Ein Mann geht an der Filiale der Einzelhandels Kaufhauskette Karstadt am Kurfürstendamm vorbei. (Quelle: dpa/Lennart Stock)
Audio: Inforadio | 16.10.2020 | Interview mit Cordelia Polinna | Bild: dpa/Lennart Stock

Interview | Stadtplanerin zu Karstadt-Schließungen - "Der Verlust von nahen Kaufhäusern ist für viele schmerzhaft"

Gleich zwei Berliner Karstadt-Filialen machten diese Woche dicht. Was geschieht nun mit diesen Lücken? Werden sie neu genutzt? Und wenn ja, wie? Hat das Konzept Kaufhaus in den Innenstädten überhaupt noch Zukunft? Antworten von Stadtplanerin Cordelia Polinna.

37 Warenhäuser macht Galerie Kaufhof nach jüngsten Informationen in Deutschland dicht oder hat sie bereits geschlossen. Dazu zählen in Berlin Karstadt Sport am Zoo, das am Montag seine Türen zumachte, und von diesem Samstag an auch das Haus im Linden Center Neu-Hohenschönhausen. Stadtplanerin Cordelia Polinna hat sich eingehend mit der Zukunft Berlins beschäftigt.

rbb: Frau Polinna, wenn Kaufhäuser dicht machen, kann man von Kunden hören, dass sie das sehr bedauern. Es klingt mitunter so, als sei jemand aus der Familie gestorben. Was ist das: Nostalgie in Zeiten von Online-Handel? Hat das Konzept Kaufhaus in den Innenstädten überhaupt noch eine Zukunft? Ist das noch zeitgemäß?

Cordelia Polinna: In Kaufhäusern bekommt man ein ganz verlässliches Angebot des täglichen Bedarfs, also eine Bratpfanne oder Schreibwaren oder Dinge, die man einfach immer mal wieder so braucht. Und wenn so etwas dann in direkter Umgebung nicht mehr da ist, ist das für viele Menschen schon schmerzhaft. Gerade auch für ältere Menschen. Leute, die heute gern Erlebnis-Shopping machen und viele neue Dinge ausprobieren, sind im Kaufhaus vielleicht nicht mehr so gut aufgehoben. Und deswegen ist das vielleicht ein bisschen die Grenze dieses Typus.

Müsste sich das Kaufhaus irgendwie neu definieren, neu erfinden?

Ich glaube schon. Um jüngere Leute anzusprechen, muss es vielleicht eine Balance finden aus mehr Erlebnis und Aufenthaltsqualität und Angeboten auch zum zum Verweilen, aber auch aus dieser nach wie vor wichtigen Verlässlichkeit eines ganz normalen Angebots. Man will ja auch nicht immer nur ganz aufregende Dinge kaufen.

Aber es klang bei Ihnen ja schon an, dass es natürlich auch ein Ort des Treffens ist, des Miteinanders. Wenn jetzt Karstadt Sport beispielsweise in Berlin am Zoo verschwindet - von der Immobilie her beste Lage -, was sollte da jetzt rein? Was sollte aus Ihrer Sicht geschehen?

Im Moment ist es, glaube ich, schwierig, natürlich jetzt auch durch Corona noch einmal besonders zugespitzt, weil es aufgrund der großen Konkurrenz durch den Online-Handel immer weniger Einzelhändler gibt, die wirklich noch so eine riesige Fläche als ein großes Stück mieten wollen. Bei vielen Kaufhäusern, die leer stehen oder standen, zum Beispiel dem Hertie in der Karl-Marx-Straße in Neukölln, wurde ja so eine Aufteilung in kleine Flächen vorgenommen. Da sind jetzt einzelne Filialisten drin, es ist es aber auch kein Einkaufszentrum geworden. Das sind vielleicht im Moment noch so Zwischenlösungen, aber so ganz richtig neue Ansätze, was man mit diesen Immobilien macht, hat man, glaube ich, noch nicht gefunden. Weil es einfach sehr viel Fläche ist.

Berlin ist eine Stadt, die ständig wächst. Wohnraum wird dringend gebraucht. Ist das der Fokus für die Zukunft und möglicherweise auch für solche leerstehende Immobilien?

Auf alle Fälle wäre es sinnvoll, wieder mehr Wohnen in die Innenstädte oder in die Stadtzentren in Berlin zu bringen. Dann vermeidet man nämlich, dass die nachts oder abends so aussterben, weil da einfach niemand mehr wohnt. Also eine bessere Durchmischung von Wohnen, Arbeiten und Einzelhandel, anderen kulturellen Nutzungen. Das ist auf alle Fälle ein wichtiges Ziel für eine Stadt der kurzen Wege, die eigentlich das nachhaltige Stadtmodell ist.

Sie haben ja bereits eine Strategie vorgelegt, einen Stadtentwicklungsplan für Berlin. Wenn wir vielleicht ein, zwei Kernaussagen herausgreifen: Was braucht Berlin in den nächsten Jahren oder auch Jahrzehnten?

Den Plan hat ja maßgeblich die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt damals noch vorgelegt. Ganz wichtig für Berlin sind da diese die stadtprägenden Quartiere, die alle so einen eigenständigen Charakter haben, aber auch ein Angebot, was so eine alltägliche Nahversorgung auch im Quartier möglich macht. Und das war jetzt ja auch während der Corona-Krise ganz wichtig, dass man gar nicht immer ganz weite Wege in Kauf nehmen musste, sondern auch noch nah an den Wohnungen ganz viel erledigen konnte. Das hat jetzt auch zum Beispiel kleine Buchhändlerin und Buchhändler gestärkt in der Krise, dass sie da auf so eine gute Nachbarschaft setzen konnten, das ist ein ganz wichtiger Punkt.

Sie haben den Senat ja bereits angesprochen. Da ist man auf einem guten Wege, sagen Sie?

Da muss ganz viel jetzt natürlich geschützt und bewahrt werden. Und dann muss sich auch jeder einzelne in Berlin selbst an die Nase fassen und fragen: Wo kaufe ich in Zukunft ein? Bestelle ich ganz viel im Internet? Dann setzt man diese tolle Quartiersstrukturen ein bisschen aufs Spiel. Aber wenn ich wirklich den Einzelhandel selbst nutze und mal rausgehe, dann unterstütze ich den natürlich dabei.

Sendung: Inforadio, 16.10.2020, 12 Uhr

22 Kommentare

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  1. 22.

    Richtig! Das Zeitalter der überteuerten Kaufhäuser geht ähnlich wie das von Dieselautos Gott sei Dank dem Ende entgegen und wer darüber in nostalgischer Manier jammert (Menschen, Medien oder auch unverantwortliche Regierungen, die einerseits über die Wichtigkeit von Klimaschutzlabern, andererseits aber Airlines mit unseren Steuergeldern retten!), beweist damit nur, wie erbärmlich wenig er von Marktwirtschaft verstanden hat.
    Moderne netzbasierte Logistik kann jeden noch so ausgefallenen Kundenwunsch wesentlich schneller, günstiger (ohne die berlin-üblichen Wuchergewerbemieten, über die große Immobilienentwickler wie Harald Huth, ECE u.v.a.m. nach der Wende zu Milliardengewinnen gekommen sind), effizienter(Stichwort Just-in-Time-Produktion)und passgenauer erfüllen als es so ein riesiger antiquierter Betontempel jemals könnte. Corona kommt noch obendrauf. Es ist also nur folgerichtig und sinnvoll, dass die aussterben

  2. 21.

    Leben Sie im Jahr 1980 oder 2020, rosi? Weniger als 500 Meter vom Lindencenter entfernt befinden sich gleich zwei andere: einmal das RIZ-Center in der Ribnitzerstr. und dann das Hansacenter nur eine einzige Ampelkreuzung weiter. Das LC bekommt jetzt die verdiente Quittung nach 25 Jahren der Abzocke, ich erinnere mal nur an die horrenden Parkgebühren und die ehemalige dreckige Kaisersfiliale (jetzt Rewe). Ich habe den Untergang von Kaisers und auch von Kaufhof (dem dort größten Hauptmieter) bereits vor über 20 Jahren vorausgesagt und Recht behalten

  3. 20.

    Nach "www" landet man aber ganz schnell bei Amazon. Da gibt es faktisch alles. Da ich auch Rezensionen lese, die nirgendwo so umfassend sind entscheide ich mich sehr oft für den Kauf dort. Direkt bei amazon ist mir am liebsten. Die erwähnte Mall liegt in Nähe der Warschauer Brücke ? Ich mag es auch leiser; das beginnt bereits bei "antenne brandenburg". Was die uns so am Tag bieten ist niemals die "schönste Musik für Brandenburg" . Allermeist nur Krawall-Musik und nix mehr für das verwöhnte Ohr. Nur Stuss; keine Orchesterstücke oder gar Operette. MDR brachte gestern Andre`Rieeu" Das war es für 2020. Abschalten bringt Energieentlastung.

  4. 19.

    Ja, das sagt der Artikel. Das finde ICH allerdings überhaupt nicht. Ich will nichts erleben, ich möchte finden, was ich suche und Ende. Im HavelPark Dallgow setzen sie jetzt auch auf Erlebnisshopping. Und haben aus einem lichtdurchfluteten Gebäude durch dunkle Farben und Holz ein Industrialflair geschaffen, man kommt sich vor wie im Tunnel, sehr unangenehm. Darauf kann ich verzichten.

  5. 18.

    Jeder hat da seine Vorlieben. Wir haben in unmittelbarer Nähe zum Karstadt-Warenhaus auch ein großes EKZ bzw. eine Mall mit div. Fachgeschäften, die üblichen Ketten. Ich gehe dennoch lieber zu Karstadt, es gefällt mir von der Atmosphäre her besser als das Einkaufszentrum. Dort ist es mir zu trubelig, es herrscht mehr Kommen und Gehen. Bei Karstadt kann man in Ruhe gucken und wird auch nicht mit überlauter Musik beballert. Das ist in den Zentren immer schlimm. Jeder Laden hat seine Mucke im Hintergrund, man wird völlig gebrainwashed davon.
    Vielleicht ist das aber auch eine Generationenfrage. Man fühlt sich mit bestimmten Adressen über die Zeit verbunden.
    Amazon unter einem Dach hat ja auch keiner gesagt. Aber nur weil man dort alles bekommt, braucht man noch lange nicht alles. Mir reicht die Auswahl vor Ort völlig. Ich habe nicht die Zeit und Lust, mich überall durchzuklicken. Ich gehe hin, gucke, ob ich was finde und wenn nicht, bleibt das EKZ oder notfalls das www als Alternative.

  6. 17.

    Natürlich denkt man, wie schade es ist, wenn ein Kaufhaus oder ein Einzelhändler geschlossen wird. Wenn man aber mal überlegt, wann man denn überhaupt das letzte mal dort war, kann es durchaus sein, dass es noch zu DM--Zeiten war.

    Es ist bedauerlich, aber manchmal erwächst eben auch etwas Neues.

  7. 16.

    "Alles unter einem Dach" ist so nicht mehr zeitgemäß. Fachmärkte unter einem Dach schon eher. Z.B. unten Lebensmittel u. je nach Grundriss auch mehrere Kleinläden wie z.B Kurzwaren. Optiker, Friseur, Änderungsschneiderei. 2. Etg. Textilien; geteilt in anspruchsvoller und preiswert. Oben wie woanders oft: Hausgeräte, TV und Computer u. Zubehör. Amazon unter einem Dach - nicht vorstellbar bei dem Riesenangebot. Hier hatten wir viele Jahre einen sehr gut bestückten Schuhladen und ein eher besseres Modegeschäft. Beide gewinnbringend. ( Neubau EFH erfolgte ) . Für beide Geschäfte fand sich lange kein Nachmieter. Nun gibt es hier 2 vietnamesische Läden mit Billigangeboten.

  8. 15.

    Für mich ist es kein Verlust. Aber was soll denn anstelle von Karstadt Sport dorthin? Zwischen primark und superdry passt doch nur ein weiterer Touristen- Billo- Wegwerfkleidungs- Laden.Dort gibt es doch gar kein Publikum mehr für eine bunte Mischung. Vielleicht noch ein H&M outlet zur Ergänzung des einseitigen Angebots. Schade, war mal nett dort mit einem kleinen! Kaufhaus und dem Restaurant unter der Kuppel.

  9. 14.

    @ 1. 2. 6. So sehe ich das auch. Gerade hier mitten im Zentrum kann man nicht gut einkaufen. Ausser man findet sich damit ab, dass Drogeriemärkte die neuen Kaufhäuser werden. Das war währen der Coronaschliessungen im Frühjahr praktisch ( woher sonst z.B. Strümpfe?), aber kein gutes Einkaufen. Bek Karstadt war Einkaufen noch nie gut..zwar viel Angebot, aber kein serviceorientiertes Personal. Ich möchte nicht eine Gruppe sich unterhaltender Verkäuferinnen ansprechen um dann keine vernünftige Antwort zu erhalten. Einkaufen von Büchern, Hosen, Bratpfannen, Bleistiften, gutem Fleisch usw. funktioniert in Hermsdorf oder Frohnau oder Lichtenrade, weil die Ladeninhaber Interesse am Kunden haben. Ist leider nur nicht um die Ecke.

  10. 13.

    Meine Schwester und ich hatten das Thema Einkauf bei Karstadt kürzlich.Sie ist letztens wieder gegangen da sie respektlos und unfreundlich vom Verkäufer angemault wurde ,obwohl sie Maske trug und eine Plexiglas Scheibe zwischen Ihnen war ,dass sie nicht genug Abstand hält, als sie sich die Ware näher anschauen wollte. Ich gehe seit Jahren nicht mehr zu Karstadt: arrogante und unfreundliche Verkäufer insbesondere die Männer und lange Wartezeit bei Beratung finden oder bezahlen. Kein Wunder dass die schließen müssen.

  11. 12.

    In heutiger Zeit muss ein Kaufhaus ein Erlebnisort sein !

  12. 11.

    Auch aus Spandau ;-) ?
    Früher gab es im 3. OG von damals noch Hertie eine schöne Elektronik-Abteilung.
    Da wären Sie sicher gut aufgehoben gewesen. Vinyl und CDs nebst Abspielgeräten gibt es dort schon seit Jahren nicht mehr.
    Dafür einen oder zwei Verkäufer, die sowohl zu Sportartikeln als auch zu Spielwaren und Kinderbekleidung beraten sollen.
    Ich gehe dennoch gern zu Karstadt und habe sogar heute wieder dort eingekauft.
    Nach wie vor gefällt mir das "Alles unter einem Dach"-Konzept und die Qualität der Waren ist ansprechend.
    Lebensmittelabteilung ist jetzt zwar geschlossen, das hat aber damit zu tun, dass auf den Regelpreis des Handelspartners REWE (auch generell eher teurer) noch ein Aufschlag erhoben wurde... Da bleibt man nicht konkurrenzfähig.
    Das Sortiment ist leider deutlich schmaler geworden als früher, z.B die Sportabteilung oder auch Schreibwaren.
    Dennoch möchte ich Karstadt nicht missen. Für einige speziellere Dinge (Kurzwaren, Perücken) nach wie vor konkurrenzlos.

  13. 10.

    Ich beziehe mich auf das Lindencenter. Dort wurde kein Tante-Emma-Laden verdrängt und irgendwelche Einzelhändler, die Konkurrenz sein sollen, kann man mit der Lupe suchen und wird sie trotzdem nicht finden. Es gab und gibt schlicht viel zuwenig Einkaufsmöglichkeiten in der Gegend. Karstadt war da ein Lichtblick. Dernächste vergleichbare Geschäft ist weit entfernt und nicht zu Fuß zu erreichen. Gut 100.000 Menschen wurde die einzige wohnortnahe Versorgung für Dinge, die mal eben mal so braucht, genommen. Sehr bedauerlich.

  14. 9.

    Karstadt am Hermannplatz war für mich eher mit Abneigung vebunden. Wenn ich aber in Kassel bin ist stets CITY-POINT mein Anlaufpunkt. Dann die Markthalle. Was man da geboten bekommt bietet kein Supermarkt. ( Frische und gute Lebensmittel )

  15. 8.

    Unmittelbar nebenan haben wir zwar einen Bäcker aber die Schrippen bei ALDI schmecken nicht nur besser; die sind nicht klebrig; die sind-nicht immer-schön bräunlich gebacken. Früher war der Bäcker der wahre "Schrippenkönig"; alles unerklärlich. Unsere größeren Einkaufsmöglichkeiten sind: Handelszentrum Strausberg und das FORUM in Köpenick. Keine Kaufhäuser aber viele Einzelanbieter. In beiden Einrichtungen fühlt man sich wohl und wer dort längere Zeit rumstöbert, der findet dort auch Speis` und Trank. Natürlich zieht es mich immer zu Medimax. Habe da schon viel gekauft.

  16. 7.

    Kaufhäuser sind toll, dort bekommt man alles und man kann auch bummeln, bei Bedarf auch etwas essen. Und Karstadt am Hermannplatz ist sowieso toll. Ich fühl mich dort immer wohl.

  17. 6.

    Also ich bevorzuge den kleinen Tante-Emma-Laden ums Eck, "meinen" Bäcker, etc. Die Beratung im echten Fachgeschäft - da kann kein Kaufhaus mithalten. Ok - is' vll. 'n bisschen teurer, dafür weiss ich was ich habe. Im Kaufhaus habe ich zwar meist auch Fachverkäufer - jedoch können die oft nur verkaufen - mehr nicht. Bei der Multimediakette wird das Produktplakat runtergebetet, garniert mit etwas Werbung. Danke, lesen kann ich auch. Fragt man z.B. dort im PC-Bereich nach Daten der North- und Southbridge um ggf. "Flaschenhälse" bei der Datenverarbeitung zu vermeiden kommt nix mehr. Geht man zu Karstadt und möchte einen neuen Diamant Tonabnehmer für seinen ollen Plattenspieler haben, macht die Verkaüferin schon bei "Diamant" dicht und schickt einen zu Christ (Juwellier)im gleichen Hause. Letzteres ist mir in echt passiert. WTF - wo war nochmal Musicland. Rein, "hab' ich", noch 'n Schnack und 'n Kaffee - ok, 'ne neue LP musste auch noch sein - raus - grinsen im Gesicht - schöner Tag.

  18. 5.

    Icke denke, vielleicht kann man im Erdgeschoss sowas wie eine Markthalle errichten oder so. Ähnlich wie den Wochenmärkten gibt es dann auch ein breitgefächertes Angebot und soziale Kontakte gibs gratis dazu! Darüber Wohnungen oder auch Büro.

  19. 4.

    Gerade morgens, wenn ich frische Brötschen haben möchte, sind die unzähligen Kaufhäuser in von jedermann fußläufig zu erreichende Entfernung natürlich eine ernstzunehmende Konkurrenz für die Bäcker wie auch deren Feinkostabteilung und nicht die Fleischtheken der Supermärkte den Metzgern Konkurrenz gemacht haben.

  20. 3.

    Also am Hermannplatz kann man nun wirklich jede Menge Erlebnisse haben, ober- wie unter- und auch ganz unterirdisch, und das rund um die Uhr.

    Freilich verzichte ich auf Erlebnisse und Begegnungen dieser Art lieber und meide die Gegend daher tunlichst (auch ohne Virus).

  21. 2.

    "Der Verlust von nahen Kaufhäusern ist für viele schmerzhaft" Das soll wohl ein Witz sein. Was ist mit den Tante-Emma-Läden? Mit den vielen kleinen Läden, Fleischern, Bäckern, Schneidern etc, die diese Kaufhäuser verdrängt haben? Es ist besser, wenn es keine grossen Kaufhäuser gibt, damit Selbstständige wieder eine Chance haben!

  22. 1.

    Die hier erwähnte Bratpfanne muss man eher selten neu kaufen und die Schreibwaren gibt es in darauf spezialisierten Discoi8ntern häufig preiswerter und auch mit dichterem Filialnetz. Früher war dort ein ein größeres Angebot an Elektrogeräten, egal ob weiße oder braune Ware zu, finden. Die Kunden wurde aber auch von darauf spezialisierten Ketten übernommen. Die Stärke der Kaufhäuser ist - zumindest für mich - eher der Bekleidungsbereich. Ich habe in meinem Leben mehr Hosen als Bratpfannen gekauft, dazu noch Hemden, Jacken, Unterwäsche, Socken ... Der Zeitgeist hat aber eher zum Aufstieg von Ketten wie H&M, TK maxx etc. geführt, dem selbst auf eher preiswertere Bekleidung spezialisierte Kaufhäuser wie C&A nur wenig entgegen zu setzen haben.

    Erlebnis-Shopping bedarf auch eines entsprechenden Umfeldes. Das ist aber vielfach nicht gegeben oder sogar wie am Hermannplatz politisch nicht gewünscht.

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