das man sich jedes Mal rechtfertigen muss ein halbwegs vernünftiges Gehalt zu gekommen. Aber auch wenn es so ist stehen mir in einen tarifgebundenen unternehmen regelmäßig Gehaltssteigerungen zu. Auch ich habe Mieterhöhung,höhere Stromkosten und und zu bezahlen. Denken Die wir sind davon befreit nur weil wir ein relativ vernünftiges Gehalt verdienen.

  2. 6.

    Erklärtes Ziel der EZB ist Inflation bei zwei Prozent. Eine Steigerung von 3,5 Prozent in drei Jahren liegt unter dem Inflationsziel der EZB. Die Mieten steigen noch schneller. Sie schlagen also Reallohnverzicht vor? Was meinen Sie wer diese Jobs dann noch machen will?

  3. 5.

    Diese Meinung habe ich auch. In diesen Tagen, wo viele Arbeitnehmer um ihre Arbeitsplätze fürchten, kann man nicht auch noch streiken. Das ist höchst unsolidarisch. Was macht ihr, wenn die Wirtschaft wiedervrunterfahren wird? Streikt ihr dann auch?

  4. 4.

    Offensichtlich vergessen hier einige, dass Verdi die Tarifverhandlungen aufgrund der Pandemie verschieben wollte. Dies haben die Arbeitgeber abgelehnt. Und für diese angeblich so "üppigen" Gehälter arbeiten die Leute auch sehr hart.

  5. 3.

    Verdi hat in den letzten Jahren als Gewerkschaft mehr als versagt. Unterschiede bei Mann und Frau, Ost -West Gehälter, Dienstzeiten etc, etc,.
    Und jetzt hat diese Gewerkschaft die Frechheit, trotz absolut schlechten Voraussagen was die Gesundheit und die Existens vieler kleiner Betriebe betrifft zum Streik aufzurufen. Schämt euch !

  6. 2.

    Einfach nur unverschämt. Es ist allgemein bekannt, dass diese Mitarbeiter ohnehin üppige Gehälter haben. Muss man sich nicht wundern, wenn die Politik alles privatisieren will.
    Ich sag mal so, wenn die Gehälter um fast 5% steigen, warum dann nicht auch die Mieten, der Bäcker, Öpnv, Energie...

    Wer den meisten Druck machen kann, der erpresst das meiste raus und zwar alle paar Jahre aufs neue. Alle anderen, die nicht so ein Druckpotential haben, bleiben nach und nach auf der Strecke. Das System stinkt zum Himmel.
    Geht das so weiter, dann kostet in 20 Jahren ein Brot 10 Euro.
    Die Politik sollte generell für alle einen Tarifdeckel im Grundgesetz verankern. Vielleicht in der Form, dass kein Abschluss über dem Durchschnitt liegen darf.

  7. 1.

    Nein, das geht doch nicht, die leeren Flaschen und Becher könnt ihr doch nicht vor den Bars und Kneipen liegen lassen ...

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