Studie der Rosa-Luxemburg-Stiftung - Fast die Hälfte der Berliner Wohnungen gehört Multimillionären

Luftaufnahme von Berlin-Kreuzberg (Bild: imago-images/ A. Tamboly)
Video: Abendschau | 11.11.2020 | Studiogespräch mit Christoph Trautvetter | Bild: imago-images/ A. Tamboly

Verschachtelte Eigentümerverhältnisse machen es in Berlin schwer, Immobilien immer einem Besitzer oder einer Besitzerin zuzuordnen. Laut einer Studie der Rosa-Luxemburg-Stiftung sind ein Großteil der Vermieter "Multimillionäre".

Immer mehr Wohnungen in Berlin gehören Großunternehmen und Finanzmarktinvestoren. Ihr Bestand hat sich zwischen 2012 und 2017 mehr als verdoppelt. Das ergab eine Studie der Rosa-Luxemburg-Stiftung [rosalux.de], die der Partei "Die Linke" nahesteht.

Der Autor der Studie "Wem gehört die Stadt", Christoph Trautvetter, sagte am Mittwoch im rbb-Inforadio, der Mythos vom armen kleinen Privatvermieter als Hauptakteur auf dem Berliner Immobilienmarkt sei falsch: "Der Großteil der Berliner Vermieter und Vermieterinnen sind Multimillionäre, die Mietendeckel und Regulierung ohne weiteres verkraften können."

Von den rund zwei Millionen Wohnungen in Berlin gehört etwa die Hälfte Immobilien-Millionären und börsennotierten Wohnungskonzernen, heißt es in der Studie [rosalux.de | pdf].

"Bereich der Privatvermieter ist sehr intransparent"

Der Wirtschaftswissenschaftler erklärte, dass der Miet- und Kaufpreisboom außerdem dafür gesorgt habe, dass diese Multimillionäre in kurzer Zeit und ohne eigenes Zutun noch viel reicher geworden seien. Viele von ihnen blieben anonym, so Trautvetter: "Besonders der Bereich der Privatvermieter ist sehr intransparent. Bisher habe man 65.000 Wohnungen den großen Privatvermietern zuordnen können. Wir schätzen, es sind ungefähr 470.000."

Über Aufrufe will Trautvetter jetzt mehr über die anonymen Vermieter herausfinden, um diese Wohnungen zuordnen zu können. Zudem ist er unter anderem auf Angaben von Verwaltungen und Mieterinitiativen angewiesen.

Der Studie zufolge sind die Mieten in den vergangenen zehn Jahren in Berlin um mehr als 150 Prozent gestiegen. Dadurch sei das Verdrängungspotential enorm gestiegen.

Sendung: Inforadio, 11.11.2020, 07:05 Uhr

62 Kommentare

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  1. 62.

    Na dann ist ja alles gut ... oder nicht?
    Nur so ein Gedanke damit nicht sehr viele "Investoren" uns zunehmend verdraengen ... vielleicht ein bisschen zu radikal erstmal an die eigenen Leute zu denken ... Mea Culpa

  2. 61.

    Es gibt unzählige Länder auf der Welt die seit langen Immobilien an Ausländer verkaufen, auch ohne festen Wohnsitz.
    Darüberhinaus ist Deutschland ist ein Eu - Mitglied also Binnenmarkt, Freizügigkeit und Niederlassungsfreiheit sind ein MUSS!!!

  3. 60.

    Es gibt kein Land der Welt, indem es ausländischen privaten Investoren nach wie vor so leicht gemacht wird ihr Geld in Immobilien zu investieren wie bei uns. Das Ergebnis reflektiert dieser Beitrag, nämlich das sich niemand mehr diese Preise (sowohl Kauf als auch Miete) leisten kann. Vielleicht einfach mal einen Riegel davor schieben wie z.B. Vorraussetzung für den Kauf einer Immobilie ist ein fester Wohnsitz in D oder ähnlich ...

  4. 59.

    Gut zu wissen. Die ganzen Jobs, Ausbildungs- und Studienplätze gibt es natürlich auch in Luckenwalde, Großkuhdorf oder Kleinarschhausen. Es gibt wirklich keine Gründe in Berlin zu sein. Lehrer, pfleger, Erzieher etc. Braucht man eh nicht. Wozu sollten die also bezahlbar hier wohnen. Richtige Einstellung. Wer reich ist fliegt eben mit dem Heli zum Krankenhaus. Der Rest geht unter

  5. 58.

    Das sind jetzt zwei unterschiedliche Paar Schuhe.
    Niemand wird „Schwarzgeld“ in den Fonds waschen, die ich meinte. Diese Fonds sind nur Treuhänder für die vielen kleinen oder großen Vermögen der Anleger, zu denen letztendlich auch wir gehören mit Altersvorsorge etc. (ich kann es nur wiederholen).
    Das ist Ausdruck der Geldpolitik. Wer sich keine Eigentumswohnung leisten kann, möchte auch nicht, daß sein Geld zinslos herumliegt. Daher der Anlagedruck in Immobilienfonds. Hier wird auch die Rendite für betriebliche Altersvorsorge und Pensionsfonds verdient.
    Das sind alles rechtmäßig erworbene Vermögen (ehrlich erworben wäre der falsche Ausdruck, da moralisch geprägt).
    Am Immobilienmarkt findet sicherlich auch Geldwäsche statt, aber dafür ist die Staatsanwaltschaft zuständig. Das wird wohl diese Studie kaum aufdecken.

  6. 57.

    Vor 20 Jahren war ich Grundschüler, also wie hätte ich Immobilien kaufen sollen? Ich wohne zwar nicht in Berlin, aber hier in Hamburg ist die Situation vergleichbar. Und ich wohne hier in erster Linie wegen der Arbeit, weil das Pendeln aus dem Umland dank verkehrspolitischer Versäumnisse der letzten Jahre kaum zu ertragen ist.
    Dass die Immobilienpreise in astronomische Höhe geschossen sind, ist für junge Leute eine Katastrophe. Und das sage ich als überdurchschnittlich gut verdienender Akademiker — wenn es für meine Freundin und mich so schwer ist eine bezahlbare Immobilie zu finden, die halbwegs verkehrsgünstig liegt, wie geht es dann normalen Arbeitern? Für die Generationen vor uns war ein Eigenheim noch drin. Wenn ich dann noch an meine Rente und die verkorkste Umwelt denke, fühle ich mich komplett verarscht.

  7. 56.

    Hallo Mike,

    richtig. Wir sind schon wieder beim Klassenkampf angekommen, statt eine politisch einende Lösung zu suchen, da der Wahlkampf ja wieder vor der Tür steht.

    Aber ganz so schlecht wie bei Brecht geht es uns ja nun doch noch nicht.

  8. 55.

    Ich kann den vorherigen Kommentaren gar nicht widersprechen. Aber ist es im Grunde nicht weniger wichtig, wem die Häuser gehören? Ob Millionär oder Milliardärin, Stiftung oder Investmentfonds, Häuser so verkommen zu lassen, wie in dem Beitrag gezeigt (auch wenn das zum Glück nicht die Regel ist), ist doch unzumutbar! Eigentümer*innen sollten gesetzlich dazu gezwungen werden so etwas nicht zuzulassen. Auch die bis vor kurzem noch grenzenlose Wertsteigerung von Immobilien und damit Mieten, die durch reine Spekulationen entstanden sind, darf es nicht geben. Das geht doch nur auf Kosten der ziemlich machtlosen Mieter*innen. Das geht nicht nur auf deren Geldbeutel, sondern auch auf die Psyche.
    Wenn ich wüsste, dass mein Geld in irgendeinem Fonds liegt, durch dessen dubiose Machenschaften am Ende Menschen auf so eine Weise gequält werden, würde ich es so schnell wie möglich zurückziehen. Das könnte ich nicht verantworten. Nur oft weiß man das leider gar nicht.

  9. 54.

    Viele von uns sind über ganz kleine Beträge über diese Fonds eben auch beteiligt,"
    Das ist jetzt das Äquivalent zu dem kleinen Häuschen der Omma, welches die sich mühsam durch abendliches Stricken ztusammengespart hat und das jetzt auf gar keinen Fall mit solch neumodischem Kram wieder Erbschaftssteuer belegt werden darf,
    Man findet eben immer die "ganz kleine(n) Beträge", mit denen sich die Milliardensummen aus Steuerhinterziehung oder Geldwäsche verdecken lassen.

  10. 53.

    Brecht: "... 3. In Erwägung, daß da Häuser stehen, während ihr uns ohne Bleibe laßt
    haben wir beschlossen, jetzt dort einzuziehen weil es uns in uns'ren Löchern nicht mehr paßt.
    In Erwägung, daß ihr uns dann eben mit Gewehren und Kanonen droht
    haben wir beschlossen, nunmehr schlechtes Leben mehr zu fürchten als den Tod...."

  11. 52.

    Sorry, aber niemand muss in Berlin wohnen, Die meisten von euch sind freiwillig her gekommen und haben ihrerseits Berliner gentrifiziert, weil es hier so cool ist. Wenn IHR nicht mehr hier wohnen wollt, dann sind die Wohnungen wertlos. So einfach sieht es aus. So einfach war es auch vor 20/30 Jahren. Da hättet ihr selber kaufen können. Hätte hätte Fahrradkette. Nun wollt ihr euren "Fehler" nicht einsehen und einfach andere dafür zur Verantwortung ziehen, was ihr selbst vergurkt habt.
    Damals mussten die Wohnungen verkauft werden, weil ihr so wenig Miete gezahlt habt, dass man mit dem Geld ein Haus nicht unterhalten konnte und sie verfielen. Das gleiche wiederholt sich heute. Meint Ihr etwa z.B. in den Zuckerbauten kann man für 300 kalt wohnen? Träumt weiter. Da steht jede einzelne Kachel unter Denkmalschutz und muss extra angefertigt werden. Alle ca. 30 Jahre Dach, Fenster, Strang, Fassade, Heizungsanlage, Hausflur. Wer meint ihr bezahlt das von den Dumpingmieten. Kommentar 49 ! ! !

  12. 50.

    ...ja, da hätte man meinen Beitrag mal richtig lesen sollen. Viele von uns sind über ganz kleine Beträge über diese Fonds eben auch beteiligt, aber eben um 5 Ecken. Das muss man erst einmal verinnerlichen.

    Die betriebllcihe Altersvorsorge ist dort investiert, die Versicherungen, die die Rendite der Vertragsinhaber erwirtschaften müssen, wer Anteile an Immobilienfonds hat, sowieso.

    Wo sollen die sonst bei der Nullzinspolitik auch die erforderliche Rendite erwirtschaften. Ist eben nun mal nicht so wie im Weltbild von klein Fritzchen.

    Und ich warne ausdrücklich davor, sich einzubilden, daß Immobilien bei städtischen Wohnungsbaugesellschaften langfristig in guten Händen sind. Dann gibt es nämlich wieder politische Entscheidungen - wie Anfang der 2000er Jahre - daß diese die Immobilien zur Entlastung der kommunalen Kassen verkaufen müssen. Das hatten wir alles schon einmal. Dann lieber Genossenschaften. Die arbeiten langfristg und ohne politische Interessen.

  13. 49.

    Das eine Unterstellung der Linken zu einer solchen Aussage kommt (die Studie genügt im Übrigen handwerklich wissenschaftlichen Standards nicht) ist wirklich nicht verwunderlich, hat aber ( weil eben parteilich) keine Konsequenzen.
    Wer bei der bspw. gestzlich rentenversichert ist, gehört auch zu den bösen Vermietern und Immobilienkonzernen, weiß es bloß wahrscheinlich nicht. Die Beiträge nahezu aller Versicherungen liegen bei diesen Firmen, in deren Fonds. Von den Gewinnen werden die Renten bzw. Lebensversicherungen etc. bezahlt. Wer die Renditen beschneiden will, kürzt eventuell seine künftige Rente...

  14. 48.

    Wenn man erstmal ein paar Immobilien hat, geht es nur noch aufwärts. Immobilien sind auch krisensicher.

  15. 47.

    Was soll uns denn die Studie sagen? Alle Chefs der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaften verdienen ca. 300.000 € pro Jahr, Herr Scheel mindestens 200.000 € Euro pro Jahr, verzichten die denn dann auch einfach Mal auf einen Teil Ihrer Bezüge? Es wäre doch toll, wenn die kommunalen Großverdiener mit einem Teil Ihrer Einnahmen auch Berliner Mieter unterstützen würden. Wasser predigen und selbst Wein trinken ist natürlich einfacher.

  16. 46.

    die Besitzverhältnisse sind zumeist klar(98%) da reicht ein Blick aufs KlingelSchild
    die Eigentumsverhältnisse sind aber zumeist unklar, denn im Grundbuch stehen oft keine Namen von realen Menschen sondern eher juristische Personen. Dahinein Klarheit zu bringen hat kaum eine Partei Interesse. Die Schwarzen, die Sozen, die Grünen und selbst die Roten waren bereit und dabei ganze WohnblocksQuartiere zu verscherbeln.

  17. 45.

    "Investoreneigentum ist Privateigentum. Es ist weder staatlich noch kommunal oder genossenschaftlich."

    Investoreneigentum ist kein Privateigentum, da es keiner Privatperson(also natürlicher Person, sondern Unternehmen gehört. Hätten Sie sich die Studie angeschaut, wüssten Sie, dass ein Großteil der Berliner Immobilien in der Hand von professionellen Finanzmarktakteuren sind. Das hat mit Privateigentum nichts zu tun. Genau das werfen hier viele durcheinander. Es geht nicht um Onkel Otto, der sich für die Rentensicherung eine oder zwei Eigentumswohnunge oder vielleicht sogar ein Mietshaus zugelegt hat.

  18. 44.

    Viele Kommentare machen den Eindruck,als würden Leibeigene ihre Herren verteidigen."
    Das gleiche Phänomen kann man beobachten wenn es darum geht die oberen 10 % höher zu besteuern.
    Dann tummeln sich die Millionärsversteher in jedem Forum.
    Man könnte zu der Meinung kommen, daß die INSM bei solchen Gelegenheiten mobilisiert.

  19. 43.

    Wieso ?
    Gibt`s in Berlin kein Grundbuch ?
    Soll das etwa besagen das Berliner Grundbuch ist ein Märchenbuch ?

  20. 42.

    Diese Studie geht an der Realität vorbei, und die Kommentare insbesondere die oberen 2/3 ebenso.
    Noch 2012 konnte man in Berlin in bester Wohnlage zur unglaublich günstigen Preis eine " Klasse - Wohnung " erwerben.
    Nun, und ich beobachte den Immobilienmarkt genau, sind es die " Otto - Normaleigentümer " die die höchsten Mieten oder Verkaufspreise erwarten, wohl gemerkt ohne eine Luxus - Sanierung durchgeführt zu haben.
    Nebenbei, viele Normalverdiener betreiben ihre Altersvorsorge in dem sie ihr gespartes in " Beton - Gold " anlegen, auch in Investmensfonds.

  21. 41.

    Die großen Fonds haben überwiegend institutionelle Anleger und das sind u.a.: Kirchen, Kommunem, Sparkassen, Banken, Versicherungen, Pensions- und Rentenfonds etc. …

    Die legen dort ihr Geld an, da es für Barguthaben ja keine Rendite mehr gibt. Und die Anleger der institutionellen Anleger sind oft wir alle mit Versicherungen, Rentensparplänen, privater Altersvorsorge etc. Viele investieren ihr Erspartes auch direkt in Immobilienfonds. Das wird aber bei solch tendenziösen Studien oft vergessen. Eigentlich sind wir dann alle ein Stück raffgierige Immobilienhaie.

    Und die Ursache: Geld- und Niedrigzinspolitik der EZB. Davon profitieren auch Bund und Länder durch geringe Zinsen für Staatsverschuldung. Für den Anleger ist es eine schleichende Enteignung.

  22. 40.

    Investoreneigentum ist Privateigentum. Es ist weder staatlich noch kommunal oder genossenschaftlich.

  23. 39.

    Was bringt diese Studie jetzt dem Mieter außer einer polemischen Spaltung in raffgierige Eigentümer und übers Ohr gehauene Mieter.

    Die großen Fonds haben überwiegend institutionelle Anleger und das sind u.a.: Kirchen, Kommunem, Sparkassen, Banken, Versicherungen, Pensions- und Rentenfonds etc. …

    Die legen dort ihr Geld an, da es für Barguthaben ja keine Rendite mehr gibt. Und die Anleger der institutionellen Anleger sind oft wir alle mit Versicherungen, Rentensparplänen, privater Altersvorsorge etc. Viele investieren ihr Erspartes auch direkt in Immobilienfonds. Das wird aber bei solch tendenziösen Studien oft vergessen. Eigentlich sind wir dann alle ein Stück raffgierige Immobilienhaie.

    Und die Ursache: Geld- und Niedrigzinspolitik der EZB. Davon profitieren auch Bund und Länder durch geringe Zinsen für Staatsverschuldung. Für den Anleger ist es eine schleichende Enteignung.

  24. 38.

    Tatsächlich wird man heutzutage nicht als Leibeigener geboren. Man kann sich natürlich dazu entscheiden. Wir sind ja in einem halbwegs freien Land.

  25. 37.

    OOOch, kann man den armen Mietern helfen, das sie etwas selbst erreichen? Anstatt für ihre ureigenste Lebensgrundlage, ein Dach über dem Kopf, lieber ihre paar Kröten in Mallorca und Bars zu verplempern.

  26. 36.

    Und?

  27. 35.

    Mit allem, was Daseinsversorgung ist, lässt sich sehr gut Geld machen. Weil die Menschen darauf angewiesen sind: auf Wohnung, Wasser, Energie, Wärme. Auf diesen Geschäftsfeldern kann der Finanzmarkt noch die Maximalrendite herausquetschen. Wer diese Daseinsversorgung dem freien Markt überlässt, braucht sich über exorbitante Preise nicht wundern. Die ehemaligen Verursacher dieser Berliner Misere aus dem Senat der 1990er Jahre haben ihre Schäfchen übrigens im Trocknen. Berlin dient als negatives Leuchtturmbeispiel, was ungezügelte Privatisierung in und für eine Stadt anrichten kann.

  28. 34.

    Die Reichen werden reicher. Und hinterziehen Steuern.

  29. 33.

    @Mara: "wissentlich handfeste Ergebnisse". Durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung ... Ironie sollte man als solche auch kennzeichnen.

  30. 32.

    Viele Kommentare machen den Eindruck,als würden Leibeigene ihre Herren verteidigen.

  31. 31.

    Ich frage mich immer, warum so viele Menschen - auch hier in den Kommentaren - den privaten Wohnungsgesellschaften und Immobilien-Fonds beispringen und diese verteidigen, als ob es um ihre eigenen Immobilien ginge. Aber vielleicht gibt es ja so viele Miethauseigentümer*innen, die sich von kritischen Studien zum engen Wohnugsmarkt angegriffen fühlen? Vielleicht lebe ja ich in einer kleiner Minderheitenblase von Mieterinnen und Mieter und etwas an meinem privaten Umfeld stimmt nicht, wo alle nur die Mittel zur Miete haben.

  32. 30.

    Nö, Wohnungsbaugesellschaften sind Wohnungsbaugesellschaften, Genossenschaften sind Genossenschaften, Fonds sind Fonds in Händen von Anteilseignern und meist sind das sehr Vermögende, also Multimullionäre sind Multimilloinäre. Eigentlich ganz leicht zu trennen. Ihr Versuch plumper Kritik ist ein Versuch plumper Kritik,

  33. 29.

    Der Artikel stellt eine Studie der Rosa-Luxemburg-Stiftung vor kurz vor. Ich war dankbar für den Hinweis auf diese Studie. Logisch, dass es dann thematisch um die Position in der Studie geht. Wenn Sie das nicht vom RBB trennen können, tut es mir leid.

  34. 28.

    Ich habe mir die Studie angeschaut und finde Ihre Vorwürfe nicht berechtigt. Was meinen Sie mit "ideologisch verblendet"? Nur weil es Kritik an Immobilienkonzentration gibt, die selbstverständlich zu höheren Mieten beiträgt, weil sie Wohnraum dem Markt entzieht oder damit spekuliert?

  35. 27.

    Kann man den armen Vermietern irgendwie helfen?
    Immer müssen diese sich alles vom Munde absparen.
    Die Villa am Starnberger See muss auch abbezahlt werden!

  36. 26.

    Da Schlimme ist, dass die Politik, auch der linke Senat dabei zugesehen hat. Privatisierung von staatlichen Immobilien war doch jahrelang Gang und gebe. Die Investoren handeln nun nach dem wirtschaftlichen Prinzip. Sollte jedem bekannt sein.

  37. 25.

    Diese Erkenntnis ist jetzt nun wirklich nicht neu. Man kann den gesamten Berliner Wohnungsmarkt weltweit einsehen.
    Gekauft haben damals Multimillionäre u.a. aus Miami, USA . Aus Kenia, Africa, genauso Investoren aus London, UK oder aus Schweden.
    Diese haben die Wohnungen niemals öffentlich besichtigt. Genauso schnell hatten sie die Immobilien wieder veräußert an andere, wenn die Rendite nicht den Ansprüchen genügten.
    Gleich so gibt Investoren aus Schwabenland und Bayern.
    Es ist ein offenes Geheimnis dass ein Teil der Immobilien Wirtschaft damals Richter zu Tagungen einlud, diese "zu schulen", um Mietern und Vereinen zuvorzukommen wenn diese Klagen einreichten.
    Wenn man das eine will kann man das andere nicht wollen. Berlin wollte immer (Welt) Hauptstadt sein, bleibt aber nach wie vor nur Mittelmaß, wie in vielen Dingen. Die Politik trägt dazu seit mindestens zwanzig Jahren eine gehörige Mitschuld.

  38. 24.

    Weil es in dem Artikel nicht um "die Vor- und Nachteile des Mietendeckels" geht, sondern um die Studie der Rosa Luxemburg Stiftung. Soweit ich das hier sehe, wird hier auch nicht "die Sicht des linken Senats" dargestellt, sondern wissenschaftlich handfeste Ergebnisse. Wenn sogar hierin Meinungsmache gesehen wird, dann ist es nicht der rbb, dem Einseitigkeit vorgeworfen werden muss.

  39. 23.

    Man erfinde einen "Mythos", hier den vom "armen, kleinen Privatvermieter" als Hauptakteur auf dem Immobilienmarkt in Berlin, und "entlarve" diese eigene Erfindung als falsch. Dann setze man die "Multimillionäre" auf die Anklagebank. Dieser Neidfaktor zieht immer. Bei der "Studie" der SED-Stiftung konnte ja auch nichts anderes rauskommen.

    Vielleicht sollte der Wohnungsbestand wieder verstaatlicht werden, wie gehabt? Was dabei rauskommt, hat die DDR gezeigt.

  40. 22.

    Wohnung für 30.000 Euro in Berlin? Bekommt man heute wohl im Traum nicht mehr. Selbst, wenn es nur eine 1-Zimmer-Bude ist. Ansonsten gerne her damit. Würde ich sofort kaufen.

  41. 21.

    ?? Ich habe mich gar nicht auf die Studie bezogen ( in deren Einführung übrigens selbst gesagt wird das aus Mangel an tatsächlichen Daten Schätzwerte benutzt wurden. soviel zu der „akademischen“ Arbeit und den nackten Zahlen.) Sondern auf die allgemeine Berichterstattung des RBB, die mir sehr einseitig vorkommt.

  42. 20.

    Die gesamte Studie ist akademisch verfasst und komplett online einsehbar, der Link befindet sich unter dem Video auf YT.
    Nackte Zahlen lassen keinen Spielraum für eine "ideologische Verblendung".
    Uninformierte Kritik an strikter akademischer Arbeit allerdings, die in keinster Weise auf konkrete Werte eingeht und ausser einer plumpen ideologisch gefärbten Phrase nichts zu buieten hat, muss sich da viel eher den Vorwurf einer "Verblendung" gefallen lassen, lieber Frank.

  43. 19.

    Leider haben wohl die meisten meiner vorherigen Kommentatoren gar nicht begriffen, worum es hier geht. Der Großteil der Berliner Immobilien ist eben nicht in Privatbesitz, sondern fest in der Hand von Investoren, die durch verschiedene Tricks nicht mal Steuern für die Einnahmen durch die Immobilien zahlen und noch dazu kaum in den Erhalt investieren. Wenn dann wird luxussaniert und Wohnungen, die vorher noch für 800 € zu haben waren, hinterher für 2.000 € vermietet. Oder sie werden als Eigentumswohnungen zu Preisen verkauft, die sich ein Durchschnittsverdiener in seinem ganzen Leben nicht leisten kann. Die meisten Immobilien gehören derzeit der Deutschen Wohnen mit 115.740 Wohneinheiten, Vonova mit 42.241 Wohneinheiten, Adler Group mit 19.098 Wohneinheiten, Akelius mit 14.038 WE, Pears-Gruppe und Heimstaden. Wer in den letzten Jahren nicht geschlafen hat, wird auch mitgekriegt haben, wie diese Besitzer teilweise mit ihren Mietern umspringen.

  44. 18.

    Ehrlich gesagt, bin ich überrascht, dass der RBB erstaunlich einseitig aus der Sicht des linken Senats berichtet. Die Argumente, die gegen den Mietendeckel sprechen, sowie die negativen Auswirkungen und Ungerechtigkeiten gegenüber kleinen, sozialen Vermietern wird so gut wie gar nicht thematisiert. Sollte neutrale Berichterstattung nicht beide Seiten zeigen und zu Wort kommen lassen?

  45. 17.

    Zum damaligen Zeitpunkt, als wir "arm, aber sexy " waren, waren diese Entscheidungen auch richtig. Wir sind nur nicht rechtzeitig ausgestiegen.

  46. 16.

    Aus der ideologisch verblendeten Sicht dieser Stiftung konnte es natürlich nur zu solch einer Aussage kommen.
    Da träumen die ehemaligen SED-Mitglieder leider immer noch vom real existierenden Sozialismus.

    Die ewig Gestrigen sterben nur langsam aus...

  47. 15.

    Was für ein Blödsinn, die städtischen Gesellschaften besitzen 16%. Sind das auch Multimillionäre?

  48. 14.

    Mit dem Mietendeckel drängt der Senat auch noch die letzten „Privatvermieter“ aus dem Markt. Immobilie als Altersvorsorge lohnt sich nicht mehr, Sanierung abgewohnter Wohnungen auch nicht. Woraus sollen denn bitte Rücklagen für energetisches Sanieren gebildet werden. So überlassen wir den Markt den Finanzinvestoren, scheint der Senat ja zu forcieren. Mit Nichten bin ich als Vermieter Millionär, sondern zahle fleißig meine Kreditraten ab bis zur Rente. Dabei tragen wir als Vermieter das wirtschaftliche Risiko, Mietnomaden und zahlungsunfähigen Mietern gegenüber zu stehen. Welchen Beitrag leistet der rote Senat zur Entspannung auf dem Wohnungsmarkt außer gesetzlichen Regulierungen. Wo bitte werden Sozialwohnungen in nennenswerter Größe gebaut zur Entspannung auf dem Wohnungsmarkt? Dass Bund und Senat in den Wohnquartieren eigene Bestandsimmobilien zu marktüblichen Preisen verkaufen und damit die Quadratmeterpreise und Bodenrichtwerte fröhlich mit in die Höhe treiben, erwähnt man nicht.

  49. 13.

    Schuld ist doch die Politik ob Bund oder Land. Wer hat denn in denn 90.Jahren hier in Berlin ganze Wohneinheiten an private Investoren veräußert daß waren doch die alten Landesregierungen ob CDU ODER SPD geführt. Jetzt braucht man doch nicht so tun als wenn man aus der Wundertüte kommt außerdem wurden auch kaum neue Wohnungen gebaut.

  50. 12.

    Schuld ist doch die Politik ob Bund oder Land. Wer hat denn in denn 90.Jahren hier in Berlin ganze Wohneinheiten an private Investoren veräußert daß waren doch die alten Landesregierungen ob CDU ODER SPD geführt. Jetzt braucht man doch nicht so tun als wenn man aus der Wundertüte kommt außerdem wurden auch kaum neue Wohnungen gebaut.

  51. 11.

    Was für fachlich absurde Propaganda – aus dem Dunstkreis der ehemaligen SED, deren dem Volk gestohlene Milliarden teilweise immer noch verschwunden sind ... Siehe dazu Hubertus Knabe vom 3. August ("Der Milliardenklau") und zu den Tausenden Wohnungen der SED – warum war sie wohl das Gegenteil eines vorbildlichen Vermieters und wie kam die SED überhaupt zu den Wohnungen und Häusern Tausender "kleiner Bürger"? – genug auf Wikipedia.

    Jede Großstadt besteht überwiegend aus Vielparteienhäusern. Die Eigentumsverhältnisse allein haben überhaupt keine Aussagekraft in Bezug auf Rentabilität, Höhe der Mieten, Gewinn, Reinvestition. Wer mehrere Häuser besitzt, ist in der Regel viel robuster (Mietausfälle, größere Schäden, Sanierungskosten) und dadurch stabiler und oft auch besser für die Mieter, weil sich viele Kosten und Ausgaben durch Mengeneffekte reduzieren lassen. Asoziales, kostentreibendes Verhalten und obszöne Chef-Gehälter erlebe ich auch bei einer "roten" Berliner WBG.

  52. 10.

    Das zeigt aber, dass es attraktiver sein muss sein Geld in Immobilien als in Aktien anzulegen. Sonst tut es keiner. Und die meisten Vermieter hatten ja auch gar kein Problem mit den bisherigen Regularien, z.B. Mietpreisbremse, Mieterschutz ect. Aber der Mietendeckel ist ungerecht und unsozial und hat das regulieren einfach übertrieben und somit schwindet die Akzeptanz der Vermieter.

  53. 9.

    Was soll dieses Gejammer und die Neiddebatte. Vor einigen Jahren hat Berlin tausende Sozialwohnungen verhökert, zu unrentabel, zu teuer. Auf die Käufer von damals ist man nun sauer. Komische Logik!

  54. 8.

    "Nur weil Leute Geld haben sind sie nicht gleich Wohlfahrtsverbände. Wenn es sich nicht lohnt eine Wohnung zu vermieten dann wirds auch keiner machen. "Die werden ja nicht gleich arm" ist kein Argument für einen funktionierenden Markt."

    Kann sein, ABER: Nur weil die Leute Mieter sind, sind sie nicht gleich Wohltäter und Geldvermehrer für Vermieter/Besitzer. Jeden Vermieter als gierig zu titulieren ist sicherlich nicht zutreffend, aber sie durch Reglementierungen und Gesetze unter Druck zu setzen, ist absolut richtig. Dafür ist diese Art von "Geldanlage" zu sehr mit dem Grundbedürfnis des Menschen (Dach über dem Kopf) verbunden. Wer sich dafür entscheidet, muss halt nach festen Spielregeln spielen. Wer sein Geld entspannter "arbeiten" lassen will, sollte sich Fondsanteile kaufen. Fertig, aus!

  55. 7.

    Die Wohnungen hier im Kiez wurden bei der Privatisierung durch den Senat für durchschnittlich ca. 30.000 bis 60.000 EUR sehr billig an "Investmentfonds" verkauft. Damals haben sich die Politiker selbst nicht getraut die Mieten zu erhöhen und dachten wohl, das wäre schlau, das andere "Investoren" machen zu lassen. Seitdem wurde die GSW wiederholt verkauft und trotz stetiger Mieterhöhungen wird nur sehr bescheiden in den Erhalt "investiert" - oft nur widerwillig nach erfolgreichen Klagen der Mieter.

  56. 6.

    Die Mär vom bösen Eigentümer! In 20 Jahren ist meine Kaltmiete um 15% gestiegen, viele Altmieter sind fernab von den 150%. DW und Co sind meines Erachtens Aktiengesellschaften, also viele Menschen die ihr Geld für das Alter anlegen. Was bleibt übrig, Eigentümer einer Wohnung oder eines Hauses, die über die Miete auf eine Altersvorsorge hoffen, dafür aber auch Kosten haben und jetzt bleiben noch ein paar Millionäre übrig. So richtig glaubwürdig scheint die Stiftung ja nicht zu sein.

  57. 5.

    Wenig verwunderlich. Als "Vermieter" besitzt man normalerweise wenigstens eine Wohnung selbst und eine die man vermietet. Durch die künstliche Verknappung des Wohnungsangebotes durch die Politik sind das schon oft über eine Millionen an Vermögen.

    Im Artikel kommt natürlich der Selbe Quatsch wie immer:

    "Der Großteil der Berliner Vermieter und Vermieterinnen sind Multimillionäre, die Mietendeckel und Regulierung ohne weiteres verkraften können."

    Nur weil Leute Geld haben sind sie nicht gleich Wohlfahrtsverbände. Wenn es sich nicht lohnt eine Wohnung zu vermieten dann wirds auch keiner machen. "Die werden ja nicht gleich arm" ist kein Argument für einen funktionierenden Markt.

    Das ist in etwa so als wenn man sagt "ab sofort zahlen Millionäre 120% Einkommenssteuer, die haben ja genug". (Das ist übrigens im Endeffekt der linke Ansatz zur Vermögenssteuer) Es ist Quatsch.

  58. 4.

    Interessant ist ja, dass wenn man in Berlin ein Mietshaus besitzt, man auf dem Papier automatisch ein Millionär ist. Leider sagt das aber rein gar nichts über die tatsächliche Liquidität der Person aus und die Bewirtschaftung so einer Immobilie ist teuer. Wenn in dieser Studie also die Buchwerte nicht rausgerechnet wurden, sagt sie rein gar nicht über das tatsächliche Einkommen von Privatvermietern aus.

  59. 3.

    Ach je Rosa Luxenburg Stiftung! Absolut Links gerichtete Instiution. Der erste Abschnitt in diesem Artikel sagt doch schon das die.Eigentumsverhältnisse schwer nachvollziehbar sind. Laut RLS sind es aber alles Multimillionäre die diese Wohnungen haben. Diese vermeintliche Studie soll nur Wasser auf Mphlen bringen zu mehr reicht diese Studie nicht. Seriösität ist etwas anderes aber bei uns eh nicht mehr gefragt.

  60. 2.

    Sofort enteignen und das Geld unter den Genossen verteilen, sollte etwas Geld über bleiben, Suppenküchen für deutsche Rentner einrichten.

  61. 1.

    Bei den hohen Immobilenpreisen in Berlin ist das auch kein Wunder. Ein Normalverdiener kann sich den Kauf einer Wohnung oder eines Hauses in der Hauptstadt gar nicht leisten. Da zahlt man bis an sein Lebensende ab oder geht zwischendurch pleite, wenn z.B. der Job wegbricht. Sowas können sich nur noch Leute mit sehr viel Geld leisten, oder eben große Konzerne.

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