Gewinn auf Vorjahresniveau - Deutsche Wohnen profitiert weiter von steigenden Mieten

Symbolbild: Ein Mietshaus in Berlin
Bild: chromorange/Karl-Heinz Spremberg

Der Berliner Immobilienkonzern Deutsche Wohnen profitiert weiter von steigenden Mieten.

Wie der Dax-Konzern am Freitag mitteilte, erwartet er für das laufende Jahr einen operativen Gewinn von rund 540 Millionen Euro - und liegt damit in etwa auf dem Niveau des letzten Jahres. 2019 war der Gewinn noch stark gestiegen, im laufenden Jahr ist in Berlin allerdings der Mietendeckel in Kraft getreten.

Leichte Einbußen beim operativen Gewinn

Die Deutsche Wohnen besitzt fast 163.000 Wohnungen in Deutschland, davon gut 115.000 in Berlin. Hinzu kommen rund 3.000 Gewerbeeinheiten. Die Mieten stiegen in den ersten neun Monaten im Schnitt um 1,6 Prozent auf 6,93 Euro je Quadratmeter. In Berlin legten sie aufgrund des Mietendeckels nur um 0,4 Prozent auf 6,90 Euro zu.

Beim operativen Gewinn muss die Deutsche Wohnen in den ersten neun Monaten dieses Jahres Einbußen hinnehmen, er sank um 1,2 Prozent auf rund 422 Millionen Euro. Grund waren laut dem Konzern unter anderem höhere Zinsaufwendungen.

Im November muss der Konzern die Mieten für Tausende Wohnungen in Berlin senken, die dem Mietendeckel nach zu hoch sind. Im kommenden Jahr will das Bundesverfassungsgericht darüber entscheiden, ob das Gesetz verfassungskonform ist.

Sendung: Inforadio, 13.11.2020, 10:00 Uhr

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