Eine Verdi-Fahne sowie ein Plakat hängen bei einem Streik von Beschäftigten der Berliner Charite am Bettenhochhaus. (Quelle: dpa/Christoph Soeder)
Audio: rbb 88,8 | 19.10.2020 | Nico Hecht | Bild: dpa/Christoph Soeder

Warnstreiks im Öffentlichen Dienst - 350 Mitarbeiter legen Arbeit an Berliner Kliniken nieder

Wenige Tage vor der nächsten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst sind die Fronten verhärtet. An Berliner Krankenhäusern und bei der Stadtreinigung wird zwei Tage lang gestreikt. An der Charité lief der Warnstreik am Montag verhalten an.

In den großen Berliner Kliniken Charité und Vivantes hat am Montag ein zweitägiger Warnstreik von Pflegekräften und anderen Mitarbeitern begonnen. Nach Einschätzung der Gewerkschaft Verdi beteiligen sich bisher 350 Mitarbeiter an den Aktionen. Kurz vor der dritten Runde der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen will die Gewerkschaft Verdi so noch einmal Druck auf die Arbeitgeber ausüben.

Zunächst sei die Beteiligung an dem Ausstand jedoch eher verhalten gewesen, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Marco Pavlik der Deutschen Presse-Agentur. Grund: Mit der Klinikleitung sei keine Notdienstvereinbarung zustande gekommen, was ärgerlich sei. Die Beschäftigten müssten daher abwägen, ob sie zu ihren Patienten kämen oder von ihrem Streikrecht Gebrauch machten.

Wichtige Operationen werden durchgeführt

Eine Charité-Sprecherin sagte, die Klinik habe vorsorglich geplante Operationen an beiden Tagen campusübergreifend abgesagt. So könne die Zahl der stationär behandelten Patientinnen und Patienten verringert werden, um Mitarbeitern Gelegenheit zur Ausübung des Streikrechts zu geben.

"Operationen bei Kindern, dringliche onkologische Eingriffe und natürlich Notoperationen sind ausgenommen und werden durchgeführt", unterstrich die Sprecherin. "Es kommt zwar zu längeren Wartezeiten insbesondere im ambulanten Bereich, aber alle medizinisch notwendigen und dringlichen Eingriffe können uneingeschränkt durchgeführt werden."

Zur Begründung der Arbeitskampfmaßnahmen nannten die Arbeitnehmervertreter das "unzureichende Angebot der Arbeitgeberseite". Für Dienstag hat die Gewerkschaft neben Warnstreiks an den Kliniken auch Mitarbeiter der Berliner Stadtreinigung (BSR) aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. Voraussichtlich würden alle Recyclinghöfe geschlossen bleiben, die Müllabfuhr werde ebenso bestreikt wie Teile der Straßenreinigung. "Die Beschäftigten der Rentenversicherung und Arbeitsagenturen sind ebenfalls zum Streik aufgerufen worden", hieß es.

Städtetag: Warnstreiks in in Krankenhäusern jetzt "unpassend"

Verdi fordert in der laufenden Tarifrunde Gehaltserhöhungen von 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro monatlich. Der Deutsche Städtetag hatte zuletzt ein Lohnplus von 3,5 Prozent bei einer Laufzeit von drei Jahren angeboten, das die Gewerkschaften allerdings ablehnten.

Der Hauptgeschäftsführer des Städtetags, Helmut Dedy, sagte hingegen, die Arbeitgeber hätten ein Angebot vorgelegt, "das sich sehen lassen kann. Den Warnstreik kritisierte er: "In diesen schwierigen Corona-Zeiten sind die Menschen genug belastet und brauchen nicht auch noch massive Störungen im Bus- und Bahnverkehr", sagte Dedy der "Rheinischen Post" (Montag). "Und Streiks in Krankenhäusern empfinde ich gerade jetzt als unpassend."

Die nächsten Verhandlungen beginnen am Donnerstag in Potsdam. Die nun angekündigten Steiks in Berlin sind Teil von bundesweiten Arbeitskampfmaßnahmen, so kündigte Verdi auch für Bayern und Nordrhein-Westfalen umfassende Arbeitsniederlegungen an.

Sendung: Inforadio, 18.10.2020, 19:00 Uhr

37 Kommentare

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  1. 37.

    Angleichung der Arbeitszeiten, wäre auch ein sehr wichtiger Punkt, neue und alte Bundesländer!!

  2. 36.

    Ohne die Gewerkschaften wäre Deutschland ein Niedrig-Lohn-Land.
    Wenn Gewerkscheftsmitglieder austreten, dann meistens, weil sie den Beitrag nicht mehr zahlen wollen.
    Nach dem Motto: Auch als "Trittbrettfahrer" kommt man an`s Ziel.
    Gelten doch die Tarifverträge für alle!!

  3. 35.

    In diesen Verhandlungen geht es primär auch um die Arbeitsbedingungen. Überlastung -> Krankheit, Unterbezahlung ->
    Was ist mir wichtiger?Mehr Lohn oder mehr Freizeit?(Verbesserte Arbeitsbedingungen)
    In diesen Verhandlungen geht es primär um die 4,8% mindestens aber 150 Euro monatlich.
    150€ mind.mehr im Monat.-> mehr Motivation?Keine Überlastung mehr?





  4. 34.

    Ich finde die Streiks legitim. Wir reden hier von systemrelevanten Berufen und die Gewerkschaften forden circa 150 Euro mehr im Monat. Dies sollte doch kein Problem sein, wenn wir eine Lufthansa für 9 Milliarden subventionieren können!

    Und der Staat könnte genug Geld dafür haben, wenn Firmen wie Apple, Google oder Amazon mal ordentlich Steuern zahlen oder die nichtgezahlen Steuern durch CumEx-Geschäfte endlich eingefordert werden würden.

  5. 33.

    Nach meinem Gefühl sollte man die nimmersatten Gewerkschaften verbieten. Ich befürchte allerdings einen ungezuegelten Kapitalismus, der auf Beschäftigte und ihre Familien keine Rücksicht nimmt.

    Gewerkschaftliche Lohn-und Gehaltsforderungen sollten durch Änderung der Pressegesetze und des Medienstaatsvertrages der Länder nur noch mit Nennung der Bezugsgroesse veröffentlicht werden dürfen, also x% von y. Mal sehen, wieviel Frechheit die sich dann noch wagen.

    Streiks ließen sich in den Katstropfenschutgesetzen der Länder und im Bundesinfektionsschutzgesetz verbieten.

  6. 32.

    da gebe ich dir recht!!! Aber Schuld sind nicht die BSR Mitarbeiter, sondern die Nutzer der Stadt - die den Müll neben den Mülleimer schmeißen !!!!

  7. 31.

    Können Sie mir auch die nächsten Lottozahlen so vorhersagen? In diesen Verhandlungen geht es primär auch um die Arbeitsbedingungen. Überlastung -> Krankheit, Unterbezahlung -> weniger Motivation. Es geht hier um keine Unsummen an Lohn die jeden einzelnen ausgezahlt werden, sondern um bessere Arbeitsbedingungen

  8. 30.

    Super verdi, so wird Gewerkschaftspolitik gemacht, immer auf die Fresse, wie Frau Nahles sagte. Kein Wunder, dass immer mehr Gewerkschafter austreten, bleibt bitte gesund, Ihr Armen

  9. 29.

    Wenn es mir nicht passt? Vielleicht sollten Sie bei Bedarf auch in die Krankenhäuser anderer Bundesländer gehen?!
    Für mich als Pflegende sind hier diverse Beiträge ein Schlag ins Gesicht. Und wie immer, wenn die Pflege streikt, wird an ihr Gewissen appelliert. Es reicht.

  10. 28.

    Hoch lebe Verdi, einen super Zeitpunkt für die Streiks gefunden, man könnte es auch Erpressung nennen.

  11. 27.

    Das ist falsch was Sie sagen, die BVG Mitarbeiter haben erst letztes Jahr ein Tarifabschluss bekommen, der üppig ausfiel. Die BSR Mitarbeiter verdienen auch nicht schlecht als Landesangestellte. Einzig der Pflegebereich ist stark unterbezahlt und einzig dort besteht dringender Handlungsbedarf. Zumal Berlin Pleite ist und am Tropf der Geberländer hängt ist ein weitsichtiger Tarifabschluß in der Situation nötig. Wenn es Ihnen nicht passt gehen Sie doch in ein anderes Bundesland.

  12. 26.

    Na, Sie scheinen ja Bescheid zu wissen. Natürlich werden keine Krebstherapien verschoben. Und dringend notwendige OPs und Untersuchungen finden auch statt. Kinder fallen gar nicht vom Programm. Und ja, Notfälle werden natürlich auch behandelt. Allerdings kann ich nur für die Charité sprechen.
    Vielleicht sollten Sie nicht so schnell urteilen?!

  13. 25.

    " Das ihr euch nicht schämt."
    Dass Sie sich nicht schämen! Ihre Geldbörse ist wohl um ein Vielfaches gefüllter als das der Pflege und BVG und BSR Mitarbeiter. Und dann das Streikrecht aberkennen wollen. Das ist eine Unverschämtheit! Es gibt gar keinen besseren Zeitpunkt für einen Streik. Jetzt tut es besonders weh. Zu anderen Zeiten werden diese Streikenden doch nur belächelt. 3,5 % in 3 Jahren. Das ist eine Frechheit!

  14. 24.

    Wie schnell sie Urteilen können! Erstens sind die goldenen Zeiten des Zahnarztes vorbei! Zweitens bin ich angestellt - nicht jeder Zahnarzt hat gleich eine Praxis! Was verdient ein Zahnarzt - als Assistenzarzt 1500,-Brutto!!!! Danach 3000€ - 3500,-€ mit Umsatzbeteiligung von 25-30% - aber erst muss das Grundgehalt erarbeitet werden.
    Somit ja, vielleicht sollte ich bei der BSR anfangen !
    Und es geht nicht um Notfälle !!! Krebstherapien, Kontrollen von Tumoren, OPs werden verschoben etc.
    Fangen sie an zu rechnen und bedanken sie sich mal bei ihrem Zahnarzt oder Zahnärztin die in ihrem Mund reinschaut - bei Abstand von 1,5 Meter!!!

  15. 23.

    Das Schkimme an der Sache ist, dass der Abschluss für die Beamten übernommen werden soll. die keinen Cent in die Krankenversicherung einzahlen. Nixht die Bankenrettung, nicht Corona, sondern die Beamtenpensionen werden dem Staat das Genick brechen. Das ist auf Dauer nur mit massiven Steuererhlöhungen zu finanzieren, die jeder mittträgt. Ok, die Krankenschwestern und Pfleger, die können ruhig mehr bekommen. Aber wenn ich lese, dass z.B. ein Stadtbahnfahrer in Stuttgart 3300 Euro brutto / mtl. bekommt, das mal 13 und dann noch 330 Euro Weihnachtsgeld, Zuschläge für Nacht- und Wochenenddienst...da frage ich mich, geht es denen zu gut, weil sie streiken? Manch anderer wäre froh, er hätte soviel Geld in der Tasche. Wenn Abschluss, dann keine Übernahme auf den DBB. Sonst wird seitens der angestellten der Neid auf die Beamten immer da sein.

  16. 22.

    Ich drück euch beide Daumen, das ihr die Forderungen durchgesetzt bekommt. Ob den öffentlichen Arbeitgebern noch nicht zu Ohren gekommen ist das man von Klatschen und Worthülsen wie "Coronahelden" und Systemrelevant keine Miete ,Sprit,Lebensmittel etc kaufen kann?

  17. 21.

    Es ist schon ärgerlich, wenn man dem abhängig Beschäftigten Jahr für Jahr die Margarine auf dem Brot vorrechnet und gleichzeitig keine Probleme mit den ständig exorbitant wachsenden Vermögen der Besitzenden hat.

  18. 20.

    Ihr Appell wäre um einiges glaubhafter, wenn Sie bei der Veröffentlichung von Jahresabschlüssen der Konzerne oder auch bei der Steuererklärung des gemeinen Steuerlochhüpfers genau so beredt die Vorenthaltung von öffentlichen Mitteln durch diese Herrschaften beklagen würden.
    Die Versorgung mit öffentlichen Leistungen könnte um Einiges besser sein, wenn die Jachten etwas kürzer wären.
    Es gibt sogar Stimmen die meinen, daß ein gewöhnlicher Quandt-Erbe durchaus auch mit weniger als 1 Mrd Euro Jahreseinkommen auskommen könnte.

  19. 19.

    Über viele Kommentare kann man nur den Kopf schütteln. Hier wird sich erdreistet zu entscheiden wer ein üppiges Gehalt oder sicheren Job hat. Er jemand der gut verdient hat Anspruch auf eine Gehaltserhöhung. Für die Arbeitgeber gibt es nie den richtigen Zeitpunkt für Arbeitskampf. Vor Monaten noch große Sprüche der Politiker. Jetzt können Taten folgen. Ich wünsche euch maximale Erfolge für die Tarifverhandlungen und habe auch kein Problem wenn der Müll später abgeholt wird.

  20. 18.

    Auch,wenn die Leute der BSR oder BVG den doppelten Lohn bekämen,würde die Stadt genauso dreckig bleiben und kein Bus pünktlicher fahren.

  21. 17.

    Es ist mit Sicherheit nicht der günstigste Zeitpunkt für solche Streiks. Aber mal ehrlich... es wurde jahrelang auf Kosten der Beschäftigten gespart, ob BVG, BSR oder im Medizinbereich. Es wird doch ständig auf der BVG rumgehackt, die Bahnen fahren nicht oder kommen zu spät, bei der BSR … die Stadt ist so schmutzig und in Krankenhäusern beschwert man sich über die Wartezeiten sowie knappen Ressourcen. UNterm Strich wurde diesen Bereichen nie ein spürbarer Dank oder eine Anerkennung ausgesprochen. Es lief ja halbwegs. Irgendwie ist man zur Arbeit befördert worden, auch der Müll wurde entsorgt und es fehlt einen hier nichts an der Medizinischen Versorgung. Jetzt wo die Verdi endlich mal gerechte Löhne und Arbeitsbedingungen für die Bereiche fordert, spitzen sich die Ohren bei der Bevölkerung und das Geheule wird groß. Und an diejenigen die sich darüber beschweren ein kleiner Hinweis -> BVG, BSR etc-> Karriere/Jobangebote. Es wird genügend Personal gesucht.

  22. 16.

    Gestern beklatscht, heute belächelt. Der Deutsche Städtetag soll sich für seine Almosen schämem.

  23. 15.

    PS auch sie können im Öffentlichen Dienst arbeiten und einen Krisen sicheren Job ausüben, man muss sie nur bewerben es gibt 1000de offene Stellen und Personalmangel und Überstunden sind normal.

  24. 14.

    Ich finde es gut den wann wird eine Stimme gehört als in so einer Zeit. Wertschätzung fehlt und versprochen wurde viel, aber nicht ist gemacht worden. Ohne diese Menschen wäre unser Staat nicht so stabil gerade in heutigen Zeiten. Und auf dessen Gehälter zu schimpfen ist nicht klar denn viele in der freien Wirtschaft in gleichen Stellungen verdienen viel mehr als der Beamte!

  25. 13.

    @ 1 und 2: es ist ambivalent zu betrachten. Einerseits waren und sind es Helden, für die geklatscht wurde, andererseits - und das wissen alle - sind das nicht die Best bezahlten Menschen. Die gut Betuchten sitzen oben, an der Spitze der Gesellschaftsoyramide.
    Jedoch empfinde ich zu diesem Zeitpunkt Warn- und Streiks ebenso als nicht wirklich durchdacht und nur als Sicherung der Pfründe der Gewerkschaft: mehr Lohn = höhere Mitgliedsbeiträge. Und die Streikenden sind stets das Kanonenfutter für die da oben im Turm der Verdi.
    Trotzdem vermisse ich den Respekt und das Verständnis für unsere nicht gefeierten Helden, die den Laden am Laufen hielten und halten.

  26. 12.

    Verdi wollte die Verhandlungen verschieben, das haben die Arbeitgeber abgelehnt. Wer nun Schuldige an dem schlechten Timing sucht, kann also seinen Ärger an die richtige Stelle lenken.

  27. 11.

    Kranke werden nicht vergessen, da bestimmt nicht alle Beschäftigten streiken werden, sodass es eine Notversorgung geben wird. Nach der Logik könnten die Beschäftigten ja nie streiken, weil sie mit Erkrankten arbeiten. Das zeigt das Unverständnis einer besser verdienenden Zahnärztin gegenüber Arbeitskampf von Arbeitenden. Arbeitskampf ist nicht egoistisch, sondern solidarisch, da es am Ende allen zu Gute kommt - den Beschäftigten und den Erkrankten.
    Dass sie den schlechter gestellten Beschäftigten ihr Recht auf Streik absprechen wollen, kann wohl nur von einer besser gestellten Ärztin kommen. Die Pandemie ist jedenfalls kein Grund dieses Recht nicht wahrzunehmen.

  28. 10.

    Die einfachen Beschäftigten im Öffentlichen Dienst verdienen wohl ganz OK für ihre Arbeit, aber nicht übermäßig viel. Woher das kommt? Natürlich dadurch, dass sie seit Jahren/Jahrzehnten ganz gut gewerkschaftlich organisiert sind, sodass die Verhandlungen eben nicht auf Nullrunden sondern auf ein Paar Prozent hinauslaufen. Logisch wäre, wenn sich mehr Arbeitende in Gewerkschaften organisiert würden, um ihre Arbeitsbedingungen und Einkommen zu verbessern.
    Dass viele Menschen nun um ihre Existenz bangen, ist verständlich. Aber dann anderen Beschäftigten ihren ausgehandelten Tarifvertrag nicht zu gönnen bzw. die Erhöhungen, die nur durch gewerkschaftliche Organisation und Arbeitskampf möglich sind, ist wohl Neid, wie er bei bei einigen Menschen in Deutschland vorkommen soll. Nunja, das Geld, was die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst und anderswo bekommen, behalten sie ja nicht, sondern geben es wieder aus, sodass auch andere Beschäftigte und Unternehmen davon profitieren.

  29. 9.

    In diesen Zeiten in Krankenhäusern und Kliniken zu streiken ist eine Schande! Ihr habt nichts begriffen, wisst nicht um Leben und Sterben inmitten einer Pandemie. Ich schliesse mich meinen Vorgängern an: Schamgefühle scheinen Euch fremd zu sein!

  30. 8.

    Wie schon mal gesagt... arbeite selbst im öfftl. Dienst und bin in einer Gewerkschaft,
    finde aber den Zeitpunkt für Streik völlig unpassend!

    (Allerdings genauso unpassend was die Springer Friede dem Döpfner gerade "geschenkt" hat.
    Da würde man doch am liebsten rückwärts verdauen.)

    Die Menschen sind schon gestresst und gereizt genug.
    Hätte man jetzt auch noch ein paar Monate mit warten können.
    Ich gönne ja weiß Gott den Pflegekräften mehr Geld, aber muss das ausgerechnet jetzt sein?

  31. 7.

    Streik im Bereich Medizin während eine Pandemie läuft? Läuft auch bei Verdi. Bergab und Rückwärts würd ich sagen...

  32. 6.

    Dann geh doch selber zur BSR, wenn es so toll ist dort zu arbeiten, aber meckere nicht gegen andere nur weil sie ihre Arbeit machen. Ohne die Menschen würden wir in noch einer größeren Kloake leben, als wie wir es eh schon tun.

  33. 5.

    Leute, Ihr könnt Euch hier aufregen, wie Ihr wollt. Haben wir nicht gelernt, jeder Fuzzi kann in diesem Land seine Rechte ausleben, steht doch so im Grundgesetz, egal, ob die Gesundheit von anderen gefährdet ist/wird oder nicht. Es siege der Egoismus vor der Menschlichkeit! Gewissen - was ist das.

  34. 4.

    Dem ist nichts hinzuzufügen. Die Gewerkschaften müssen es nötig haben, wenn sie jetzt schon ihre überzogenen Forderungen auf dem Rücken von Kranken austragen und das bei der Pandemiesituation in Berlin.

  35. 3.

    Wenn die Arbeitgeber ein ordentlichee Angebot vorgelegt hätten, wäre der Streik gar nicht notwendig. Das ist immer von systemrelevanten Berufen die Rede und wenn es um die Wurst geht, wollen die Arbeitgeber nichts davon wissen. Da wird die Mehrwertsteuer gesenkt (=Verringerung der Staatseinahmen) und die Großen machen in der Krise Extragewinne ("Hallo Amazon"). Löhne rauf - aber kräftig! Die Leute sind es wert!

  36. 2.

    Verdi macht das ganz toll. Tausende kämpfen um ihre Existenz. Aber die übermäßig gut verdienenden der BSR, die keine Arbeitslosigkeit befürchten müssen, streiken jetzt. Man sollte langsam mal darüber nachdenken die Gewerkschaftsmacht mal in Frage zu stellen. Es ist unglaublich was da passiert.

  37. 1.

    Liebe Kollegen, ich weiß, ich bin nur ein Halbmediziner und Schwestern und Pfleger haben keinen Hypokratischen Eid , aber ganz ehrlich - wir alle versuchen gegen eine Pandemie anzukämpfen!! Streik und Abstand! Streik und die Kranken vergessen, auf die Warteliste setzen? Menschenleben riskieren und opfern für das eigene Wohl, für 100€ mehr Lohn, mal wieder ? Was habt ihr nicht verstanden. Das ihr euch nicht schämt. Kein Wunder das die Gesellschaft stirbt. So ein Egoismus. Euch geht es nicht um das Wohl der anderen sondern um die Fülle der Geldbörse. In dieser Zeit - eine Unverschämtheit!!!

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